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Kaisersturz

Vom Scheitern im Herzen der Macht 1918

Lothar Machtan

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Beschreibung

Es war eine politische Schicksalsgemeinschaft, die zum Scheitern verurteilt war: Kaiser Wilhelm II., der übermächtige Schwächling, Friedrich Ebert, der vermeintliche Retter, und Kanzler Prinz Max von Baden, der unvorhergesehene Anwärter auf den Kaiserthron. Mit grosser szenischer Kraft erzählt Lothar Machtan von den Triebfedern der Hauptakteure im Herzen der Macht: von Leichtsinn und Dummheit, von Angst und Trotz, von Blindheit und Arroganz, von Feigheit und Versagen im Angesicht der schwersten Krise des deutschen Kaiserreichs. Statt mit klugen Problemlösungen aufzuwarten, liessen sie sich immer tiefer in ein Polit-Drama verstricken, über das erst am 9. November 1918 der Vorhang fiel.

»Machtan beschreibt nahezu jeden einzelnen in diesem Schauspiel von Machtverfall, Inkompetenz und Eitelkeit mit geradezu kriminalistischer Genauigkeit.« Der Tagesspiegel

»Spannend.« FOCUS Online

»Lothar Machtan macht mit einer unfassbaren Präzision klar, dass jedenfalls offensichtlich die Protagonisten dieses Buches nicht so richtig wussten, in welcher Lage sie sind, oder der, der es wusste, jedenfalls so gehandelt hat, dass er sich zu grösserem visionärem Handeln nicht veranlasst gefühlt hat. Spannend finde ich, mit welcher Akribie beschrieben wird, wie Max von Baden, Wilhelm der II. und Friedrich Ebert hier sozusagen versucht haben, ein Machtvakuum zu füllen, und ich habe unglaublich viel gelernt. Das Schöne, was ich daran fand, es liest sich einfach gut, man hört nicht auf!« Sigmar Gabriel, Bundesaussenminister a.D

»Fesselnde Geschichte!« P.M. History

»Parallel schrieb er das Buch ›Kaisersturz. Vom Scheitern im Herzen der Macht‹, aus der Sicht des innersten Machtzirkels historisch fundiert mit zahlreichen Zitaten aus den Briefen des Kaisers und seiner Umgebung. Das Buch, das bei wbg Theiss erschienen ist, macht Silvia Maul schon viel Freude. Es fehlt auf keinem Tisch zu 1918.« buchmarkt.de

»Machtan ist der Politikwissenschaftler, der gerade die Studie ›Kaisersturz. Vom Scheitern im Herzen der Macht‹ vorgelegt hat. Ein Kenner der Materie also, der für eine ›dokumentarische Verwurzelung‹ des Skripts Sorge trug und doch auch keine Einwände gegen eine ›Emotionalisierung‹ der Handlung hatte.« Wiesbadener Kurier

»So kommt es, dass Machtans wortgewaltige, bildmächtige wie auch insgesamt stupende Studie nahelegt, der Herrscher sei weniger gestürzt worden als vielmehr zum Opfer eigener Defizite degeneriert. Wenn das nicht Stoff für einen schwerblütigen Kinofilm mit allen tragischen Schikanen ist. Florian Henkel von Donnersmarck, übernehmen Sie!« Weser Kurier

»Anregend, originell, akribisch erforscht und höchst informativ!« Professor Sir Ian Kershaw

»In seinem neuen Buch über den Herbst 1918 legt der Autor überzeugend dar, wie die Unzulänglichkeiten der damaligen Entscheidungsträger erst zu "Chaotisierung" der Regierungspolitik und dann zu schleichendem Staatsversagen führte.« Allgemeine Zeitung Mainz

"Eine Bemerkung vorweg: Es ist immer ein Vergnügen, Bücher von Lothar Machtan zu lesen. Und dass man nachher um einiges klüger ist, macht die Lektüre besonders wertvoll. So auch in seinem neuen Werk "Kaisersturz", das inhaltlich an „Die Abdankung“ anschliesst, ja gleichsam die Ereignisse um den 9.November wie unter einem Brennglas betrachtet." Historische Zeitschrift, Christoph Regulski,

»Lothar Machtan, dank langjähriger Forschungen der führende Historiker des deutschen Umbruchs 1918, begleitet die in Panik verfallenen Protagonisten und deckt ihre Motive und Schwächen auf.« Militär & Geschichte

»… ist eine akribische, fundierte Darstellung der dramatischen Vorgänge an der Spitze des Deutschen Reiches und im grossen Hauptquartier in Spa während des Herbstes 1918. «(Die Rheinpfalz)

»Der Bremer Historiker hat ein Händchen für Szenen und Details. Es gelingt ihm, die Ereignisse rund um die Novemberrevolution von 1918 so plastisch und drastisch zu schildern, dass man fast glauben könnte, hier handelt es sich um einen Roman. Es ist aber: alles echt. Fesselnde Geschichte! «(History 1/19)

»Lothar Machtan ist mit ›Kaisersturz‹ ein gut unterhaltendes und in Detail sehr interessantes Buch gelungen. Mit grosser Quellenkenntnis und Einfühlungsvermögen wirft er in dem Werk einen detaillierten Blick auf die Hintergründe des Endes von Kaiserreich und Krieg sowie die Beweggründe und Spielräume der Hauptakteure von Kaiser Wilhelm II. bis Friedrich Ebert.« nnz-online.de

»Überaus pointiert!« Hörzu

»Machtan hat ein glänzend geschriebenes Buch vorgelegt, das sich spannend liest« Neues Deutschland

Etienne François, geb. 1943, ist ein deutsch-französischer Historiker. Er ist emeritierter Professor für Geschichte an der Universität Paris-I (Panthéon-Sorbonne) und an der Freien Universität Berlin und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Unter anderem gab er das dreibändige Werk "Deutsche Erinnerungsorte" heraus (zus. mit Hagen Schulze, 2001).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 01.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8062-3760-3
Verlag Wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
Maße (L/B/H) 22.1/15.2/3.2 cm
Gewicht 553 g
Abbildungen 49 schwarzweisse Abbildungen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 08.02.2019
Bewertet: anderes Format

Deutschland sähe nicht so aus wie heute, wenn die Monarchie 1918 nicht gestürzt worden wäre. Wie es dazu kam und welche Chancen dies bot, macht der "Kaisersturz" sehr anschaulich.

von einer Kundin/einem Kunden am 17.10.2018
Bewertet: anderes Format

Spannend und detailliert berichtet Lothar Machten über die schicksalhaften letzten Kriegstage, die schließlich das Kriegsende und das Aus für die deutsche Monarchie bedeutete.

Was passiert, wenn niemand zum politischen Handeln bereit ist
von Jennifer am 05.09.2018

Lothar Machtan, Professor emeritus für Neuere Geschichte, hat sich an ein interessantes Kapitel deutscher Zeitgeschichte, nämlich den Herbst 1918, gewagt. Jeder kennt wohl noch den Fakt, dass mit dem 9. November 1918 in Deutschland eine neue Staatsform eingeführt wurde und der bis dato herrschende Kaiser Wilhelm II. abdankte... Lothar Machtan, Professor emeritus für Neuere Geschichte, hat sich an ein interessantes Kapitel deutscher Zeitgeschichte, nämlich den Herbst 1918, gewagt. Jeder kennt wohl noch den Fakt, dass mit dem 9. November 1918 in Deutschland eine neue Staatsform eingeführt wurde und der bis dato herrschende Kaiser Wilhelm II. abdankte. So die offizielle und faktische Gemengelage. Doch was sich innerhalb weniger Monate 1918 wirklich zutrug, versucht Machtan unter Zuhilfenahme diverser Quellen zu ergründen. Er geht dabei sehr gründlich vor und versucht, alle politischen Kräfte (MSPD, USPD, OHL etc.) und Ereignisse (Erster Weltkrieg, Oktoberrevolution in Russland) mit einzubinden. Sein Fokus liegt dabei vor allem auf den drei wichtigsten Entscheidungsträgern dieser Tage. Da wäre zum einen der pragmatische Sozialist Friedrich Ebert und zum anderen die beiden überzeugten Royalisten, Kaiser Wilhelm II. und dessen Vetter Max von Baden. Allen dreien ist gemein, dass sie den Ernst der damaligen Lage nicht erkannten bzw. bis zuletzt apathisch am Weiterso festhielten. Der Hoffnungsträger und spätere Präsident Ebert wollte aus Angst vor dem Bolschewismus Wilhelm II. nicht stürzen und Reichskanzler Max von Baden steuerte eine probate Lösung für beide Gruppen - Royalisten und Sozialisten - an. Währenddessen Wilhelm II. bis zum Schluss an das Kaisertum von Gottes Gnaden glaubte. Auch die mächtige OHL, die die Kriegsniederlage kommen sah, schritt nicht ein, verlangte gar danach, den Kampf mit allen Mitteln weiterzuführen. Kurzum, die drei genannten Entscheidungsträger taumelten ohnmächtig den Ereignissen entgegen und handelten erst, als es fast schon zu spät gewesen ist. Dass damit die noch junge Demokratie im November 1918 auf noch sehr wackeligen Beinen stand, ist nicht zu übersehen. Der Kaisersturz verlief nicht blutig, sondern war ein langes Hängen und Würgen um Macht und Verantwortung. An Machtans Darstellung hat mir vor allem gefallen, dass er den Leser einmal hinter die Kulissen der damaligen Macht blicken ließ. Detailliert und nahezu tagebuchartig gibt er Auskunft über den sog. Tanz auf dem Vulkan. Diese gedehnte, kleinteilige Darstellungsweise machte die Lektüre nicht immer leicht. Sprich, wer sich nicht 100 Prozent für die Materie interessiert, konnte leicht abschweifen. Ein konziserer Aufbau hätte dem grundgelehrten Werk gut getan und inhaltliche Wiederholungen hätten damit vermieden werden können. Auch die Verwendung von Vor- und Rückblenden hätte sparsamer ausfallen können - ein unnötiges dramaturgisches Mittel. Nichtsdestotrotz liefert Machtans Werk eine spannende Gesamtschau der Ereignisse des Herbsts von 1918 und macht diese dadurch für den Leser nachvollziehbarer und verständlicher.


  • Artikelbild-0
  • Einleitung 7

    Letzter Akt, der Kaiser betritt die Bühne 12

    1 Wer rettet das Kaiserreich? 28
    Wilhelm II. – Der Autokrat 30
    Prinz Max von Baden – Der letzte Kanzler des Kaisers 49
    Fritz Ebert – Vernunftsmonarchist und Sozialistenführer 58

    2 Das Ende naht .72
    Die Hohenzollern klammern sich an die Macht 72
    Ein Prinz im Haifischbecken der Politik 106
    Eberts Beitrag zum Ende der Monarchie .134
    Totengräber wider Willen .157

    3 Die Revolution bricht los 158
    Das Volk am Vorabend der Novemberrevolution 158
    Das Wilhelminische Berlin unter der roten Fahne 187

    4 Auf den Hauptschauplätzen des Machtwechsels . 216
    Im Grossen Hauptquartier: Wilhelms letzte Tage in Spa 216
    In der Wilhelmstrasse 77 237
    Werkstatt der Revolution? Im deutschen Reichstag 274

    Epilog 296

    Anhang 302
    Anmerkungen 302
    Chronik zum Kaisersturz 1918 338
    Abbildungsnachweis 345
    Personenregister 345