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Sternstunden der Archäologie

Beck Reihe Band 1395

Rainer Vollkommer

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Beschreibung


Der Archäologe Rainer Vollkommer lädt ein zu einer spannenden Reise, die vom fernsten Asien über Afrika und Europa bis nach Südamerika zu den berühmtesten archäologischen Fundstätten der Welt führt. Er erzählt die Geschichte spektakulärer Entdeckungen – von der Suche nach dem Frühmenschen, der Bergung des ”Ötzi”, der Auffindung des Grabes von Pharao Tut ench Amun, dem Palast der Kleopatra, der alten Mayastadt Copán, den geheimnisvollen Tonkriegern im Grab des ersten Kaisers von China, den Rollen von Qumran und vielen anderen faszinierenden Funden bis hin zur Untersuchung des Wracks der Titanic. Die Sternstunden der Archäologie lassen längst vergangene Ereignisse und vergessene Kulturen in einer Fülle anschaulicher, historischer Fakten vor dem geistigen Auge des Lesers neu erstehen.

Rainer Vollkommer, promovierter Archäologe, leitet das Landesmuseum für Vorgeschichte in Dresden.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 231
Erscheinungsdatum 21.09.2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-45935-1
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 18.8/12.4/1.9 cm
Gewicht 266 g
Abbildungen mit 21 Abbildungen und 2 Karten im Text
Auflage 1

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  • "1. Auf den Spuren der Urmenschen

    Die ganze Nacht hatte sie die Leoparden gehört, trotzdem musste ihre kleine Gruppe heute durch das Grasland ziehen. Wenn sie den ganzen Tag liefen, könnten sie bis zum Abend die Entfernung zum kleinen Wäldchen Richtung Sonnenaufgang überwunden haben, um dann Nachtquartier auf den Bäumen zu nehmen. Gelang es ihnen nicht, würden die Leoparden sie zerreissen. Aber sie mussten trotz der drohenden Gefahren die Wanderung auf sich nehmen. Hier gab es nichts Essbares mehr. Sie hatten die Knollen und Wurzeln ausgegraben und mit Hausteinen auch die Nüsse aufgebrochen und die Kerne verzehrt. Hier warteten nur noch Entkräftung und Tod. Das Weibchen, das die Gruppe anführte, war etwa 1,20 Meter gross und wog vielleicht 40 kg. Sie gab einige Schnalzlaute von sich, und drei weitere Weibchen mit zwei Jungen und zwei Männchen stiegen von den Schlafbäumen herab. Mit wiegendem, besser: mit watschelndem Gang setzte sich das Weibchen an die Spitze. Ihre kurzen, aber musku lösen Beine trugen den leicht nach vorn gebeugten Körper. Die anderen folgten ihr; ein Weibchen und ein Männchen trugen Grabstöcke, mit denen sie unterwegs nach Knollen suchen konnten. Um die Mittagszeit stiessen sie auf die Reste eines Leopardenmahls - eine gerissene Antilope. Zwar war der Kadaver schwarz von Fliegen, aber die Geier schienen ihn noch nicht ausgemacht zu haben. Die kleine Gruppe tat sich gütlich an den Resten - hier also lag der Grund für das nächtliche Raubtiergebrüll. Sie verweilten nicht länger als unbedingt nötig. Zum einen war nicht sicher, ob die Raubkatzen noch in der Nähe waren, auch wenn man sie im Moment nicht wittern konnte. Zum anderen heizte der Boden sich unter der grellen Sonne auf. Der aufrechte Gang half, dass der Körper weniger stark erhitzt wurde, weil er der Abstrahlung des Bodens nicht so sehr ausgesetzt war wie beim Laufen auf allen Vieren; selbst ein leichter Wind schaffte schon Kühlung und ausserdem überblickte man das Land besser bei der Ums chau nach Feinden. Wenn auch am Nachmittag die Jungen ein Stück getragen werden mussten, erreichte die Gruppe dennoch unangefochten mit einbrechender Dämmerung das Wäldchen. Ein guter Tag.
    Als am 24. November 1859 das Buch Über den Ursprung der Arten durch natürliche Zuchtwahl von Charles Darwin erschien, wurde das vertraute Weltbild erschüttert. Nach Darwin sind alle Lebewesen einem ständigen Kampf in der sich kontinuierlich ändernden Natur ausgesetzt. Um überleben zu können, müssen sie sich immer wieder den herrschenden Begebenheiten anpassen. Ein stetiger Wandlungsprozess vollzieht sich. Lebewesen sterben aus, verändern sich, bilden im Laufe von Generationen neue, weiter entwickelte Arten. Am Ende dieser Kette steht der Mensch.
    Damit deutete Darwin sehr geschickt am Schluss seines Werkes an, doch ohne es offen auszusprechen, dass der Mensch vom Affen abstammt. Darwins Evolutionstheorie schockierte die Gesellschaft. Die 1250 gedruckten Exemplare waren bereits am Tag, da das Buch erschie n, ausverkauft. Heftige Diskussionen folgten. Als Darwin im Jahre 1871 seine Anspielungen des Jahres 1859 in dem Buch Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl weitläufig ausführte und die grossen Ähnlichkeiten zwischen Affen und Menschen aufzeigte, war seine Evolutionstheorie grösstenteils anerkannt. Bindeglieder zwischen Affe und Mensch, ja selbst Überbleibsel früher Menschen, schienen jedoch gänzlich zu fehlen. Derartige Funde waren aber für weitere Klärungen äusserst wichtig, denn viele Fragen erhoben sich im Gefolge von Darwins Evolutionstheorie. Wann, wo und wie entstand der erste Mensch? Wodurch unterschied sich der erste Mensch vom Menschenaffen? Was macht den Menschen zum Menschen? Eine der spannendsten Geschichten der Archäologie konnte beginnen - die Suche nach dem frühen Menschen und nach dem Übergang vom Affen zum Menschen ...