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Sie kam aus Mariupol

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik 2017 und dem August-Graf-von-Platen-Preis 2017

Eine junge Frau aus der ukrainischen Hafenstadt Mariupol, 1944 von den Nazis nach Deutschland verschleppt, überlebt die Zwangsarbeit und zerbricht doch daran. Mehr als ein halbes Jahrhundert später macht sich ihre Tochter auf Spurensuche, zeichnet ihr Leben nach. Dieses bewegende, dunkel-leuchtende Zeugnis eines Schicksals, das für Millionen anderer steht, ist ein literarisches Ereignis.
Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse
Rezension
Wie klein, wie reich so ein Menschenleben ist und wie unrettbar es in die Mühlen der Geschichte gerät, davon erzählt diese zwischen Roman, Recherche, Rekonstruktion und Erinnerung angesiedelte Spurensuche. (...) Die Sprache ist kunst- und schmucklos, aber genau das ist das einzig Angemessene. (...) Das ist, gerade in der dokumentarischen Nüchternheit, ganz grosse und äusserst wirkungsvolle Kunst. Jörg Magenau, Deutschlandradio Kultur
Portrait
Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihr Romandebüt "Die gläserne Stadt", das 1983 erschien, folgten etliche Veröffentlichungen, darunter die Romane "Die Ehe" und "Nachtgeschwister". Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet, für "Sie kam aus Mariupol" bekam sie den Alfred-Döblin-Preis, den Preis der Leipziger Buchmesse und den August-Graf-von-Platen-Preis verliehen. Natascha Wodin lebt in Berlin und Mecklenburg.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 21.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-29065-7
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/11.3/3 cm
Gewicht 296 g
Abbildungen mit 7 schwarzweissen Fotos
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 11735
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Eine bewegende Reise in die Vergangenheit
von einer Kundin/einem Kunden am 13.11.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Natascha Wodin, die erfolgreiche Schriftstellerin ukrainischer Herkunft, nimmt uns mit auf Spurensuche in ihre eigene Vergangenheit. 1945 als Kind ukrainischer Zwangsarbeiter geboren, in Lagern aufgewachsen, die Mutter früh durch Selbstmord verloren, der Vater ein gewalttätiger Alkoholiker – eine schöne Kindheit sieht anders aus... Natascha Wodin, die erfolgreiche Schriftstellerin ukrainischer Herkunft, nimmt uns mit auf Spurensuche in ihre eigene Vergangenheit. 1945 als Kind ukrainischer Zwangsarbeiter geboren, in Lagern aufgewachsen, die Mutter früh durch Selbstmord verloren, der Vater ein gewalttätiger Alkoholiker – eine schöne Kindheit sieht anders aus. Und trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen schafft sie es als Erwachsene, ihren Weg zu gehen und eine renommierte Autorin zu werden. Aber natürlich lässt ihr die eigene Geschichte keine Ruhe, und so beginnt sie mit Hilfe des Internet, erst etwas beiläufig und nichts erhoffend ihre Recherche, bis es sie packt und sie in ihre Familiengeschichte eintaucht, Personen und Begebenheiten zu Tage fördert, Zusammenhänge herstellt, Fotos entdeckt und Lebensbeichten lauscht. Am Ende ist ein absolut meisterhaftes Buch entstanden, das ein Stück gelebte Zeitgeschichte erzählt, sachlich und fast schon kühl, und doch von solcher Eindringlichkeit, dass man als Leser im besten Sinne komplett ergriffen ist.

Jewgenia Iwaschtschenkos Vermächtnis für uns alle
von einer Kundin/einem Kunden am 30.05.2018
Bewertet: Medium: H?rbuch (CD)

Natascha Wodin macht sich auf die Suche nach Wurzeln und Lebensweg ihrer Mutter und erschafft ein sehr persönliches, unfassbares Zeitdokument, das unglaublich eindringlich ist und lange nachklingt. Sie verbindet private Recherche mit historischen Fakten, und füllt Lücken mit ihrer Vorstellungskraft. Der Ton wirkt fast nüchtern, ... Natascha Wodin macht sich auf die Suche nach Wurzeln und Lebensweg ihrer Mutter und erschafft ein sehr persönliches, unfassbares Zeitdokument, das unglaublich eindringlich ist und lange nachklingt. Sie verbindet private Recherche mit historischen Fakten, und füllt Lücken mit ihrer Vorstellungskraft. Der Ton wirkt fast nüchtern, sachlich und macht doch so betroffen; ist so intensiv. Ein außergewöhnliches Buch, das mich noch lange beschäftigt hat. In der Hörbuchfassung eindrucksvoll eingelesen von Dagmar Manzel.

von einer Kundin/einem Kunden am 18.10.2017
Bewertet: anderes Format

Wodin fügt Teil für Teil wie ein Puzzle zusammen. Es entstand eine berührende und beklemmende Familiengeschichte.