Das Geheimnis des Dr. Alzheimer

Roman

Jørn Precht

(4)
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Beschreibung

Frankfurt am Main, 1901: Der verarmte Krankenpfleger Karl Walz träumt davon, Arzt zu werden und die geheimnisvolle neue Krankheit zu enträtseln, die das Gedächtnis seiner erst 50-jährigen Ziehmutter mehr und mehr zerstört. Er erhält die Chance, als Assistent des Psychiaters und Gerichtsgutachters Dr. Alois Alzheimer zu arbeiten, doch der verschwiegene Lehrmeister wird ihm dabei immer unheimlicher. Was hat der geheimnisvolle Hirnforscher zu verbergen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...

Jørn Precht studierte Germanistik und Anglistik in Stuttgart sowie Drehbuch in Ludwigsburg. Er ist Vorstand im Filmbüro Baden-Württemberg und Professor für transmediales Storytelling und Dramaturgie an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Dort ist er Mitbegründer des Instituts für angewandte Narrationsforschung (IANA). Ausserdem arbeitet er als freier Hörspiel- und Drehbuchautor. Er schrieb unter anderem den Kinofilm »Abgefahren - Mit Vollgas in die Liebe« und mehrere Folgen für die ZDF-Serien »SOKO Stuttgart« und »Petzi«. Precht erhielt diverse Förderungen und Auszeichnungen, unter anderem den SAT.1-Talents Award 2000 und den »Goldenen Buchstaben« für »Strandgut« (SWR/arte). 2009 wurde er von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg für den deutschen Drehbuchpreis vorgeschlagen. 2016 erschienen »Stuttgarter Geheimnisse« und »Flensburger Geheimnisse« aus der mehrfach preisgekrönten Buchreihe »Geheimnisse der Heimat«.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 275 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.08.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783839255407
Verlag Gmeiner Verlag
Dateigröße 2496 KB

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Großartiger Roman
von meine.literaturliebe am 25.02.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Frankfurt am Main 1901: Der verarmte Krankenpfleger Karl Walz erhält die Chance an der Seite des Dr. Alzheimer zu arbeiten und an der Krankheit zu forschen, die das Leben seiner Ziehmutter zerstört hat. Ich fand den Roman sowohl unterhaltsam als auch informativ. Man erfährt viele Einzelheiten sowohl aus dem Leben des Dr. Alzhe... Frankfurt am Main 1901: Der verarmte Krankenpfleger Karl Walz erhält die Chance an der Seite des Dr. Alzheimer zu arbeiten und an der Krankheit zu forschen, die das Leben seiner Ziehmutter zerstört hat. Ich fand den Roman sowohl unterhaltsam als auch informativ. Man erfährt viele Einzelheiten sowohl aus dem Leben des Dr. Alzheimer als auch Auguste Deter, die seine erste Patientin der mysteriösen Krankheit war. Ein großartiger historischer Roman und wichtiger Beitrag zur Geschichte der Medizin, den ich gerne weiterempfehle.

Teilweise gelungen
von Igelmanu66 aus Mülheim am 28.04.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Frankfurt am Main, zur Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert. Der junge Karl Walz hatte keinen leichten Start. Immer wieder hatte ihn der alkoholabhängige Vater verprügelt und seine zuvor liebevolle Mutter verfiel nach dem Tod ihres Mannes auf sich allein gestellt dem Wahnsinn. Ihr trauriges Ende in der „Irrenanstalt“ machte Karl zu... Frankfurt am Main, zur Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert. Der junge Karl Walz hatte keinen leichten Start. Immer wieder hatte ihn der alkoholabhängige Vater verprügelt und seine zuvor liebevolle Mutter verfiel nach dem Tod ihres Mannes auf sich allein gestellt dem Wahnsinn. Ihr trauriges Ende in der „Irrenanstalt“ machte Karl zum Waisen. Und als wäre das noch nicht genug, entwickelt seine Ziehmutter Auguste mit gerade 50 Jahren eine unheimliche Krankheit, die ihr Gedächtnis und ganzes Wesen mehr und mehr zerstört. Karl, mittlerweile Krankenpfleger, erhält die Chance, als Assistent von Dr. Alois Alzheimer diese Krankheit zu erforschen. Ob Auguste noch geholfen werden kann? Dieses Buch lässt mich mit einem leichten Gefühl der Enttäuschung zurück. Die Geschichte um die erste bekannte Alzheimer-Patientin reizte mich sehr, ohnehin finde ich die Entwicklung der Medizin enorm spannend. Aber speziell dieser Schritt, Menschen nicht mehr einfach als „irre“ zu bezeichnen und wegzusperren, war ein ganz großer und sicher in der Umsetzung alles andere als leicht. Schon allein die Ansichten der verschiedenen Mediziner waren höchst kontrovers, und die in der Bevölkerung natürlich erst recht. Diese Grundstimmung wird gut vermittelt und ich freute mich über jeden Abschnitt, in dem es um Augustes Erkrankung und die Forschungsarbeiten von Dr. Alzheimer ging. Es gab allerdings noch einen zweiten großen Handlungsstrang im Buch, der sich mit dem Schicksal des Karl Walz befasst. Da gab es genug Potential für reichlich Dramatik, die Umsetzung fand ich allerdings eher seicht und theatralisch. Sämtliche möglichen Klischees wurden bedient, dadurch wurde der Verlauf höchst vorhersehbar. Hier war für mein Empfinden gar nichts spannend, zudem ärgerten mich häufige Wortwiederholungen, den Schreibstil empfand ich als sehr einfach. Auch das titelgebende Geheimnis des Dr. Alzheimer konnte mich nicht fesseln. Es wirkte auf mich, als ob man hier mit Gewalt einen Spannungsbogen errichten wollte, wo eigentlich keiner war. Was ich im Nachwort zudem vermisste, war eine Aufschlüsselung, welche der Charaktere und Ereignisse fiktiv sind und welche auf Tatsachen beruhen. Auguste war tatsächlich die erste Alzheimer-Patientin, ein Teil der Handlung ist also zumindest an die historischen Fakten angelehnt. Da hätte es mich sehr interessiert zu erfahren, was womöglich noch real war. Ich vergebe 2,5 Sterne, die ich auf 3 aufrunde, weil zumindest der Handlungsstrang rund um die Arbeit Alzheimers gelungen war. Ich werde mir die Biographie zulegen, die der Autor im Nachwort empfiehlt. Fazit: Der medizinische Teil war sehr interessant, darüber hinaus war dies leider nicht mein Buch.

Deutsche Medizingeschichte unterhaltsam, spannend und lehrreich erzählt
von hasirasi2 aus Dresden am 22.05.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Fast jeder hat wohl irgendeine Schwäche, die ihn im Alltag stört. Bei mir ist es mein nicht vorhandenes Personengedächtnis. Ich kann mir Namen und Gesichter ums Verrecken nicht merken und grüße darum freundlich jeden zurück, der mir auch nur im Entferntesten zunickt. Wenn man mich dann fragt, wer das war, kann ich meist nur hilf... Fast jeder hat wohl irgendeine Schwäche, die ihn im Alltag stört. Bei mir ist es mein nicht vorhandenes Personengedächtnis. Ich kann mir Namen und Gesichter ums Verrecken nicht merken und grüße darum freundlich jeden zurück, der mir auch nur im Entferntesten zunickt. Wenn man mich dann fragt, wer das war, kann ich meist nur hilflos die Schultern zucken - „Alzheimer lässt grüßen“ ... Umso gespannter war ich auf die Geschichte, die hinter der Krankheit und ihrem Entdecker steckt. Jørn Precht hat Alois Alzheimers Forschung und Wirken geschickt in einem spannenden historischen Roman verpackt. Karl Walz muss als Kind hilflos mit ansehen, wie seine Mutter nach dem Alkoholtod des Vaters immer mehr verfällt und schließlich im Irrenhaus „Affenstein“ landet. Die Zustände dort sind katastrophal und erinnern an Gefängnisse des Mittelalters. Karl muss daraufhin in verschiedene Kinderheime und erlebt dort Dinge, die mir jetzt noch Gänsehaut über den Rücken jagen. Zum Glück holt ihn seine „Ziehmutter“ Auguste Deter wenigstens an den Wochenenden da raus. Um 1900 arbeitet Karl als Pfleger für einen Kinderpsychiater und liest in seiner Freizeit medizinische Fachbücher. Er träumt davon, eines Tage ebenfalls Arzt zu werden, kann sehr gut mit Kinder umgehen und sein Ruf eilt ihm voraus. Als seine Ziehmutter Auguste Deter immer verwirrter wird und schließlich auf dem „Affenstein“ landet, nutzt Karl Alzheimers Angebot und arbeitet ab da für ihn. Seit der Eilieferung seiner leiblichen Mutter in die Anstalt sind nur 13 Jahre vergangen, aber Karl erkennt die Räumlichkeiten kaum wieder. Alles ist sauber und modern, man behandelt die Erkrankten nach den neusten Erkenntnissen und vor allem wie Menschen, nicht mehr wie Tiere. Alzheimer ist von Auguste Deters Erkrankung fasziniert. Die Anzeichen erinnern an Altersdemenz, aber dazu ist sie zu jung. Sie selbst beschreibt ihren Zustand so: „Ach, ich bin so verwirrt. Ich habe mich sozusagen verloren.“ (S. 53). Jørn Precht erzählt sehr bildlich und einfühlsam die Anzeichen und Auswirkungen der Krankheit aus verschiedenen Sichtweisen. Da ist Auguste, deren helle Momente immer seltener werden, ihr Mann, der damit nicht umgehen kann (oder möchte), Karl, der unter ihrem Verfall immer mehr leidet und Dr. Alzheimer, der unbedingt erforschen möchte, was genau Auguste hat. Dabei stützt sich der Autor auf originale Mitschriften von Dr. Alzheimer, denn Auguste Deter war wirklich die erste Patientin, an der er die Erkrankung nachweisen konnte.

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