Der Schatten des Golem

Benjamin Lacombe, Éliette Abécassis

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Beschreibung

In den dunklen Zeiten der Judenverfolgung des 18. Jahrhunderts erschafft der gelehrte Prager Rabbi Löw ein Wesen, das die Juden der Stadt verteidigen soll. Das Mädchen Zelmira kann aus ihrem Versteck die seltsame Zeremonie beobachten, bei der eine Kreatur erschaffen wird, die ihrem Schöpfer gehorcht – der Golem. Doch unter Zelmiras Einfluss beginnt der Golem sein Verhalten zu ändern und scheint unkontrollierbar zu werden … Die fantasievoll-düsteren Illustrationen von Benjamin Lacombe erwecken die alte Erzählung auf einzigartige Weise zum Leben.

Benjamin Lacombe wurde 1982 in Paris geboren und studierte dort Grafische Künste. Mit 19 Jahren zeichnete er seine erste Graphic Novel und wurde einer der bekanntesten modernen Illustratoren. Er illustrierte bereits über 30 Werke, darunter Lisbeth, die kleine Hexe und Im Garten der Pusteblumen..
Éliette Abécassis wurde als Tochter eines berühmten jüdischen Philosophen in Strassburg geboren. Sie studierte Philosophie und unterrichtete später an der Universität in Caen. Sie ist Autorin von Joann Sfars Die Katze des Rabbiners und zahlreicher weiterer Romane und Essays..
Anja Kootz hat in Berlin und New York Amerikanistik, Neuere deutsche Literatur und Kulturwissenschaften studiert. Sie hat verschiedene Bilder- und Kinderbücher und zahlreiche Graphic Novels aus dem Französischen und Englischen übersetzt. Im Jahr 2011 war sie Stipendiatin des Georges-Arthur-Goldschmidt-Programms. Ihre Übersetzung von Humboldts letzte Reise wurde mit einem Arbeitsstipendium der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 184
Erscheinungsdatum 30.06.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95728-046-6
Verlag Knesebeck
Maße (L/B/H) 26.7/18.7/2 cm
Gewicht 669 g
Abbildungen 10 Schwarz-Weiß- Abbildungen 40 farbige Abbildungen
Auflage 1
Übersetzer Anja Kootz

Kundenbewertungen

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Ein besonderes Graphic Novel
von einer Kundin/einem Kunden aus Luckenwalde am 07.09.2018

★★★★★ (5 von 5 Sterne) „Ich heiße Zelmira“, sagte ich zu ihm. Er antwortete nicht. „Und du, du heißt Joseph, nicht wahr?“ Er dreht sich zu mir und sah , mich an, ohne etwas zu sagen. Sein Gesicht war ausdruckslos. Inhalt: Das kleine Mädchen Zelmira ist mit ihrem Vater unterwegs. Als di... ★★★★★ (5 von 5 Sterne) „Ich heiße Zelmira“, sagte ich zu ihm. Er antwortete nicht. „Und du, du heißt Joseph, nicht wahr?“ Er dreht sich zu mir und sah , mich an, ohne etwas zu sagen. Sein Gesicht war ausdruckslos. Inhalt: Das kleine Mädchen Zelmira ist mit ihrem Vater unterwegs. Als dieser in die Taverne ging, spielt Zelmira vor der Tür. Doch als sie Rabbi Löw und ein paar Männer die Taverne verlassen, schleicht Zelmira hinterher. Sie macht eine unglaubliche Entdeckung, denn Rabbi Löw erweckt eine große Gestalt zum Leben. Doch wozu braucht Rabbi Löw solch einen großen Golem ? Der Golem wurde geschaffen, um die jüdische Gemeinde zu beschützen. Doch eines Tages läuft alles aus dem Ruder und der Golem fängt an auf eigene Faust zu handeln. Ist der Golem nun Freund oder Feind ? Kann Rabbi Löw seine Gemeinde wirklich beschützen ? Meinung: Ich bin vor einer Weile auf die Werke von Benjamin Lacombe aufmerksam geworden. Seine Zeichnungen haben mich sehr fasziniert und die Neugier, eine Geschichte von ihm zu lesen, war sehr groß. Als ich dieses Graphic Novel sah, war ich schon verliebt, bevor ich es gelesen hatte. Und mein Gefühl hat sich nicht getäuscht. Titel & Cover: Ich liebe dieses Cover. Die kleine blonde Zelmira ist wunderschön gezeichnet und der Titel in Gold, macht das Cover zu etwas ganz besonderem. Die Geschichte: Die Geschichte ist wirklich toll geschrieben. Magie, Emotionen und Gefühle zu den passenden Bildern. Die Charaktere: Sie haben etwas eigenartige Namen, woran man sich aber schnell gewöhnt. Zelmira und den Golem habe ich besonders in mein Herz geschlossen. Grafiken und Text: Benjamin Lacombe, zeichnet seine Bilder mit einem gewissen Stil. Sie haben Wiedererkennungswert, weshalb sie wirklich besonders sind. Auch in dieser Geschichte verweilte ich gern länger auf den Seiten mit den Bildern, da mich auch die Details sehr beieindruckten. Der Schreibstil ist sehr gut und leicht zu lesen. Zum Ende des Buches werden nochmal einige Wörter oder Personen beschrieben, wodurch man wirklich alles gut versteht. Fazit: Ein wirklich schönes Graphic Novel, mit einer spannenden Geschichte und wunderschönen Bildern. Wer Graphic Novels liebt, sollte an diesem besonderen Buch nicht vorbei gehen. Ich kann es wirklich empfehlen, denn man kann es nur lieben.

Eine zeitlose Parabel jüdischer Tradition
von Dr. M. am 22.06.2018

Im Jahre 1567 sicherte Kaiser Maximilian II. den Prager Juden „auf ewige Zeiten Schutz vor Vertreibung und Bedrängung zu“. Ein Vierteljahrhundert später erneuerte Maximilians Sohn, inzwischen Kaiser Rudolf II., diese Versicherung. Doch genützt hat sie wenig, denn die Prager Juden wurden dennoch verfolgt und bedrängt, woran sich ... Im Jahre 1567 sicherte Kaiser Maximilian II. den Prager Juden „auf ewige Zeiten Schutz vor Vertreibung und Bedrängung zu“. Ein Vierteljahrhundert später erneuerte Maximilians Sohn, inzwischen Kaiser Rudolf II., diese Versicherung. Doch genützt hat sie wenig, denn die Prager Juden wurden dennoch verfolgt und bedrängt, woran sich auch Vertreter der katholischen Kirche beteiligten. In dieser Zeit, so sagt die Legende, schuf der berühmte Rabbi Löw den Golem, der die Prager Juden beschützen sollte. Eliette Abecassis erzählt diese Legende hier in einem etwas moderneren Lichte neu. Mit den zugehörigen Illustrationen von Benjamin Lacombe entstand so ein wunderbares Buch zu dieser uralten Erzählung über den wohl ersten Androiden der Geschichte. Welche Folgen es haben könnte, wenn eine solche Maschine ein Bewusstsein erlangen würde, reißt die Geschichte am Ende nur an. Ähnlich wie in dieser neu erzählten Geschichte kann man die Erschaffung künstlicher Intelligenz durchaus skeptisch sehen. Damit spannt sich ein Bogen zwischen einer alten Hoffnung, die sich mit dem Golem verband, bis hin zu einer neuen, modernen Bedrohung. So wunderbar sich das Buch liest und so herrlich die Illustrationen sind, so bleibt doch die Frage, für wen es eigentlich verfasst wurde. Eine alte Geschichte, die aus der Zeit gefallen zu sein scheint, es aber modern betrachtet nicht ist. Vielleicht ein anspruchsvolles Kinderbuch. Oder ein Kleinod für Erwachsene? Schön ist es für jedes Alter.

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