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Cassandras Traum

Zwei Brüder aus der Working-Class Londons: Der Automechaniker Terry liebt das Pokerspiel, Hundewetten und Whiskey. Sein Bruder Ian hilft im Familienrestaurant aus, träumt aber von grossen Immobiliengeschäften im sonnigen Kalifornien. Als Terry bei skrupellosen Kredithaien in der Kreide steht, wenden sich die verzweifelten Brüder an ihren reichen Onkel Howard. Der ist nur bereit, seinen Neffen aus der finanziellen Klemme zu helfen, wenn sie ihm im Gegenzug auch einen Gefallen tun... Angetrieben von ihrer Leidenschaft, lassen sich Ian und Terry auf einen gefährlichen Deal ein, bei dem es kein Zurück mehr gibt...
RezensionBild
Das Bild ist leider nur etwas über Mittelmass. Zwar liegt es anamorph im originalen Bildformat von 1,85.1 vor, aber der Gesamteindruck lässt zu wünschen übrig. Farben und Kontrast sind weitgehend unauffällig und bieten wenig bis keinen Anlass zu grösserer Kritik. Die Schärfe könnte und müsste besser aber sein, da es oftmals an Details mangelt. Dazu gibt es ein deutliches Hintergrundrauschen. Die Kompression sorgt zusätzlich für weitere Unruhe. Ausserdem gibt es wiederholt Nachzieheffekte und einige Dropouts beziehungsweise andere kleine Verschmutzungen im Bild.
RezensionTon
Beide Tonspuren, Deutsch und Englisch, liegen im ungewöhnlichen Format DD 3.0 vor. Dies ist immerhin eine Steigerung, da frühere Woody-Allen-Filme immer wieder „nur“ in DD 1.0 Mono erschienen, weil Allen aufgemotzte Tonspuren ablehnt. Die Dialoge kommen aus dem Center und die beiden Frontboxen liefern die Musik und die Geräuschkulisse. Beide Versionen wirken (und sind) natürlich frontlastig, präsentieren aber sonst einen guten und fehlerfreien Ton, der jederzeit klar und verständlich ist. Das ist hier besonders wichtig, da der Film von den Dialogen lebt und weniger Wert auf Soundeffekte legt. Optionale deutsche Untertitel sind vorhanden.
RezensionBonus
Es gibt ausser sechs Darstellerinfos, hinter denen sich unvollständige Filmographien verbergen, keine weiteren Extras.
Portrait
Woody Allen, geboren 1935 als Allen Stewart Konigsberg in New York, lebt in Manhattan; ist Autor, Regisseur, Schauspieler, Musiker, Intellektueller und gefeierter Film-Komiker unserer Zeit; Hollywood verlieh ihm 4 Oscars.
Ewan McGregor, geb. 1971, ist einer der gefragtesten Schauspieler Hollywoods für die unkonventionellen "Helden-und-Anti-Helden"-Rollen. Er wuchs auf in Crieff, einer Kleinstadt in der Grafschaft Perthshire in Schottland, wo er eine glückliche Kindheit verlebte. Sein Onkel Denis Lawson, ein relativ erfolgreicher Schauspieler (kleinere Rollen u.a. in "Lost Hero" und der "Stars Wars"-Trilogie), ermunterte ihn, seinen Traum von der Schauspielerei zu verwirklichen. Nach einigen weniger erfolgreichen TV-Rollen gelang ihm der Durchbruch als Filmschauspieler in zwei Etappen: Zunächst 1994 mit der Komödie "Shallow Grave" (deutsch "Kleine Morde unter Freunden") und dann mit dem von der selben Crew verwirklichten "Trainspotting", in dem er den heroinsüchtigen Junkie Renton spielt. Endgültig weltbekannt wurde er durch die Rolle als Obi-Wan Kenobi in der ersten "Star-Wars"-Folge "Die dunkle Bedrohung". Ewan McGregor ist mit der Französin Eve Mavrakis verheiratet, mit der er zwei eigene Töchter und eine Adoptivtochter hat und in London lebt.
Zitat
CASSANDRA’S DREAM (Originaltitel; USA, UK, 2007) ist der dritte Teil von Woody Allens Londoner Krimi-Trilogie, die mit MATCH POINT (2005) und SCOOP (2006) begann. Nach Ansicht der Filme muss der auch langjährige und hartgesottene Woody-Allen-Fan zugeben, dass der Meister scheinbar seinen Biss verloren hat. War MATCH POINT schon sehr enttäuschend und SCOOP auch nur recht schwach, kommt nun also CASSANDRA’S DREAM, um den angeschlagenen Ruf zu retten. Der Film ist mal wieder ein ernsthaftes Werk, des eher für Komödien bekannten Filmemachers. Woody Allen präsentiert nämlich ein düsteres, weitgehend kammerspielartig wirkendes Schauspiel rund um Schuld und Sühne, das sicher von Dostojewskis Roman inspiriert wurde (der neu-übersetzt korrekterweise wieder „Verbrechen und Strafe“ heisst), war Allen doch schon immer ein erklärter Bewunderer des russischen Schriftstellers und seines Werks.
Allen erzählt von zwei sozialen Aufsteigern aus der Arbeiterklasse, die Malocher ohne Zukunft sind. Die Brüder Ian und Terry Blaine haben beide ehrgeizige Ideen, aber kein Geld als Startkapital. Da kommt das unmoralische Angebot ihres von allen Seiten bewunderten, weil sehr erfolgreichen Onkels, ihnen das Geld zu geben, wenn sie für ihn einen Menschen töten. Doch Woody Allen interessiert sich dabei aber nicht für die Krimi-Aspekte. Er hält sich nicht mit den Vorbereitungen auf, ja, er zeigt nicht einmal den Mord. Alles was ihn interessiert, ist das Geschehen danach, die Auswirkungen auf das Brüderpaar, der aufkommende Konflikt zwischen den beiden. Der eine wird zunehmend vom Gewissen geplagt, der andere arrangiert sich, trotz anfänglicher Ablehnung, mit seiner Tat, weil seiner Meinung nach der Zweck die Mittel heiligt und er nur so an das Kapital für seine Träume kommt. Ansonsten erzählt Allen, wie die Protagonisten mehr scheinen als sind, wie sie mit geliehenen Luxusautos Frauen beeindrucken, wie sie mit Geld um sich werfen, teure Geschenke oder kostspielige Restaurantbesuche machen.
Dieser Focus ist aber leider ein bisschen wenig und so geht dem Film ein gewisses Potential verloren. Mehr Genrebezüge oder Anleihen an einen Thriller hätten nicht geschadet, davon wäre der dramatische Verlauf nicht betroffen. So dreht sich alles etwas behäbig um Schuld, Verrat, Bruderliebe und Familienwerte. Das macht den Film nicht unbedingt langweilig, aber bemerkenswert spannungslos. Vieles läuft einfach vor sich hin. Dass man sich den Film trotzdem ansehen kann, ohne ganz und gar enttäuscht zu sein, liegt an den Darstellern. Colin Farrell (SWAT, XXX) gibt den ängstlichen, zweifelnden Alkoholiker und Spieler, vom Gewissen geplagt und von Schuld besessen, Ewan McGregor (TRAINSPOTTING) mimt den forschen, aufsteigenden und ehrgeizigen Bruder, und der stets gern gesehene Tom Wilkinson (MICHAEL CLAYTON) den scheinbar übermächtigen, stets präsenten reichen Onkel Howard, der aber weitaus schwächer und angreifbarer ist, als alle vermuten. Weiterer Kritikpunkt: In Filmen will man (meistens) sehen, wie sich die Protagonisten, als Stellvertreter für den Rezipienten, über gesellschaftliche oder moralische Bedenken hinwegsetzen. Hier aber jammert Colin Farrell am Rande des Nervenzusammenbruchs herum und nervt so ansatzweise den Zuschauer.
Fazit: Sidney Lumet bearbeitete in seiner Mischung aus Familiendrama und Thriller BEFORE THE DEVIL KNOWS YOU’RE DEAD (Tödliche Entscheidung) ein ähnliches Thema, das ihm aber in jeder Hinsicht besser gelang als Woody Allen. CASSANDRA’S DREAM bleibt, trotz ansehnlicher Besetzung, merkwürdig kühl und distanziert. Obwohl Allen nicht moralisieren will, kommt doch manchmal ein Gefühl in der Richtung auf. Der Film ist jedoch konsequent tragisch, ohne auf ein billiges Happy End à la Hollywood zu schielen. Aber mag das Ende vielleicht nicht unrealistisch sein, irgendwie unbefriedigend ist es trotzdem.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 04.12.2008
Regisseur Woody Allen
Sprache Deutsch, Englisch
EAN 4011976844686
Genre Thriller
Studio Universal Pictures
Originaltitel Cassandra's Dream
Spieldauer 104 Minuten
Bildformat 16:9 (1,85:1)
Tonformat Deutsch: DD 3.0, Englisch: DD 3.0
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