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Das Meer am Morgen

Roman

(9)
Libyen, Sommer 2011: Jamila entgeht knapp Gaddafis Truppen. Mit ihrem kleinen Sohn Farid flieht sie quer durch die Wüste bis ans Meer. Ihre Ersparnisse überlässt sie einem Schlepper, der sie in ein überfülltes Boot verfrachtet. Jamila hofft auf eine Zukunft in Europa, doch schon bald mangelt es an Trinkwasser und Benzin. Schliesslich hat sie nur noch einen Wunsch: länger durchzuhalten als ihr Sohn, um ihn nicht allein sterben zu lassen.
Auf Sizilien geht der achtzehnjährige Vito am Strand spazieren und findet eine Kette, wie sie arabische Kinder tragen. Er denkt an seine Mutter Angelina, die in Libyen aufgewachsen ist. Als Gaddafi an die Macht kam, musste sie nach Italien fliehen, aber die Sehnsucht nach der früheren Heimat lässt ihr keine Ruhe: Sie reist nach Tripolis und macht sich auf die Suche nach Ali, ihrer ersten grossen Liebe. Doch Ali ist inzwischen beim libyschen Geheimdienst. Bestürzt kehrt Angelina nach Italien zurück, wo sie den Ausbruch des Bürgerkriegs und die Bombardements der NATO am Bildschirm verfolgt.
In eindringlichen Bildern erzählt Margaret Mazzantini von den individuellen Schicksalen, die sich hinter den aktuellen Ereignissen in der arabischen Welt verbergen.
Rezension
„Ganz poetisch und liebevoll, unterschwellig aber auch sehr politisch.“
ELKE HEIDENREICH AUF WDR4
„Ein kleines Buch über eine grosse Katastrophe, ein wichtiges Zeitdokument voller Poesie.“
BUCHMARKT
„Kurzer, ausserordentlich ergreifender Roman (…) von abgrundtiefer Traurigkeit. (…) Ein Roman von hohem literarischem Reiz, erzähltechnisch, kompositorisch und sprachlich auf hohem Niveau und von grossem aufklärerischem Wert.“
MEDIENPROFILE
„Ausdrucksvoll, poetisch und mit eindringlichen Bildern (…) Ein wichtiger Roman über das Zeitgeschehen in einem Gewaltstaat (…)“
GENERAL-ANZEIGER
„Auf kaum 130 Seiten erzählt Mazzantini in dichter Sprache von Krieg, Vertreibung und der Wucht der Geschichte, die Menschen verwirft und verwirbelt wie Wellen den Sand.“
FLAIR
„Ein kleines, herzzerreissendes Buch gegen unsere verdammte Selbstzufriedenheit und unsere Art, uns abzuwenden und die Lösung eines Menschheitsproblems dem gleichgültigen Meer zu überlassen.“
SCHWÄBISCHE ZEITUNG
„Empfehlenswert für alle, die sich nicht scheuen, über die Ungerechtigkeit der Welt zu lesen. Ein poetischer, politischer und herzzerreissender Roman.“
FREUNDIN DONNA
„Dies ist ein kleines, herzzerreissendes Buch gegen unsere verdammte Selbstunzufriedenheit und unsere Art, uns abzuwenden und die Lösung eines Menschheitsproblems dem gleichgültigen Meer zu überlassen.“
SCHWÄBISCHE ZEITUNG
„Ein novellenkurzer Roman der wunderbaren Erzählerin Mazzantini, traurig und zart.“
ANNABELLE
„In eindringlichen Bildern erzählt Margaret Mazzantini von individuellen Schicksalen, die sich hinter den aktuellen Ereignissen der arabischen Welt verbergen.“
BUCH AKTUELL
„Zeitgeschichte, zart erzählt.“
BRIGITTE
„In eindringlichen Bildern erzählt Margaret Mazzantini von den individuellen Schicksalen, die sich hinter den aktuellen Ereignissen in der arabischen Welt verbergen.“
SCHWEIZER BUCHHANDEL
„Margaret Mazzantinis traurige Novelle bringt eindringlich die schrecklichen Ereignisse des vergangenen Jahres wieder zu Bewusstsein. Gleichzeitig erleben wir die Schicksale wie ein Zeitdokument unter einem besonderen Blickwinkel: Italien und Lybien in ihrer wechselvollen Geschichte – ein politisches Buch voller Poesie.“
DIE FRANKFURTER NEUE PRESSE
„Menschenschicksale vor dem Hintergrund des Krieges in Libyen, brillant erzählt von der italienischen Bestsellerautorin Margaret Mazzantini.“
NEUES DEUTSCHLAND
„Sehr präzise und hellwach, ohne ein Wort zu viel, mit überraschenden Bildern erzählt Mazzantini ihre Geschichte vom Rande Europas. Bedrückend, begeisternd.“
APPENZELLER ZEITUNG / ST. GALLER TAGEBLATT
„Ein packender Roman, poetisch und politisch zugleich.“
NEUE WESTFÄLISCHE
„Der kurze Roman wirft einen Blick auf das Schicksal jener, die vor die Tür Europas gespült werden – tot oder lebendig. Dabei setzt die Autorin nicht auf Spannung, sondern auf eine poetisch elegische Sprache und eindringliche Bilder.“
DIE MÄRKISCHE
„Margaret Mazzantinis poetische Sprache sucht die Folgen der brutalen politischen Enteignungen und Vertreibungen in den Innenwelten der Menschen. Sie findet Bilder für die Angst, die Sehnsucht nach Freiheit, für die Verluste, den Schmerz der gewaltsam Entrissenen, ihre Fremdheit im neuen Land und ihre Hoffnung, das unbekannte Meer möge sie in die Freiheit tragen.“
BR DIWAN
„Margaret Mazzantini gelingt, woran ein deutscher Nobelpreisträger kläglich gescheitert ist: ein politisches Gedicht, erschütternd und wunderschön.“
DIE RHEINPFALZ
Zitat
"Ganz poetisch und liebevoll, unterschwellig aber auch sehr politisch."
ELKE HEIDENREICH AUF WDR4 "Ein kleines Buch über eine grosse Katastrophe, ein wichtiges Zeitdokument voller Poesie."
BUCHMARKT "Kurzer, ausserordentlich ergreifender Roman (...) von abgrundtiefer Traurigkeit. (...) Ein Roman von hohem literarischem Reiz, erzähltechnisch, kompositorisch und sprachlich auf hohem Niveau und von grossem aufklärerischem Wert."
MEDIENPROFILE "Ausdrucksvoll, poetisch und mit eindringlichen Bildern (...) Ein wichtiger Roman über das Zeitgeschehen in einem Gewaltstaat (...)"
GENERAL-ANZEIGER "Auf kaum 130 Seiten erzählt Mazzantini in dichter Sprache von Krieg, Vertreibung und der Wucht der Geschichte, die Menschen verwirft und verwirbelt wie Wellen den Sand."
FLAIR "Ein kleines, herzzerreissendes Buch gegen unsere verdammte Selbstzufriedenheit und unsere Art, uns abzuwenden und die Lösung eines Menschheitsproblems dem gleichgültigen Meer zu überlassen."
SCHWÄBISCHE ZEITUNG "Empfehlenswert für alle, die sich nicht scheuen, über die Ungerechtigkeit der Welt zu lesen. Ein poetischer, politischer und herzzerreissender Roman."
FREUNDIN DONNA "Dies ist ein kleines, herzzerreissendes Buch gegen unsere verdammte Selbstunzufriedenheit und unsere Art, uns abzuwenden und die Lösung eines Menschheitsproblems dem gleichgültigen Meer zu überlassen." SCHWÄBISCHE ZEITUNG "Ein novellenkurzer Roman der wunderbaren Erzählerin Mazzantini, traurig und zart."
ANNABELLE "In eindringlichen Bildern erzählt Margaret Mazzantini von individuellen Schicksalen, die sich hinter den aktuellen Ereignissen der arabischen Welt verbergen."
BUCH AKTUELL "Zeitgeschichte, zart erzählt."
BRIGITTE "In eindringlichen Bildern erzählt Margaret Mazzantini von den individuellen Schicksalen, die sich hinter den aktuellen Ereignissen in der arabischen Welt verbergen." SCHWEIZER BUCHHANDEL "Margaret Mazzantinis traurige Novelle bringt eindringlich die schrecklichen Ereignisse des vergangenen Jahres wieder zu Bewusstsein. Gleichzeitig erleben wir die Schicksale wie ein Zeitdokument unter einem besonderen Blickwinkel: Italien und Lybien in ihrer wechselvollen Geschichte - ein politisches Buch voller Poesie." DIE FRANKFURTER NEUE PRESSE "Menschenschicksale vor dem Hintergrund des Krieges in Libyen, brillant erzählt von der italienischen Bestsellerautorin Margaret Mazzantini."
NEUES DEUTSCHLAND "Sehr präzise und hellwach, ohne ein Wort zu viel, mit überraschenden Bildern erzählt Mazzantini ihre Geschichte vom Rande Europas. Bedrückend, begeisternd."
APPENZELLER ZEITUNG / ST. GALLER TAGEBLATT "Ein packender Roman, poetisch und politisch zugleich."
NEUE WESTFÄLISCHE "Der kurze Roman wirft einen Blick auf das Schicksal jener, die vor die Tür Europas gespült werden - tot oder lebendig. Dabei setzt die Autorin nicht auf Spannung, sondern auf eine poetisch elegische Sprache und eindringliche Bilder."
DIE MÄRKISCHE "Margaret Mazzantinis poetische Sprache sucht die Folgen der brutalen politischen Enteignungen und Vertreibungen in den Innenwelten der Menschen. Sie findet Bilder für die Angst, die Sehnsucht nach Freiheit, für die Verluste, den Schmerz der gewaltsam Entrissenen, ihre Fremdheit im neuen Land und ihre Hoffnung, das unbekannte Meer möge sie in die Freiheit tragen."
BR DIWAN
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 128, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.08.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783832186463
Verlag DUMONT Buchverlag
Originaltitel Mare al mattino
eBook
Fr. 11.00
inkl. gesetzl. MwSt.
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„das weite blaue Meer dazwischen“

Sandra Wittwer, Buchhandlung Winterthur

Mit diesem Roman setzt sich die italiniesch-irische Autorin Margaret Mazzantini mit einem immer noch akutellen Thema auseinander: den Unruhen in der arabischen Welt, in diesem Fall Lybien.

Die Geschichte beginnet mit dem kleinen Farid. Er und eine Mutter müssen aus Lybien fliehen und gelangen nach einer beschwerlichen Reise durch
Mit diesem Roman setzt sich die italiniesch-irische Autorin Margaret Mazzantini mit einem immer noch akutellen Thema auseinander: den Unruhen in der arabischen Welt, in diesem Fall Lybien.

Die Geschichte beginnet mit dem kleinen Farid. Er und eine Mutter müssen aus Lybien fliehen und gelangen nach einer beschwerlichen Reise durch die Wüste auf ein Flüchlingsschiff. Ihr Ziel ist Italien.

Der zweite Teil wird aus der Sicht des 18jährigen Vito erzählt. Er ist der Sohn von Andrea, die in Lybien aufgewachsen war, aber als Ende der 60er mit ihrem itlaienisch stammigen Eltern vor dem Gaddafi-Regime fliehen musste. Der Leser wird Teil einer erneuten Flucht und deren Auswirkungen auf Andrea und ihre Eltern.

Das grosse Thema Mazzantinis ist die Entwurzelung. Sie erzählt von Menschen die weder hier noch da wirklich zu Hause sind.

"Der Ort, an dem man geboren ist, birgt etwas in sich. Das weiss nicht jeder. Nur wer gewaltsam weggerissen wurde, weiss das."

"Du hast die Orientierung verloren, den Stern, der dir folgte und dem du folgtest, in der glühenden Dunkelheit jener nie völlig schwarzen Nächte."

Mich als Leser haben diese Schicksale betroffen gemacht. Mazzantini erzählt in ihrer schönen Sprache ohne Verklärung von Menschen auf der Flucht vor einem Gewaltregime. Ihnen droht der Tod, wenn sie nicht gehen. Doch welche kleine Tode sterben sie in der Fremde ohne ihre Heimat?

Besonders die Figur der Andrea ist mir besonders nahe gegangen. Sie ist die Figur im Zwischenraum. Einerseits ist sie die Flüchtige, die als elfjährige nach Sizilien kommt und sich eine neue Identität zu legen muss und andererseits ist sie Vitos Mutter und wird aus seiner Sicht als kühl und distanziert geschildert.

“Das Meer am Morgen” ist keine leichte Lektüre und doch habe ich sie verschlungen. Ich bin besonders von der eleganten und bildhaften Sprache Mazzantinis fasziniert. Dieses Buch hat mich tief berührt und ich freue mich schon auf das Lesen und Entdecken weiterer Bücher dieser wunderbaren Autorin.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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Über die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt
von einer Kundin/einem Kunden am 02.04.2013

Das Schicksal zweier Jungen, ihrer Familien, die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt und immer wieder auch die Hoffnung auf ein besseres Leben. Welten trennen das Leben der Menschen in Libyen und Italien und dennoch sind deren Wünsche und Hoffnungen ähnlich. Und dazwischen das Meer, der Fluchtweg in ein vielleicht... Das Schicksal zweier Jungen, ihrer Familien, die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt und immer wieder auch die Hoffnung auf ein besseres Leben. Welten trennen das Leben der Menschen in Libyen und Italien und dennoch sind deren Wünsche und Hoffnungen ähnlich. Und dazwischen das Meer, der Fluchtweg in ein vielleicht besseres Leben. Ein kleines, feines Buch, berührend und mit Tiefgang.

Libysch - italienische Flüchtlingstragödie
von einer Kundin/einem Kunden am 05.09.2017

Das Meer am Morgen schilder das Drama über zwei Mütter und deren Verbannung aus deren jeweiligen Heimatland, mit der Kulisse des jüngsten libyschen Bürgerkrieges. Wir treffen auf Jamila, die mit ihrem Sohn Farid auf der Flucht nach Europa ist und wir treffen auf Angelina, die in Libyen aufgewachsen ist... Das Meer am Morgen schilder das Drama über zwei Mütter und deren Verbannung aus deren jeweiligen Heimatland, mit der Kulisse des jüngsten libyschen Bürgerkrieges. Wir treffen auf Jamila, die mit ihrem Sohn Farid auf der Flucht nach Europa ist und wir treffen auf Angelina, die in Libyen aufgewachsen ist und ihrer ersten großen Liebe - Ali - nachtrauert. Mit der Fokussierung auf die Mütter beginnt man als Leser unweigerlich über das Schicksal flüchtender Menschen, deren physischen und psychologischen Traumata, deren Entfremdung und sozialen Ausgrenzung nachzudenken. Dadurch ist wird dieser Roman auch zu einem politischen und durch die besonderen erzählerischen Künste der Schriftstellerin, wird sie in einer faszinierenden poetischen Sprache wiedergegeben, die mir schon in ihrem vorigen Romanen so gut gefallen haben. Hier bediente sich Margaret Mazzantini bereits diesem unverwechselbaren Stil und hier liegt wohl auch der besondere Zauber inne, der mich so gefangen hält. Tragische Situationen bekommen dadurch eine ganz eigene dichte Atmosphäre und diese sind in diesem kurzweiligen Lesevergnügen genug vorhanden. Das Meer am Morgen - ist nicht der einzige Roman, der sich mit dem Drama der Flüchtlinge beschäftigt. Gestrandet - von Alexander Maksik ist ein ebenso kraftvoller und zum Nachdenken anregender Roman über eine auf einer griechischen Insel geflüchtete Frau, die sich als Touristin ausgibt.

Poetisch, politisch, eindringlich
von einer Kundin/einem Kunden am 28.10.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Im Sommer 2011 flieht Farid mit seiner Mutter vor Gaddafis Truppen bis ans Meer, um von Libyen nach Italien in Sicherheit zu gelangen. Das Boot ist alt, Trinkwasser knapp, werden sie es schaffen? Auf Sizilien lebt Vito, 18 Jahre alt und Sohn italienischstämmiger Flüchtlinge, die lange in Libyen lebten, bis... Im Sommer 2011 flieht Farid mit seiner Mutter vor Gaddafis Truppen bis ans Meer, um von Libyen nach Italien in Sicherheit zu gelangen. Das Boot ist alt, Trinkwasser knapp, werden sie es schaffen? Auf Sizilien lebt Vito, 18 Jahre alt und Sohn italienischstämmiger Flüchtlinge, die lange in Libyen lebten, bis sie bei Gaddafis Amtsantritt in die alte Heimat zurückgetrieben wurden. Dort waren sie nicht willkommen, Vitos Eltern wurden nie richtig heimisch. Farid und Vito, getrennt durch das Meer und irgendwie durch ihre Geschichte miteinander verbunden. Wie schlimm es ist, aus der Heimat vertrieben zu werden und fliehen zu müssen, auf Hilfe angewiesen und ausgeliefert zu sein, Würde und Seele zu verlieren. Eine ganz ungewöhnliche Mischung – eine poetische, elegante und fast märchenhafte Sprache – mit einer sehr nachhaltigen, politischen Botschaft. Macht nachdenklich und ist sehr beeindruckend. Ein ganz besonderes Buch!!!


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