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Töchter

Roman

(45)
Zwei Frauen brechen auf zu einer Reise in die Schweiz, mit einem todkranken Vater auf der Rückbank. Eine letzte, finale Fahrt soll es werden, doch nichts endet, wie man es sich vorgestellt hat, schon gar nicht das Leben.
Martha und Betty kennen sich seit zwanzig Jahren und sie entscheiden sich fürs Durchbrettern. Vor sich haben sie das Ziel, von hinten drängt das nahende Unglück. "Es gab niemanden, mit dem ich so lauthals über das Unglück lachen konnte wie mit Martha. Die wenigsten Frauen lachten über das Unglück, schon gar nicht über ihr eigenes. Frauen redeten darüber, bis sie weinten und nichts mehr zu retten war. Was das Leiden betraf, verstanden Frauen keinen Spass."
Mit einem Humor aus Notwehr und einer Wahrhaftigkeit, die wehtut, erzählt Lucy Fricke von Frauen in der Mitte ihres Lebens, von Abschieden, die niemandem erspart bleiben und von Vätern, die zu früh verschwinden. Eine groteske Reise Richtung Süden, durch die Schweiz, Italien, bis nach Griechenland, immer tiefer hinein in die Abgründe der eigenen Geschichte. Und die Frage ist nicht, woher wir kommen, sondern: Wie finden wir da wieder raus?
Rezension
236 Seiten und keine Zeile erdenschwer oder melancholisch. Ich habe schon zu viele Worte über dieses wunderbare Buch verloren. Manchmal genügt ein einziges, das habe ich von Elke Heidenreich gelernt: Lesen! Christine Westermann, Frau tv
Portrait

Lucy Fricke, 1974 in Hamburg geboren, wurde für ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet; zuletzt war sie Stipendiatin der Deutschen Akademie Rom und im Ledig House, New York. Nach «Durst ist schlimmer als Heimweh», «Ich habe Freunde mitgebracht » und «Takeshis Haut» ist «Töchter» ihr vierter Roman. Für ihn erhielt sie den Bayerischen Buchpreis 2018. Seit 2010 veranstaltet Lucy Fricke HAM.LIT, das erste Hamburger Festival für junge Literatur und Musik. Sie lebt in Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 20.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-02007-1
Verlag Rowohlt Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/12,8/2,5 cm
Gewicht 351 g
Auflage 11. Auflage
Verkaufsrang 1.847
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
45 Bewertungen
Übersicht
25
15
4
1
0

eine wahre Enttäuschung
von einer Kundin/einem Kunden aus Emmenbrücke am 04.09.2018

Ich begann dieses Buch nicht mit den grössten Erwartungen und das war richtig. Dieses Buch trieft fast schon vor schrecklich banalen Witzen, die genau so gut in einem Vorabend-Cabaret auf einem Spartensender verfilmt werden könnten. Gewiss hat dieses Buch seine Momente. So ist zum Beispiel eine Szene, in der die... Ich begann dieses Buch nicht mit den grössten Erwartungen und das war richtig. Dieses Buch trieft fast schon vor schrecklich banalen Witzen, die genau so gut in einem Vorabend-Cabaret auf einem Spartensender verfilmt werden könnten. Gewiss hat dieses Buch seine Momente. So ist zum Beispiel eine Szene, in der die Protagonistin über ihre Ex-Freunde mit Tätowierungen redet äusserst gelungen, doch können diese Lichtblicke das Buch nicht retten. Weiter gefällt mir am Buch nicht, wie es mit seinen Hauptfiguren umgeht. Nie erfahren wir viel aus der durchaus interessanten Vorgeschichte unserer beider Heldinnen, was mich sehr traurig stimmt.

von einer Kundin/einem Kunden am 03.09.2018
Bewertet: anderes Format

Zwei langjährige Freundinnen begeben sich auf einen Road-Trip in die Schweiz, mit dabei Bettys schwerkranker Vater. Ein kluger Roman, voller Humor, Überraschungen und Tiefgang.

Töchter auf Tour
von einer Kundin/einem Kunden am 27.08.2018

Lucy Fricke erzählt von zwei Frauen, die mitten im Leben stehen. Seit sie denken können sind sie beste Freundinnen. Aber nicht nur das; sie sind auch Töchter. Eine Geschichte über Familie, Zusammenhalt unerfüllte Lebensträume. Was sich jetzt ziemlich rührselig und nostalgisch anhört, kommt in einem eher nachdenklichen, auch mal bewegenden... Lucy Fricke erzählt von zwei Frauen, die mitten im Leben stehen. Seit sie denken können sind sie beste Freundinnen. Aber nicht nur das; sie sind auch Töchter. Eine Geschichte über Familie, Zusammenhalt unerfüllte Lebensträume. Was sich jetzt ziemlich rührselig und nostalgisch anhört, kommt in einem eher nachdenklichen, auch mal bewegenden aber stets süffisanten und schnodderigen Ton daher, der in frechem Kontrast zur eigentlich ernsten Thematik steht. Eine sehr charmante Mischung!