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Heile das Kind in dir

Mit Achtsamkeit und Mitgefühl sich selbst befreien

Renate Seifarth

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Beschreibung

Alle Menschen sehnen sich nach Wertschätzung – doch sich selbst anzunehmen, fällt den meisten besonders schwer. Verantwortlich dafür sind häufig Erfahrungen aus der Kindheit. Die Meditationslehrerin Renate Seifarth begleitet Menschen seit über zwanzig Jahren in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Immer wieder wird deutlich, dass sie sich den verletzten Anteilen in sich stellen müssen, um glücklich leben zu können. In ihrem Ratgeber zeigt sie Schritt für Schritt, wie Achtsamkeit und Mitgefühl helfen, alte Wunden zu heilen. Meditationen, Körperwahrnehmungen und Selbstliebe-Übungen helfen, ein gesundes Urvertrauen zu entwickeln und selbstbewusst zu leben.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 03.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-29270-9
Verlag O.W. Barth
Maße (L/B/H) 21.1/13.5/1.7 cm
Gewicht 298 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 15411

Kundenbewertungen

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Für bestimmte Menschen vielleicht hilfreich, für andere eher nicht
von Dr. M. am 31.12.2018

Liest man sich die auf dem Buchdeckel veröffentlichte Vita von Renate Seifarth durch, dann erfährt man, dass sie viele Jahre im Retreat verbrachte und bei namhaften Lehrern in Ost und West studierte. Das ist die wesentliche und einzige Information über sie. Sie gibt nun in Deutschland Meditationskurse und schreibt Bücher. Mit an... Liest man sich die auf dem Buchdeckel veröffentlichte Vita von Renate Seifarth durch, dann erfährt man, dass sie viele Jahre im Retreat verbrachte und bei namhaften Lehrern in Ost und West studierte. Das ist die wesentliche und einzige Information über sie. Sie gibt nun in Deutschland Meditationskurse und schreibt Bücher. Mit anderen Worten: Sie ist eine Berufs-Buddhistin. Mit Sicherheit ist das nichts Schlechtes, aber es verzerrt dann doch die Wahrnehmung. Und das kann man gut genau an dem Thema erklären, um das es hier geht. Man wird in eine Familie hineingeboren, in Umstände und in eine Zeit, die man nicht beeinflussen kann. Natürlich kann man sich auch seine Eltern nicht aussuchen. Ideale Eltern lieben ihre Kinder bedingungslos, helfen ihnen, wo immer sie können, sind mitfühlend und achtsam. Das Kind wiederum ist ein unbeschriebenes Blatt, das völlig von seinen Eltern in seiner Entwicklung beeinflusst wird. Nicht? Natürlich nicht. Ich möchte hier nicht weiter ausholen und diesbezüglich auf die moderne Zwillingsforschung hinweisen, die diesen Unsinn widerlegt hat. Und was die Eltern anbelangt, so ist der oben beschriebene Idealzustand wohl höchst selten Realität. Wir müssten also fast alle ein nicht unerhebliches Problem mit unserem inneren Kind haben, das unter unseren wahrlich nicht immer perfekten Eltern zu leiden hatte. Entweder bekamen wir nicht genug Aufmerksamkeit und Liebe, oder es fehlte irgendetwas anderes. Und nun leiden wir alle. Jedenfalls kann man einen solchen Eindruck gewinnen, wenn man dieses Buch liest. Zu den Meditationsübungen der Autorin kommt selbstverständlich kein repräsentativer Durchschnitt von Menschen, sondern nur eine bestimmte Gruppe, die sich für solche Übungen bereits wenigstens ein wenig geöffnet hat. Ohne dass ich jemanden zu nahe treten möchte, aber darunter sind gewiss auch Menschen, die tatsächlich leiden, aber dieses Leiden ausschließlich auf ihre Eltern projizieren und nicht die Kraft finden, eigene Stärke zu entwickeln. Ohne das eigene Aufstehen geht es aber nicht. Leider kommt dieser Aspekt des Problems bei aller liebevollen Güte, die Frau Seifarth ausstrahlt, zu kurz. Es kann dann nämlich sein, dass solche Menschen sich erst recht in ihr Problem einigeln und es sich dort bequem machen. Das löst nichts. Es passiert das genaue Gegenteil. Was Renate Seifarth in ihrem Buch vorführt, ist die buddhistische Methode, mit solchen Problemen umzugehen. Sie lehrt den liebevollen Umgang mit sich selbst, Achtsamkeit, das Beobachten ohne zu werten und das Umschreiben oder Überschreiben der eigenen Geschichte. Während die westliche Psychoanalyse solche Probleme durch ewiges Herumwühlen in der Vergangenheit noch verstärkt, sieht die buddhistische Psychotherapie darin keinen Sinn. Sie versucht stattdessen die eigene Geschichte im Geiste zu verändern. Wie man das macht, findet man im Ansatz in diesem Buch. Ich würde vermutlich nach wenigen Stunden aus den Übungen bei Frau Seifarth flüchten, weil ich mich wie im Kindergarten fühlen würde. Und vermutlich ginge es vielen im Leben stehenden Menschen nicht anders. Wer zu lange in irgendwelchen Retreats gesessen hat und nicht im tatsächlichen Leben lebt, dem geht wohl letztlich doch der Zugang zum Normalen verloren. Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Mit Sicherheit werden Menschen sich bei Frau Seifarth durchaus aufgehoben fühlen. Vielleicht finden sie gerade bei ihr das, was sie schon lange gesucht haben. Mich würde es auch nicht wundern, wenn dies in der Mehrheit Frauen wären. Man kann auch aus diesem Buch die buddhistische Methodik für den Umgang mit solchen und ähnlichen Problemen lernen, auch wenn dies in einer gewissen esoterischen Weitschweifigkeit geschieht. Und genau das ist mein Problem mit diesem Text. Er enthält alles, was man braucht, allerdings mit einer leicht lebensfremden Attitüde. Man betritt bei Frau Seifarth einen Raum, der völlig anders ist als alles, was man sonst tagsüber vorfindet. Und wenn man ihn verlässt, kehrt man dorthin wieder zurück. Man muss aber im eigenen Leben mit seinen Problemen fertig werden und kann ihnen nicht so einfach ausweichen, wie Frau Seifarth es als Berufs-Buddhistin tun kann.


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