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Der Fall Kallmann

Roman. Deutsche Erstausgabe

(67)
Wie lebt es sich im Schatten eines Mordes? Wer war Eugen Kallmann? Warum musste der beliebte Gesamtschullehrer in der beschaulichen schwedischen Kleinstadt sterben? Wirklich nur ein Unglücksfall, wie die Polizei behauptet? Als sein Nachfolger im Schwedischunterricht, Leon Berger, nach der langen Sommerpause seinen Dienst antritt, findet er im Pult unter Kallmanns Sachen eine Reihe von Tagebüchern, die sich als eine Mischung aus Dichtung und Wahrheit entpuppen und ihn schon bald daran zweifeln lassen, dass sein Vorgänger tatsächlich eines natürlichen Todes gestorben ist. Denn in seinen Einträgen behauptet Kallmann unter anderem, er würde die Gabe besitzen, in den Augen anderer Menschen erkennen zu können, ob sie gemordet haben. Und er scheint in den letzten Monaten seines Lebens einem nie entdeckten und nie gesühnten Verbrechen auf der Spur gewesen zu sein. Leon Berger will den Fall Kallmann lösen - seine privaten Ermittlungen setzen etwas in Gang, das schliesslich die ganze Kleinstadt erschüttert.
Portrait
Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt abwechselnd in Stockholm und auf Gotland.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 576
Erscheinungsdatum 30.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-75728-2
Verlag btb
Maße (L/B/H) 22,1/14,3/4,8 cm
Gewicht 775 g
Originaltitel Eugen Kallmanns ögon
Übersetzer Paul Berf
Verkaufsrang 10.031
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
67 Bewertungen
Übersicht
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Eher ein Roman als ein Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Kirchheim am 17.08.2018

Leon Berger, Lehrer startet nach einem schweren Schicksalsschlag ein neues Leben in der schwedischen Kleinstadt K.. Er hat bei einem Bootsunglück vor Afrika Frau und Tochter verloren. Der Leichnam seiner Tochter wurde jedoch nicht gefunden, was ihn immer noch sehr belastet. Im Lehrerpult seines verstorbenen Vorgängers findet er dessen... Leon Berger, Lehrer startet nach einem schweren Schicksalsschlag ein neues Leben in der schwedischen Kleinstadt K.. Er hat bei einem Bootsunglück vor Afrika Frau und Tochter verloren. Der Leichnam seiner Tochter wurde jedoch nicht gefunden, was ihn immer noch sehr belastet. Im Lehrerpult seines verstorbenen Vorgängers findet er dessen Tagebücher und beginnt zu lesen. Die Polizei geht von einem Unglücksfall aus, doch die Tagebücher sagen etwas anderes. Kallmann behauptete, dass er in den Augen von Menschen erkennen kann, ob sie getötet haben und er verfolgte ein ungesühntes Verbrechen. Leon Berger verfolgt nun diese Spuren weiter... Der Schreibstil ist wie ein Tagebuch von verschiedenen Personen angelegt. Es handelt von zwei Kollegen, Leon und zwei Schülern. Alles in allem handelt es sich um eine rätselhafte Geschichte, von der man sich als Leser einfach berühren lassen sollte.

Tiefgründig auf dem Weg zur Wahrheit
von Ulrike Frey aus Haltern am See am 26.03.2018

Leon hat seine Frau und seine Tochter bei einem Fährunglück verloren. Seine Bekannte Ludmilla schlägt ihm vor, in K. eine freigewordene Lehrerstelle für Schwedisch zu übernehmen. So zieht er sieben Monate nach dem Verschwinden seiner Familie dorthin und beginnt seine neue Anstellung in der Bergtunaschule - was soll er... Leon hat seine Frau und seine Tochter bei einem Fährunglück verloren. Seine Bekannte Ludmilla schlägt ihm vor, in K. eine freigewordene Lehrerstelle für Schwedisch zu übernehmen. So zieht er sieben Monate nach dem Verschwinden seiner Familie dorthin und beginnt seine neue Anstellung in der Bergtunaschule - was soll er auch sonst machen, um aus der tiefen Trauer heraus zu kommen? Ludmilla ist eine alte Bekannte von Leon und an der Bergtunaschule als Beratungslehrerin tätig. Bei uns sagt man dazu wohl eher Vertrauenslehrerin oder "sozialer Dienst". Sie ist sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer zuständig. Eigentlich hatte sie ihren Vorschlag, dass Leon nach K. kommen solle, gar nicht so ernst gemeint, aber er hatte ihr halt so leidgetan. Ein weiterer Lehrer, Igor (Mathematik und Naturwissenschaften), hatte wohl als einziger der Kollegen Kontakt mit Leons Vorgänger, mit dem beliebten Schwedischlehrer Kallmann. Kallmann wurde im Deutschen Haus tot aufgefunden. Niemand weiß, ob es ein Unfall, Selbstmord oder Mord war. Die Polizei hat wohl die Ermittlungen eingestellt. Ein Schüler, Charlie, hatte engeren Kontakt zu ihm. Zwei weitere Schüler bilden eine "Privatdetektei", um Licht ins Dunkel zu bringen. Das gleiche machen Leon, Ludmilla und Igor, nachdem Leon einen Stapel Tagebücher gefunden hat. - Kallmann behauptet darin, in den Augen anderer sehen zu können, ob diese Mörder sind. Hat er einen Mörder entlarvt, der ihn daraufhin ermordet hat? Håkan Nesser schreibt in seiner bekannt subtilen Weise einen Roman, der immer mehr Fahrt aufnimmt und spannender wird. Wenn man glaubt, JETZT kommt die Lösung, wird man jedoch wieder enttäuscht. Der Roman beginnt im Sommer 1995 und endet nach einer langen Pause mit einer überraschenden Lösung im Frühjahr 2015. Die Kapitel sind zeitgleich nach den einzelnen Protagonisten getrennt und in dort der Ich-Form geschrieben. Zusammenfassend ist zu sagen, es ist immer wieder schön, einen so stimmigen Roman von dem hochdekorierten Schriftsteller zu lesen. Das Buchcover lädt zum Lesen ein; der Roman erschien bei btb in der Verlagsgruppe Randomhouse, ISBN 9783442757282

Eine schwedische Kleinstadt mit rätselhaften Todesfällen.
von Inge Weis aus Pirmasens am 17.02.2018

Drei Lehrer auf Mördersuche. Der eigenwillige Lehrer Kallmann stirbt beim Treppensturz. Hakan Nesser lässt in seinem neuen Krimi drei Schulkollegen nach dem möglichen Urheber fahnden und selbst erzählen. Er schickt die drei Pädagogen an der Schule in ihrer Kleinstadt... Drei Lehrer auf Mördersuche. Der eigenwillige Lehrer Kallmann stirbt beim Treppensturz. Hakan Nesser lässt in seinem neuen Krimi drei Schulkollegen nach dem möglichen Urheber fahnden und selbst erzählen. Er schickt die drei Pädagogen an der Schule in ihrer Kleinstadt hoch im kalten Norden auf die Suche nach einem Mörder, oder erstmal nach einem Mord, denn keiner weiß, ob beim tödlichen Treppensturz des schon immer geheimnisvollen, bei den Schülern höchst beliebten Kollegen Eugen Kallmann jemand nachgeholfen hat. Mal eine andere Lehrerkonferenz. Leon Berger der Nachfolger des toten Kallmann, hat eigentlich mit dem Tod seiner Frau und der Tochter Judith bei einem Schiffsunglück innerlich zu tun, als ihm die mysteriösen Kallmann-Tagebücher in die Hände fallen. In Kindesjahren habe er die Mutter umgebracht, steht da geschrieben. Berger wundert sich auch, dass ihn mit der Kollegin Ludmilla Kovacs schnell mehr als nur Neugier auf den geheimnisvollen Kallmann verbindet. Igor Masslind gesellt sich als dritter Amateur-Detektiv dazu, weil ihm dieser freundschaftlich nahe gestanden hatte. Die drei sowie Andrea, Schülerin im schönsten Teenager-Alter und deren Mutter erzählen im Wechsel vom Fortgang der Wahrheitssuche und dabei auch ihre eigenen Geschichten. Wie gewohnt bei Nesser soll statt Action im Höchsttempo oder detailverliebten Verbrecherschilderungen die psychologische anspruchsvolle Entfaltung der Personengalerie und behutsames Ausrollen des Plots die Leser fesseln. Diesmal allerdings ist der Nesser Mix mit anspruchsvoller Psychologie bröselig und zu lang geraten. Hakan Nesser wird von seinen Fans für seine elegante Verbindung von Krimi-Suspense mit psychologischer Tiefe zu Recht geliebt. Der Fall Kallmann allerdings hat davon auf fast 600 Seiten eindeutig zu wenig. In den Mord-Plot kommt erst nach gut der Hälfte Bewegung und ein frischer Wind in Gestalt von Kommissarin Eva Lundblad. Am Ende fällt die Auflösung auch nicht so ganz überraschend aus. Auf der psychologischen Seite geht dem Autor lange vor dem Ende die Puste aus. Das nicht nur kriminalistische Interesse an der Titelfigur verpufft zusehends, die aufwendig eingefädelten Eigengeschichten der anderen zerbröseln nach und nach. Wenig stimmig auch, dass sie alle, einschließlich der 15-jährigen Andrea, durch diesselbe sorgsam geputzte Erzählerbrille zu blicken scheinen und denselben ruhigen Sprachstil zu Papier bringen. Am Ende greift Nesser bei einem plötzlichen Zeitsprung als Finale nochmal in die handwerkliche Trickkiste mit einem neuen Ich-Erzähler, der alles erklärt. Fazit: wie immer - ich bin ein großer Fan von Nesser -, aber dieses neue Buch von Hakan Nesser ist schwächer als üblich. Fast mehr Roman als Krimi. Eine schöne, für dieses Genre eher ungewöhnliche Geschichte. Gut für dunkle Abende.