Himmelsliebe

Historischer Roman

Gitta Edelmann

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Beschreibung

1880: Mit Kapitänin Alberta Lefort bricht das modernste Luftschiff Frankoallemanniens, die »Himmelsliebe«, auf, um die versunkene Insel Rungholt in der Nordsee zu finden, die reiche Schätze bergen soll. Doch zunehmend belasten Spannungen zwischen den Reisenden die Atmosphäre und technische Probleme lassen nur einen Schluss zu: Es gibt einen Saboteur an Bord. Als schliesslich einer der Mitreisenden tot aufgefunden wird, muss Kapitänin Lefort nicht nur den Mord aufklären, sondern auch entscheiden, wem sie trauen kann ...

Nach längeren Auslandsaufenthalten in Brasilien und Schottland lebt die geborene Badenerin Gitta Edelmann seit über 20 Jahren in Bonn und schreibt dort Romane und Kurzgeschichten für Erwachsene und Kinder, meist mit kriminellem Touch und gerne mit einem Augenzwinkern. Doch sie macht auch Abstecher in andere Genres und hat so das erste Zendoodle-Buch für Grundschulkinder veröffentlicht. Ausserdem leitet sie Seminare für Kreatives Schreiben und ist in verschiedenen Autorenvereinigungen aktiv. Nach ihrem historischen Roman »Badisches Wiegenlied« spinnt sie in »Himmelsliebe« weiter, was hätte passieren können, wenn die Badische Revolution 1849 gelungen wäre.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 279 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 07.02.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783839256244
Verlag Gmeiner Verlag
Dateigröße 2257 KB

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Sabotage und Mord an Bord eines Luftschiffes
von Libelle am 02.03.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Gitta Edelmann geht in ihrem historischen Roman "Himmelsliebe" von einer utopischen historischen Ausgangssituation aus: die badische Revolution von 1848 war erfolgreich, was den Lauf der Geschichte verändert hat. In der Folge gibt es statt Frankreich und Deutschland ein vereinigtes, demokratisches Frankoallemannien mit Straßburg... Gitta Edelmann geht in ihrem historischen Roman "Himmelsliebe" von einer utopischen historischen Ausgangssituation aus: die badische Revolution von 1848 war erfolgreich, was den Lauf der Geschichte verändert hat. In der Folge gibt es statt Frankreich und Deutschland ein vereinigtes, demokratisches Frankoallemannien mit Straßburg als Hauptstadt, in dem Gustav Struve eine Zeitlang Präsident war, und in dem die Emanzipation der Frauen ein gutes Stück vorangekommen ist. Auch die Luftfahrttechnik hat große Fortschritte gemacht, es gibt sogar Solarantrieb, und so kommt es, dass das Luftschiff "Himmelsliebe" mit einer Mannschaft aus Männern und Frauen, die von einer Kapitänin geleitet wird, und mit einigen Wissenschaftlern an Bord im Mai 1880 von Offenburg in Richtung Nordsee aufbricht, um die Überreste des sagenhaften versunkenen Rungholt aus der Luft zu erforschen. Dabei müssen sie sich beeilen, denn die Engländer sind auch interessiert… Diese historische Utopie als Ausgangssituation finde ich äußerst kreativ und originell. Und auf ihrer Basis entwickelt Gitta Edelmann eine interessante Reisegeschichte - teils historischer Roman, teils utopischer Gesellschaftsroman und teils Krimi, denn es gibt Sabotage an Bord der "Himmelsliebe" und schließlich geschieht sogar ein Mord. Doch um all diese Themen im Roman unterzubringen, sind knapp 300 Seiten offenbar zu wenig. Ich hätte mir vieles besser ausgearbeitet gewünscht, und Rungholt kommt leider nur in Gesprächen vor - es geht vor allem um die Sabotage auf dem Luftschiff, um Spionage sowie um die Dynamik zwischen Männern und Frauen im Besatzungsteam. Auch auf letzteres Thema war ich neugierig, doch hier konnte das Buch mich nicht überzeugen. Immer wieder, viel zu oft, werden die Probleme der Frauen in der Berufswelt in den Vordergrund gestellt. Das wirkt nicht authentisch, zumal sich die weiblichen Protagonisten recht unreif verhalten. Die Dialoge sind sperrig, die Frauen verfallen immer wieder ins klischeehaft Weibliche. Emanzipation wird behauptet, aber nicht gelebt. Ansätze von kollegialer Zusammenarbeit sind im Verhältnis der Kapitänin Alberta Lefort zu ihrem ersten Offizier Wilhelm Friedrichsen zu entdecken, dessen Entwicklung mir gefallen hat. Aber wenn dies insgesamt eine Darstellung emanzipierter arbeitender Frauen sein soll, so ist sie leider nicht gut gelungen. Der Schreibstil holpert hin und wieder etwas. Einige erfundene Begriffe fand ich merkwürdig, zumal sie nicht immer konsequent angewandt werden. Um über die vielen Personen, die sich an Bord des Luftschiffes befinden, den Überblick zu behalten, ist das Personenverzeichnis am Anfang des Buches sehr hilfreich. Fast alle machen sich im Lauf der Geschichte auch irgendwie ein wenig verdächtig. Doch sowohl die Sabotage als auch der Mord lösen sich am Ende ziemlich sang- und klanglos auf, hier hätte ich mir etwas mehr detektivische Arbeit und mehr Klarheit in den Beweggründen gewünscht. Im Nachwort erklärt Gitta Edelmann, wie sie sich den Entwurf der Welt der "Himmelsliebe" gedacht hat. Meiner Meinung nach hätte es dem Buch gutgetan und wesentlich mehr Tiefe und Hintergrund gegeben, wenn all das logisch in den Text und den Handlungsverlauf eingearbeitet worden wäre. Hier merkt man dann doch, dass die Autorin keine Historikerin ist. Ihre Ausführungen zur Geschichte der Gleichberechtigung in Deutschland sind unvollständig, denn sie vergisst zu erwähnen, dass in der DDR bereits seit 1949/50 die Gleichstellung der Frau gesetzlich geregelt war. Außerdem ist im hinteren Teil des Buches "Bismarck" durchweg nur mit k am Ende geschrieben. Fazit: leichter Roman mit interessantem Thema, eher utopisch/fiktiv als historisch ausgefeilt, aber doch unterhaltsam und stellenweise sehr humorvoll.

Spionage, Sabotage und ein Mord
von hasirasi2 aus Dresden am 11.02.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

1880 werden in der Nordsee Überreste der legendären Insel Rungholt geborgen. Das neuartige Forschungs-Luftschiff „Himmelsliebe“ bricht daraufhin zu einer Expedition auf, die bald durch Spionage, Sabotage und einen Mord verzögert wird ... Die Erlebnisse dieser Fahrt werden aus der Sicht der verschiedenen Besatzungsmitglieder e... 1880 werden in der Nordsee Überreste der legendären Insel Rungholt geborgen. Das neuartige Forschungs-Luftschiff „Himmelsliebe“ bricht daraufhin zu einer Expedition auf, die bald durch Spionage, Sabotage und einen Mord verzögert wird ... Die Erlebnisse dieser Fahrt werden aus der Sicht der verschiedenen Besatzungsmitglieder erzählt und wirken dadurch sehr lebendig. Man erfährt sozusagen aus erster Hand, wer mit wem gut kann und welche Animositäten es gibt. Leider sind das nicht gerade wenige, denn durch die erfolgreiche badische Revolution 1849 ist Bismarck nie an die Macht gekommen und seit 1850 gibt es Frankoallemannien (eine zentraleuropäische Republik aus Frankreich und den deutschen Landen mit der Hauptstadt Straßburg). Das hat zur Folge, dass auch Frauen einen Beruf ergreifen können (so lange sie nicht heiraten) und gleich 5 von ihnen mit an Bord sind. Selbst der Kapitän ist eine Frau – ein Unding aus der Sicht vieler Männer! Dabei ist die Kapitänin Alberta Lefort eine gestandene Frau mit sehr viel Erfahrung, die schon seit ihrer Kindheit unbedingt Luftschifferin werden wollte. Sie akzeptiert die Marotten der ihr unterstellten Männer bis zu einem bestimmten Grad, weiß darüber hinaus aber ihre Autorität durchzusetzen. Dafür bewundert sie vor allem Annie Dupont. Sie ist die Funkerin und Dolmetscherin des Teams und hat sich wegen der Karriere gegen einen Ehemann entschieden – ihr Geliebter kann ihr das nicht verzeihen. Annie wird für Alberta bald zur Vertrauten und unterstützt sie genau wie der erste Offizier Wilhelm Friedrichsen bei der Untersuchung der Ereignisse. Friedrichsen ist eigentlich Albertas erbittertster Gegner – war er bis zu einem Unfall doch selbst Kapitän. Er versucht sich immer wieder in den Vordergrund zu drängen (und war dadurch für mich der Hauptverdächtige). Die Geschichte spielt fast nur in der Enge des Luftschiffs (Zeppelins) und entwickelt eine ganz eigene Dynamik. Freundschaften entstehen, man ist aufeinander angewiesen. Aber dann werden geheime Unterlagen durchwühlt, die Steuerung macht Probleme und der Motor streikt. Die Besatzung fängt an, sich zu misstrauen und zu beobachten – wer ist der Spion, der Saboteur und der Mörder? Ist alles dieselbe Person oder sind es mehrere? Aber: „Wieso sollte jemand an Bord sich selbst in Gefahr bringen?“ (S. 144) Wie schon erzählt, spielt das Buch zwar 1880, aber die Vergangenheit ist nicht unsere reale, sondern fiktional. Man könnte es auch als historische Utopie bezeichnen – Europa ist friedlich vereint, Hitler wird durch diese politischen Entwicklungen nie an die Macht kommen, die Weltkriege nie stattfinden. Auch die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt. Frauen dürfen arbeiten, so lange sie nicht heiraten, und sogar wählen, wenn sie reich sind und / oder studiert haben. Dazu kommen technische Errungenschaften. Auf der „Himmelsliebe“ wird neben dem Dieselmotor auch ein Solarantrieb getestet. „Himmelsliebe“ ist durchaus spannend, aber ich habe es eher als Gesellschaftsstudie und Spionageroman als als Krimi empfunden. An einigen Stellen wirkte die Geschichte und Sprache (ein Gemisch aus französischen und deutschen Begriffen, zum Teil von der Autorin erfunden) etwas konstruiert und ein kleiner Teil des Motivs des Mörders erschien mir nicht so ganz glaubhaft. Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich könnte mir gut vorstellen, dass die „Himmelsliebe“ bald wieder mit Alberta Lefort und ihrer Mannschaft aufsteigt.

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