Briefe an die grüne Fee

Über die Langeweile, das Begehren, die Liebe und den Teufel.

Salih Jamal

(14)
Die Leseprobe wird geladen.
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
Fr. 21.90
Fr. 21.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Versandfertig innert 6 - 9 Werktagen,  Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
Versandfertig innert 6 - 9 Werktagen
Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i

Weitere Formate

Taschenbuch

Fr. 21.90

Accordion öffnen

gebundene Ausgabe

Fr. 29.90

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

Fr. 8.90

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

Fr. 11.90

Accordion öffnen

Beschreibung

"Ein Briefroman. Poetisch und vulgär."

"Ein Buch über blutende, hungrige Herzen mit der Sucht nach Leben und nach der Wucht, die einen an dem entscheidenden Punkt trifft, zwei Finger breit unter dem Zwerchfell, da, wo die Luft wegbleibt."

Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat.
In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinen Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und den Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel.
Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten, abgeholt zu werden, oder in der versucht wird, die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden.

Ich wurde weit entfernt von dort geboren, wo ich hingehörte. So suchte ich zeitlebens meinen Weg nach Hause und gleichzeitig hinfort. Ein langer, ungewisser und wohl unmöglicher Weg, der mich zu Jobs im Fast-Food-Restaurant, in die Herrenabteilung eines Modehauses auf der piekfeinen Düsseldorfer Königsallee, als Rosenverkäufer in Bordellen oder als Kurierfahrer, der das Kanzleramt belieferte, geführt hat.

In einer staubigen Zeit erblickte ich das Licht der Welt. Um zwanzig nach sieben, an einem Sonntag genau in der Minute des Sonnenaufgangs, atmete ich den letzten Hauch der vergangenen Nacht in mein neues Leben ein. Alles stand im Sternzeichen des Skorpions und auch noch im Aszendent Skorpion. Koordinaten für die Weltherrschaft.

Später erfuhr ich, dass mein Tierzeichen des chinesischen Horoskops das Feuerpferd ist. Feuerpferde sind sehr selten. In der fernöstlichen Astrologie wurden die Eigenschaften von Feuer und Pferd kombiniert: Pferde sind klug, selbstbewusst, egoistisch, unruhig und leidenschaftlich. Dabei sind sie so freiheitsliebend, dass sie die Welt vergessen können, so dass man durchaus niedergerannt werden kann, wenn man ihnen im Weg steht. Menschen, die im Feuer geboren werden sind dominant und brennen vor Hingabe an Dinge. Manchmal so lange, bis alles um sie herum zerstört ist.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 268
Erscheinungsdatum 19.08.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7448-3280-9
Verlag BoD – Books on Demand
Maße (L/B/H) 19/12/1.6 cm
Gewicht 288 g
Auflage 6. Auflage

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
8
6
0
0
0

Kein Mainstream
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Liebenwerda am 05.08.2018

Ein Buch der etwas anderen Art. Nachdem ich nun das Glück hatte dieses Buch zu lesen möchte ich gerne einer Rezension nachkommen. Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein ... Ein Buch der etwas anderen Art. Nachdem ich nun das Glück hatte dieses Buch zu lesen möchte ich gerne einer Rezension nachkommen. Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat. In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten….. Die Story klingt ungewöhnlich und hebt sich vom Mainstream ab. Der Autor stellt sich vor und ähnlicher autobiographischer Erzählweise wird der Roman gesponnen. Daher wirkt es sehr authentisch und echt. Der Sprachstil enthält provokant-derbe Ausdrücke, sowie tiefsinnig poetischen und lyrischen mit Zitaten von Kant, Gibran… Manchmal habe ich den Eindruck ein Intellektueller verbirgt sein Intellekt. Die Erzählweise spricht sicherlich nicht jeden an. Es hebt das Buch auch ab vom klassischen Werther. Dieser ist mir allerdings lieber. Obwohl das Resümee zeigt, dass der Ich-Erzähler und Werther durchaus Brüder im Geiste sein könnten. Trotz der teilweise schweren Themen wird hier mit einer Leichtigkeit über das Leben parliert. Daher vergebe ich 4 Sterne.

Provokant, poetisch - erfrischend anders
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 12.12.2017

Der Vorteil an einer Buch-Community oder auch nur das Er- und Einstellen von Rezensionen im Internet ist der, dass man als Schreiber von selbigen unverhofft Einladungen zu Buchverlosungen von Autoren erhält, die eine Rezension zu einem anderen Buch gelesen und der enthaltenen Kernaussage zugestimmt haben. So ging es mir mit Sali... Der Vorteil an einer Buch-Community oder auch nur das Er- und Einstellen von Rezensionen im Internet ist der, dass man als Schreiber von selbigen unverhofft Einladungen zu Buchverlosungen von Autoren erhält, die eine Rezension zu einem anderen Buch gelesen und der enthaltenen Kernaussage zugestimmt haben. So ging es mir mit Salih Jamal und seinem Debüt „Briefe an die grüne Fee“. Da ich schon mal ein Auge auf das Buch geworfen hatte, habe ich die Einladung dankend angenommen. Jetzt, 260 Leseseiten weiter, sitze ich hier und versuche meine Eindrücke in Worte zu fassen. Wer bei der Erwähnung einer Fee im Titel an ein neues Fantasy-Epos denkt, der sollte jetzt besser nicht weiterlesen, da sonst die Gefahr einer großen Enttäuschung besteht *g*. Alle anderen (egal ob Literaturnerd oder Independentbuchjunkie) können und sollen bitte weiterlesen. Salih Jamal ist ein Autor, der sich nicht oder kaum um bestehende literarische Konventionen schert. Er schreibt einfach frei von der Leber weg. Da stehen provokant-derbe Ausdrücke neben tiefsinnig poetischen und lyrischen Textstellen – who cares? Er beschreibt das Leben einfach so wie es ist – mal hart und brutal, mal witzig und komisch, mal herzerwärmend und poetisch. Autobiografische Texte vermischen sich hier gekonnt mit der guten Beobachtungsgabe des Autors und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen zu einem konsequenten Ganzen. Der Autor teilt gerne aus und dem ein oder anderen Leser ist die tabulose Sprache wahrscheinlich ein Dorn im Auge. Auf der anderen Seite zeigt sich aber zwischen den provokant-selbstverherrlichenden Zeilen ein sehr sensibler Mensch, der sich und sein Tun hinterfragt und zum Schluss hin (trotz seiner „Ich will Spaß im Leben“-Mentalität) ein anderer Mensch geworden ist. So begleiten wir den Protagonisten durch ein feucht-fröhliches Leben mit allen Höhen und (selbstverursachten?) Tiefen, erleben ihn wie er feiert, trauert, LEBT und langsam aber sicher zu sich und seinem (Seelen-)Frieden findet. Am Anfang jeden Kapitels tauchen passende literarische Zitate auf (Kafka, Montaigne usw.), was das Buch noch einmal aufwertet. Alles in Allem ist Salih Jamal mit „Briefe an die grüne Fee“ ein starkes Debüt gelungen, welches sich nahtlos in die lange Reihe der guten bis sehr guten Independent-Veröffentlichungen, die ich dieses Jahr gelesen habe, einreiht! Ich danke Salih Jamal für die Fee, für die Widmung im Buch und freue mich auf den nächsten Roman!

Ungewöhnliche Geschichte
von Angelika Altenhoevel aus Wachtendonk am 25.11.2017

Zum Inhalt: Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat.  In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von d... Zum Inhalt: Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat.  In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Meine Meinung: Eine wirklich ungewöhnliche Geschichte, deren Schreibstil sicher nicht jedermanns Geschmack ist. Auch der Sprachgebrauch ist mitunter sehr drastisch aber auf der anderen Seite manchmal auch sehr poetisch. Insgesamt muss man sich einfach auf die Geschichte einlassen, wer das nicht kann, wird das Buch wahrscheinlich nicht mögen. Mir hat es recht gut gefallen. Fazit: Ungewöhnliche Geschichte 

  • Artikelbild-0