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Ein Verbummelter

Stefan Zweig

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Beschreibung

Da Schüler Liebmann mehrfach die Versetzung verpasst ist er mit Abstand der Älteste in seiner Klasse und erfährt er Spott und Hohn. Er lehnt sich gegen die Autorität des Lehrers auf. Mit schwerwiegenden Folgen...

Stefan Zweig (1881-1942) war ein österreichischer Schriftsteller. 1934 flüchtete er vor den Nationalsozialisten über London und New York nach Brasilien. In der Nacht vom 22. zum 23. Februar 1942 nahm sich Stefan Zweig in Petrópolis bei Rio de Janeiro das Leben. Depressive Zustände begleiteten ihn seit Jahren. Seine Frau Lotte folgte Zweig in den Tod. In seinem Abschiedsbrief hatte Zweig geschrieben, er werde "aus freiem Willen und mit klaren Sinnen" aus dem Leben scheiden. Die Zerstörung seiner "geistigen Heimat Europa" hatte ihn für sein Empfinden entwurzelt, seine Kräfte seien "durch die langen Jahre heimatlosen Wanderns erschöpft". Stefan Zweig wurde ein Symbol für die Intellektuellen im 20. Jahrhundert auf der Flucht vor der Gewaltherrschaft.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 10 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.04.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783744801485
Verlag BoD E-Short
Dateigröße 624 KB

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Zweigs Schreibstil ist immer wieder ein Genuss!
von Mandurah aus Wunstorf am 15.02.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Enthaltene Erzählungen: Geschichte eines Untergangs Der Fall der Marquise de Prie: Sie war die einflussreiche Mätresse des Herzog von Bourbon, galt gar während dessen Amtszeit als Premierminister als tatsächliche Regentin Frankreichs. Ihr Einfluss war so groß, dass sie für die Heirat von Ludwig XV. mit der polnischen Prinz... Enthaltene Erzählungen: Geschichte eines Untergangs Der Fall der Marquise de Prie: Sie war die einflussreiche Mätresse des Herzog von Bourbon, galt gar während dessen Amtszeit als Premierminister als tatsächliche Regentin Frankreichs. Ihr Einfluss war so groß, dass sie für die Heirat von Ludwig XV. mit der polnischen Prinzessin Maria Leszczynska sorgte. Als sie 1725 versucht den Rivalen ihres Mannes in Exil zu zwingen, widerfährt ihr selber dieses Schicksal, welches hier beschrieben wird. Verbannt auf das Landgut ihres Mannes in Courbépine nimmt sie sich am 07. Oktober 1727 das Leben. Das Kreuz Während des Spanischer Unabhängigkeitskrieg (1807-1814) gegen Napoleon gerät ein französischer Colonel in einen Überfall, bei dem er das Bewusstsein verliert und von seinen Truppen abgeschnitten wird. Hungrig und durstig, erschüttert vom Anblick toter Kameraden zieht der die Uniform eines Spaniers an, um im Dorf um Nahrung zu betteln. Als am nächsten Tag seine eigenen Truppen vorbeiziehen, wird er aufgrund seiner spanischen Uniform erschossen. Ein Verbummelter Der 21jährige Schüler Liebmann ist ein Träumer, 2x sitzengeblieben und schiebt die Schuld auf einen seiner Lehrer. Als er einmal mehr zu spät zum Unterricht erscheint und in der Stunde vom Lehrer wegen seiner Tagträumerei bloßgestellt wird, eskaliert die Situation. Liebmann flüchtet aus dem Unterricht und stürzt sich von einer Brücke. Der Amokläufer Ein Arzt, der sich für 10 Jahre nach Indien verpflichtet hat, bekommt Besuch von der Frau eines holländischen Großkaufmanns. Sie hat ihren Mann betrogen und will eine Abtreibung, damit der Gatte nichts bemerkt. Sie bietet dem Arzt ein Vermögen für die Abtreibung, doch er verlangt Liebesdienste von ihr, sie ist entrüstet und verlässt das Haus. Er bereut sein Verhalten und sucht nach ihr, doch zu spät, sie hat die Abtreibung unter unhygienischen Zuständen vornehmen lassen, dies führt zu ihrem Tod, den der Arzt vertuscht. Bei der Überführung stürzt sich der Arzt von Deck des Schiffes auf den Bleisarg, der im Hafen herabgelassen wird und reißt ihn mit in die Tiefe, damit eine Obduktion nicht den tatsächlichen Grund zutage bringt. Die Mondscheingasse In einer französischen Hafenstadt bekommt der Erzähler ein seltsames Paar zu Gesicht. Er hat sie durch seinen krankhaften Geiz verloren, sie ist vor ihm geflohen und gibt sich der Prostitution hin, er versucht sie zurückzugewinnen, sie erniedrigt ihn jedoch wo sie nur kann. Leporella Eine bäurische Magd arbeitet in Wien bei einem jungen Freiherrn, der nur Frauen im Kopf hat, mit Geld und Verantwortung jedoch nicht umzugehen weiß. Er ist mit der reichen Tochter eines Essener Fabrikanten verheiratet, die wegen seines Verhaltens krank wird und ihren Frust am Personal auslässt. Die Magd entwickelt einen Beschützerinstinkt für ihren Herrn, deckt seine Liebschaften und vergast schließlich die Frau. Darüber ist der Freiherr entsetzt, er entlässt sie, sie stürzt sich von einer Brücke in den Tod. Episode am Genfer See Im Jahr 1918 taucht am Genfer See ein russischer Soldat auf, der von der französischen Front geflüchtet ist und sich nach Hause zu seiner Familie zurückzuschlagen versucht. Da dies aufgrund der politischen Lage nicht möglich ist, nimmt er sich das Leben.

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