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Die letzte Firewall

Roman

Singularity Band 3

Im Jahr 2035 sind Roboter, Künstliche Intelligenzen und Neuralimplantate zu einer Selbstverständlichkeit geworden.

Das Institut für Angewandte Ethik sorgt durch ein soziales Reputationssystem für Ausgleich, um sicherzustellen, dass Menschen und Roboter nicht der Gesellschaft oder sich gegenseitig Schaden zufügen. Doch eine mächtige KI namens Adam hat eine Methode entwickelt, diese Beschränkungen zu umgehen.

Die neunzehnjährige Catherine Matthews hat eine einzigartige Fähigkeit: Sie kann das globale Netz mit ihrem Neuralimplantat manipulieren. Unvermittelt aus ihrem normalen Alltagsleben gerissen muss sie zur letzten Firewall zwischen Adam und seinen Plänen zur Weltherrschaft werden.
Portrait
William E. Hertling ist ein ›Digital Native‹ (ein digitaler Ureinwohner), der mit dem Online-Chat und der klassischen Mailbox Mitte der 80er Jahre aufwuchs, was ihm 25 Jahre Erfahrung in der Onlinekultur gibt und zu einem Teil ihrer Entwicklung macht. Er arbeitet(e) als Webentwickler und Digitalstratege bei Hewlett Packard und lebt in Portland, Oregon.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 300
Erscheinungsdatum 30.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95835-311-4
Verlag Luzifer-Verlag
Maße (L/B/H) 19/12.6/3.5 cm
Gewicht 356 g
Originaltitel The last Firewall
Übersetzer Mark Tell Weber
Buch (Paperback)
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Kurzweilige Sci-Fi-Unterhaltung, Gefühlslagen teils zu gewollt, Sprache holprig
von Julia Matos am 25.11.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Singularity 1, verortet 2015, zeichnet sich insbesondere durch einen hohen Realitätsbezug aus, mit Schwächen bei Dramatik und Charakterzeichnung. Singularity 2, verortet 2025, weist vor allem einen tollen Humor auf, ist futuristischer, dabei nah am in naher Zukunft Möglichen, gestaltet sich im Spannungsaufbau, in Bezug auf Wend... Singularity 1, verortet 2015, zeichnet sich insbesondere durch einen hohen Realitätsbezug aus, mit Schwächen bei Dramatik und Charakterzeichnung. Singularity 2, verortet 2025, weist vor allem einen tollen Humor auf, ist futuristischer, dabei nah am in naher Zukunft Möglichen, gestaltet sich im Spannungsaufbau, in Bezug auf Wendungen und Charakterzeichnung stärker als der Auftaktband. Singularity 3, verortet 2035, ist echte Science Fiction. Es ist empfehlenswert, die Vorgänger gelesen zu haben, aber wenn man damit leben kann, einige Bezugnahmen nicht durchdringen zu können, lässt sich hierauf auch verzichten, da die ganze Reihe leicht verständlich geschrieben ist und Handlung und Figuren nicht besonders komplex gezeichnet sind. Die Handlung von Band 3 endet abgeschlossen, bildet in Bezug auf bekannte Figuren gleichzeitig einen Twist, der neugierig auf den letzten Band macht. Die namentlich bekannten KIs aus Band 1 und 2 sind nicht mehr präsent, was ich schade finde. Dafür gibt es ein Wiedersehen mit dem nunmehr 50-jährigen Mike und dem 29-jährigen Leon. Es ist interessant, wie sie ihre Vergangenheit bewerten und sich charakterlich und in ihrer Weltanschauung entwickeln. Sie werden greifbarer, ohne für mich zu richtigen Sympathieträgern geworden zu sein. Interessante Einblicke in einen Antagonisten, dessen Andersartigkeit ich gern noch stärker herausgearbeitet gesehen hätte, und seine Handlanger. Und eine neue nette Protagonistin, die Mitleid und Sympathie erzeugt, der man das Gelingen ihrer Vorhaben wünscht, mit manchmal vorhersehbarer, aber über weite Strecken dennoch spannender Storyline, wobei auf Meditation und Kampfsport für meinen Geschmack zu detailliert eingegangen wird. Es verbleibt bei mir das Gefühl, dass die Figuren manchmal zu sehr verbogen werden, um das jeweils passende Schema zu erfüllen. Da kommt mir unweigerlich in den Sinn, dass es sich um ein amerikanisches Werk handelt, für das wohl eine actionreiche Verfilmung angedacht ist. Motive, Handlungen und Gefühlslagen darf man an einigen Stellen - auch bezogen auf den jeweils hohen Intellekt - nicht zu sehr hinterfragen. Kleines Beispiel: Der Mann, bei dem die Frauen Schlange stehen, schwärmt von den körperlichen Vorzügen der eigentlich kränkelnden, gestressten und ausgehungerten Frau, wohlgemerkt ohne jemals unmittelbar miteinander kommuniziert zu haben. Die hier vorzufindende Welt basiert auf den weitreichenden gesellschaftlichen Umwälzungen aus Band 2: angefüllt mit Nanotechnologie, Robotik und Superintelligenz, wobei die Ordnung aufrechterhalten bleiben soll durch einen den KIs auferlegten Moralkodex. Ein konfliktträchtiger, ungewöhnlicher Weltenbau mit Bezug zu aktuellen politischen Diskussionen, z. B. das bedingungslose Grundeinkommen. Mal amüsant, mal ernst, durchaus visionär und stimmig. Viele futuristische Problemstellungen werden angekratzt, hier gilt es, viel selbst weiterzudenken, um Stoff zum Nachdenken zu haben. Gefreut habe ich mich über liebevolle Details wie z. B. die Benennung bedeutender Gebäude nach Schriftstellerkollegen (z. B. Suarez, Naam). Am Sprachgebrauch störe ich mich schon ein bisschen seit Beginn der Reihe, es gibt wohl aufgrund der Übersetzung manchmal Ausdrücke, die im Deutschen unnatürlich klingen. Es sind im mir vorliegenden Exemplar vergleichsweise viele Zeichensetzungsfehler enthalten. Ich gehe aber davon aus, dass hier noch nachgearbeitet wird. 3 Sterne mit Tendenz zu 4 Sternen. Erneut kein tiefschürfendes Werk, aber mit inspirierten Ideen zur nahen Zukunft, temporeich und unterhaltsam, auch nach einem besonders anstrengenden Tag flüssig lesbar.