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Himmelsdiebe

Roman

Peter Prange

(4)
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Beschreibung

Als Laura Paddington bei einer Londoner Vernissage Harry Winter begegnet, beginnt die grosse Liebe der jungen Malerin zum berühmten Aussenseiter unter den Künstlern. Gemeinsam erleben sie den Rausch der Künstlerfeste im Paris der 30er Jahre, flüchten dann in ein Dorf nach Südfrankreich. Das ist der Beginn einer Odyssee durch Europa, bei der sie ihren Traum gegen die Barbarei verteidigen müssen.
Der Bestseller über die Kunst der grossen Liebe, die Grenzen der Phantasie und die Macht der Leidenschaft.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 25.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-29942-3
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12.6/4 cm
Gewicht 439 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 11664

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Wahnsinn als mutige Geisteserfahrung ...?!
von einer Kundin/einem Kunden aus Kissing am 21.10.2020

Manchmal schleiche ich eine ganze Weile um Bestseller herum - zu oft schon musste ich feststellen, dass mein Literaturgeschmack sich nicht immer mit dem der breiten Masse deckt. Nun also, gut zehn Jahre nach Ersterscheinung, habe ich mich doch auf Peter Pranges "Himmelsdiebe" eingelassen. Der kunstinteressierte Leser findet r... Manchmal schleiche ich eine ganze Weile um Bestseller herum - zu oft schon musste ich feststellen, dass mein Literaturgeschmack sich nicht immer mit dem der breiten Masse deckt. Nun also, gut zehn Jahre nach Ersterscheinung, habe ich mich doch auf Peter Pranges "Himmelsdiebe" eingelassen. Der kunstinteressierte Leser findet recht schnell zahlreiche Parallelen zwischen den beiden Protagonisten Harry Winter und Laura Paddington und ihren realen Vorbildern, dem deutschen Maler Max Ernst und seiner Geliebten Leonora Carrington. Da mag der Autor - im Vorwort, Nachwort und zahlreichen Interviews - noch so sehr betonen, dass er keine Tatsachen-Biografie geschrieben hat, sondern ein Porträt zweier Liebender mit viel künstlerischer Freiheit und erfundenen Handlungen. Nicht nur die vorangestellten Zitate von "M.E." und "L.C." sondern auch etliche Nebenfiguren stoßen einen förmlich auf das historische Umfeld, sei es Max Ernsts Sohn Jimmy (im Roman: Bobby) oder Max´ zweite Ehefrau Marie-Berthe Aurenche (alias Florence). Und auch die Selbstdarstellung des Künstlers als Vogelfigur "Loplop" bzw. "Dada" darf nicht fehlen. Nun bietet Max Ernsts Leben mehr als genug Stoff für einen mitreißenden Roman. Markus Orths hat mit "Max" gezeigt, wie man diesen Ausnahmekünstler mit enormem Frauenverschleiß in eine Geschichte mit großer Sogkraft packen kann. Peter Prange ist dies nur zum Teil gelungen. Sind die ersten Kapitel noch fesselnd und interessant, so wird im weiteren Verlauf nicht nur Lauras Geisteszustand sondern auch der Plot des Romans zunehmend wirr. Lauras Psychose nimmt viel zu viel Raum ein, es wird mythisch und langatmig. Sogar die Schilderungen des Alltags im französischen Gefangenenlager, in das Harry gerät, ziehen sich wie Kaugummi in die Länge. Das Künstlerpaar fasst den Wahnsinn als "mutige Geisteserfahrung" auf, nimmt gerne diverse Rauschmittel, um die Kreativität zu steigern, und selbst Lauras Psychose schreckt Harry nicht, im Gegenteil, er ist neidisch, dass sie "die andere Seite" kennen lernen durfte. Laura immerhin darf eine Entwicklung erfahren und begreift vieles als Schrecken, während Harry konsequent auf dem Ego-Trip bleibt, den er bereits als junger, verantwortungsloser Vater begann. Auch sprachlich ist der Roman recht durchwachsen. Es gibt durchaus gelungene Bilder, etwa wenn Bobby über Harrys künstlerische Obsession nachdenkt: "Alles riss sein Vater aus dem Leben heraus, um es in Kunst zu verwandeln." Aber leider gibt es auch grobe Fehler. Etwa wenn Prange schreibt: "Manchmal musste er nachts Hand an sich legen." Eigentlich ist dies eine Umschreibung für einen Suizid. Prange benutzt den Ausdruck jedoch (fälschlicherweise) als Umschreibung sexueller Selbstbefriedigung. "Dieselbe" wird statt "die gleiche" verwendet, und oft gleitet die Erzählung in Kitsch à la Rosamunde Pilcher ab. Damit nicht genug, auch eine Prise Rassismus findet sich, etwa wenn ein arabischer Wachsoldat als "hübscher junger Mann mit Tieraugen" beschrieben wird. Geht´s noch?! Ich verstehe weder, was Laura an Harry so faszinierend fand, noch wieso Prange über diese kranke Beziehung einen Roman schreiben wollte, und schon gar nicht, wieso dieser auch noch ein Bestseller wurde. Für mich leider nur ein mittelmäßiger Lesegenuss.

Himmelsdiebe
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 10.05.2019

Die leichte und unbeschwerte Liebe von Harry und Laura hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen. So fern von jeglicher Realität wurde beider Leben beschrieben ... bis sie dann doch von ihr eingeholt wurden. Jeder ging seinen eigenen Weg, absolut interessant und auch fesselnd beschrieben. Das Ende des Buches war mir nur leider n... Die leichte und unbeschwerte Liebe von Harry und Laura hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen. So fern von jeglicher Realität wurde beider Leben beschrieben ... bis sie dann doch von ihr eingeholt wurden. Jeder ging seinen eigenen Weg, absolut interessant und auch fesselnd beschrieben. Das Ende des Buches war mir nur leider nicht konsequent genug und dann doch eine Spur zu vernüftig. Trotzdem: Ich lese sehr selten Liebesromane, da sie mir zu abgedroschen sind. Dieser hier hat mich jedoch vollkommen überzeugt!

Wenn Liebe und Kunst nicht sein darf!
von einer Kundin/einem Kunden am 02.08.2018

'Himmelsdiebe' ist nicht nur die mitreißende Geschichte einer obzessiven Liebe zwischen dem Maler und seiner nicht minderbegabten Muse, sondern auch die Geschichte zweier Künstler, die mit kreativen Ideen eine eigene Welt schaffen. Doch ihre Kunst, der Dadaismus, hat ebenso keine Zukunft wie ihre Liebe. In Deutschland herrscht K... 'Himmelsdiebe' ist nicht nur die mitreißende Geschichte einer obzessiven Liebe zwischen dem Maler und seiner nicht minderbegabten Muse, sondern auch die Geschichte zweier Künstler, die mit kreativen Ideen eine eigene Welt schaffen. Doch ihre Kunst, der Dadaismus, hat ebenso keine Zukunft wie ihre Liebe. In Deutschland herrscht Krieg. Die Kunst gilt als 'entartet'. Es beginnt eine Zeit voller Extreme. So stellt Peter Prange uns das Künstlermilieu mit seinen facettenartigen Eigenheiten und Ausschweifungen dar. Darauf muss man sich einlassen wollen. Ein Blick hinter die Kulissen der Kunst und Malerei zur Zeit des Nationalsozialismus lohnt hier. Denn die historischen Hintergründe fügt der Autor gekonnt in die Geschichte ein, so dass sie gesamt sehr gut unterhält, was nicht zuletzt seinem Fundus bildreicher Worte geschuldet ist.


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