Meine Filiale

Die Orient-Mission des Leutnant Stern

Roman

Jakob Hein

(12)
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 26.90
Fr. 26.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen,  Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen
Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i

Weitere Formate

Taschenbuch

Fr. 15.90

Accordion öffnen

gebundene Ausgabe

Fr. 26.90

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

Fr. 11.00

Accordion öffnen

Hörbuch (CD)

Fr. 29.90

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

Fr. 19.90

Accordion öffnen

Beschreibung

Die tollkühne Geschichte des jüdischen Leutnants Edgar Stern, der 1914 für Wilhelm II. den Dschihad organisieren sollte.

Dies ist die wahre Geschichte von Edgar Stern, der 1914 eine als Zirkus getarnte Truppe von 14 muslimischen Gefangenen nach Konstantinopel schmuggelte, um den Sultan als Verbündeten zu gewinnen.

Der Sommer 1914 begann für Stern im beschaulichen Badeort Coxyde, unweit der französischen Grenze. Niemals hätte sich Stern vorstellen können, dass in nur wenigen Wochen Krieg ausbrechen könnte, und niemals hätte er sich träumen lassen, dass er in eben jenem Krieg der Hauptakteur eines kuriosen Plans werden würde, der Deutschland einen schnellen Sieg bringen sollte: Wenn es gelänge, dass der türkische Sultan für das befreundete Deutsche Reich den Dschihad ausruft und sich darauf hin alle Muslime – vor allem die in den Kolonien – gegen die britischen und französischen Gegner erheben, müsste die Schlacht schnell entschieden sein. Um die Gunst des Sultans zu gewinnen, wollte man einige muslimische Kriegsgefangene feierlich in Konstantinopel freilassen. Doch mussten diese Kriegsgefangenen dazu möglichst unauffällig durch halb Europa geschleust werden. Und dazu brauchte man einen wie Edgar Stern.

Stern hatte einen Hang zu unkonventionellen militärischen Lösungen und ausserdem besass er das, was die meisten Deutschen nicht hatten: Chuzpe. Spätestens bei Sterns Verabschiedung am Anhalter Bahnhof waren sich die Deutschen Militärs sicher, dass sie eine gute Wahl getroffen hatten: Stern hatte die muslimischen Gefangenen als Zirkustruppe getarnt. Doch ob die Beamten an den Grenzen Österreich-Ungarns und Rumäniens die Maskerade nicht durchschauen würden, das konnte keiner ahnen. Und wie das dann später mit dem Dschihad funktionieren wurde – das wusste auch keiner so genau … Nur eins war klar: Die Reise würde nicht nur für Stern ein grosses Abenteuer werden.

»Manche Geschichten würde einem der Leser nicht abnehmen, weil sie zu fantastisch, zu bizarr und zu konstruiert klingen. Aber diese Geschichte ist so passiert.« Jakob Hein

Die Menschen, denen Jakob Hein literarisches Leben einhaucht, bleiben uns inmitten der Kriegsmaschinerie allesamt unglaublich nahe. (...) Vielleicht liegt darin der eigentliche Reiz dieses kurzen Romans: Er zeigt die verheerende Wirkung der Konstruktion von Feindschaften, ohne sich selbst darauf einzulassen. Dem einzelnen Menschen, jedem, bleibt er freundlich gesinnt.

Jakob Hein, geboren 1971 in Leipzig, lebt seit 1972 mit seiner Familie in Berlin. Er arbeitet als Psychiater. Seit 1998 Mitglied der »Reformbühne Heim und Welt«. Er hat inzwischen 17 Bücher veröffentlicht, darunter Mein erstes T-Shirt (2001), Herr Jensen steigt aus (2006), Wurst und Wahn (2011), Kaltes Wasser (2016) und Die Orient-Mission des Leutnant Stern (2018). Sein Buch Hypochonder leben länger und andere gute Nachrichten aus meiner psychiatrischen Praxis (2020) stand nach Erscheinen wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 15.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86971-172-0
Verlag Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 20.8/13.1/2.7 cm
Gewicht 371 g
Auflage 3. Auflage

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
7
5
0
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 28.01.2020
Bewertet: anderes Format

Eine kurzweilige, spannende, aber auch sehr informative Geschichte über die Blütezeit des deutschen Imperialismus. Besonders faszinierend ist es, das Osmanische Reich aus Perspektive des Protagonisten zu bereisen. Gut recherchiert, abenteuerlich und absolut lesenswert.

Von Berlin nach Stambul
von einer Kundin/einem Kunden am 22.11.2019

Während der erste Weltkrieg tobt, hat der junge Leutnant Stern eine Idee, wie Deutschland den Krieg gewinnen kann. Was nun folgt hört sich an wie Posse, wäre der Umstand des Auftrages nicht so ernst, und man kann sich ob der gefühlten Naivität der Beteiligten ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ein tolles kleines Buch das viel Spa... Während der erste Weltkrieg tobt, hat der junge Leutnant Stern eine Idee, wie Deutschland den Krieg gewinnen kann. Was nun folgt hört sich an wie Posse, wäre der Umstand des Auftrages nicht so ernst, und man kann sich ob der gefühlten Naivität der Beteiligten ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ein tolles kleines Buch das viel Spaß beim lesen bereitete!

Total verrückt, aber doch wahr
von einer Kundin/einem Kunden am 10.10.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Jakob Hein ist ein Psychiater und Buchautor. Er hat schon 14 Bücher veröffentlicht, aber dies ist das erste, was ich von ihm gelesen habe. Irgendwie haben mich das Cover und der Titel so angesprochen, dass ich mir das Buch einmal näher angeguckt habe. Und als ich dann den Klappentext gelesen habe, habe ich gedacht, diese Geschic... Jakob Hein ist ein Psychiater und Buchautor. Er hat schon 14 Bücher veröffentlicht, aber dies ist das erste, was ich von ihm gelesen habe. Irgendwie haben mich das Cover und der Titel so angesprochen, dass ich mir das Buch einmal näher angeguckt habe. Und als ich dann den Klappentext gelesen habe, habe ich gedacht, diese Geschichte hört sich so verrückt an, die muss ich jetzt einfach lesen. Jakob Hein erzählt hauptsächlich die Geschichte des jüdischen Leutnant Stern und der muslimischen Kriegsgefangenen Tassaout und Aderfit. Es ist eine wahre Geschichte, die sich so während des 1. Weltkriegs zugetragen haben soll. Leutnant Stern hatte einen ganz angenehmen Job in der Etappe. Und er hatte Langeweile. So hat er sich einen eigentlich genialen Plan ausgedacht, mit dem Deutschland ganz schnell den Krieg gewinnen sollte. Diesen Plan sollte sein Vater über Beziehungen ganz nach oben nach Berlin weiterleiten. Das hat tatsächlich geklappt, so dass Leutnant Stern nach Berlin beordert wurde. Doch dann bekam er eine Aufgabe, die noch viel verrückter war als sein ursprünglicher Plan. Doch das haben Sie ja auch bereits im Klappentext gelesen. Jakob Hein hat eine ganz eigene Art zu erzählen. Beim Lesen dachte ich immer, dass es sich um ein älteres Buch handeln müsste, denn der Autor hat es geschafft, dass das Buch sich liest, als ob es Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Ich weiß gar nicht, wie ich das in Worte fassen soll. Aber für mich las es sich, als ob jemand eine Geschichte so erzählt, als ob er selbst ganz erstaunt von dieser Geschichte wäre. Ein wenig, als wenn Till Eulenspiegel plötzlich in die Zeit des 1. Weltkriegs katapultiert worden wäre. Die Geschichte an sich ist so verrückt und grotesk, dass ich schon dachte, dass der Autor uns einen Bären aufbinden wollte. Aber alles, was ich zwischendrin nachgeschlagen habe, konnte ich auch finden. Also scheint es diese ungewöhnliche Geschichte tatsächlich gegeben zu haben. Vordergründig liest sich das Buch ausgesprochen charmant und witzig. Ich musste immer wieder schmunzeln. Aber z.T. ist mir das Lachen dann doch vergangen. Nämlich, wenn ich darüber nachgedacht habe, wie es den armen Kriegsgefangenen aus dem osmanischen Reich ergangen ist. Die ganze Zeit waren sie nur Spielbälle in einem Krieg, mit dem sie eigentlich gar nichts zu tun hatten. Und als sie dann ihre Pflicht getan hatten, waren sie plötzlich für niemanden mehr interessant. Und ein weiteres Thema reißt Jakob Hein an. Nämlich das Thema der Armenier. Und da hat er einiges so mal eben am Rande mit eingebunden, was mir bisher noch gar nicht bekannt war. Nämlich die Rolle, die die Deutschen dabei gespielt haben. Ein ungewöhnliches Buch, was im 1. Weltkrieg spielt, aber ohne Kampf und ohne offenkundige Grausamkeit auskommt. Und doch regt es zum Nachdenken an.


  • Artikelbild-0