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Boy Erased

Autobiografische Erzählung

Was bleibt, wenn einem alles genommen, wenn sogar die Identität ausradiert werden soll? Wie erinnert man sich an die Zeit, in der man ausgelöscht werden sollte?
2004 in Arkansas im sogenannten Bible Belt der USA: Ein Bekannter outet den neunzehnjährigen Garrard Conley gegen seinen Willen vor den Eltern als homosexuell. Seit Jahren schon kämpft Conley gegen die Scham, die ihm als einzigem Sohn eines Baptistenpredigers eingeimpft ist. Er selbst ist tief verwurzelt in einer christlich-fundamentalistischen Gemeinde, in einer Gesellschaft, die die Bibel beim Wort nimmt, in der nichts geduldet wird, was nicht der unabänderlichen Norm entspricht. Unvermittelt steht er vor der Entscheidung seines Lebens: Stimmt er einer Konversionstherapie zu, einem kirchlichen Programm, das ihn in zwölf Schritten von seiner Homosexualität ›heilen‹, von unreinen Trieben säubern, seinen Glauben festigen und aus ihm einen ex-gay machen soll, oder riskiert er, seine Familie, seine Freunde und den Gott, zu dem er an jedem Tag seines Lebens gebetet hat, zu verlieren? Soll er sein äusseres Leben auslöschen oder sein Inneres?
Garrard Conley spürt den komplexen Beziehungen von Familie, Glauben und Gemeinschaft nach und zeichnet dabei ein Bild von einem Amerika, mit dem wir heute mehr denn je konfrontiert sind. Doch Conley versucht dabei auch stets jene zu verstehen, die ihm aus gutem Glauben heraus so viel Schmerz zugefügt haben.
Dieser Lebensbericht lässt einen frieren angesichts der Kälte, mit der Fundamentalisten in den USA anderen ihre Ideologie überstülpen. Aber Boy Erased ist auch ein Zeugnis der Liebe, die trotzdem überleben kann.
Portrait
GARRARD CONLEY (geb. 1985 in Arkansas) wuchs in einer christlich-fundamentalistischen Gemeinde in Arkansas auf. Er studierte Kreatives Schreiben und Queer Theory an der University of North Carolina, und leistete Freiwilligendienst im Peace Corps Ukraine. Er unterrichtete Literatur in Bulgarien und veröffentlichte Erzählungen und journalistische Arbeiten unter anderem im Time Magazine, in der VICE, auf CNN und BuzzFeed. Boy Erased ist seine erste Buchveröffentlichung und ist 2017 hochkarätig besetzt von Hollywood verfilmt worden. Der Kinostart in Deutschland ist geplant für Ende 2018.
Garrad Conley lebt und unterrichtet in Brooklyn, New York.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 335 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.03.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783906910277
Verlag Secession Verlag
Dateigröße 700 KB
Übersetzer André Hansen
eBook
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Kundenbewertungen

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Gefangen zwischen der eigenen Sexualität und fundamentalistischen Sekten
von einer Kundin/einem Kunden am 09.03.2019

Eigentlich möchte man meinen, dass in der heutigen aufgeklärten Welt, Konversionstherapie, also jene Therapie die aus homosexuell liebenden Menschen, heterosexuell liebend machen soll, ein Relikt der Vergangenheit ist und keine gültigen Werkzeuge in der Psychotherapie darstellen. In ´“Boy Erased“ erzählt Garrard Conley biografisch, was ihm und nach neusten Studien... Eigentlich möchte man meinen, dass in der heutigen aufgeklärten Welt, Konversionstherapie, also jene Therapie die aus homosexuell liebenden Menschen, heterosexuell liebend machen soll, ein Relikt der Vergangenheit ist und keine gültigen Werkzeuge in der Psychotherapie darstellen. In ´“Boy Erased“ erzählt Garrard Conley biografisch, was ihm und nach neusten Studien fast 700.000 weiteren US-Amerikanern, angetan wurde und wird. Man kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn man bedenkt, dass solche Institutionen in Amerika von höchsten Regierungskreisen unterstützt werden. Garrard Conley berichtet in diesem Buch darüber wie er, ausgelöst durch ein nicht gewolltes Outing, selbst in eine Konversionstherapie gesteckt wird, den Konflikt den er mit sich selbst, mit seinen Eltern und deren christlich fundamentalistischen Religion und seiner Sexualität austrägt. In beklemmenden Situationen die Garrard Conley beschreibt, kann man als Leser nur erahnen wie schrecklich und demütigend es sich für jene therapierte Menschen anfühlt. Sehr empfehlenswert ist auch die Verfilmung von Joel Edgerton, die mit einer hochkarätigen Besetzung von Nicole Kidman und Russel Crowe und Nicole Kidman, erfolgreich verfilmt worden ist.

Das eigene Leben finden...
von Buecherseele79 am 19.02.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Kirche, der Glaube bedeutet der Familie Conley alles. Der Vater ist auf dem Weg ein Priester in der Baptistengemeinde zu werden, er wird gerne erhört, ist beliebt und lebt seinen Glauben. Auch für Garrard ist der Glaube sowie Gott ein wichtiger Bestandteil in seinem Leben, er soll seinen Vater unterstützen, er soll... Die Kirche, der Glaube bedeutet der Familie Conley alles. Der Vater ist auf dem Weg ein Priester in der Baptistengemeinde zu werden, er wird gerne erhört, ist beliebt und lebt seinen Glauben. Auch für Garrard ist der Glaube sowie Gott ein wichtiger Bestandteil in seinem Leben, er soll seinen Vater unterstützen, er soll seinem Vater irgendwann folgen. Doch Garrard ist anders, aber er will es sich nicht eingestehen. Das Leben nimmt eine andere Wendung als Garrard auf das College gehen kann und dort eine sehr schreckliche Erfahrung erleben muss. Als wäre dies für Garrard nicht schon schlimm genug wird er bei seinen Eltern aus homosexuell geoutet, der Albtraum beginnt für Garrard. Seine Eltern, gerade sein Vater, sind geschockt, wissen nicht wie sie sich verhalten sollen, auch soll die Gemeinde davon erstmal gar nichts erfahren, welches Bild würde dies auf die Familie Conley werfen?! Garrard wird unter "Beobachtung" gestellt und weiss eigentlich selbst so gar nicht was er möchte, was er fühlen soll, was er fühlen darf, wie sein Leben weitergehen soll. Natürlich möchte Garrard zufriedene Eltern haben, möchte dass sie ihn weiterhin lieben, möchte das Gott ihn weiterhin liebt, beachtet und zu ihm spricht. Seine Eltern beschäftigen sich mit "Love in Action", ein kirchliches Programm welches Drogenabhängige, Homosexuelle, "missgeleitete" Menschen wieder auf den rechten Weg bringen kann bzw. will und die sehr erfolgreich in ihrem Tun sind. Für Garrard steht fest- wenn er weiterhin geliebt und akzeptiert werden will, in seiner Gemeinde, von seinen Eltern, gerade von seinem Vater, von Gott und dass er das College besuchen kann wird er bei "Love in Action" teilnehmen müssen.. Durch den Trailer zu "Der verlorene Sohn" bin ich auch auf das Buch gestossen und musste dieses unbedingt lesen. Der Schreibstil, ich denke hier werden die ein oder anderen ihre Probleme haben denn er ist sehr nüchtern, fast kühl, man hat immer das Gefühl man steht aussen vor aber auf der anderen Seite ist dieser Schreibstil genau das richtige für so ein Buch, für so ein Thema. Trotzdem merkt man die Verzweiflung, die Angst, die Angst vor dem "Anders sein", dass Garrard nach Antworten sucht, sich nicht mehr geliebt fühlt, seinen Weg nicht sieht, nicht weiss was er überhaupt noch darf und was nicht, dies alles spürt man bei dem Versuch den Weg und die Einstellung der Eltern zu verstehen und ich bin gescheitert. Mit Gott habe ich selbst nichts am Hut, ich bin keine fleissige Kirchengängerin und bete nicht täglich zu ihm, ich kann mir denken dass auch hier der ein oder andere seine Probleme haben wird bzw. diesen Drang des Glaubens nicht verstehen wird, aber so ist nun mal das Umfeld von Garrard und auf der anderen Seite habe ihn stets für seinen Glauben, seine Liebe zu Gott, seine Liebe zu seinen Eltern bewundert. Es schmerzt zu lesen wie Garrard sich als "abartig" sieht, seinen Glauben anzweifelt, glaubt er hat nicht genug an Gott geglaubt und er kann keinem anvertrauen was ihm damals im College passiert ist, er lebt mit viel Schuld und viel schlechtem Gewissen und lässt es sich ständig einreden. Die Einrichtungen von "Love in Action" ist erschreckend, für mich abartig und grausam, anders kann ich es nicht beschreiben. Und das Schlimme ist eigentlich- diese Einrichtungen gibt es wirklich, nicht nur in den USA sondern auch in anderen Ländern. Wenn eine Einrichtung schliesst dann öffnet eine andere die entweder gleich tickt oder noch schlimmer. Man wird hier mit einem Amerika konfrontiert welches heute aktueller denn je ist. Denn "Andersdenkende" bzw. "Andersfühlende" sind in einer Gesellschaft oft nicht willkommen und man weiss ja wie die USA in Punkto Glauben und Gott extrem ticken. Man akzeptiert gar nicht mehr die Menschen die eben so sind wie sie sind sondern alle sollen gleich fühlen, handeln und denken. Man möchte Garrard öfter als nur einmal in den Arm nehmen, ihn schützen, die Eltern schütteln und ihm sagen dass er nicht falsch ist, dass Gott ihn trotzdem liebt, dass er kein schlechter Mensch ist weil er homosexuell ist. Das Buch geht unheimlich an die Nerven, ans Herz und lässt einen sehr oft innehalten, man bekommt ein ganz anderes Verhältnis zum Glauben, zu Gott und auch welche Einrichtungen sich entwickeln, wie die Entwicklung einer Gesellschaft ausieht. Ich kann dieses Buch nur und ganz dringend empfehlen da es ein sehr wichtiges Thema anspricht.

Erschütternd
von einer Kundin/einem Kunden am 11.02.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Beklemmend und intensiv und dabei so schonungslos und beeindruckend offen über seine Erlebnisse und Eindrücke berichtend, dass es einen selbst sprachlos macht, erzählt Conley über die 10 kurzen und erschreckend langen Tage seiner verstörenden Konversionstherapie - und er spricht darüber, was es mit einem macht, wenn man ein ganzes... Beklemmend und intensiv und dabei so schonungslos und beeindruckend offen über seine Erlebnisse und Eindrücke berichtend, dass es einen selbst sprachlos macht, erzählt Conley über die 10 kurzen und erschreckend langen Tage seiner verstörenden Konversionstherapie - und er spricht darüber, was es mit einem macht, wenn man ein ganzes Leben hin und her gerissen wird zwischen der Familie, Kirche und Gott und dem eigenen leidenden Ich, zwischen Angst und Hoffnung. Er lässt und teilhaben daran, was es bedeutet, wenn der eigene Glaube nicht mehr heilend wirkt sonderns zerstörerisch wird, weil er die eigene Person von Grund auf in Frage stellt.