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Was wir zu hoffen wagten

Roman

Berlin, 1912: Felice träumt davon, Jura zu studieren, das aber ist Frauen im Kaiserreich verwehrt. Ihren Bruder Willi fasziniert die Welt des Films, doch er muss das väterliche Bankgeschäft übernehmen. Die Jüngste schliesslich, Ille, ist in einer Ehe mit einem brutalen Mann gefangen. Drei Geschwister, drei Hoffnungen, drei Lebensentwürfe, die bei Ausbruch des grossen Kriegs völlig auf den Kopf gestellt werden. Werden sich die Geschwister in den Trümmern ihrer Heimat neu finden? Ist die junge Republik auch für sie der Weg in eine neue Zeit?
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 570 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 27.07.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783732555789
Verlag Bastei Entertainment
Dateigröße 1764 KB
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
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Eine echte Überraschung
von einer Kundin/einem Kunden am 30.01.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Zugegeben: beim ersten Blick auf das Cover hatte ich einen eher romantischen "Schicksalsroman" erwartet. Aber ich wurde positiv überrascht. "Was wir zu hoffen wagten" ist ein durchaus anspruchsvoller Roman, der den 1. Weltkrieg und die Anfänge der Weimarer Republik fundiert recherchiert in eine mitreißende Handlung packt. Man fiebert... Zugegeben: beim ersten Blick auf das Cover hatte ich einen eher romantischen "Schicksalsroman" erwartet. Aber ich wurde positiv überrascht. "Was wir zu hoffen wagten" ist ein durchaus anspruchsvoller Roman, der den 1. Weltkrieg und die Anfänge der Weimarer Republik fundiert recherchiert in eine mitreißende Handlung packt. Man fiebert mit den Lebensgeschichten der drei Geschwister Felice, Ille und Willi mit, die den Krieg als junge Erwachsene auf verschiedene Art erleben und erfährt viel über die historischen Hintergründe. Die teilweise recht detaillierten Schilderungen der Kriegshandlungen mögen verstörend wirken - nicht umsonst lässt Autorin Michaela Saalfeld jedoch eine ihrer Hauptfiguren sagen: "Niemand soll später sagen, er habe hiervon nichts gewusst!"

Top recherchiert und leidenschaftlich erzählt, informativ, megaspannend und berührend
von Julia Matos am 25.11.2018

*Rezension ohne schlimme Spoiler* Meine Meinung zur Gesamtwirkung: Ich habe viel dazugelernt und fühle mich gleichzeitig bestens unterhalten. Die Lebensumstände in den 1910er-Jahren habe ich mit Interesse und Faszination aufgenommen. Die Schilderungen zum 1. Weltkrieg in der zweiten Buchhälfte sind eindringlich und erschütternd, ohne Schwarz-Weiß-Zeichnung und ohne effektheischend zu sein. Ein sehr... *Rezension ohne schlimme Spoiler* Meine Meinung zur Gesamtwirkung: Ich habe viel dazugelernt und fühle mich gleichzeitig bestens unterhalten. Die Lebensumstände in den 1910er-Jahren habe ich mit Interesse und Faszination aufgenommen. Die Schilderungen zum 1. Weltkrieg in der zweiten Buchhälfte sind eindringlich und erschütternd, ohne Schwarz-Weiß-Zeichnung und ohne effektheischend zu sein. Ein sehr berührendes Werk. Die Botschaften machen Mut und hallen nach. Dadurch, dass die fiktiven Elemente gut gemacht sind, auch für „Geschichtsmuffel“ empfehlenswert. Meine Meinung zur Wissensvermittlung: Der Lerneffekt ist in der Breite überschaubar, weil die Charakterzeichnung einen hohen Stellenwert einnimmt und die Handlung auf den Wahrnehmungshorizont der Hauptfiguren beschränkt ist. Zeitlich: Frühjahr 1912 bis Frühjahr 1919. Räumlich: Schwerpunkt Berlin, Abstecher zur Ostsee, belgische Stadt Ypern (Flandern) sowie die Schützengräben nahe dieser Stadt. Gesellschaftlich: Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Felice (21), Willi (18), Ille (16), die jüdische Schauspielerin Recha (21) sowie ein Filmemacher (38); alle der gehobenen Mittelklasse zuzuordnen. Angaben zu anderen Gesellschaftsschichten nehmen wenig textlichen Raum ein, wirken aber dennoch intensiv, z. B. das sogenannte Trockenwohnen. Was mich vollends überzeugt ist die Tiefe der Ausarbeitung. Es ist spürbar, dass sich die Autorin jahrelang intensiv mit Lebensumständen (z. B. Rollen und Rechte der Frauen im beruflichen und familiären Kontext, Übernehmen des väterlichen Berufs, Ansehen von Krieg und Soldatentum, Zensur der Medien), Sprache und Historie in den 1910er-Jahren, besonders in ihrer Wahlheimat Berlin, beschäftigt hat und dies mit Leidenschaft verarbeitet. Auch der technische Fortschritt, z. B. der Zeppelin, wird beleuchtet. Sehr gut: Alle Begriffe, die heutzutage nicht mehr geläufig sind, werden in einem Glossar am Ende erläutert. Obendrein geht Michaela Saalfeld in einem Nachwort u. a. darauf ein, dass einige ihrer fiktiven Figuren realen Persönlichkeiten nachempfunden sind. Ich nehme an, dass sich viel Historie und Eindrücke zur Gesellschaft dauerhaft im Gedächtnis verankern. Ich habe außerdem Lust bekommen, mich weitergehend hiermit zu befassen. Viele Textstellen, die entweder zum Nachdenken und Sinnieren anregen oder sich für eine weitere Recherche eignen, habe ich markiert. Meine Meinung zu Unterhaltungsaspekten: Diese spielen eine große Rolle. Die Wissensvermittlung wird stimmig eingebettet, hierdurch stellt sich der Lerneffekt nebenher ein, nimmt mit dem Lesefortschritt zu. Haupt- und Nebenfiguren sind toll ausgearbeitet. Kapitelweise wechselnd schlüpft man in die Perspektive von fünf Figuren. Diese sind charakterlich, in ihrem Intellekt und in ihren Weltanschauungen und Zielen sehr unterschiedlich. Sie bieten Potenzial zum Polarisieren, sodass sich jeder Leser seine eigene Meinung bilden und Lieblingsfiguren identifizieren kann. Keine Figur stellt ein Idealbild dar, jede hat eine sie/ihn prägende Vergangenheit, Stärken und Schwächen, Sorgen, Motive und Hoffnungen. Es ist faszinierend, sie bei ihrer teils weitreichenden privaten und beruflichen Entwicklung zu begleiten. Stimmungen konnte ich gut einfangen. Gedanken- und Gefühlswelt wirken stimmig und echt. Jede der fünf Perspektiven war sehr spannend, sodass ich kräftig mitgefiebert, mich mitgefreut und mitgelitten habe, so mancher Figur auch gern mal die Meinung gegeigt hätte. Die Nebenfiguren, allen voran Oma Hertha und Quintus Quirin, bereichern die Handlung ungemein, machen Laune, überzeugen in den Details und sind absolute Originale. Es gibt auch Antagonisten, an denen „man sich reiben kann“. Umgebungsbeschreibungen vermitteln brauchbare Eindrücke, sind weder zu lang noch zu kurz. Einige Szenen strahlen subtile Erotik aus. Längen in der Handlung habe ich für mich nicht wahrgenommen. Allerlei Auffälligkeiten animieren zum Rätseln und Spekulieren, was mir großen Spaß gemacht hat. Das Ende greift alle offenen Handlungsfäden und Fragen auf, kommt ohne Logiklöcher aus und bildet einen gelungenen Abschluss. Die Autorin schreibt derzeit an einer Fortsetzung, die optional ist. Ich freue mich darüber. Auf diese Weise lasse ich mir deutsche Geschichte liebend gern vermitteln!

von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2018
Bewertet: anderes Format

Eine spannende Zeit, dazu von einer gut recherchierenden Historikerin geschrieben, der Funke ist trotzdem nicht übergesprungen, die Figuren wurden nicht recht lebendig. Schade.