Das Marmorbild

Novelle

Reclam Universal-Bibliothek 18539

(1)
Eichendorffs berühmteste Novelle liegt jetzt neu in einer Einzelausgabe vor - die die bisherige Ausgabe des Werks zusammen mit 'Schloss Dürande' (UB 2365) ablöst -, mit Anmerkungen zum Verständnis und einem neuen Nachwort von Fred Lönker.
Portrait
Joseph Freiherr von Eichendorff, 10. 3. 1788 Schloss Lubowitz bei Ratibor (Oberschlesien) - 26. 11. 1857 Neisse (Schlesien). Der aus einer katholischen Adelsfamilie stammende E. studierte Jura in Halle (1805-06) und Heidelberg (1807-08) und beendete nach einer Bildungsreise (Paris, Wien) und Aufenthalten in Lubowitz und Berlin sein Studium in Wien (1810-12). Er nahm 1813-15 an den Befreiungskriegen teil, heiratete 1815 und trat danach in den preussischen Staatsdienst ein (1816 Referendar in Breslau bzw. ab 1819 in Berlin, 1821 Regierungsrat in Danzig, 1824 Oberpräsidialrat in Königsberg, 1831 Beschäftigung am 'Kultusministerium' in Berlin, 1841 Geheimer Regierungsrat, 1844 Pensionierung). 1846-47 hielt er sich in Wien auf und lebte dann bis zu seiner Übersiedlung nach Neisse 1855 wieder in Berlin. E. ist der bedeutendste Dichter der Spätromantik und - nicht zuletzt dank seiner häüg vertonten Lieder und der Erzählung Aus dem Leben eines Taugenichts - der bekannteste Dichter der Romantik überhaupt. Für seine Lyrik, häüg in seine erzählenden Werke integriert und erst spät separat gesammelt, wurde der Volksliedton von Des Knaben Wunderhorn von entscheidender Bedeutung. Hinter den einfachen Formen und der beschränkten, formelhaften Wörter- und Bilderwelt verbergen sich jedoch komplexe Sachverhalte, ein Netz von Metaphern und symbolischen Bezügen, mit denen der Dichter die Welt, die Natur deutet: als göttliche Urheimat, in der die menschliche Sehnsucht Erfüllung ¿ndet, aber auch als dämonischen Ort. Dem Verfahren der Lyrik entsprechend haben auch die Landschaften in den Romanen und Erzählungen von Anfang an 'hieroglyphischen' Charakter. Sie zeigen die Gefahren, die dem Menschen durch den Verlust seiner religiösen Bindungen und durch schrankenlosen Subjektivismus, aber auch - exemplarisch im ironischen Taugenichts - durch eine zunehmend von zweck- und nützlichkeitsorientiertem Handeln bestimmte Lebenshaltung drohen. Ohne Resonanz blieben E.s Tragödien und Versepen. In seinen späten Zeitgedichten und Satiren wandte er sich scharf gegen die revolutionären Bestrebungen der Epoche. Zuletzt trat er als (wenig beachteter) polemischer Literaturkritiker und -historiker im Geist der Katholischen Bewegung hervor. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 80
Erscheinungsdatum 01.02.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-018539-1
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 14,7/9,7/0,7 cm
Gewicht 47 g
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sehr schön!
von Da Re am 26.03.2009

Eine romantische Novelle, die eine warme, frühlingshafte Atmosphäre austrahlt, in der Florio von der Liebe gepackt wird; sie wird in schönen Situationen beschrieben. Gegensätzlich dazu erhält die Geschichte mystischen Charakter, wenn das "marmorne Venusbild", die reine Begierde darstellend, Florio um den Verstand zu bringen droht. Durchweg spannend, da "diese beiden Bereiche... Eine romantische Novelle, die eine warme, frühlingshafte Atmosphäre austrahlt, in der Florio von der Liebe gepackt wird; sie wird in schönen Situationen beschrieben. Gegensätzlich dazu erhält die Geschichte mystischen Charakter, wenn das "marmorne Venusbild", die reine Begierde darstellend, Florio um den Verstand zu bringen droht. Durchweg spannend, da "diese beiden Bereiche [...] eine so enge Bindung ein[gehen], dass es bisweilen unmöglich ist, sie genau voneinander zu unterscheiden."