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Und die Erde wird zittern

Rasputin und das Ende der Romanows

Auch hundert Jahre nach Rasputins Tod bleibt uns die wahre, historische Figur des Predigers verborgen, der wegen seinen Ausschweifungen und seiner Nähe zu den Romanovs verteufelt wurde. Bis jetzt.
In seiner grossen, beeindruckenden Biographie zeigt uns Douglas Smith, dass Grigori Jefimowitsch Rasputin viel mehr war - eine schillernde Persönlichkeit in einer dramatischen Wendezeit. Der renommierte Historiker hat dazu in sieben Ländern eine Fülle von neuen Dokumenten entdeckt. Darin stösst er auf einen Rasputin, der jene tiefen Widersprüche zwischen dem alten und dem neuen Russland zu deuten wusste und der umso mehr darunter litt. Damit zeichnet Smith zugleich ein eindruckvolles Panorama einer haltlos gewordenen russischen Gesellschaft am Vorabend ihres Untergangs.
Portrait
Douglas Smith ist Historiker und Übersetzer. Er arbeitete für das U.S. Department of State in der Sowjetunion und als Russisch-Dolmetscher für Ronald Reagan und war als Russland-Spezialist für ›Radio Free Europe/Radio Liberty‹ in München tätig. Er hat verschiedene Auszeichnungen erhalten, unter anderem das renommierte Fulbright-Stipendium für Wissenschaftler. Douglas Smith lebt in Seattle (USA).
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Beschreibung

Produktdetails

Format PDF i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 928 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.10.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783806235692
Verlag Wbg Theiss
Dateigröße 16219 KB
Übersetzer Cornelius Hartz, Bernd Rullkötter, Martin Richter
Verkaufsrang 40287
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Rasputin – Teufel oder Heiliger?
von Sikal am 29.10.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Der Bruder wird den Bruder töten, und die Erde wird zittern.“ Der Name Grigori Jefimowitsch Rasputin ist bis heute untrennbar mit dem letzten russischen Zarenpaar (Nikolaus und Alexandra) verbunden. In vielen Lieder besungen, sein Leben als Grundlage unzähliger Filme, sein Name betitelt Bars, Restaurants und vieles mehr. ... „Der Bruder wird den Bruder töten, und die Erde wird zittern.“ Der Name Grigori Jefimowitsch Rasputin ist bis heute untrennbar mit dem letzten russischen Zarenpaar (Nikolaus und Alexandra) verbunden. In vielen Lieder besungen, sein Leben als Grundlage unzähliger Filme, sein Name betitelt Bars, Restaurants und vieles mehr. „Seine Schlechtigkeit, so erzählte man sich, kenne keine Grenzen und sein Geschlechtstrieb lasse sich nicht stillen, ganz egal, wie viele Frauen er mit in sein Bett nehme. Rasputin galt als brutaler, trunksüchtiger Satyr mit den Manieren eines Stallburschen. Dank der den russischen Bauern angeborenen Gerissenheit wusste er ganz genau, wie er Zar und Zarin den einfachen Mann Gottes vorspielen konnte. Er brachte sie mit seinen Tricks dazu, zu glauben, er können ihren Sohn Alexei retten und mit jenem letztlich die Dynastie. Sie gaben sich und das Zarenreich in seine Hände, doch er verriet das Vertrauen, das sie in ihn setzten mit seiner Gier und Verderbtheit, zerstörte die Monarchie und trieb ganz Russland in den Ruin. So sagte man.“ (Seite 21) Der Autor, Douglas Smith, Historiker und Übersetzer, versucht mit dieser Monster-Biographie dem Mythos Rasputin auf den Grund zu gehen, neue Quellen zu ergründen und einfließen zu lassen. Seine Recherchen beeindrucken mich und ebenso seine Einwände, dass sich so manches historisch nicht mehr nachvollziehen lasse. Smith arbeitete für das U.S. State Department in der Sowjetunion, als Russisch-Dolmetscher für Ronald Reagan, erhielt etliche Auszeichnungen im Laufe seiner Berufslaufbahn. Doch wie viel Wahres steckt nun wirklich in diesem Mythos Rasputin? Welchen Einfluss hatte er tatsächlich auf die politischen Belange? Konnte er mit seinem hypnotisierenden Blick Menschen gefügig machen? Was er ganz sicher konnte – Menschen analysieren, ihnen zuhören und erzählen, was sie hören wollten. Smith gelingt es aus einer Unmenge von Dokumenten ein ziemlich realistisches Bild zu schaffen, er widerlegt Gerüchte, erläutert Zusammenhänge und verbindet diese mit bereits bekannten Ereignissen. Immer bedacht, nicht alles vorweg zu nehmen sondern dem kritischen Leser zu ermöglichen, sich seine eigenen Gedanken zu machen und zu hinterfragen. Für mich war es eine großartige Erfahrung, dieses Buch zu lesen. Nachdem ich mich in letzter Zeit vermehrt mit dem Untergang der Romanows beschäftigt hatte, war Smiths Biographie eine Bereicherung. Viele Wissenslücken konnte ich füllen und trotz der enormen Seitenanzahl wurde es für mich nie langatmig oder gar langweilig. Oft stellte ich mir die Frage, wie es denn möglich war, dass ein einfacher Bauer solchen Status erlangen konnte, vielen Freunden aber natürlich auch einer Unmenge an Feinden begegnete. Dies hatte vermutlich weniger mit seiner Person und dem was er tat zu tun, sondern ist an einen Zeitgeist zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebunden. Viele Russen waren um die Jahrhundertwende auf der Suche nach spirituellen Anregungen, man wandte sich vom materialistischen Positivismus des 19. Jahrhundert ab und kehrte zu anderen Formen der Spiritualität zurück (Renaissance der Religion). Die Zeit von 1890 – 1914 ging als „Silbernes Zeitalter“ in die Geschichte ein, die Oberschicht war von Mystik und Okkultismus fasziniert. Damit lässt sich der Aufstieg und Fall Rasputins ganz gut gleichsetzen. Smith schafft es, ein klares Bild über den Zeitgeist zu vermitteln, die Wichtigkeit des sozialen Status darzustellen, ein Netzwerk an Intrigen und Gerüchten aufzuarbeiten, gibt uns einen Einblick in ein politisches Pulverfass, die Vorboten der Revolution und das von langer Hand arrangierte Mordkomplott. Bilder wichtiger Wegbegleiter ergänzen dieses spannende und informative Werk. Smith wird mir als Autor in Erinnerung bleiben, man darf auf seine weiteren Werke gespannt sein. Auf jeden Fall kann ich hier eine absolute Leseempfehlung aussprechen und natürlich gibt es dafür auch 5 Sterne.

Ein richtiger Wälzer – aber es lohnt sich!
von Igelmanu66 aus Mülheim am 20.10.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

»Noch vor seiner grausamen Ermordung in einem Petrograder Keller in den letzten Tagen des Jahres 1916 war Rasputin in den Augen vieler Menschen weltweit zu einer regelrechten Personifizierung des Bösen geworden. Seine Schlechtigkeit, so erzählte man sich, kenne keine Grenzen, und sein Geschlechtstrieb lasse sich nicht stillen… D... »Noch vor seiner grausamen Ermordung in einem Petrograder Keller in den letzten Tagen des Jahres 1916 war Rasputin in den Augen vieler Menschen weltweit zu einer regelrechten Personifizierung des Bösen geworden. Seine Schlechtigkeit, so erzählte man sich, kenne keine Grenzen, und sein Geschlechtstrieb lasse sich nicht stillen… Dank der den russischen Bauern angeborenen Gerissenheit wusste er ganz genau, wie er Zar und Zarin den einfachen Mann Gottes vorspielen konnte. Er brachte sie mit seinen Tricks dazu, zu glauben, er könne ihren Sohn Alexei retten und mit jenem letztlich die Dynastie. Sie gaben sich und das Zarenreich in seine Hände, doch er verriet das Vertrauen, das sie in ihn setzten, mit seiner Gier und Verderbtheit, zerstörte die Monarchie und trieb ganz Russland in den Ruin. So sagte man.« Grigori Jefimowitsch Rasputin – die schillerndste Persönlichkeit, der bekannteste Name der russischen Geschichte. Jeder kennt ihn, jeder hat ein ordentliches Maß an Halbwissen über ihn. Neben dutzenden von Biographien gibt es zahlreiche Romane und Filme über ihn, Dokumentationen, Theaterstücke und Songs. Bars, Restaurants und Diskotheken tragen seinen Namen, eine Computer-Software ist nach ihm benannt, eine Comic-Serie und eine Action-Figur. Man begegnet ihm in Videospielen, in japanischen Mangas und Animes und im Getränkemarkt, denn (ungemein passend) wurden auch ein Bier und eine Wodkamarke nach ihm benannt. Wer war dieser Rasputin wirklich? Wie viel Wahrheit steckt in all den Geschichten? Konnte ein einzelner Mann so einen großen Einfluss haben? Douglas Smith ist Historiker und Übersetzer. Er arbeitete für das U.S. State Department in der Sowjetunion, als Russisch-Dolmetscher für Ronald Reagan, war als Russland-Spezialist für Radio Free Europe / Radio Liberty in München tätig und hat für sein Werk bereits verschiedene Auszeichnungen erhalten. In dieses Buch hat er 6 Jahre Arbeit gesteckt und sehr umfangreiche Recherchearbeiten durchgeführt. Eben weil es so viel Literatur über Rasputin gibt, gestaltete sich die Arbeit schwierig. Vieles wurde mit der Absicht niedergeschrieben, Rasputin zu schaden und/oder eine bestimmte Ansicht zu verbreiten. Zu ein und demselben Vorfall gibt es die unterschiedlichsten Schilderungen, wie soll man da die Wahrheit finden? Douglas Smith hat versucht, jede nur mögliche Originalquelle zu sichten. Das Quellenverzeichnis im Buch hat einen beeindruckenden Umfang! Im Gegensatz zu vielen Biographen vor ihm konnte er auch sowjetische Archive einsehen, die Akten über Rasputin enthalten, bis Ende des 20. Jahrhunderts aber für Forscher gar nicht zugänglich waren. Wie verarbeitet er jetzt diese vielen Fakten? Nun, während er Rasputins Geschichte erzählt, legt er zu jedem möglichen Ereignis die verschiedenen existierenden Versionen der Ereignisse einschließlich seiner eigenen Sichtweise dar. Ich fand das sehr gelungen, ermöglicht es doch dem Leser, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Klingt langatmig? Ist es aber nicht. Denn der Autor versteht es, wirklich gut und fesselnd zu schreiben, ich war selber überrascht, wie leicht sich das Buch las. Und ich habe so viel erfahren! Vieles über den Mythos Rasputin wird vermutlich immer ungeklärt bleiben, aber ich habe jetzt schon das Gefühl, der wirklichen Person näher gekommen zu sein. Überrascht las ich, dass er weder der erste, noch der letzte Prediger war, der Einfluss auf die Romanows hatte. Ich erfuhr, dass der damals herrschende Zeitgeist dies alles überhaupt erst möglich gemacht hat und stellte mir beim Lesen und noch im Anschluss immer wieder „was-wäre-gewesen-wenn“-Fragen. Das Buch wirkt nach, es eröffnet neue Sichtweisen, informiert und unterhält durch einen wirklich guten Schreibstil. Zur Abrundung gibt es neben einem umfangreichen Anhang mit - unter anderem - einem gelungenen und hilfreichen Register zwei große Karten und zahlreiche interessante Fotos und Abbildungen. Fazit: Ein richtiger Wälzer, aber es lohnt sich! Eine volle Leseempfehlung für diese großartige Biographie! »Der Glaube an das Übernatürliche, an dunkle Kräfte, die Russland still und heimlich in Richtung Apokalypse steuerten, wobei der Teufel höchstpersönlich am Ruder war – all das kam in der öffentlichen Wahrnehmung Rasputins zusammen. Man kann gar nicht genug betonen, dass Rasputins Image, wie es sich in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg herauskristallisierte und bis zum heutigen Tag erhalten hat, weniger auf seine Person, seinen Charakter und das, was er tatsächlich tat, zurückzuführen ist als vielmehr auf den Zeitgeist im Russland des anbrechenden 20. Jahrhunderts – einen Zeitgeist, der auf krankhaften Vorstellungen basierte. Kosmische Kräfte bestimmten die Zukunft des Landes, und die Tatsache, dass es einem einfachen Bauern nicht nur gelungen war, sich in den Palast einzuschleichen, sondern auch das absolute Vertrauen des Zaren zu gewinnen, konnte nur eines bedeuten: Entweder war er ein von Gott gesandter Engel oder ein Diener des Teufels.«

Spannendes, lesenswertes, wohl recherchiertes Werk über Rasputin und seine Zeit.
von Wedma am 26.09.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Keine einfache Aufgabe, über Rasputin eine Biografie zu schreiben, die seiner komplexen Persönlichkeit und seiner keineswegs eindeutigen Rolle in der russischen Geschichte gereicht wird. Douglas Smith hat diese Aufgabe souverän gemeistert und ein bemerkenswertes und sehr lesenswertes Werk geschrieben. Die knapp 800 Seiten bieten... Keine einfache Aufgabe, über Rasputin eine Biografie zu schreiben, die seiner komplexen Persönlichkeit und seiner keineswegs eindeutigen Rolle in der russischen Geschichte gereicht wird. Douglas Smith hat diese Aufgabe souverän gemeistert und ein bemerkenswertes und sehr lesenswertes Werk geschrieben. Die knapp 800 Seiten bieten viel Stoff, der ein vielschichtiges Bild der Epoche und ihrer Besonderheiten erlaubt. Und was vllt noch wichtiger ist: Der Autor gibt den Lesern die Chance, zu eigener Meinung über Rasputin und seine Zeit gelangen zu können, die mMn optimalste Art und Weise, über Rasputin eine überzeugende Biografie zu gestalten. Den Geist der Zeit, diverse Aspekte der Politik, des gesellschaftlichen Lebens, uvm. gelang es Smith bildhaft und überzeugend rüberzubringen. Der Autor vermittelt auch, wie nicht einfach es ist, heute über Rasputin ein adäquates Urteil zu fällen, da immer noch viele Verleumdungen über ihn kursieren. Smith hat Archive durchforstet, zig Dokumente aufgewertet, die bisher bekannten Dinge auf Prüfstand gestellt. Über diese Suche, den steinigen Weg zum möglichst wahrheitsnahen Verständnis von Figur Rasputin hat Smith unterhaltsam berichtet. Dieses Werk ist eine Entdeckungsreise. Geführt vom Autor untersucht man viele Fragen dieser Zeit. Manchmal gibt es keine Antworten und man muss spekulieren und rätseln. Smith gibt seinen Lesern viel Stoff, damit sie ihre eigene Meinung selbst bilden können. Er bringt auch genug Spekulationen zur Sprache, die damals kursierten, sodass man sieht, wie nicht einfach es war, Beweise und so etwas wie Wahrheit im Chaos jener Jahre zu finden. Smith schildert das Umfeld, die Atmosphäre, die Vorboten politischer Natur, ja den Geist der Zeit, in der das Wirken Rasputins bei der Zarenfamilie möglich wurde. Rasputin war ganz klar Produkt seiner Zeit. Rasputin scheute vom Anfang an nicht, Staatliches und Politisches mit dem Zaren zu besprechen. Und der Zar hörte zu. Er und seine Gemahlin waren gern in seiner Gesellschaft. Das passte vielen beim Hofe nicht. Dass Rasputin Nikolaus II. Russlands Beteiligung im ersten Weltkrieg auf jeden Fall ausreden wollte, den Balkankrieg zuvor hatte er ihm ausgeredet, zeichnet ihn als einen Pazifisten. Diese Rolle hat ihm bisher niemand zugestanden. Bereichernd sind auch die Ausführungen über die alten Adelsfamilien wie Jussupow, Sumarokow- Elston, uvm, wichtig auch um zu verstehen, warum Felix Jussupow den Mord begehen wollte. Toll, dass es Fotos gibt, von Jussupow, seiner Frau, seiner Mutter, auch von paar anderen Personen, von denen man des Öfteren auf den letzten hundert Seiten gelesen hat, und natürlich auch von Rasputin selbst, ein Foto aufgenommen kurz vor seinem Tod. Auch die Fotos von seinem gefrorenen Leichnam und die Nahaufnahme mit der Schusswunde auf der Stirn. All die Szenarien der Ermordung, die schon lange im Vorfeld ausgetüftelt wurden, sind schon recht grausig. Smith zeigt, mithilfe von Zitaten der Akteure, die ihre Motivation erklären und schildern, wie die Entscheidung zum Mord Rasputins gewachsen war, wie sorgfältig der Mord geplant und die Komplizen ausgewählt wurden. So dargestellt, wird es klar, warum, und gerade mit diesen Beteiligten, der kaltblutige Mord möglich wurde und welche Konsequenzen dies für die Zarenfamilie hatte. Fazit: Ein spannendes, wohl recherchiertes und auf jeden Fall lesenswertes Werk über Rasputin und seine Zeit, das tiefe Einblicke in die Materie erlaubt und unterhaltsam, wie ein Gespräch unter Freunden, aufbereitet ist. Es ist schon recht breit erzählt, es ist aber durchaus gerechtfertigt, denn so erhält der Leser selbst die Möglichkeit, eigene Schlüsse zu ziehen. 5 wohl verdiente Sterne und eine klare Leseempfehlung, insb. für diejenigen, mehr über die letzten Jahre der Romanos aus dieser Perspektive erfahren möchten. Gekürzt gem. Anforderung.