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Das Licht hinter den Wolken

Lied des Zwei-Ringe-Lands

(11)
Ein neuer Kaiser sitzt auf dem Thron und jagt die letzten Überlebenden der alten Völker bis an die Grenzen der Welt. Die Magie scheint die Welt verlassen zu haben.
Das junge Mädchen April träumt von einem magischen Licht, das sie in die Ferne lockt. Auf ihrem Weg lernt sie den elbenähnlichen Janner kennen, der bis über beide Ohren in Schwierigkeiten steckt. Als die beiden in Notwehr einen einflussreichen Mann töten, heften sich die Soldaten des Kaisers an ihre Fersen. Da begegnen sie Sarik, einem uralten Zauberer, der sich dem Verschwinden der Magie entgegenstellt.
Rezension
"Anspruchsvolle Unterhaltung und gerade deshalb absolut lesenswert."
Mephisto, September/Oktober 2016
""Das Licht hinter den Wolken" ist hochatmosphärische Fantasy ... Oliver Plaschka hat dabei eine komplexe Welt geschaffen, die den Charme verschiedener Zeiten vereint und in der Phantasie des Lesers lebendig wird."
literatopie.de, 3.8.2013
Portrait
Oliver Plaschka geboren 1975 in Speyer, promovierte an der Universität Heidelberg und arbeitet als freier Autor und Übersetzer. Sein Debütroman »Fairwater« wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet. Mit »Die Magier von Montparnasse
« erreichte er viele Leser phantastischer Literatur.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 687
Erscheinungsdatum 19.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-96138-6
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 216/134/48 mm
Gewicht 621
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
Fr. 19.90
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Schöner und gelungener HighFantasy Roman
von Isbel am 28.06.2016

Das Licht hinter den Wolken enthält drei Handlungsstränge, die die jeweiligen Wege der vier Hauptpersonen erzählen. Ab und zu kreuzen sich diese Wege, bis am Ende alle Fäden zusammenlaufen und es zum großen Finale kommt. Zuerst lernt man April kennen. Sie wächst bei ihrem Vater auf, der ständig betrunken... Das Licht hinter den Wolken enthält drei Handlungsstränge, die die jeweiligen Wege der vier Hauptpersonen erzählen. Ab und zu kreuzen sich diese Wege, bis am Ende alle Fäden zusammenlaufen und es zum großen Finale kommt. Zuerst lernt man April kennen. Sie wächst bei ihrem Vater auf, der ständig betrunken ist und ihr keine Liebe entgegen bringt. April ist anders als andere Kinder. Sie spürt/sieht seit ihrer Geburt ein Licht, "die andere Sonne", welches sie zu rufen scheint. Irgendwann hat sie genug davon, wie eine Aussätzige behandelt zu werden, und macht sich auch die Suche nach diesem Licht. Auf ihrem Weg trifft sie Janner, einen Söldner, der seinen Vater sucht. Sie ziehen gemeinsam weiter und ihr Wunsch berühmt und berüchtigt zu werden, wird bald Realität und gefällt so einigen der Orbigkeiten nicht. Der zweite Handlungsstrang verfolgt den Weg von Sarik, einem Magier, der 800 Jahre lang geschlafen hat. Er hat einen Großteil seiner Erinnerung verloren und erkennt bald, dass er zu den letzten noch lebenden Magiern gehört. Da die Magie zu versiegen droht, macht er sich zusammen mit einem Irrlicht auf den Weg, seine Erinnerung wiederzufinden, seinen Eid gegenüber seinem Orden einzuhalten und zu versuchen, die Magie wieder in die Welt zu lassen. Cassiopeia ist die Hauptperson des dritten Handlungsstrangs. Geboren als Senatorentochter lässt sie sich nach schrecklichen Ereignissen zur Kriegerin ausbilden und folgt dem Weg der Rache. Neben der Gegenwart sind auch immer wieder Rückblenden zu finden und Sagen aus dem Reich, die wichtige Hinweise für das Zukünftige liefern, wenn man sie aufmerksam liest. Von den Personen gefiel mir Cassiopeia am besten. Auch wenn ich einige ihrer Entscheidungen nicht mittragen konnte, habe ich am meisten mit ihr mitgefühlt. Sie hat ein Ziel vor Augen und tut alles um dieses zu erreichen. Dabei geht sie aber nicht skrupellos vor, sondern versucht es erst auf friedlichem bzw. dem wenigsten schmerzhaften Weg. Was sie mir total sympathisch gemacht hat, trotz ihrer Fehler. Zu Janner und April konnte ich nicht so den Zugang finden. Beide haben für mich zu unreflektiert gehandelt. Bei April entschuldigt das vielleicht ihr Alter (17), aber Janner hat so viel hinter sich. Da hat der Alkohol wohl ein paar Gehirnzellen zu viel geschmolzen. Sarik tat mir leid. 800 Jahre seines Lebens verschlafen. Dafür findet er sich in der neuen Welt erstaunlich gut zurecht, obwohl er die meiste Zeit auf mich einen sehr abwesenden Eindruck gemacht hat. An die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird, musste ich mich erst gewöhnen, aber danach konnte ich sie genießen. Es ist sehr anspruchsvoll geschrieben und wie ich selbst erlebt habe, sollte man es nicht müde lesen. Wie ein Puzzle setzen sich die einzelnen Handlungen zusammen. Dinge, die im ersten Augenblick unwichtig wirkten oder die ich nicht direkt einordnen konnte, werden ein paar Kapitel weiter wieder aufgegriffen und es kommt zum Aha-Effekt. Trotz der Häppchen, die einem immer wieder zugeworfen werden, überrascht die Geschichte ständig mit Wendungen und Dingen, die ganz anders sind als von mir geahnt. Ich habe mich immer riesig gefreut, wenn ich dann doch mal den richtigen Riecher hatte. Die Auflösung am Schluss konnte mich noch einmal komplett überraschen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Alles in allem ist Das Licht hinter den Wolken ein sehr schöner und gelungener High Fantasy Roman, der mit gelungenen Charakteren und viel Spannung aufwartet.

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Komplexe und gut durchdachte Fantasy
von Jashrin aus Bruchsal am 21.06.2016

In einer Welt, in der die Magie immer mehr zu versiegen scheint, ist die junge April eine Außenseiterin. So lange sie sich erinnern kann, sieht sie eine magische, zweite Sonne und macht sich eines Tages auf diese zu finden. Unterwegs trifft sie auf den Faelv Janner und bald schon... In einer Welt, in der die Magie immer mehr zu versiegen scheint, ist die junge April eine Außenseiterin. So lange sie sich erinnern kann, sieht sie eine magische, zweite Sonne und macht sich eines Tages auf diese zu finden. Unterwegs trifft sie auf den Faelv Janner und bald schon ziehen die beiden mit den sagenumwobenen Schwertern Schneeklinge und Banneisen durch das Land. Ein zweiter Erzählstrang handelt von dem Magier Sarik, der nach jahrhundertelangem Schlaf erwacht und sich kaum an etwas erinnern kann. Einzig ein Irrlicht ist sein treuer Freund und Begleiter. Im dritten Erzählstrang entwickelt sich die Senatorentochter Cassiopeia zu einer Kriegerin, die Rache am Mörder ihres Vaters nehmen will. Nach und nach werden alle Erzählstränge zusammengeführt und die unterschiedlichen Charaktere treffen aufeinander. Doch kann es für alle ein glückliches Ende geben oder bedeutet der Sieg des einen die Niederlage des anderen? Oliver Plaschka hat einen sehr komplexen Fantasyroman geschaffen, der sich langsam aufbaut und dessen unterschiedliche Erzählstränge nach und nach sehr gekonnt immer enger verwoben werden. Neben den aktuellen Geschehnissen werden auch immer wieder Rückblicke in das Leben der Charaktere gegeben. Dazu kommen Sagen und Geschichten aus dem Kaiserreich und über seine Bewohner. Dadurch ist es nicht immer ganz so einfach den Überblick zu behalten. Dennoch greift alles logisch in einander und findet einen durchdachten und passenden Schluss. Vor allem das letzte Kapitel rundet die Geschichte nochmals zusätzlich ab, da sie einen wunderbaren Bogen zum Beginn des Buches schlägt. Von den vielen Charakteren waren mir das Irrlicht und Cassiopeia die liebsten Figuren. Gerade Cassiopeia war für mich letztlich eine tragische Figur, die ein Spielball anderer Mächte war. Doch im Gegensatz zu April, auf die dies ebenso zutreffen ist, hat mich ihre Geschichte mehr berührt und ich habe mit ihr mitgelitten. Zu April habe ich nie so recht den Zugang gefunden, auch wenn ihre Reise spannend war. Der Stil ist flüssig und zieht einen schnell in seinen Bann. Dennoch habe ich manchmal ein wenig die Spannung vermisst, so dass es mir vielfach nicht allzu schwer fiel, das Buch zumindest für eine Weile aus der Hand zu legen. Woran es genau lag, kann ich nicht sagen. Rein formal betrachtet kann ich es an nichts festmachen. Vielleicht lag es daran, dass ich mit April nicht so warm wurde oder das die eingeflochtenen Rückblenden zwar für sich genommen ebenso spannend waren, wie das heutige Geschehen, jedoch immer wieder die Handlung unterbrochen haben. Dessen ungeachtet waren sie interessant und für das Geschehen wichtig. Mein Fazit: Trotz meiner Kritikpunkte hat mir Oliver Plaschkas Fantasyepos sehr gefallen und ich kann ihn guten Gewissens allen Liebhabern komplexer Fantasy weiterempfehlen. Für mich war es das erste Buch dieses Autors, aber das nächste wartet bereits.

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Außergewöhnliches und bildgewaltiges Fantasyepos
von Mauriel am 30.05.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Mit "Das Licht hinter den Wolken" wagt sich Oliver Plaschka zum ersten Mal auf klassisches High-Fantasy-Terrain - und beweist, dass er auch dieses Gebiet mit Bravour meistert. Vier Figuren begleiten wir einen Teil ihres Lebens, vier Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. April, seit ihrer Kindheit eine Ausgestoßene in ihrem Dorf,... Mit "Das Licht hinter den Wolken" wagt sich Oliver Plaschka zum ersten Mal auf klassisches High-Fantasy-Terrain - und beweist, dass er auch dieses Gebiet mit Bravour meistert. Vier Figuren begleiten wir einen Teil ihres Lebens, vier Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. April, seit ihrer Kindheit eine Ausgestoßene in ihrem Dorf, von ihrem Vater misshandelt, immer auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, warum nur sie das helle Licht sehen kann, das auch in der Nacht stärker strahlt als jede Sonne. Janner, ein Fealv und Söldner, der sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich seinen Vater kennen zu lernen, und dabei irgendwie von einem Schlamassel ins andere zu rutschen scheint. Cassiopeia, die durch die Hand eines unheimlichen Fremden alles verliert, was ihr lieb und teuer war, und sich daraufhin ganz der Suche nach dem Mann verschreibt, der ihr Leben zerstört hat. Und Sarik, ein Zauberer, der nicht nur seine eigene Vergangenheit sucht, sondern den auch etwas Besonderes mit April verbindet Oliver Plaschka versteht es gekonnt, die Lebenswege dieser Figuren zu erzählen, miteinander zu verweben und nach und nach die vielen Fragen und Rätsel zu lösen, die im Laufe der Geschichte auftauchen. Das Buch ist sehr vielseitig, wechselt von mystischen, magischen Szenerien zu Western-like anmutenden Schauplätzen, verknüpft alte Legenden mit den gegenwärtigen Ereignissen, und das alles mit einer unglaublich reichen, bildgewaltigen Sprache, die es ohne Mühe schafft, die Situationen vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen zu lassen Die Geschichte ist sehr komplex, und erfordert mehr, als einfach nur so "drüber zu lesen" - da muss man schon manchmal sein Hirn einschalten, wenn man wirklich alle Zusammenhänge verstehen will. Darüber hinaus schafft es das Buch tatsächlich, den Leser auch über das Lesen hinaus noch zu beschäftigen - selbst wenn man es fertig gelesen und zugeklappt hat, geistert die Geschichte doch irgendwie noch für eine Weile im Kopf herum, und man sinnt über die Beweggründe des einen oder anderen Protagonisten nach oder fragt sich, was für eine Wende die Geschichte wohl genommen hätte, wenn eine der Figuren sich an der einen oder anderen Stelle anders entschieden hätte. Sicherlich kein Buch, das man mal so nebenbei auf einer Zugfahrt liest, sondern vielmehr ein toller Schmöker für gemütliche Stunden im Lesesessel, wenn man von einem Buch mehr erwartet, als sich einfach nur berieseln zu lassen.

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