Meine Filiale

Sonne und Beton

Roman

Felix Lobrecht

(49)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
Fr. 16.90
Fr. 16.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen,  Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen
Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i

Weitere Formate

Taschenbuch

Fr. 16.90

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

Fr. 11.00

Accordion öffnen

Hörbuch (CD)

Fr. 31.90

Accordion öffnen

Beschreibung

"Dass Lobrecht [...] nicht ausschliesslich witzig sein will, sondern in die sozialen Abgründe von Langeweile, Gewalt, Alkohol und Drogen blickt, ist die grosse Stärke dieses unterhaltsamen Coming-of-Age-Romans.", Deutschlandfunk, Florian-Felix Weyh, 15.04.2017

Felix Lobrecht, geboren 1988, wuchs mit zwei Geschwistern bei seinem alleinerziehenden Vater in Berlin-Neukölln auf. Er ist Autor, Stand-Up-Comedian und einer der erfolgreichsten Slampoeten.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Altersempfehlung 14 - 17 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 08.06.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-29058-4
Verlag Ullstein Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18.5/12.2/2.2 cm
Gewicht 211 g
Auflage 14. Auflage
Verkaufsrang 4457

Kundenbewertungen

Durchschnitt
49 Bewertungen
Übersicht
19
16
10
3
1

„Sonne und Beton“ ist ein schnörkelloses Buch, dass auf unkompliziertem Niveau, die Komplexität einer Parallelgesellschaft darstellt.
von einer Kundin/einem Kunden aus Recklinghausen am 06.01.2021

Viele Wege führen derzeit zu Felix Lobrecht. Als Comedian hat er es geschafft, die Gunst einer aufgeklärten, jungen Zielgruppe zu gewinnen und somit die intellektuelle Opposition zu Oliver Pocher zu bilden. Felix wohnt als reicher, weißer, blonder Deutscher im eher interkulturell und mittelgutsituiert geprägten Kreuzberg. Felix ... Viele Wege führen derzeit zu Felix Lobrecht. Als Comedian hat er es geschafft, die Gunst einer aufgeklärten, jungen Zielgruppe zu gewinnen und somit die intellektuelle Opposition zu Oliver Pocher zu bilden. Felix wohnt als reicher, weißer, blonder Deutscher im eher interkulturell und mittelgutsituiert geprägten Kreuzberg. Felix ist das Rich Kid on the Block. Das war nicht immer so. Aufgewachsen ist er in Gropiusstadt, einem Ortsteil Berlin-Neuköllns, dessen Trübsal verursachende Bauhaus-Plattenbauten im Stadtbild eitern, wie ein offener Abszess - nur einen Bezirk und siebzehn Gehaltsklassen von seiner Wohnung am Kotti entfernt. Und wahrlich, auch der Kotti ist kein rosarotes Supercandy Pop-Up Museum. Hier teilt sich der Schawarma-essende-Gutmenschen-Kosmos den Bürgersteig mit Obdachlosen und Heroinspritzen. Öffentlichkeitswirksam wird diese Ko-Existenz gerne romantisiert. Im Gropiusstadt geht das nicht. So erzählt es Felix in seinem Roman „Sonne und Beton“. Bandenkriminalität, Schlägereien, Drogenhandel und minderjährige Kleinkriminelle prangen im Inventar des sozialen Ghettos. Wer hier aufwächst, der ist von einer akademischen Laufbahn und solidem Einkommen so weit entfernt wie Pietro Lombardi vom Pulitzer Preis. Lukas, Felix Protagonist, möglicherweise Alter-Ego, lebt mit seinem Vater und drei Kumpels in der Tristesse dieses Mikrokosmos. Er ist Teil des Perspektiven verschlingenden Geschwürs und kontinuierlich damit beschäftigt, Ärger aus dem Weg zu gehen, irgendwie an Geld zu kommen und die andauernde Langeweile mit Alkohol und Gras zu füllen. Felix schildert in seiner Geschichte, dass all jene populistischen Erklärungen, die privilegierte Jürgens gerne propagieren, Bullshit sind. „Die“ hätten auch keine lukrativeren Perspektiven, wenn sie nicht so oft geschwänzt hätten. „Die“ können nicht einfach arbeiten gehen, um besseres Geld zu verdienen und einen höheren Lebensstandard zu erreichen, weil „die“ oftmals nicht die Chance bekommen, sich zu beweisen. Kein Geld, keine Bildung, keine Qualifikationen, kein (guter) Job, kein Geld. Ein ewig währender Teufelskreis, der Vorurteile schürt. Es ist nicht nur für die Comedy-Szene wichtig, dass Lobrecht den Fahrstuhl aus der Hölle der Stigmatisierung gefunden hat. Es ist für die breite Masse wichtig, eine authentische Aufklärung darüber zu bekommen, dass das Leben in Armut nicht immer selbstverschuldet ist und, dass man nicht so ohne Weiteres ein frommer Wohlstandsbürger wird. Und es ist wichtig, all jenen, die sich immer noch in der Situation befinden, zu zeigen, dass es doch Hoffnung gibt. Dass man es, wie Felix Lobrecht, schaffen und hässliche, dafür absurd teure, Gucci-Shirts tragen kann. „Sonne und Beton“ ist ein schnörkelloses Buch, dass in realistischer Sprache und unkompliziertem Niveau, die Komplexität, Probleme und Aussichtslosigkeit einer Parallelgesellschaft nahelegt. 2018 erschienen, sind Fleix niedergeschrieben Worte die Insignien einer Gesellschaft, die noch lange nicht gelernt hat, was zielorientierte Problembehandlung ist. 2020 ist die Temperatur der Kriegsführung gegen währende Missstände jedoch glücklicherweise gestiegen, sodass „Sonne und Beton“ ein immer noch zeitloser Lektürebegleiter ist.

von einer Kundin/einem Kunden am 28.12.2020
Bewertet: anderes Format

Authentisch und schmerzhaft! Der erfolgreiche Poetryslamer Felix Lobrecht skizziert gekonnt das Leben auf der Straße und besticht mit seinen schnellen Dialogen! Lesenswert.

Eine Geschichte aus Berlins multikulturellsten Bezirk, die nicht authentischer sein könnte
von einer Kundin/einem Kunden am 15.09.2020

Felix Lobrecht hat es bis an die Spitze der deutschen Comedy-Szene geschafft, trotz aller Widrigkeiten die ihm in seiner Kindheit und Jugend im Berliner Stadtteil Neukölln begegnet sind. Sonne und Beton ist eine authentische Geschichte, die spannend und manchmal auch witzig ist, aber auch weh tut. Der Slang ist am Anfang etwas a... Felix Lobrecht hat es bis an die Spitze der deutschen Comedy-Szene geschafft, trotz aller Widrigkeiten die ihm in seiner Kindheit und Jugend im Berliner Stadtteil Neukölln begegnet sind. Sonne und Beton ist eine authentische Geschichte, die spannend und manchmal auch witzig ist, aber auch weh tut. Der Slang ist am Anfang etwas anstrengend, man gewöhnt sich aber daran. Das Ende hält einen fiesen Cliffhanger bereit. Eine Verfilmung des Buches ist bereis in Planung. Ich freue mich darauf.


  • Artikelbild-0
  • Artikelbild-1
  • Artikelbild-2
  • Artikelbild-3