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Alles Fleisch ist Gras

Roman

(25)
Durch einen Sturz über die Stiege stirbt Roland Mathis, der widerwärtige Schnüffler, der Anton Galba und seine heimliche Geliebte mit ihrem Verhältnis erpresst hatte. In Panik lässt Galba, Leiter der Abwasserreinigungsanlage Dornbirn, die Leiche im Häcksler verschwinden. Der den Fall untersuchende Polizist Nathanael Weiss verdächtigt Galba von Anfang an. Allerdings gibt es auch in seinem Umfeld einen Widerling, den er gerne loswerden würde. Galba muss notgedrungen mitmachen, doch für Weiss ist das erst der Anfang: Es gilt, Schädlinge der Gesellschaft auszurotten. Christian Mähr erzählt in diesem bitterbösen Krimi aus Österreich von Moral und Mordlust in der Kleinstadt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 400, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.02.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783552061323
Verlag Paul Zsolnay Verlag
eBook
Fr. 16.50
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
25 Bewertungen
Übersicht
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7
4
0

Warum sich eine Geliebte nicht empfiehlt!
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberösterreich am 28.11.2011

Anton hat ein Problem. Besser gesagt eine Geliebte. Weil man nicht alles an die große Glocke hängt, sollte dieses Techtelmechtel geheim bleiben. Was aber wiederum Roland gar nicht so sieht und versucht Anton zu erpressen. Unglücklicherweise meint der Zufall gerade jetzt zuschlagen zu müssen, als Roland auf der... Anton hat ein Problem. Besser gesagt eine Geliebte. Weil man nicht alles an die große Glocke hängt, sollte dieses Techtelmechtel geheim bleiben. Was aber wiederum Roland gar nicht so sieht und versucht Anton zu erpressen. Unglücklicherweise meint der Zufall gerade jetzt zuschlagen zu müssen, als Roland auf der Treppe steht und dem erstaunten Galba seine Sicht der Dinge erklärt. Denn zufällig stürzt Roland die Treppe herab und Anton ist das Erpressungsproblem los. Nur schließt die Lösung eines Problems nicht das Entstehen eines anderen aus und so hat Anton jetzt eine Leiche. Zum Glück hat Anton aber auch einen Industriehäcksler und das Problem ist gelöst. So scheint es zumindest, den bei dem ganzen beißt sich die Katze nämlich in den Schwanz. Der ehemalige Schulkollege Nathanael, nun Polizist, findet die Story rund um Roland sehr interessant und durch eigene Überlegungen findet er an so einem Häcksler nichts Anstößiges. Er findet ihn sogar höchst sympathisch und es wäre ja nicht so, dass Nathanael nicht wüsste, wie man damit umgehen müsste. Doch Anton kann mit Nathanaels Euphorie nichts anfangen und versucht sich aus der Affaire zu winden. Doch wenn einer geht, kommt meisten einer nach. Und so dreht sich das Rädchen der Selbstjustiz weiter. Sarkastisch und ironisch wird man durch die Geschichte geleitet und was Absurd erscheint, hat doch Hand und Fuß und am Ende fügt sich alles wieder zu einem Ganzen. Der Autor nimmt sich für seine Darsteller Zeit und nicht nur die Hauptprotagonisten sondern auch Randfiguren bekommen Leben eingehaucht. Leider kann dies aber manchmal in die Länge gezogen werden und daher sehe ich ein kleines Manko. Manche Passagen hätte man kürzen können. Bei vielen Stellen musste ich schmunzeln, da der Erzählstil sehr fein gezeichnet ist und der Sarkasmus nicht zu kurz kommt. Es ist liebenswürdig und doch gleichzeitig so schön zynisch. Der Autor schafft es, einen roten Faden in das Buch zu integrieren und die typische österreichische Mentalität einzufangen. Dabei gelingt es dem Autor aber nicht plump zu wirken, oder sich auf künstliche Effekthascherei zu verlassen. Die Geschichte trottet im positiven Sinn vor sich hin und wenn man glaubt, man weiß Bescheid, so wird man wieder mit einer neuen Wendung überrascht. Obwohl sich für mich durch die Ausführlichkeit einige Längen ergeben, so hat man zu keiner Zeit den Eindruck, dass die Geschichte stagniert. Es tut sich immer irgendwas bei den scheinbar stinknormalen Protagonisten. Dies macht daher den Reiz aus, dass es nicht hochintelligente Alleskönner sind, sondern eher wie der nette Nachbar von neben an. Selbstjustiz mag ja seinen Anreiz haben, ist aber keine Entschuldigung für die Tat, die man selber begeht. Unter diesem Gesichtspunkt ist es interessant zu sehen, wie die Figuren im Buch sich die eigene Wahrheit zu recht legen und sich auf die Rechtsprechung des Mittelalters beziehen. Die Gedanken dazu sind nett zu lesen, da sie nüchtern aber dennoch mit einem morbiden Witz erzählt werden. Da ich einige Längen sehe, bekommt das Buch aber leider nicht die Höchstnote. Es lässt sich aber sehr gut lesen.

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Die faulen Eier der Gesellschaft ab in die Biotonne
von einer Kundin/einem Kunden am 05.02.2010
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Das Buch "Alles Fleisch ist Gras" (... und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde" Psalm 40, Vers 6) beginnt mit einem sexuellen Stelldichein auf einem Hochsitz an einer Waldlichtung zwischen dem Herrn Diplomingenieur Galba und der Laborantin, dessen Angestellte Sieber. Beobachtet und fotografisch dokumentiert wird... Das Buch "Alles Fleisch ist Gras" (... und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde" Psalm 40, Vers 6) beginnt mit einem sexuellen Stelldichein auf einem Hochsitz an einer Waldlichtung zwischen dem Herrn Diplomingenieur Galba und der Laborantin, dessen Angestellte Sieber. Beobachtet und fotografisch dokumentiert wird dieses Treiben aus dem Dickicht vom mürrischen, rechtsradikalen Angestellten und Kollegen Mathis. Dieser erpresst seinen Vorgesetzten mit den nächtlichen Aufnahmen, dabei kommt es zum Handgemenge, Mathis stürzt die Treppe hinunter, bleibt liegen und ist tot. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Herr Dipl.-Ing. Galba, Leiter der Abwasserreinigungsanlage in Dornbirn (A), ein Verfahren entwickelt hat, aus Klärschlamm und fleischlichen Abfällen ein hochwertiges Trockengranulat herzustellen, eine Art Superdünger. Als Galba seinen Angestellten als vermisst meldet, sitzt er plötzlich seinem ehemaligen Gymnasialfreund Herrn Chefinspektor Nathanel Weiß gegenüber. Dieser durchschaut Galba vom ersten Moment an, doch er schweigt, im Gegenzug erhält er Zugang zu Häcksler und Gärturm... Christian Mähr ist mit "Alles Fleisch ist Gras" nicht nur ein hoch skurriler Kriminalroman gelungen, sondern auch kluge Unterhaltungsliteratur. Sprachlich brillant, mit österreichischem Timbre, frei von Anglizismen, thematisiert er die Frage um Schuld und Unschuld, Recht und Unrecht, Gut und Böse. Was, wenn es eine Möglichkeit gäbe, die faulen Eier der Gesellschaft (prügelnde Ehemänner, korrupte Politiker, gierige Banker etc.) verschwinden zu lassen? Wer bestimmt, wer was taugt? Ach und übrigens, der Ort Dornbirn in Österreich existiert wirklich, auch die hiesige Abwasserreinigungsanlage.

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Entsorgt wird im Hächsler!
von einer Kundin/einem Kunden am 05.02.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Anton Galba, der Chef der Abwasserreinigungsanlage, wird wegen einer Affäre erpresst. Bei einem Gespräch kommt der Erpresser zu Sturz und stirbt. Anton gerät in Panik und versenkt die Leiche im Hächsler seiner Anlage. Der ermittelnde Polizist, ein Schulkollege Galbas, verdächtigt Anton sofort. Die Art der Loswerdung "unliebsamer Mitmenschen" fasziniert... Anton Galba, der Chef der Abwasserreinigungsanlage, wird wegen einer Affäre erpresst. Bei einem Gespräch kommt der Erpresser zu Sturz und stirbt. Anton gerät in Panik und versenkt die Leiche im Hächsler seiner Anlage. Der ermittelnde Polizist, ein Schulkollege Galbas, verdächtigt Anton sofort. Die Art der Loswerdung "unliebsamer Mitmenschen" fasziniert ihn jedoch, sodass auch durch ihn eine wahre Mordlust in Dornbirn entsteht.

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