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Die Frau, die liebte

Roman

»Dieser Roman gehört mit zum Besten, was die amerikanische Literatur zu bieten hat.« Vikram Seth


Als Martin Guerre nach langjähriger, rätselhafter Abwesenheit endlich zu seiner Frau zurückgekehrt, ist Bertrande de Rols, eine Frau von 30 Jahren, von Sinnen vor Glück. Der inzwischen zehnjährige Sohn weicht dem Vater nicht mehr von der Seite, das Gut blüht auf, die grosse Familie ist wieder vereint. Acht Jahre lang hatte Bertrande sich gesehnt, hatte gebangt und gezürnt, war weder Witwe noch frei gewesen, und jetzt – endlich – kann sie sich hingeben. Der Liebe, ihrer Sinnlichkeit, seinem Begehren. Welcher Dämon treibt ihr plötzlich Zweifel ins Herz? Ist der Mann, den sie liebt, wirklich Martin? Hin- und hergerissen zwischen ihrer Sehnsucht nach Zugehörigkeit und einer düsteren Ahnung, entfesselt sie eine richterliche Untersuchung – und eine Tragödie.

Rezension
»Janet Lewis hat mit ›Die Frau, die liebte‹ einen verstörenden und zugleich kraftvollen Roman erschaffen, der von einer Frau erzählt, die in ihrer Ernsthaftigkeit und Tapferkeit über die Konventionen ihrer Zeit hinauswächst.«
Stefanie Rufle, booksection.de 19.03.2018
Portrait
Janet Lewis (1899 - 1998) wurde in Chicago geboren und lebte zumeist in Kalifornien. Früh begann sie, Gedichte zu veröffentlichen. Zusammen mit ihrem Mann, dem Dichter Yvor Winters, war sie ihr Leben lang politisch streitbar und aktiv, vehemente Kriegsgegnerin und Fürsprecherin der Indianer und Schwarzen. Mit ›Die Frau, die liebte‹ griff Janet Lewis einen der berühmtesten Justizfälle Frankreichs auf und schuf den fulminanten Auftakt zu ihrer Trilogie um strittige Justizfälle. Gleichwohl ist sie in Europa bis heute völlig unbekannt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 144 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.03.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783423433785
Verlag Dtv
Dateigröße 994 KB
Übersetzer Susanne Höbel
eBook
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
24 Bewertungen
Übersicht
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literarisches Kleinod mit historischem Hintergrund
von einer Kundin/einem Kunden am 31.07.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Immer wieder mal geht es mir so, dass ein schlankes Buch (wie diese Novelle der Kalifornierin Janet Lewis) länger im Hinterkopf verweilt als wesentlich umfangreichere "Kollegen". Inspiriert durch eine Sammlung historischer Strafrechtsfälle nimmt uns Lewis` Geschichte mit in die französischen Pyrenäen im 16.JH.Im Mittelpunkt steht dabei Betrande de Rols, eine... Immer wieder mal geht es mir so, dass ein schlankes Buch (wie diese Novelle der Kalifornierin Janet Lewis) länger im Hinterkopf verweilt als wesentlich umfangreichere "Kollegen". Inspiriert durch eine Sammlung historischer Strafrechtsfälle nimmt uns Lewis` Geschichte mit in die französischen Pyrenäen im 16.JH.Im Mittelpunkt steht dabei Betrande de Rols, eine früh verheiratete Bauerntochter, deren Mann, Martin Guerre, für acht Jahre spurlos verschwunden war. Als er schließlich wohlbehalten wieder auftaucht, sind alle glücklich: Frau, Sohn,Geschwister und Gesinde und es gibt erneut Nachwuchs. Aber Bertrande traut dem Frieden nicht - zu liebenswürdig und vollkommen ist dieser Rückkehrer- anders vom Wesen als ihr Mann früher und sie beginnt an ihm zu zweifeln.... Eine patriarchalische Welt, strenger katholischer Glaube und diverse Gerüchte, all das mündet schließlich in einem Aufsehen erregendem Prozess, der seine Initiatorin vielleicht frei, aber nicht glücklicher machen wird... Janet Lewis verwendet eine schnörkellose, aber bilderreiche Prosa, die die Wucht ihrer Geschichte ein wenig abmildert - am Ende bleibt die Frage für mich : wie hätte ich an Bertrande`s Stelle gehandelt ? P.S.Falls Ihnen dabei Verfilmungen mit G.Depardieu oder J.Foster einfallen, liegen sie übrigens richtig :-)

von einer Kundin/einem Kunden am 19.07.2018
Bewertet: anderes Format

Ein herrausragendes und tiefgründiges Buch, das seinesgleichen sucht. Eine wunderbare Geschichte für Frauen in jedem Alter. Absolut empfehlenswert und lesenswert!!!

Nach einer wahren Geschichte - ein Justizfall aus dem Frankreich des 16. Jahrhunderts
von einer Kundin/einem Kunden am 14.07.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Janet Lewis, eine US-amerikanische Autorin des vergangenen Jahrhunderts, zeichnet sich durch eine äußerst präzise Sprache aus, die relativ nüchtern daherkommt und doch sofort unter die Haut geht. Ich war beeindruckt von der Intensität die die Geschichte trotz ihrer Kürze entwickelt. Es geht um eine Frau, deren Ehemann eines Tages... Janet Lewis, eine US-amerikanische Autorin des vergangenen Jahrhunderts, zeichnet sich durch eine äußerst präzise Sprache aus, die relativ nüchtern daherkommt und doch sofort unter die Haut geht. Ich war beeindruckt von der Intensität die die Geschichte trotz ihrer Kürze entwickelt. Es geht um eine Frau, deren Ehemann eines Tages auf unbestimmte Zeit verschwindet und erst Jahre später wieder auftaucht. Sie ist überglücklich, bis sie plötzlich an der Identität ihres Mannes zweifelt und diese gerichtlich prüfen lassen will. Für alle, die auch schon Stoner von John Williams großartig fanden. Williams hat Lewis und ihren Schreibstil nämlich selbst sehr verehrt!