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Nichts, was uns passiert

Roman

Bettina Wilpert

(9)
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Beschreibung

Leipzig. Sommer. Universität, Fussball-WM und Volksküche. Gute Freunde. Eine Geburtstagsfeier. Anna sagt, sie wurde vergewaltigt. Jonas sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr. Aussage steht gegen Aussage. Nach zwei Monaten
nah an der Verzweiflung zeigt Anna Jonas schliesslich an, doch im Freundeskreis hängt bald das Wort "Falschbeschuldigung" in der Luft. Jonas’ und Annas Glaubwürdigkeit und ihre Freundschaften werden aufs Spiel gesetzt.
Der Roman »nichts, was uns passiert« thematisiert, welchen Einfluss eine Vergewaltigung auf Opfer, Täter und das Umfeld hat und wie eine Gesellschaft mit sexueller Gewalt umgeht.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 167
Erscheinungsdatum 06.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95732-307-1
Verlag Verbrecher
Maße (L/B/H) 20.2/14.4/2 cm
Gewicht 300 g
Auflage 2. Auflage

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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wichtiges Thema spannend umgesetzt
von einer Kundin/einem Kunden aus Krefeld am 15.12.2020

Anna lernt Jonas im Mai kennen. Jonas sagt, es war im Juni. Beide finden sich sympathisch, diskutieren gerne miteinander und landen auch mal zusammen im Bett. Auf der Geburtstagsfeier von Hannes, einem gemeinsamen Freund, trinken beide zu viel Alkohol und verbringen die Nacht in Jonas Zimmer. Zwei Monate später zeigt Anna Jonas ... Anna lernt Jonas im Mai kennen. Jonas sagt, es war im Juni. Beide finden sich sympathisch, diskutieren gerne miteinander und landen auch mal zusammen im Bett. Auf der Geburtstagsfeier von Hannes, einem gemeinsamen Freund, trinken beide zu viel Alkohol und verbringen die Nacht in Jonas Zimmer. Zwei Monate später zeigt Anna Jonas bei der Polizei wegen Vergewaltigung an. Jonas sagt, es war einverständlich. Es steht Aussage gegen Aussage. Aus der Sicht des Interviewers, bei dem es unklar ist, ob es ein/e Reporter*in, Polizist*in oder Sozialarbeiter*in ist, wird die Geschichte erzählt. Diese*r hat Anna und Jonas befragt, deren Freunde, Eltern und andere Beteiligte und Unbeteiligte. Hieraus ergibt sich, was passiert sein soll, nicht aber, was passiert ist. Es bleibt uns überlassen, sich eine eigene Meinung beim lesen zu bilden. „Wenn es ein Opfer gab, musste es auch einen Täter geben. War Jonas ein Täter? Oder war alles nur ein Missverständnis? Vielleicht hatte sie etwas falsch verstanden. Waren ihre Erinnerungen real? Was war während ihres Filmrisses passiert?“ (Seite 66) Es ist erschreckend, wie wenig einem Opfer geglaubt wird. Es ist aber auch erschreckend, wie schnell jemand als Täter abgestempelt wird. Wer sagt die Wahrheit, wer lügt? Muss man als Freund*in Stellung beziehen? Sich auf eine Seite stellen? Woran machen wir fest, was wahr ist? Viele Fragen werden gestellt, nicht alle können beantwortet werden. Beim lesen musste ich oft mit dem Kopf schütteln, teilweise war ich entsetzt, welche Auswirkungen der Vorwurf, unabhängig davon, ob wahr oder unwahr, auf die Beteiligten hat. Welche Hürden ein mögliches Opfer nehmen muss, welchen Unannehmlichkeiten ein möglicher Täter ausgesetzt wird. Ein wahnsinnig wichtiges Buch, das zum nachdenken anregt, zum diskutieren einlädt. Ein Buch, das nachklingt. Von mir gibt es 5 Sterne.

Realistisch und vielseitig
von einer Kundin/einem Kunden aus Rheinberg am 01.10.2020

Die Autorin behandelt das Thema dieses Romans, indem sie die Innensichten engster und entfernter Betroffener ein und des selben Ereignisses durch die jeweiligen Charaktere und in wohl überlegter Zeitfolge schildert, ohne dabei in eine laufende Übertreibung zu geraten. Die Empfindungen aller Seiten werden hierbei hervorragend mit... Die Autorin behandelt das Thema dieses Romans, indem sie die Innensichten engster und entfernter Betroffener ein und des selben Ereignisses durch die jeweiligen Charaktere und in wohl überlegter Zeitfolge schildert, ohne dabei in eine laufende Übertreibung zu geraten. Die Empfindungen aller Seiten werden hierbei hervorragend mit der Linie und den Auswirkungen der Ereignisse verbunden, ohne Inhalte vorwegzunehmen, sodass der Roman immer wieder Spannung aufbaut und Verwirrung schürt. Das Thema wird vielschichtig und realitätsnah geschildert, sodass keine Seite zu kurz kommt!

von einer Kundin/einem Kunden am 17.07.2020
Bewertet: anderes Format

Ein bewegendes Buch über das Thema Vergewaltigung, geschrieben wie ein Interview mit dem Opfer, aber auch mit dem Täter und deren Umfeld. Auch macht dieses Buch deutlich, warum so viele Vergewaltigungen immer noch nicht zur Anzeige gebracht werden. Schonungslos und realistisch.


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