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Das Fieber

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016, Kategorie Jugendbuch

(8)

Herbst 1918 : Die Spanische Grippe hat die Welt bereits im Griff. Aber für Cleo ist sie weit weg, sie ist mit sich selbst und ihrer Zukunft beschäftigt: Heiraten, Bohemien werden oder an die Universität?
Doch die Gegenwart holt Cleo bald brutal ein. Die Seuche erreicht ihre Heimatstadt: Schulen, Geschäfte, Theater schliessen - das öffentliche Leben kommt zum Stillstand. Und die Zahl der Opfer wächst: Nicht Kleinkinder und Alte, sondern vor allem Menschen in der Blüte ihres Lebens sterben. Als das Rote Kreuz freiwillige Helfer sucht, beschliesst Cleo, nicht mehr untätig zu sein. Selbst wenn es den Tod bedeuten könnte.

Rezension
"Ein berührender, packend geschriebener historischer Roman", Gelnhäuser Neue Zeitung, 29.10.2016
Portrait

Makiia Lucier ist auf der pazifischen Insel Guam aufgewachsen, hat Publizistik und Bibliothekswissenschaft studiert und lebt heute in dem Universitätsstädtchen Moscow, Idaho. "Das Fieber" ist ihr erstes Buch.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 368
Altersempfehlung 14 - 99
Erscheinungsdatum 24.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-56012-4
Verlag Carlsen
Maße (L/B/H) 193/107/32 mm
Gewicht 405
Originaltitel A Death-Struck Year
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Vom Mut über sich hinauszuwachsen
von einer Kundin/einem Kunden am 30.05.2017

Die Geschichte von Cleo Berry hat mich gleich gepackt. Neben des interessanten, wie auch ungewöhnlichen historischen Stoffes für ein Jugendbuch, spielen Selbstbestimmung, Mut, Selbstverwirklichung und die erste Liebe in diesem wunderbaren Roman eine zentrale Rolle. Ich habe mit Spannung die Entwicklung von Cleo in diesen schwierigen Zeiten verfolgt. Die kleinen... Die Geschichte von Cleo Berry hat mich gleich gepackt. Neben des interessanten, wie auch ungewöhnlichen historischen Stoffes für ein Jugendbuch, spielen Selbstbestimmung, Mut, Selbstverwirklichung und die erste Liebe in diesem wunderbaren Roman eine zentrale Rolle. Ich habe mit Spannung die Entwicklung von Cleo in diesen schwierigen Zeiten verfolgt. Die kleinen historische Details haben mich beim Lesen fasziniert und den Roman abgerundet. Auf jeden Fall lesenswert, nicht nur für Jugendliche.

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Spannender historischer Jugendroman
von einer Kundin/einem Kunden aus Langenselbold am 27.09.2015

Anfang des 20. Jahrhunderts befindet sich die 17 Jährige Cleo in einer Mädchenschule, sie ist eine Vollwaise und ihr um einige Jahre älterer Bruder mit seiner Frau ist ihre einzige Familie. Auf der Welt herrscht die Pandemie der spanischen Grippe, trotz aller Sicherheitsmaßnahmen, rückt die Krankheit immer näher. Menschen,... Anfang des 20. Jahrhunderts befindet sich die 17 Jährige Cleo in einer Mädchenschule, sie ist eine Vollwaise und ihr um einige Jahre älterer Bruder mit seiner Frau ist ihre einzige Familie. Auf der Welt herrscht die Pandemie der spanischen Grippe, trotz aller Sicherheitsmaßnahmen, rückt die Krankheit immer näher. Menschen, denen es einen Tag vorher gut ging, kämpfen am nächsten Tag um ihr Leben. Und mittendrin Cleo, die noch nicht mal weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Die Grippe kommt, doch der Bruder und seine Frau sind verreist, sodass Cleo ganz allein dasteht. Durch Zufall erfährt sie, dass das Rote Kreuz Helfer sucht, und schließt sich prompt dem Roten Kreuz an. Meinung: Das Cover ist sehr hübsch, ich mag die Farbe, auf den ersten Blick erkennt man nicht, dass es ein historischer Jugendroman ist, doch bei näherem Hinsehen, kann man es sich schon denken durch das Mädchen, welches mehrfach auf dem Cover gedruckt ist. Der Schreibstil ist locker geschrieben und jugendlich gehalten, an sich ist der Stil nicht historisch, zum Glück, denn dadurch wird der Lesefluss nicht beeinträchtigt und ist ideal geeignet für Jugendliche. Die Kombination einfacher Sprachstil mit historischem Inhalt war sehr gut und in der richtigen Mischung. Cleo ist durch ihre missliche Lage, einerseits weil sie allein ist, andererseits, weil sie keine Ahnung von ihrer Zukunft hat, einem sehr sympathisch. Dies bildet eine gute Grundlage für ihre Entwicklung, vom unbedarften Mädchen zu einer lebensrettenden, jungen Frau. Ihre Handlungen waren für mich immer nachvollziehbar und ihre eigene Geschichte ist sehr rührend. Das Buch ist in puncto Charakterentwicklung großartig, ich war begeistert über den Verlauf: gefühlvoll, informativ, spannend. Es war einfach alles dabei. Die Tücken der Lebensrettung und der Grippe werden sehr gut geschildert, es ist ein Wettlauf gegen die Zeit und dadurch gewinnt das Buch an Spannung. Am besten hat mir das Ende gefallen, es war zwar anfangs schockierend und traurig, doch ich sehe ein, dass es so sein musste. Alles in allem ein tolles Buch, das meinen Horizont wieder etwas erweitert hat, nicht nur für Jugendliche geeignet, sondern auch für alle, die sich für leichte historische Literatur interessieren oder selbst mal nicht wussten, wohin es im Leben gehen soll.

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Ein mitreißendes und glaubwürdiges Porträt
von Cindy am 03.06.2015

Nachdem ihre Eltern sehr früh gestorben sind, lebt Cleo, 17 Jahre alt, bei ihrem viel älteren Bruder Jack und seiner Frau Lucy. Als diese zur Feier ihres Hochzeitstages eine längere Reise unternehmen wollen, muss sie für ein paar Wochen im Internat wohnen. Dort wird sie noch mehr mit der... Nachdem ihre Eltern sehr früh gestorben sind, lebt Cleo, 17 Jahre alt, bei ihrem viel älteren Bruder Jack und seiner Frau Lucy. Als diese zur Feier ihres Hochzeitstages eine längere Reise unternehmen wollen, muss sie für ein paar Wochen im Internat wohnen. Dort wird sie noch mehr mit der bitteren Wahrheit konfrontiert, dass sie im Gegensatz zu ihren Freundinnen überhaupt noch keine Ahnung hat, was sie nach der Schule machen soll. Doch bald werden diese Überlegungen vollkommen verdrängt, denn die Spanische Grippe, die doch am Vortag noch unendlich weit weg erschien, wütet nun auch in Portland. Alle Massenversammlungen, auch Schulen, werden verboten und Cleo ist nun allein. Entgegen aller Angst beschließt sie, als Freiwillige beim Roten Kreuz zu helfen… Dieses Buch, wow! Schon die ersten Seiten, in denen die Spanische Grippe noch gar nicht so präsent war, waren so ergreifend und mitreißend, dass ich es gar nicht aus der Hand legen wollte. Als Cleo dann schließlich beim Roten Kreuz war, wurde es nur noch besser und ich war richtig traurig, dass das Buch nur so kleine Seiten hatte und deshalb viel zu schnell vorbei war. Cleo ist eine sehr angenehme Protagonistin, weil sie bodenständig ist und sowohl logisch als auch impulsiv handeln kann. Als Leser befindet man sich direkt in ihrem Kopf und kann so alles nachfühlen. Besonders präsent sind da natürlich Hilflosigkeit und Verzweiflung, wenn sie sieht, wie durch die Grippe hunderte Menschen pro Tag erkranken und einige sogar von einem Moment auf den anderen krank werden und ein paar Stunden später bereits tot sind. Aber auch ihr unglaublicher Mut, den sie sich selbst nicht ganz erklären kann, diesen Menschen zu helfen, obwohl sie sich damit doch in eine viel größere Gefahr begibt sich ebenfalls anzustecken, wurde auf eindrucksvolle Weise vermittelt. Cleo wird damit ein ganz vielschichtiger Charakter mit Tiefe. Neben der tollen Ausarbeitung der Protagonistin sind auch die anderen Charaktere und die Beziehungen zwischen ihnen wunderbar dargestellt. Die freiwilligen Helfer beim Roten Kreuz bilden eine Gruppe aus Verschworenen, lauter gute Engel, die aber auch ständig massiv an sich zweifeln; an ihrer Entscheidung ununterbrochen inmitten so vieler kranker Menschen zu sein, an sich selbst, weil sie nicht allen helfen oder jeden retten können. Selbst Nebencharaktere werden damit vielschichtig und glaubwürdig: Einige flüchten sofort wieder, andere bleiben bis zum bitteren Ende, niemand kann ausschließlich ein guter Engel sein. Besonders gut gefallen hat mir auch noch die Atmosphäre. Die Autorin schafft es, dass aus jeder Zeile die Hilflosigkeit der Menschen, die Verzweiflung und manchmal auch die Hoffnung herauszufühlen sind. Cleo und ihr Mut freiwillig beim Roten Kreuz zu helfen, ist nämlich nur ein sehr seltener Fall in der Bevölkerung. Andere verstecken sich, trauen sich aus Angst sich anzustecken nicht, kranken Nachbarn zu helfen und lassen diese lieber liegen. Es geht teilweise sogar so weit, dass für den eigenen Ehepartner schnell ein Krankenwagen gerufen wird, um dann zu fliehen, noch bevor dieser eingetroffen ist. Auch sonst lief zu dieser Zeit, mitten im Krieg und mitten in dieser grauenhaften Grippewelle alles drunter und drüber: Läden werden geplündert, Telefonisten verbinden nur Notfälle, Totengräber können der vielen Arbeit nicht nachkommen. Insgesamt malt Makiia Lucier ein unglaublich mitreißendes und glaubwürdiges Porträt dieser Zeit, das trotz der schweren Kost viel Spaß beim Lesen bereitet hat.

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