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Das Ende der Banken

Warum wir sie nicht brauchen

Kein Platz für Banken im digitalen Zeitalter

Finanzkrise hin, Eurokrise her. Kaum jemand glaubt, dass sich das Finanzsystem inzwischen wesentlich verbessert hat. Das Problem sind die Banken. Ihre Finanzinnovationen der Vergangenheit wurden zum Brandbeschleuniger der letzten Finanzkrise. Und jetzt sind sie drauf und dran, sich die aufstrebende Fintech-Industrie einzuverleiben und damit die Hoffnung auf ein transparenteres und besseres Finanzsystem zu zerschlagen. Dieses Buch erklärt mit bestechender Klarheit, warum die digitale Revolution eine fundamentale Erneuerung unserer Finanzordnung erfordert. Es identifiziert die Wurzel der Probleme und präsentiert eine innovative und simple Lösung mit revolutionärer Sprengkraft.

"Eine völlig neue Perspektive"
Izabella Kaminska, Financial Times

"Radikale Vorschläge, die ernst genommen werden sollten"
Anat Admati, Professorin für Finanzwirtschaft an der Stanford University

"Eine interessante und herausfordernde Vision"
Vítor Constâncio, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank

"McMillan zeigt stringent und überzeugend, wie die digitale Revolution ein viel besseres, einfacheres und faireres Finanzsystem schaffen kann. Lesen Sie dieses Buch unbedingt, und trauen Sie sich, an die grosse Veränderung zu glauben!"
William R. White, Vorsitzender des Economic and Development Review Committee bei der OECD
Rezension
"Die Forderung nach einer radikalen Reform des Finanzsystems ist weder neu noch kühn. Aber sie ist selten mit solch analytischer Eleganz vorgetragen worden wie im Buch 'Das Ende der Banken'." Tobias Straumann (Neue Zürcher Zeitung, 15.02.2018)

"Wer sich mit der digitalen Revolution im Finanzbereich auseinandersetzt, kommt an Jonathan McMillan nicht vorbei!" (boerse.de - Aktiendaily, 16.02.2018)

"Wer sich auf das Buch einlässt, versteht das moderne Bankgeschäft und seine gesellschaftlichen Folgen und realisiert: Ein Weiter-So wäre nicht im Sinne der grossen Mehrheit der Bürger." Caspar Dohmen (Deutschlandfunk "Andruck", 19.02.2018)

"Die Radikalität des Buches erwächst nicht aus politischer Ideologie, sondern aus dem Fazit, dass Banking wesentlich unregulierbar geworden ist. Der Schluss, den die Autoren daraus ziehen: die Geldschöpfung aus Kredit beenden." Pepe Egger (Der Freitag, 22.02.2018)

"Das Buch hat seine Stärken dort, wo die Autoren zeigen, wie neue Internetangebote Banken ersetzen können." Jorgos Brouzos (Tages-Anzeiger, 26.02.2018)

"ein tolles Buch [...] viel effizienter kann man die komplexe Materie wohl nicht zusammenfassen. Nicht nur für Akteure der Finanzindustrie lohnenswert!" Thorsten Giersch (Handelsblatt Online, 16.03.2018)

"Die formulierten Forderungen sind es wert, von Politik, Finanzinstituten und Gesellschaft konstruktiv diskutiert zu werden." Philipp Scherber (Banking News, 19.03.2018)

"Die Mär von einer 'Alternativlosigkeit' zum bestehenden Finanzsystem - eine inzwischen wohlbekannte Formel aus dem politischen Alltag- wird rigoros widerlegt." Bastian Behle (Smart Investor, 03.04.2018)

"Ein radikales Buch, das nicht nur Banker durcharbeiten sollten." Christian Göttner (Standort38, 05.04.2018)

"Das Buch der beiden Bankexperten ist eine schonungslose Analyse der Kreditschöpfung und unseres Geldsystems. Es ist ein lehrreicher Denkanstoss für eine Reform des heutigen Finanzsystems, das sich in ein komplexes Monster verwandelt hat. [...] Absolut zu empfehlen!" Notker Blechner (ARD Börse, 06.04.2018)

"Nach Ansicht der Autoren werden Banken (im Sinne von Geldschöpfung aus Kredit) heute nicht mehr gebraucht. Sie sind davon überzeugt, dass die Informationstechnologien ein alternatives Finanzsystem ermöglichen, das einfacher und fairer ist. Der Buchtitel ist Programm: Die Autoren wollen Schluss machen mit dem Finanzsektor, wie er heute ist." Sabine Schmidt (Börsenblatt, 09.05.2018)
Portrait
Hinter dem Pseudonym Jonathan McMillan stehen zwei Schweizer Ökonomen. Der eine ist Dr. Jürg Müller. Er arbeitet als Wirtschaftsredakteur für die Neue Zürcher Zeitung. Der andere ist als Banker in London, New York und Zürich tätig und will anonym bleiben. Sie haben ihr Buch zunächst auf Englisch veröffentlicht und damit ein breites Publikum erreicht. Nun erscheint es u. a. auch in Spanien, Italien, Russland, Brasilien und Japan.
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  • Artikelbild-0
  • Vorwort für die deutsche Ausgabe

    Das Ende der Banken - was heute jeder zweite Fintech-Jungspund verkündet, galt noch als verwegen, als wir vor rund sieben Jahren dieses Buchprojekt in Angriff nahmen. Wie sich die Zeiten doch geändert haben! Der Begriff Fintech, ein Amalgam aus "Finanz" und "Technologie", erlebte in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufstieg. Mittlerweile wollen selbst Banken nicht mehr so richtig Banken sein. Sie errichten Innovationslabore, werkeln an der Blockchain, und statt des klassischen Bankberaters lassen sie zunehmend Roboter Anlageentscheidungen tätigen. Es scheint, als wäre das Ziel dieses Buches bereits erreicht.
    Ein Trugschluss.
    Unsere Kritik ist heute notwendiger denn je. Der Missbrauch der neuen Möglichkeiten, die uns die digitale Revolution bescherte, hat nicht nur die Finanzkrise von 2007/08 verursacht - er ist auch der Hauptgrund dafür, dass wir uns noch immer im Krisenmodus befinden. Lassen Sie sich nicht von der derzeitigen Euphorie wegen Fintech täuschen. Sie birgt grosse Gefahren - und die Parallelen zu den Ereignissen der Jahrtausendwende sind unübersehbar.
    Schon vor der Finanzkrise von 2007/08 predigten Finanzexperten den Segen von Informationstechnologien. Nur die Begriffe unterschieden sich: Statt von Finanztechnologie (Fintech) redeten damals alle von Finanzinnovation. Die erste Fintech-Welle, die der Siegeszug der Informationstechnologien ins Finanzwesen gespült hatte, begann in den 1970er- und 1980er-Jahren und endete 2008. Noch bis kurz vor Ausbruch der Krise prognostizierten die Finanzexperten ein goldenes Zeitalter, da durch Finanzinnovationen das Finanzsystem stabiler, effizienter und transparenter werde.
    Wie wir heute wissen, trat das genaue Gegenteil ein. All diese Finanzinnovationen waren im Verborgenen eng mit den traditionellen Banken verquickt. Finanzielle Risiken wurden nicht auf viele Schultern verteilt, sondern türmten sich ausserhalb des Sichtfelds der Aufsichtsbehörden im Bankwesen auf. Der Wirtschaftsboom der 2000er-Jahre entpuppte sich als Blase, und 2008 kam es dann zur Zäsur. Nur dank staatlichen Rettungsaktionen von noch nie dagewesenem Ausmass konnte das Finanzsystem vor dem totalen Kollaps bewahrt werden.
    Kurz nach der Finanzkrise rollte die zweite Fintech-Welle an. Dank den Informationstechnologien wurde es möglich, Kredite direkt zu vermitteln. Peer-to-Peer-(P2P)-Kreditvermittler betraten die Bühne. Wieder lautete die Devise, das Finanzsystem stabiler, effizienter und transparenter zu machen. So manches Jungunternehmen gefiel sich schon in der Rolle des Bankenbestatters, nur um sich kurze Zeit später auf dem harten Boden der Tatsachen wiederzufinden.
    Die grundlegende Finanzarchitektur hat sich nämlich nicht verändert. Deshalb stellten wir schon in der englischen Erstauflage von 2014 klar, dass sich die Probleme im digitalisierten Finanzsystem nicht von alleine lösen würden. In den vergangenen Jahren hat sich diese Vorhersage leider bestätigt. Einst aufstrebende Fintech-Jungunternehmen haben sich längst in Zulieferfirmen für traditionelle Banken verwandelt. Radikal neue Geschäftsmodelle, wie beispielsweise die direkte Kreditvermittlung, treten zunehmend in den Hintergrund. Stattdessen beginnen die Anbieter solcher Leistungen immer enger mit den etablierten Finanzinstitutionen zusammenzuwachsen.
    Um diese Entwicklungen zu beleuchten, haben wir Kapitel 9 für die deutsche Ausgabe überarbeitet und aktualisiert. Dabei zeigt sich deutlich, dass auch diese Fintech-Welle kein stabileres, effizienteres und transparenteres Finanzsystem hervorbringen wird.
    Es gibt jedoch Alternativen. Die Digitalisierung birgt in ihrem Kern die Möglichkeit, das Finanzsystem auf sinnvolle Art zu modernisieren. Dafür ist aber eine radikale Kursänderung notwendig. Die Digitalisierung wird unsere Finanzarchitektur weiter untergraben, wenn wir nicht eine grundlegende Anpassung im "Betriebssystem unserer Volkswirtschaft" vornehmen. Das ist unsere zen
  • Inhalt

    Vorwort für die deutsche Ausgabe 7

    Vorwort 11

    Einleitung 13

    Teil 1
    Das Bankwesen im Industriezeitalter 25
    Kapitel 1
    Warum Banken nötig waren 27
    Kapitel 2
    Wie traditionelle Banken funktionieren 35
    Kapitel 3
    Die Schwachpunkte des Bankwesens 49

    Teil 2
    Das Bankwesen im Digitalzeitalter 65
    Kapitel 4
    Warum sich das Bankwesen nicht auf Banken beschränkt 67
    Kapitel 5
    Wie der Schattenbankensektor funktioniert 79
    Kapitel 6
    Die Finanzkrise von 2007/08 99
    Kapitel 7
    Das Finanzsystem nach 2008 115

    Teil 3
    Ein Finanzsystem für das Digitalzeitalter 129
    Kapitel 8
    Warum Banken heute nicht mehr gebraucht werden 131
    Kapitel 9
    Schliesst die Banken: Der Entwurf für ein zukunftsfähiges Gesellschaftsrecht 153
    Kapitel 10
    Die Rolle der öffentlichen Hand 185
    Kapitel 11
    Das Gesamtbild 195

    Schlusswort 205

    Abkürzungen 208
    Anmerkungen 209
    Abbildungen 244
    Literatur 245
    Register 270
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 271
Erscheinungsdatum 15.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-593-50841-2
Verlag Campus Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 22.1/14.4/2.5 cm
Gewicht 479 g
Originaltitel The End of Banking
Übersetzer Jan W. Haas
Verkaufsrang 34767
Buch (gebundene Ausgabe)
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Fr. 39.90
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Mein Eindruck
von HSL am 16.02.2018

Das schwarz-gelbe Cover stellt schon eine gewisse Wagnis dar und doch baue ich auf diese Vision. Der beleuchtende Inhalt mit drei Hauptthemen und ca. 270 Seiten vermag es, Standartreaktionen von Ökonomen und Politikern, die nur Flickschusterei an Regelwerken betreiben, radikal um zu steuern. Ein Bankwesen zu beschreiben und begr... Das schwarz-gelbe Cover stellt schon eine gewisse Wagnis dar und doch baue ich auf diese Vision. Der beleuchtende Inhalt mit drei Hauptthemen und ca. 270 Seiten vermag es, Standartreaktionen von Ökonomen und Politikern, die nur Flickschusterei an Regelwerken betreiben, radikal um zu steuern. Ein Bankwesen zu beschreiben und begrifflich einzugrenzen ist wohl recht schwer, da es vielerlei Formen annimmt. Der anonyme Autor Jonathan Mcmillan verkörpert in Wirklichkeit zwei Schweizer, der eine ist Wirtschaftsredakteur und der andere Bänker in London, New York und Zürich. Sie machen es sich zur Aufgabe Schattenseiten und Mängel im Bankwesen mit grundlegenden Finanztechniken zu identifizieren. Banken versuchen heute die aufstrebende Fintech-Industrie sich einzuverleiben und damit die Hoffnung auf ein transparenteres und besseres Finanzsystem zu zerschlagen. Das Autorenteam zeigt nicht nur die Mängel des Systems, sondern sie befassen sich überwiegend damit ein funktionierendes Finanzsystems aufzustellen. Das Motto vieler Autoren ist Bestehendes anzuprangern, doch echte Lösungen zu bieten blieb oft aus. An diesem Buch gefällt mir auch, dass es nicht nur an den Wirtschafts- und Finanzsektor gerichtet ist, sondern auch an Interessierte. Dadurch bleibt das häufige Fachlatein aus und man kann Fallstricke der Banken schneller erkennen. Das Wort „Banking“ zu definieren ist eines der großen Themen und ein andres, dass Banken durch ein gesetzlich verankertes Recht sich freier bewegen können als andere Einrichtungen und organisieren ihren Weg dadurch ohne große Einschränkungen. Die Autoren haben nun eine Wissenschaft mit gesamtwirtschaftlichen Verhalten, nämlich Geldschöpfungen aus Krediten im Auge. Dieses Vorhaben kann man auch als sehr merkwürdig betrachten. Deshalb gehen sie sehr tiefgründig in die Materie der Realwirtschaft und in das Finanzsystem ein, wie z.B. dem Schattenbankensystem, dass sich mit der Digitalisierung und insbesondere nach der Finanzkrise herausgebildet hat. Regulierungsbehörden greifen nicht - geht etwas schief steht die öffentliche Hand dafür gerade. Das entstandene unkontrollierbare Monster wird nun nicht mehr gebraucht und es gilt ihnen die Zähne zu ziehen, also in jedem Sektor und in allen Formen der Geldschöpfung. Da es aber erst aufgrund von staatlichen Garantien möglich war, müssen diese auch wieder abgeschafft werden. Dazu werden zwei neue geldpolitische Instrumente vorgestellt, die sich besonders gut zur Unterstützung eines neuen wirksamen Preissystems eignen. Ohne Banken sind die Funktionen von Geld und Kredit getrennt und wieder klar dem privaten bzw. dem öffentlichen Sektor zugeordnet. Das Buch vom Campus Verlag präsentiert, wie es bereits auf dem Klappendeckel steht, eine innovative und simple Lösung mit revolutionärer Sprengkraft. Klare Empfehlung für jeden Haushalt und wiedermal den Daumen hoch! Gelungenes Buch!