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Aller Tage Abend

Roman. Ausgezeichnet mit dem Evangelischen Buchpreis 2013

(13)
Das Leben ist die Zeit, die dir bleibt



Wie lang wird das Leben des Kindes sein, das gerade geboren wird? Wer sind wir, wenn uns die Stunde schlägt? Wer wird um uns trauern? Jenny Erpenbeck nimmt uns mit auf ihrer Reise durch die vielen Leben, die in einem Leben enthalten sein können. Sie wirft einen scharfen Blick auf die Verzweigungen, an denen sich Grundlegendes entscheidet. Die Hauptfigur ihres Romans stirbt als Kind. Oder doch nicht? Stirbt als Liebende. Oder doch nicht? Stirbt als Verratene. Als Hochgeehrte. Als von allen Vergessene. Oder doch nicht? Meisterhaft und lebendig erzählt Erpenbeck, wie sich, was wir »Schicksal« nennen, als ein unfassbares Zusammenspiel von Kultur- und Zeitgeschichte, von familiären und persönlichen Verstrickungen erweist. Der Zufall aber sitzt bei alldem »in seiner eisernen Stube und rechnet«.




Portrait
Jenny Erpenbeck wurde 1967 in eine Berliner Schriftstellerdynastie geboren. Nach einer Buchbinderlehre und Tätigkeiten als Requisiteuse und Ankleiderin an der Staatsoper Berlin studierte sie in Berlin Theaterwissenschaften und Musiktheaterregie. Seit 1991 arbeitete sie zunächst als Regieassistentin und inszenierte danach Aufführungen für Oper und Musiktheater in Berlin und Graz. Jenny Erpenbeck lebt als freie Autorin und Regisseurin in der Nähe von Graz, wo sie im Frühjahr 2000 mit grossem Erfolg ihr erstes Stück "Katzen haben sieben Leben" am Schauspielhaus inszenierte.
2008 wurde Jenny Erpenbeck mit dem "Solothurner Literaturpreis" für ihr "feinsinniges erzählerisches Werk" sowie dem Heimito von Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet, 2009 wurde sie mit dem Preis der LiteraTour Nord geehrt, 2013 wurde ihr der Joseph-Breitbach-Preis für ihr literarisches Gesamtwerk verliehen, 2016 der Walter-Hasenclever-Literaturpreis und der Thomas Mann-Preis.
Zitat
"Ernst, eindringlich, und klug."
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 282
Erscheinungsdatum 20.08.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8135-0369-2
Verlag Knaus
Maße (L/B/H) 221/144/30 mm
Gewicht 490
Verkaufsrang 32.139
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Der Tod gehört zum Leben dazu und doch ist man nie darauf vorbereitet. Ist er irgendwann günstig, das einen weniger berührt? Kann man sein Schicksal beeinflussen?
Der Frage Was wäre Wenn geht Jenny Erpenbeck in ihrem neuen Roman nach und verfolgt die Lebensgeschichte eines Mädchens unter dieser Fragestellung. Das Buch ist das sprachliche Meisterwerk des Jahres. Es hat seinen eigenen Rhythmus, seine eigene Melodie ohne zu schwierig zu sein. Man muss sich nur darauf einlassen können. Ein Buch über ein schwieriges Thema, das mit sprachlicher Genialität überzeugt.

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Es erzählt die Geschichte einer Person in allen Altersstufen - von Baby bis alte Dame. Man wird
"Aller Tage Abend" ist kein Buch für diejenigen, die noch "schnell" ein Buch lesen möchten. Denn sowohl der Inhalt als auch die Sprache sind anspruchsvoll. Man wird angeregt mitzudenken, mitzufragen und sich selbst die Antwort zu geben.

Es erzählt die Geschichte einer Person in allen Altersstufen - von Baby bis alte Dame. Man wird immer wieder mit dem Tod konfrontiert und trotzdem geht die Geschichte - das Leben - weiter.

Wer sich nicht abschrecken lässt von der Eigenartigkeit der Erzählweise, der wird mit einer sehr interessanten Lektüre belohnt.



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Jenny Erpenbeck ist eine 1967 geborene deutsche Regisseurin und Schriftstellerin. Ihr Roman “Aller Tage Abend” war auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012.

Die Geschichte beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf in Galizien. Zu Beginn steht die Beerdigung eines Kleinkindes und die Auswirkungen auf die jungen Eltern. Die Mutter ist Jüdin und die Autorin macht ihre Geschichte zur Geschichte der Juden in Galizien. Es ist spannend zu verfolgen wie es der Autorin nach einem Intermezzo gelingt den Tod des Babys zu verhindern und eine Geschichte zu erzählen, wie es gewesen sein könnte. Nach diesem Konzept hat Jenny Erpenbeck ihren Roman “Aller Tage Abend” konstruiert. Immer wieder kommt die Protagonistin zu Tode, insgesamt fünf Mal und lebt doch immer weiter in der Geschichte. Sozusagen wird nicht nur die Geschichte einer Frau erzählt, sondern auch eine Geschichte des 20. Jahrhunderts, ein Jahrhundert der Kriege und politischen Unruhen.

Jenny Erpenbeck ist ein sprachlich und erzähltechnisch herausragender Roman gelungen. Mich als Leser hat sie gefordert, was mir aber gefallen hat. Insbesonderes hat mich die Konstruktion der Geschichte fasziniert; die Figur jedes Mal wiederaufleben zu lassen, dem Schicksal quasi ein Schnippchen zu schlagen. In jeder Geschichte habe ich mich gefragt, wie sich die Autorin da wieder herausmanövrieren will und es ist ihr jedesmal brilliant gelungen.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Kann ein Leben beginnen obwohl es bereits geendet hat?
von einer Kundin/einem Kunden am 28.09.2017

Ein interessantes Konzept -mittels kleiner Änderungen in der Handlung- ein Leben komplett zu verändern und überhaupt erst möglich werden zu lassen. Die Autorin versteht es diese "Lebensentwürfe" gekonnt in die Zeitgeschichte zu setzen, wenn auch mit einer gehörigen Portion an Schwermut. Stilistisch und Sprachlich jedenfalls sehr empfehlenswert.

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Es sind häufig die kleinen Dinge, die über Leben oder Tod eines Menschen entscheiden: Ein Säugling stirbt, aber was wäre gewesen, wenn die Eltern den plötzlichen Kindstod zu verhindern gewusst hätten? Ein junges Mädchen nimmt sich das Leben, aber was wäre gewesen, wenn sie den Mann mit der Pistole... Es sind häufig die kleinen Dinge, die über Leben oder Tod eines Menschen entscheiden: Ein Säugling stirbt, aber was wäre gewesen, wenn die Eltern den plötzlichen Kindstod zu verhindern gewusst hätten? Ein junges Mädchen nimmt sich das Leben, aber was wäre gewesen, wenn sie den Mann mit der Pistole nie kennen gelernt hätte? Eine Mutter fällt die Treppe hinunter und bricht sich das Genick, aber was wäre gewesen, wenn sie nicht ausgerutscht wäre? „Eine ganze Welt aus Gründen gab es, warum ihr Leben nun an ein Ende gekommen sein könnte, wie es gleichzeitig eine ganze Welt aus Gründen gab, warum sie jetzt noch am Leben sein könnte und sollte.“ Mit diesen kurzen aber entscheidenden Schicksalsmomenten beschäftigt sich Jenny Erpenbeck in ihrem neuen Roman „Aller Tage Abend“ und lässt ihre Protagonistin, die erst im letzten Kapitel einen Namen bekommt, so ein ganzes Jahrhundert durchleben – Judentum, Nationalsozialismus, Exil und Kommunismus. Nach jedem Sterben der Figur verändert die Autorin nur ein winziges Detail und lässt sie so weiterleben und einen neuen Lebensabschnitt entdecken. Wie schon in ihrem Roman „Heimsuchung“ verbindet Jenny Erpenbeck die individuelle Geschichte ihrer Protagonistin mit Zeitgeschichte und ihrer eigenen Familiengeschichte, vor allem der ihrer Großmutter Hedda Zinner, ebenfalls Schriftstellerin. „Aller Tage Abend“ ist ein wunderschön komponierter Roman, in dem die Autorin es schafft, die getrennten Lebensabschnitte beispielsweise durch Familienbesitztümer, die sich in allen Kapiteln wiederfinden, nicht auseinander fallen zu lassen und zu einem runden Ganzen zu machen. Absolut lesenswert!

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von einer Kundin/einem Kunden am 08.12.2012

In ihrem neuen großen Roman greift die Autorin die großen Themen unserer Existenz auf und umspannt ein ganzes Jahrhundert. Zu Beginn des Buches stirbt ein Kind. Sie reflektiert immer wieder im Roman "was wäre wenn..." verschiedene Entwicklungswege dieses Menschen und deren Eltern. Aus dieser Keimzelle ist ein Stück... In ihrem neuen großen Roman greift die Autorin die großen Themen unserer Existenz auf und umspannt ein ganzes Jahrhundert. Zu Beginn des Buches stirbt ein Kind. Sie reflektiert immer wieder im Roman "was wäre wenn..." verschiedene Entwicklungswege dieses Menschen und deren Eltern. Aus dieser Keimzelle ist ein Stück überwältigende Literatur erwachsen, daß nicht leicht zu lesen ist.

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