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Die Hoffnung

Roman

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1803 geht die junge Kapitänstochter Maria in Kopenhagen an Bord der Hoffnung, eines ehemaligen Sklavenschiffs. Aus einer kurzen Vergnügungsfahrt wird eine abenteuerliche Reise Richtung Westindien, als Maria entdeckt, dass trotz des Verbots durch den dänischen König der Menschenhandel immer noch floriert und ihr geliebter Vater darin verstrickt ist. Zwanzig Jahre später landet der Humanist Mikkel Eide auf Sankt Thomas, um ein Traktat gegen die Sklaverei zu verfassen. In der dänischen Kolonie werden seine idealistischen Vorstellungen mit der Realität konfrontiert. Warum ist es so schwierig, ein guter Mensch zu bleiben, sich nicht mitschuldig zu machen? Ein ergreifender Roman über Idealisten und Zyniker, eine unmögliche Liebe und die Abgründe der menschlichen Seele.
Rezension
»Vraa verhandelt (...) die grossen Themen des Menschseins: Schuld, Begierde, Liebe, die Frage nach dem Guten und dem Wert des Menschen. Das liest sich (...) wie ein Kommentar zu unserer Zeit - und Vraa leistet damit einen fundamentalen Beitrag.«
Portrait
Mich Vraa, geboren 1954, lebt als Journalist, Schriftsteller und Übersetzer mit seiner Familie in Odense, Dänemark. Er übertrug u.a. Jonathan Franzen, Ernest Hemingway und Don DeLillo ins Dänische. Sein Roman Die Hoffnung wurde von der Kritik hochgelobt und ist für zahlreiche Preise nominiert.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 05.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-00155-6
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 21.6/14.1/4.2 cm
Gewicht 652 g
Übersetzer Ulrich Sonnenberg
Verkaufsrang 48536
Buch (gebundene Ausgabe)
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"ich schaue in den Spiegel und sehe einen weißen Mann. Und es widert mich an!"
von einer Kundin/einem Kunden am 18.10.2017

Die Dänen sind bis heute sehr stolz auf den Reichtum ihres "kleinen" Landes, gerne erzählen sie z.B.von den sehr erfolgreichen Waljagden im hohen Norden vom 17. Jhd. bis weit in das 19.Jhd., wie wohlhabend nicht nur die Reeder und Kapitäne wurden, sondern auch die restliche Besatzung. Von einem weitaus häßlicheren Weg, zu Geld z... Die Dänen sind bis heute sehr stolz auf den Reichtum ihres "kleinen" Landes, gerne erzählen sie z.B.von den sehr erfolgreichen Waljagden im hohen Norden vom 17. Jhd. bis weit in das 19.Jhd., wie wohlhabend nicht nur die Reeder und Kapitäne wurden, sondern auch die restliche Besatzung. Von einem weitaus häßlicheren Weg, zu Geld zu kommen, schreibt hier Mich Vraa. Auch Dänemark war Kolonialmacht, der dänischen Krone selbst gehörten diverse westindische Inseln, auf denen vor allen Dingen Zuckerrohr angebaut wurde - denn der daraus gewonnene Zucker wurde in ganz Europa buchstäblich mit Gold aufgewogen... 1803, geht die Kapitänstochter Maria Fredriksen mit ihrem Vater an Bord der "Hoffnung", ein ehemaliges Sklavenschiff, daß aber seit dem Verbot des Sklavenhandels durch den dänischen König 1792 nur noch "normale" Handelsware transportiert. An Bord begreift Marias Vater, daß das nicht stimmt, und er, der seit Jahren nur noch als Reeder, aber nicht als Kapitän gearbeitet hat, hintergangen wurde, und die "Hoffnung" Jahr für Jahr Hunderte von Menschen unter unfassbarsten Umständen von Afrika zu den Jungferninseln gebracht hat... Der Roman spielt auf drei zeitlichen Ebenen, brilliant geschrieben, der ganze Text besteht aus Briefen, Tagebucheinträgen, Logbuch-Einträgen usw., ist wunderbar komponiert, und genial von Ulrich Sonnenberg ins Deutsche übertragen! Das Buch ist ein flammendes Plädoyer gegen die Sklaverei, es ist an vielen Stellen kaum auszuhalten, mit viel Zynismus dieses Verbrechen gegen die Menschheit gerechtfertigt wurde! Nur ein Beispiel: Verbot des Sklavenhandels durch die dänische Krone 1792, aber eben dieser Handel durfte noch 10 Jahre weitergeführt werden, damit die Pflanzer ihre "Lager" mit Sklaven noch ordentlich "auffüllen" konnten! Als die Sklaverei endgültig verboten wurde, hatte allein Dänemark circa 350000 Menschen aus Afrika entführt... Ein mehr als lesenswertes Buch, dramatisch, spannend, literarisch - verdient eigentlich mehr als 5 Sterne!