Das Sternenboot (Ungekürzt)

(ungekürzte Lesung)

(8)
Nicola kommt mit einem Lächeln zur Welt. Als Wunschkind seiner Eltern wächst er einem kleinen Fischerdorf bei Palermo, ärmlich, aber behütet auf. Stella hingegen, am selben Tag, im selben Ort geboren, wird von ihrer Mutter keines Blickes gewürdigt. Die schöne Adlige hat wenig Verwendung für ein drittes Mädchen. So könnten Stella und Nicola nicht unterschiedlicher sein, und es vergehen Jahre, bis sich ihre Wege kreuzen. Doch diese Begegnung wird ihr Leben für immer verändern, und auch das Schicksal ihrer Familien ist fortan untrennbar miteinander verbunden ...
Portrait
Stefanie Gerstenberger, 1965 in Osnabrück geboren, studierte Deutsch und Sport, bis sie erkannte, dass sie keine Lehrerin werden wollte. Nach einem Wechsel in das Hotelfach lebte und arbeitete sie auf Elba und Sizilien, in der Karibik und in San Francisco. Die Reiserei fand 1993 in Köln ein Ende, wo sie als Requisiteurin Polizeiserien, Krimis und Liebesfilme ausstattete und dabei den Schauspieler Thomas Balou Martin kennenlernte, mit dem sie heute verheiratet ist und zwei Kinder hat. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Köln.<
Nach einigen Jahren als Requisiteurin für Film und Fernsehen begann sie selbst zu schreiben. Ihr erster Roman "Das Limonenhaus" wurde von der Presse hoch gelobt und auf Anhieb ein Bestseller, gefolgt von "Magdalenas Garten" und "Oleanderregen".

Frau Sabine Swoboda ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht sowie Kriminologie an der Universität Passau.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3
Sprecher Sabine Swoboda
Erscheinungsdatum 08.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783836811873
Verlag Radioropa Hörbuch
Spieldauer 978 Minuten
Format & Qualität MP3, 978 Minuten
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Eine berührende Geschichte auf Sizilien
von Katzenpersonal Kleeblatt aus Berlin am 29.05.2017

Nicola Messina und Maristella di Camaleo, Stella genannt, werden am selben Tag auf Sizilien in einem kleinen Dorf geboren. Während Nicola, der Sohn eines Polizisten, ein absolutes Wunschkind war, wird Stella anstatt des lang ersehnten Sohnes als dritte Tochter eines verarmten Adligen geboren. Von der Mutter ungeliebt und abgelehnt,... Nicola Messina und Maristella di Camaleo, Stella genannt, werden am selben Tag auf Sizilien in einem kleinen Dorf geboren. Während Nicola, der Sohn eines Polizisten, ein absolutes Wunschkind war, wird Stella anstatt des lang ersehnten Sohnes als dritte Tochter eines verarmten Adligen geboren. Von der Mutter ungeliebt und abgelehnt, vom Vater ohne Unterstützung, wird diese zu ihrer Tante Aussunta und den Großeltern abgeschoben. Dort erfährt sie die Liebe, die ihre Eltern ihr verweigern. Aber es kommt der Tag, an dem sie ihre Tante verlassen und zurück in die Villa ihrer Eltern muss, wo sie fortan wie eine Bedienstete arbeiten muss und auch als solche behandelt wird. Nicola wird von seinen Eltern vergöttert und geliebt. Als sein Vater jedoch umgebracht wird, als er ca 2 Jahre alt ist, wird er allein von seiner Mutter Flora aufgezogen, dessen Lebensinhalt er wird. Nicola begegnet Stella in jungen Jahren an einem Brunnen und ist von ihr fasziniert, ja fast besessen. Er weiß schon als Junge, dass sie sein Schicksal sein wird. Aber sie kommen beide aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und eine Verbindung ist nahezu unmöglich... Das Buch ist der erste Teil um die beiden Protagonisten Stella und Nicola. Die Geschichte beginnt im Jahre 1947 mit den Geburten der beiden und führt den Leser durch die ersten 18 Jahre von Stella und Nicola. Der Werdegang der beiden könnte nicht unterschiedlicher sein. Nicola wächst zu einem gut aussehenden jungen Mann heran, der für sein Leben gern taucht. Seine Zukunft sieht er auf bzw. im Wasser. Stella ist im Haus ihrer Eltern das Aschenputtel. Aufgaben, die niemand übernehmen will, werden ihr übertragen. Selbst ihre beiden Schwestern beachten sie nicht und wenn doch, dann nur, um Schabernack mit ihr zu treiben oder sie anderweitig zu ärgern. Stellas Mutter hält ihr Leben nur noch mit Betäubungsmitteln aus, nachdem der langersehnte Sohn sehr jung verstorben war. Sie tut alles, um Stella das Leben schwer zu machen, jede Bosheit ist ihr recht. Stellas Vater hat dem nichts entgegenzusetzen, so dass sie völlig allein dasteht. Unterstützung erfährt sie lediglich durch ihre Tante Aussunta und der Bediensteten Maria. Es dauert lange, bis sich Stella und Nicola begegnen, aber von Freundschaft kann noch lange nicht die Rede sein, im Gegenteil. Recht eindrucksvoll schildert die Autorin Stefanie Gerstenberger das Leben auf Sizilien und vor allem das der beiden Protagonisten Stella und Nicola. Es ist eine traurige, anrührende Geschichte, die beklommen macht. Soviel Leid und Kummer sind in ihr vereint, dass sie den Leser rührt. Aber die Autorin schafft es auch, die Angst dem Leser nahezubringen, die schon allein durch das Wort Mafia geschürt wird. Die Mafia ist allgegenwärtig, hat Macht, schürt Angst und weiß sich präsent zu halten. Wer nicht spurt, muss die Folgen tragen und nicht nur derjenige, sondern auch Freunde und Familie. Die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen. Nicola habe ich bewundert, dass er nie aufgegeben hat, die Aufmerksamkeit von Stella zu erlangen, egal was kam. Stella ist mir sympathisch, weil auch sie nie aufgegeben hat, nie den Mut verloren und immer nach vorn gesehen hat. Im Schlusswort war von der Autorin zu erfahren, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, was mich persönlich noch betroffener machte. Ich habe dieses Buch als Hörbuch konsumiert und möchte auch dazu ein paar Worte verlieren. Eingelesen wurde das Buch von der Schauspielerin Sabine Svoboda. Die Sprecherin hat für mich eine gewöhnungsbedürftige Textbetonung drauf, die mich schon nach kurzer Zeit anfing zu stören, massiv zu stören. Bei mehr als 16 h Laufzeit wurde das Anhören ausgesprochen anstrengend und ich hätte das Buch, wenn es mir als Printexemplar vorgelegen hätte, als dieses weitergelesen und das Hörbuch abgebrochen. Das ist allein mein Empfinden, es kann sein, dass es andere nicht stört, mich störte es extrem. Nur aus diesem Grund ziehe ich in der Bewertung 1 Sternchen ab. Das Buch an sich empfehle ich jedoch sehr gern weiter.

Ein Brocken mit großen Gefühlen
von einer Kundin/einem Kunden aus Büdelsdorf am 20.10.2017
Bewertet: Taschenbuch

Gedanken zur Buchgeschichte: Ich fand die Buchgeschichte in sich wirklich sehr, sehr schön und sehr gut durchdacht. Anfangs fand ich diese doch etwas schleppend, wobei mich die Geburt ganz am Anfang an meine vier Geburten erinnert hat. So ein kleiner Rückblick an meine Geburten in meinen Gedanken war... Gedanken zur Buchgeschichte: Ich fand die Buchgeschichte in sich wirklich sehr, sehr schön und sehr gut durchdacht. Anfangs fand ich diese doch etwas schleppend, wobei mich die Geburt ganz am Anfang an meine vier Geburten erinnert hat. So ein kleiner Rückblick an meine Geburten in meinen Gedanken war daher sehr schön. Alleine dafür liebe ich dieses Buch schon. Ganz gleich ist es mir daher das es schleppend anlief und ich zeitweise "den harten Brocken", denn es ist kein Buch für eben so mal lesen, immer wieder weglegen musste. Dies lag aber nicht an der Buchgeschichte, sondern einfach daran, dass das Buch einige Seiten hat und die wollen gelesen werden. Auch den Eindruck, den ich von Sizilien im zweiten Weltkrieg bekam war für mich spannend und irgendwie auch wichtig für die ganze Buchgeschichte. Insoweit hat mich die Buchgeschichte also überzeugt. Und noch etwas: Ich fand die Kapitel wo abwechselnd aus ihrer Sicht erzählt wurde auch sehr schön. Dies ließ mich noch weiter in die Geschichte eintauchen. Ein absolutes Gefühlsbuch. Gedanken zu den Protagonisten: Die beiden Protagonisten Nicola und Stella fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und wurde nicht von Anfang an mit ihnen warm. Erst im Laufe der Zeit sind sie mir dann doch ans Herz gewachsen. Gedanken zur Umsetzung und Schreibstil des Buches: Ich fand die Umsetzung ganz fabelhaft und der Schreibstil war für mich gut. Konnte es leicht und locker lesen, auch wenn das Buch einen wahnsinngen Umfang hat. Gedanken zum Cover: In das Cover habe ich mich verliebt und ich liebe es immer noch. Schlussgedanke: Ein wirklich tolles Buch mit ganz großen Gefühlen.

Sizilien ist nicht gleich Dolce Vita!
von einer Kundin/einem Kunden am 12.05.2017
Bewertet: Taschenbuch

Leser von gut gemachten Familiengeschichten, die nicht Nullachtfuffzehn sind, werden Stefanie Gerstenberger sicherlich schon kennen, denn „Das Sternenboot“ ist bereits der 5. Roman von ihr im Diana Verlag. Für mich ist es allerdings mein erster von ihr. Und ich war gespannt. Anhand des Klappentextes habe ich eine schöne, aber... Leser von gut gemachten Familiengeschichten, die nicht Nullachtfuffzehn sind, werden Stefanie Gerstenberger sicherlich schon kennen, denn „Das Sternenboot“ ist bereits der 5. Roman von ihr im Diana Verlag. Für mich ist es allerdings mein erster von ihr. Und ich war gespannt. Anhand des Klappentextes habe ich eine schöne, aber dramatische Familiengeschichte erwartet, in der zwei junge Liebende nicht zueinander kommen können, weil ihre Familien verfeindet sind. So etwas in der Art einer modernen Romeo und Julia Geschichte. So ist dieser Roman aber gar nicht! Stefanie Gerstenberger erzählt die Geschichte von Nicola und Stella. Beide werden am selben Tag 1947 auf Sizilien in dem Ort Bellaforte geboren. Das ist aber auch schon ihre einzige Gemeinsamkeit. Nicola ist der heißgeliebte und sehnlichst erwartete Sohn von Flora und dem Maresciallo Tommaso. Ganz anders sieht es bei Stella aus. Wenn sie ein Junge geworden wäre, hätten sich sicherlich auch ihre Eltern – der verarmte Marchese und seine Frau Giuseppina, über ihre Geburt gefreut. Aber sie ist nur ein drittes Mädchen in der Familie. Und da ihre Geburt eine sehr schwierige war, würdigt ihre Mutter sie keines Blickes, sondern übergibt sie ihrer Schwester Assunta, die sich fortan liebevoll um sie kümmert. Doch das Schicksal meint es mit beiden Familien nicht gut. Und so erzählt die Autorin die Geschichte beider Familien parallel zueinander. Überschneidungen gibt es nicht, bis irgendwann Nicola in dem verwilderten Garten der Villa herumstromert und dort Stella entdeckt, die ihn von da an beschäftigt. Er verliebt sich in das Mädchen. Doch es dauert noch seine Zeit, bis auch Stella sich in ihn verliebt. Diese Geschichte zweier Familien ist so ganz anders gewesen, als ich sie mir vorgestellt habe. Sie ist viel besser und anspruchsvoller! Stefanie Gerstenberger erzählt eigentlich nicht die Geschichte einer großen Liebe, sondern zwei Familiengeschichten, die erst sehr spät durch die Liebe von Nicola und Stella zusammengeführt werden. Fasziniert hat mich, wie unterschiedlich Sizilien doch im Entwicklungsstand von Deutschland war. Die Menschen dort leben in ziemlich ärmlichen Verhältnissen. Teilweise in Wohnungen, die nur aus einem Raum bestehen. Es gibt noch nicht überall Elektrizität. Und Autos sind noch etwas ganz besonderes. Und dann ist Sizilien natürlich auch der Teil Italiens, in dem eine ganz bestimmte Gruppe das Sagen hat. Und die sorgt dafür, dass vielen Menschen Leid geschieht. Auch wenn es eine ganz andere Geschichte ist, musste ich bei der Lektüre häufig an die Fernsehserie „Allein gegen die Mafia“ denken, die in Deutschland erstmals am 11. März 1984 ausgestrahlt wurde. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit eine Angst im Nacken gespürt, denn man wusste nie, ob und wann das Böse zuschlagen würde. Sizilien ist eben ein ganz schwieriges Pflaster. Und diese Geschichte zeigt das Leben der ganz normalen Menschen auf – und das ist kein Dolce Vita. Doch nicht nur die Geschichte ist ungewöhnlich. Stefanie Gerstenberger versteht es auch sie zu erzählen. Sie wechselt häufig die Perspektiven. Mal erzählt sie aus der Sicht der „Mütter“ Flora und Assunta, dann ganz selten aus der Sicht von Giuseppina und meistens aus der Sicht von Nicolas und Stella. Und so wie sie die Perspektiven wechselt, wechselt sie auch die Art der Sprache. Und dadurch kann man sich in die unterschiedlichen Menschen viel besser hineinversetzen. Flora, die in der Commune arbeitet und immer noch hofft, dass ihrem Mann Gerechtigkeit wiederfahren wird. Assunta, die auf Grund einer körperlichen Behinderung, immer eine einfache Frau geblieben ist. Giuseppina, die nach dem Verlust ihres Sohnes in eine Depression verfällt. Nicola, der anscheinend vom Glück begünstigt ist. Und Stella, die zu einer jungen Frau wird, die etwas im Leben werden will. Diese Geschichte ist übrigens noch nicht zu Ende. Am 22.05.2017 erscheint der 2. Band „Piniensommer“, der auch wieder viel Dramatik verspricht. Einfach mal eine ganz andere Familiengeschichte – sehr gut gemacht. Dramatisch, traurig und doch auch irgendwie romantisch.