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Am Fenster

Siebzehn Essays über Literatur und eine Short Story

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Julian Barnes schreibt über U-Bahnfahrten mit Penelope Fitzgerald, über Rudyard Kiplings Leidenschaft für Autos, für Frankreich und für Autofahrten durch Frankreich, er feiert Houellebecqs Kompromisslosigkeit und bricht eine Lanze für seine unterschätzten Kollegen (Sie haben Ford Madox Fords 'Das Ende der Paraden' nicht gelesen? Dann aber los!). Barnes hat keine Angst vor Ikonenkritik (George Orwell) und noch weniger vor hymnischem Lob (Lorrie Moore, John Updike).
All das ist scharfsinnig beobachtet, mit feinem Humor und manchmal mildem Spott, mit Sinn fürs argumentative Fairplay und mit viel Herzblut. Nebenbei schenkt er uns in einer Short Story überraschende Erkenntnisse über Hemingway und über das Verhältnis von Mythos und Werk dieses Superstars der amerikanischen Literaturgeschichte.
Rezension
"Sprachlich funkelnde, von Liebe zur Literatur glühende Aufsätze über Literatur und natürlich über das Leben." NDR 20160118
Portrait
Julian Barnes, 1946 in Leicester, England, geboren, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen als Lexikograph, dann als Journalist. Von Barnes, der zahlreiche internationale Literaturpreise erhielt, liegt ein umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk vor. 2016 wurde er mit dem "Siegfried Lenz Preis" ausgezeichnet. Julian Barnes lebt in London.
Gertraude Krueger, 1949 geboren, lebt als Dozentin und freie Übersetzerin in Berlin. Zu ihren Übersetzungen gehören u.a. Sketche der Monty-Python-Truppe und Werke von Julian Barnes, Alice Walker, Siri Hustvedt und Jhumpa Lahiri.
Thomas Bodmer, geboren 1951 in Zürich, war zwanzig Jahre lang Verlagslektor. Seit 1992 arbeitet der Literatur-, Musik- und Filminteressierte als Herausgeber, freier Lektor, Journalist und Übersetzer.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 07.01.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04864-3
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 208/130/32 mm
Gewicht 442
Originaltitel Through the Window
Verkaufsrang 2.414
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Profunder Blick auf Teile der literarischen Welt
von Michael Lehmann-Pape am 09.02.2016

Es ist gar nicht so sehr nur das „Innere“ der Literatur, was Barnes in dieser Sammlung von Esssays (und einer Kurzgeschichte „auf den Spuren Hemingways) dem Leser im Sinne literaturkritischer Analysen vor Augen stellt. Es ist mehr der Zusammenhang zwischen biographischen Details, Umfeld und Umwelt, kreativem Schaffen und Rezeption desselben... Es ist gar nicht so sehr nur das „Innere“ der Literatur, was Barnes in dieser Sammlung von Esssays (und einer Kurzgeschichte „auf den Spuren Hemingways) dem Leser im Sinne literaturkritischer Analysen vor Augen stellt. Es ist mehr der Zusammenhang zwischen biographischen Details, Umfeld und Umwelt, kreativem Schaffen und Rezeption desselben an bestimmten Orten, durch deren Darstellung Barnes ein „Gesamtbild“ vor Augen führt und damit genau dem Folge leistet, was er selber im Vorwort als Essenzen der Literatur seinen Betrachtung voranstellt. Dass Literatur eben Weltverstehen in sich trägt (und damit nicht aus dem „luftleeren Raum“ in die Buchstaben fließt). Wie er sich u.a. im Buch mit Rudyard Kiepling in Frankreich in den Kopf der Freiheitsstatue begibt und damit „durch die Augen der Freiheit selbst schaut“, wie Kipling eine innere Beziehung zu Frankreich aufbaut, dass der Autor begeisterter „Autoreisender“ war und Land und Leute erkundete, gipfelnd darin, dass seine Tochter Elsie nach seinem Tod festhielt: „In Frankreich war er immer glücklich“. Verfasst im Sinne eines biographischen Portraits dieser bestimmten Seite an Kiplings Leben, die dem eingefleischten „Briten Kipling“ eben auch „die Welt eröffnete“, das ist anregend, sachlich fundiert und wunderbar im Stil zu lesen. Um dann dabei nicht stehen zu bleiben, sondern das „gesamte Bild“ dahingehend zu liefern, dass Barnes neben „Kiplings Frankreich“ eben auch „Frankreichs Kipling“, die Rezeption, die Wirkung von Bekanntschaften und vieles mehr zu Gehör bringt. Eine Herangehensweise, die noch ausgeprägter bei Ford Madox Ford im Buch zum Tragen kommt. Dessen „allertraurigste Geschichte“ ergänzt wird durch Fords Beziehung zur Provence und zu seinem „anglikanischen Heiligen“. Einem Essay, in dem Barnes differenziert darauf verweist, dass Fords Selbstdarstellungen einer kritischen Reflexion je bedürfen. „Er (Ford) war wunderlich, unzuverlässig und konnte andere zur Verzweiflung bringen. Manche hielten ihn schlicht für einen Lügner“ (was auch zu einfach gedacht wäre, wie Barnes aufweist). In der literarischen Person des Christopher Tietjen, eines „Prototyps des anglikanischen Heiligen“ legt Ford zugleich ein Bild eines Mannes, der versucht, in der Modernität und Unordnung der modernen Welt zurecht zu kommen. In der Vertiefung zur Interpretation des Werks lässt Barnes wiederum vielfach den Autoren hinter dem Roman lebendig werden und dem Leser nahekommen. Wobei, bei einigen der Essays, Grundkenntnisse über Leben und Werk der verschiedenen Autoren wie Houellebecq, Hemingway oder George Orwell doch vorhanden sein sollten, um die Feinheiten der Essays nachvollziehen zu können. Flüssig, kenntnisreich, mit spürbarer Liebe zur Literatur und den konkreten Schriftstellern, denen Barnes sich in diesen Essays zuwendet, bietet die Sammlung eine sehr empfehlenswerte und anregende Lektüre und einen wunderbaren Blick aus dem Fenster hinein in die Welt der (wirkenden) Literatur.

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