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Das Glück in glücksfernen Zeiten

Roman

(11)
Der Arbeitsmarkt kennt keine Gnade, erst recht nicht für Philosophen. Daher tritt Dr. phil. Gerhard Warlich eine Stelle als Wäscheausfahrer an und richtet sich ein in dieser nicht allzu aufregenden, aber sicheren Existenz. Doch als seine Freundin Traudel sich ein Kind wünscht, bringt das Warlich, der eigentlich nur "halbtags leben" möchte, vollkommen aus dem Gleis. Wilhelm Genazino erzählt diese Geschichte eines traurigen Helden und seiner viel weniger traurigen Freundin mit verblüffender Lakonie. Keiner beschreibt die menschliche Verzweiflung an Leben und Liebe so ironisch und brillant wie er.
Portrait
Wilhelm Genazino, 1943 in Mannheim geboren, lebt in Frankfurt. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Georg-Büchner-Preis und dem Kleist-Preis. Bei Hanser erschienen zuletzt Die Liebe zur Einfalt (Neuausgabe, 2012), Idyllen in der Halbnatur (2012), Aus der Ferne und Auf der Kippe (Texte zu Postkarten und Fotos, 2012), Tarzan am Main (Spaziergänge in der Mitte Deutschlands, 2013), Leise singende Frauen (Roman, 2014), Bei Regen im Saal (Roman, 2014), Ausser uns spricht niemand über uns (Roman, 2016) und Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze (Roman, 2018).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 160 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 06.05.2009
Sprache Deutsch
EAN 9783446233713
Verlag Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Dateigröße 564 KB
eBook
Fr. 15.00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Brilliant!
von einer Kundin/einem Kunden am 07.09.2009
Bewertet: Buch (gebunden)

Gerhard Warlich ist studierter Philosoph. Da der Arbeitsmarkt für Philosophen aber nicht viel übrig hat, übernimmt er eine Stelle in einer Wäscherei und richtet sich dort, so gut es eben geht, ein. Es ist nicht sein Traum, aber ein sicherer Job. Doch dann wünscht sich seine Freundin Traudel plötzlich... Gerhard Warlich ist studierter Philosoph. Da der Arbeitsmarkt für Philosophen aber nicht viel übrig hat, übernimmt er eine Stelle in einer Wäscherei und richtet sich dort, so gut es eben geht, ein. Es ist nicht sein Traum, aber ein sicherer Job. Doch dann wünscht sich seine Freundin Traudel plötzlich ein Kind von ihm und Warlich wird vollkommen aus der Bahn geworfen... Es ist ein komisches und ein trauriges Buch; zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken. Es ist eine Geschichte von Verzweiflung an Leben und Liebe. Großartig! Dies war mein erster Roman von Genazino und ganz bestimmt nicht der letzte!

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein wunderbarer Roman. Tieftraurig und ungeheuer bewegend. Literarisch wertvoll.

Haben's Philosophen schwerer?
von Xirxe aus Hannover am 25.09.2012
Bewertet: Hörbuch (CD)

Gerhard Warlich, promovierter Philosoph, gelangte über einen Aushilfsjob in einer Wäscherei auf die Stelle des Geschäftsführers, die er nun schon seit 15 Jahren zur Zufriedenheit des Eigentümers ausfüllt. Doch er selbst ist alles andere als zufrieden. Er fühlt sein Leben an sich vorbeiplätschern, ereignislos, ein Tag wie der andere... Gerhard Warlich, promovierter Philosoph, gelangte über einen Aushilfsjob in einer Wäscherei auf die Stelle des Geschäftsführers, die er nun schon seit 15 Jahren zur Zufriedenheit des Eigentümers ausfüllt. Doch er selbst ist alles andere als zufrieden. Er fühlt sein Leben an sich vorbeiplätschern, ereignislos, ein Tag wie der andere und meint, dieses Problem auch bei den meisten anderen Menschen zu erkennen. In seinem Innern erhofft er sich noch immer eine Stellung, die seines Studiums angemessen ist und damit die Eintönigkeit seines Daseins beendet. Dennoch ist ihm bewusst, dass es ihm im Grunde genommen gut geht und er keinen Anlass zum Klagen hat: Seine Beziehung zu Traudel ist noch immer glücklich, ihre Existenz durch gute Gehälter gesichert. Aber Warlich fühlt sich eingezwängt in ein Leben, das ihm außer dem täglichen Einerlei nur wenig zu bieten hat. Und als Traudel einen Kinderwunsch äußert, wird die Beengtheit unerträglich... Es ist nun wirklich keine leichte Kost, diese Lesung. Insbesondere da die Gedankengänge des Protagonisten teilweise recht sprunghaft verlaufen und man als Zuhörende/r konzentriert dabei bleiben muss, um sie nachvollziehen zu können. Auch dann fällt es nicht immer leicht, so dass manches einfach nur mit leichtem Kopfschütteln hingenommen wurde. Für mich ist Warlichs Geschichte etwas typisches nicht nur unserer Zeit, doch ist man sich dessen heutzutage viel bewusster (und als Philosoph wohl erst recht :-)). Viele leben ihr Leben nicht, sie 'werden gelebt'. Es gibt kein aktives Handeln, sondern nur ein Reagieren und irgendwo im Unbewussten regt sich darüber nach und nach ein Unwohlsein. Man 'rutscht' in bestimmte Verhältnisse, den Job, die Beziehung, zieht zusammen, ist plötzlich Vater, Mutter.... und weiß am Ende nicht, wann man sich eigentlich dafür bewusst entschieden hat. Vielleicht nie... Auch wenn sich das Alles nun eher trist anhören mag, es gibt auch humorvolle Momente in dieser Geschichte. Sylvester Groth liest das Ganze so, dass man die Trostlosigkeit des Protagonisten gut nachvollziehen kann: etwas kraftlos, mit Energie nur wenn er seine Tagträume zumindest in Worte umsetzt - man sieht Gerhard Warlich wirklich vor sich.