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Das Schloß

Roman

(10)
Ein Buch müsse die Axt sein »für das gefrorene Meer in uns«, forderte Franz Kafka einmal – nur wenige Werke der Weltliteratur kommen diesem Motto so nahe wie der letzte der drei grossen Romane des Prager Dichters: Eines Nachts gelangt der Landvermesser K. in ein Dorf, dessen Geschicke von einer geheimnisvollen Macht, dem Schloss, gelenkt werden. Er ersucht dort um eine Anstellung, die ihm jedoch verwehrt wird. Der Grund für diese Ablehnung bleibt ebenso im Dunkeln wie die Natur des ominösen Schlosses und K. beginnt einen aussichtslos scheinenden Kampf um seine Anerkennung.
Portrait
Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Nach einem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloss, trat Kafka 1908 in die "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt" ein, deren Beamter er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung im Jahr 1922 blieb. Im Spätsommer 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz; es war der Ausbruch der Tuberkulose, an deren Folgen er am 3. Juni 1924, noch nicht 41 Jahre alt, starb.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 31.03.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86647-106-1
Verlag Anaconda
Maße (L/B/H) 190/137/40 mm
Gewicht 473
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


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Satire auf Macht und Ohnmacht
von Zitronenblau am 29.10.2009

Kafkas Romanfragment "Das Schloß" ist eine Odyssee ohne Erfolg. K., der Protagonist, kommt in ein Dorf, über das das Schloß steht - unerreichbar, aber bestimmend für das Leben und die Existenz der Bewohner. Doch die Bestellung des Landvermessers K. entpuppt sich zu einer wahren Irrfahrt durch den Moloch der... Kafkas Romanfragment "Das Schloß" ist eine Odyssee ohne Erfolg. K., der Protagonist, kommt in ein Dorf, über das das Schloß steht - unerreichbar, aber bestimmend für das Leben und die Existenz der Bewohner. Doch die Bestellung des Landvermessers K. entpuppt sich zu einer wahren Irrfahrt durch den Moloch der Bürokratie. So ist der zu Beginn sehr selbstsichere und auch seinerseits nach Bestimmung und Urteil suchende K. schnell bedroht in seiner Existenz. Der Versuch des Vordringens zum Vosteher Klamm scheitert bereits an dessen Phalanx aus Dienern, Schreibern, Sekretären, Kastellanen etc. Hinzu kommen die sonderbaren, anfangs schwer zugänglichen Dorfbewohner. Durch sie erfährt K., dass auch sie selbst ohnmächtig sind ggü. der alles verwaltenden Macht des Schlosses. Somit wird er sukzessive ein Bestandteil des Dorfes, verliert hierbei aber auch seine eigene Selbstbestimmung, verliert sich in der unbarmherzigen Bürokratie der Beamten und sieht letztlich nicht nur seine Stellung, sondern seine Existenz per se bedroht. Die Undruchdringlichkeit des Schlosses, aber auch die zerfallene Liebe zu Frieda - dies und mehr deutet auf die Unmöglichkeit der Hoffnung hin, die K. zerfallen lässt im Labyrinth der Geschichten, Vorfälle, Stimmen und Klagen der dort lebenden Menschen. Bedauerlicherweise hat der Roman, da Fragment, kein Ende (anders wie im "Prozeß" z.B.). Somit ist die hinreichende Deutung erschwert. Worin liegt aber das schaurige Lesevergnügen? Es ist m. E. dieser Irrweg des Protagonisten durch Handlung und Dialog. Obgleich Kafka eine glasklare Sprache - ohne sonderlichen Wohlklang, eher den Bezug auf das Bürokratische, Administrative nehmend -, die jedem Leser einzugehen vermag, benutzt, so liest man das Glasklare nicht etwa hier heraus, sondern dazwischen: das Eigentliche zeigt sich nicht in der Evidenz der Sprache, sondern setzt diese zur Uneigentlichkeit herab ggü. dem vermittelten Gefühl der Ohnmacht. Absolut lesenswert!

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von Jérôme aus Bad Eilsen am 25.02.2014

Kafka sagte einmal von sich " Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt ". Einer Geburt in die Welt der kulturellen Selbstverständlichkeiten, der Vertrautheit und Gewohnheit. Sein ganzes Leben war von dem Versuch geprägt über jene Brücke, die er seinen Landvermesser K. gehen ließ selbst zu gehen. Doch... Kafka sagte einmal von sich " Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt ". Einer Geburt in die Welt der kulturellen Selbstverständlichkeiten, der Vertrautheit und Gewohnheit. Sein ganzes Leben war von dem Versuch geprägt über jene Brücke, die er seinen Landvermesser K. gehen ließ selbst zu gehen. Doch Kafka zögert aus Angst vor der Welt, er befürchtet während des gesellschaftlichen Umgangs in Strukturen zu verfallen aus denen er nicht mehr hinauskommen würde. In seinem Schlossroman überquert der Landvermesser nun stellvertretend diese Brücke und erblickt eine neue Welt voller geheimnisvoller Sinnstrukturen. Sein ursprüngliches Ziel als Landvermesser im Dorf zu arbeiten scheitert an bürokratischen Fehlern die schon lange zurückzuliegen scheinen. Nach und nach kristallisiert sich für K. die Gewissheit heraus, dass ein ominöses Schloss das Dorfleben beherrscht . Da K. von den Dorfbewohnern die Wahrheit des Schlosses nicht erfährt und man sich ihm gegenüber im Dorf so abwesend verhält, wendet er sich an die höchste Instanz um eine Wahrheit zu erfahren die seinen Aufenthalt legitimieren würde. Der Landvermesser möchte dazugehören und das Spiel der Gesellschaft unten im Dorf verstehen , doch der Weg in das Schloß offenbart sich als schier unmöglich . Anstatt zu arbeiten uns sich seinen Platz zu erobern, sucht er unnachgiebig eine explizite Wahrheit. Eine Suche die ihn vom eigentlichen Lebensprozess immer weiter entfernt. Mit diesem Bestreben lässt er auch die Dorfbewohner unruhig werden, die aufgeweckt durch den Eindringling das Geheimnis ihrer Lebenskraft offenbaren sollen. Das Schloss scheint eine ungeheure Macht auszustrahlen und dem Landvermesser gelingt es nicht zu erkennen, dass es sich von der Macht nähert die man ihm zuweist. Im Schloss findet man also nur die Wahrheit, die man selber in sie hineingelegt hat. Der Roman endet genau an der Stelle, an der dem Protagonisten eine endgültige Eingliederung in das ominöse Dorf bevorstünde. Eine Integration die der Autor Zeit seines Lebens nie wirklich verstanden hat umzusetzen. Möglicherweise stellte Kafka resignierend fest, dass sein befreiendes Schreiben von der Gesellschaft letztendlich doch wieder in jene Strukturen mündet und ließ den Roman unvollendet . Die anfängliche Distanz vom Dorfleben führte ihn Schritt für Schritt in jenes Reich, von welchem er doch eigentlich flüchten wollte. Sein Roman ließt sich am besten wenn man sich als Leser zwischen den Zeilen versteckt und von den endlos langen Dialogen hofft nicht überwältigt zu werden. Nach dem Lesen des Buches stellt sich dem ein oder anderen Leser vielleicht selber die Frage ob er sich nicht ebenfalls auf der Suche nach einem geheimen Schloss befindet von dem er sich seine Wahrheit verspricht. Eine Wahrheit kann allerdings nicht gefunden werden, sie ist nicht geworden sondern nur durch den eigenen Lebensprozess nach und nach werdend .

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