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Das Ende von Alice

Roman

(7)
Dieser Roman von A.M. Homes löste einen Skandal aus – jetzt ist er auch auf Deutsch erhältlich
Als A.M. Homes’ Roman Das Ende von Alice 1996 in den USA erschien, sorgte er für heftigste Diskussionen, die selbst bis nach Deutschland überschwappten. Kein Verlag traute sich damals, das Buch auf Deutsch herauszubringen. Heute gehört A.M. Homes zu den anerkanntesten Schriftstellerinnen der Gegenwart, und es wird Zeit, diesen verstörenden, aus der Sicht eines pädophilen Kindermörders erzählten Text auch hierzulande zu entdecken.
Seit 23 Jahren sitzt Chappy, der Erzähler des Romans, im Gefängnis, er verbüsst eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an der zwölfeinhalbjährigen Alice Somerfield und hofft auf baldige Freilassung. Im Gefängnis erhält er Briefe von einem neunzehnjährigen Mädchen, das vorgibt, Chappy zu bewundern. Sie selbst verbringt die Sommerferien in ihrem Elternhaus und hat ein Auge auf den zwölfjährigen Nachbarjungen geworfen. Zwischen Chappy und dem jungen Mädchen entwickelt sich eine Brieffreundschaft, die um Begehren und Perversionen kreist. Das Perfide und eigentliche Skandalon dieses Romans ist neben den zahllosen geschilderten Widerwärtigkeiten die konsequent durchgehaltene Perspektive eines Menschen, dem es normal erscheint, Kinder sexuell zubegehren.Das Ende von Alice ist ohne Zweifel ein hochkontroverser Roman, in seiner Wirkung vergleichbar mit Bret Easton Ellis’ American Psycho. Und wie dieser eine literarische Herausforderung.
'A.M. Homes ist für mich und andere Schriftsteller meiner Generation eine echte Heldin.' (Zadie Smith)
'Somerset Maugham schrieb: ›Das Normale ist die Ausnahme in der Welt.‹ Für jeden von uns, der glaubt, das Normale sei offensichtlich und ausschliesslich von uns selbst zu definieren, liefert A.M. Homes’ Roman ein starkes, verstörendes Gegenmittel.' (New York Times Book Review)
'Der Grund, warum sich Kritiker und Leser über ein so vorzüglich geschriebenes, ernsthaftes und wichtiges Buch empören, ist, dass sie selbst es erregend finden.' (Will Self, New Statesman)
'Moderne Pornographie, abscheulich. … Ekelhafter Dreck.' (New York Times)
Rezension
"A.M. Homes ist für mich und andere Schriftsteller meiner Generation eine echte Heldin." Zadie Smith
"Somerset Maugham schrieb: ′Das Normale ist die Ausnahme in der Welt.′ Für jeden von uns, der glaubt, das Normale sei offensichtlich und ausschliesslich von uns selbst zu definieren, liefert A.M. Homes′ Roman
ein starkes, verstörendes Gegenmittel." New York Times Book Review
"Der Grund, warum sich Kritiker und Leser über ein so vorzüglich geschriebenes, ernsthaftes und wichtiges Buch empören, ist, dass sie selbst es erregend finden." Will Self, New Statesman
"Moderne Pornographie, abscheulich. ... Ekelhafter Dreck." New York Times
"A.M. Homes ist für mich und
andere Schriftsteller meiner Generation
eine echte Heldin." Zadie Smith
"Somerset Maugham schrieb: ′Das
Normale ist die Ausnahme in der
Welt.′ Für jeden von uns, der glaubt,
das Normale sei offensichtlich und
ausschliesslich von uns selbst zu definieren,
liefert A.M. Homes′ Roman
ein starkes, verstörendes Gegenmittel."
New York Times Book Review
"Der Grund, warum sich Kritiker und
Leser über ein so vorzüglich geschriebenes,
ernsthaftes und wichtiges Buch
empören, ist, dass sie selbst es erregend
finden." Will Self, New Statesman
"Moderne Pornographie, abscheulich.
... Ekelhafter Dreck." New York Times
Portrait
A.M. Homes hat mehrere Romane veröffentlicht, darunter den Bestseller Dieses Buch wird Ihr Leben retten und Das Ende von Alice . Ihr Debüt Jack wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Darüber hinaus hat sie zwei Sammlungen mit Short Storys veröffentlicht und ihr Memoir Die Tochter der Geliebten . A. M. Homes lebt in New York City.
Ingo Herzke wurde 1966 in Alfeld/Leine geboren. Ab 1986 studierte er in Göttingen Klassische Philologie, Anglistik und Geschichte; dazu gehörten Studienaufenthalte in Schottland (Glasgow) und Kanada. Danach arbeitete er zunächst in der Erwachsenenbildung (Sprachkurse), seit 1998 als Literaturübersetzer. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Hamburg.
Übersetzungen
Übersetzt hat er unter anderem die Autoren Aravind Adiga, Alan Bennett, Paula Fox, Kate de Goldi, John Griesemer, M. J. Hyland, A. L. Kennedy, Rick Moody, Alex Ross, Gary Shteyngart, Edward St Aubyn, Héctor Tobar, Lucy Wood.
Für Kiepenheuer & Witsch: Steve Almond (Körper in Extremsituationen), Jonathan Safran Foer (Tiere essen, m. Isabel Bogdan und Brigitte Jakobeit), Niven Govinden A. M. Homes (Die Tochter der Geliebten, Das Ende von Alice, Auf dass uns vergeben werde), Nick Hornby (Fever Pitch, Alle lesen Drecksack; Miss Blackpool mit Isabel Bogdan), Rattawut Lapcharoensap (Sightseeing), Jay McInerney (Das gute Leben), Matthew McIntosh (Man braucht verdammt lang um hinzukommen).
Werke und Literaturprojekte
Herausgeber (mit Hans Koch) von London - eine literarische Einladung, Wagenbach Verlag 2012
Auszeichnungen
Stipendium des DÜF für Joseph Coulson: Abnehmender Mond, Verlag C. H. Beck 2005Förderpreise für literarische Übersetzung der Hansestadt Hamburg für Ein makelloser Mann (A. L. Kennedy, 2001), Wassersucher (Rick Moody, 2006) und Super Sad True Love Story (Gary Shteyngart, 2011)
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 294
Erscheinungsdatum 19.04.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04381-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 213/131/32 mm
Gewicht 430
Originaltitel The End of Alice
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
4
3
0
0
0

Meisterstück
von einer Kundin/einem Kunden aus Wuppertal am 02.11.2012

Dieses Buch bringt einen an die Grenzen. Sehr Herausfordernd die Dinge richtig einzuschätzen und von seiner Menschenkenntnis sich nicht beirren zu lassen.

Was darf und soll Literatur?
von einer Kundin/einem Kunden am 06.07.2012

Das Buch handelt von einem verurteilten Kindermörder und pädophilen Mann der im Gefängnis seine Strafe büßt. Dort bekommt er Post von einer jungen Frau die einen zwölfjährigen Jungen verführen will und somit bei dem Verbrecher Rat sucht. In jenem Briefwechsel erfährt der Leser einiges über die Verbrechen, die der... Das Buch handelt von einem verurteilten Kindermörder und pädophilen Mann der im Gefängnis seine Strafe büßt. Dort bekommt er Post von einer jungen Frau die einen zwölfjährigen Jungen verführen will und somit bei dem Verbrecher Rat sucht. In jenem Briefwechsel erfährt der Leser einiges über die Verbrechen, die der Mann beging aber erhält auch Einblick in das Leben, welches er vor dem Gefängnis geführt hat. A.M. Homes führt den Leser in eine Welt, die man eigentlich nicht kennenlernen möchte, die jedoch Teil unserer Erde und somit auch Realität ist. „Das Ende von Alice“ ist definitiv keine leichte Lektüre, denn sie überschreitet Grenzen. Wie weit Literatur gehen darf oder auch gehen soll ist eine Frage die jeder für sich selbst beantworten muss.

Schwierig...
von Verena Gwosdz aus Offenbach am 11.06.2012

"Uff!", war mein erster Gedanke, als ich dieses Buch in den Händen hielt. Schwieriges Thema. Extrem schwierig. Aber A.M. Homes hat trotzdem einen großartigen Roman geschrieben. Sicherlich stößt man beim Lesen diverse Male an seine psychischen und moralischen Grenzen (mir ging es jedefalls so!), aber ihre Sprache ist fantastisch... "Uff!", war mein erster Gedanke, als ich dieses Buch in den Händen hielt. Schwieriges Thema. Extrem schwierig. Aber A.M. Homes hat trotzdem einen großartigen Roman geschrieben. Sicherlich stößt man beim Lesen diverse Male an seine psychischen und moralischen Grenzen (mir ging es jedefalls so!), aber ihre Sprache ist fantastisch und literarisch. Sie beschreibt Situationen, Gedanken und Gefühle mit einer wahnsinnig intensiven Kraft und das muss auch so sein. Pädophilie ist sicherlich kein Thema aus dem Schmöker bzw. Unterhaltungsliteratur par excellence gemacht werden. Vielmehr wagt sich niemand an diese dunkle Seite unserer Gesellschaft. Homes hat diesen Schritt gewagt und dafür auch ordentlich Kritik einstecken müssen. Meiner Meinung nach darf man solch ein grausames Thema ruhig zu Papier bringen, die Art und Weise, wie das geschieht mag jeder anders beurteilen. Und ja, ich fand diesen Roman bisweilen abstoßend, eklig, furchtbar grausam - aber trotzdem oder zugegebenermaßen vielleicht gerade deswegen lesenswert!


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