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Der goldene Handschuh (ungekürzt)

(ungekürzte Lesung)

(21)
Strunks schrecklicher Held heisst Fritz Honka - für in den siebziger Jahren aufgewachsene Deutsche der schwarze Mann ihrer Kindheit, ein Frauenmörder aus der untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulären Prozess schaurige Berühmtheit erlangte. Mit erzählerischem Furor, historischer Genauigkeit und ungeheurem Mitgefühl zeichnet Heinz Strunk das Bild einer Welt, in der nicht nur der Täter gerichtsnotorisch war, sondern auch alle seine unglücklichen Opfer, die er aus der Hamburger 24h-Kaschemme Zum Goldenen Handschuh mitnahm. Hier treffen sich Arm und Reich zwischen Alkohol, Sex, Elend und Verbrechen: Menschen allesamt, bis zur letzten Stunde geschlagen mit dem Wunsch nach Glück.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Heinz Strunk
Anzahl Dateien 84
Erscheinungsdatum 25.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783864843327
Verlag Tacheles!
Spieldauer 379 Minuten
Format & Qualität MP3, 192 kbit/s, 378 Minuten, 296.24 MB
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
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nichts für meine Ohren
von MissRichardParker am 17.08.2016

Über dieses Buch habe ich schon einiges gehört und war dementsprechend sehr gespannt darauf! Ich habe mir das Hörbuch besorgt und voller Spannung angefangen zu hören. Doch leider muss ich sagen, dass das rein gar nichts für mich ist.... Es ist nicht mal die Geschichte selber, oder weil ich... Über dieses Buch habe ich schon einiges gehört und war dementsprechend sehr gespannt darauf! Ich habe mir das Hörbuch besorgt und voller Spannung angefangen zu hören. Doch leider muss ich sagen, dass das rein gar nichts für mich ist.... Es ist nicht mal die Geschichte selber, oder weil ich es schlimm und schrecklich finde. Es war die Erzählerstimme, die mir das ganze einfach komplett verdorben hat. Es war unglaublich anstrengend sich überhaupt irgend ein Bild machen zu können, da der Sprecher wie ein Maschinengewehr spricht und die Betonung gleich null ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich bei einem anderen Sprecher durchgehalten hätte und die Geschichte vielleicht auch als so gut empfunden wie viele andere. Schade.

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Und das schon im Februar: Mein Buch des Jahres 2016!
von Stephanie Manig aus Oelsnitz/Erzgeb. am 14.03.2016
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Neues von Heinz Strunk! Diesmal befasst sich der Hamburger Autor, der im wahren Leben Mathias Halfpape heißt, nicht mit seiner eigenen Biografie, sondern mit der eines gefürchteten Verbrechers. Obwohl es sich bei dem 256-seitigen Buch um einen Roman handelt, basiert es auf Fakten. Heinz Strunk hat dafür die Staubschicht... Neues von Heinz Strunk! Diesmal befasst sich der Hamburger Autor, der im wahren Leben Mathias Halfpape heißt, nicht mit seiner eigenen Biografie, sondern mit der eines gefürchteten Verbrechers. Obwohl es sich bei dem 256-seitigen Buch um einen Roman handelt, basiert es auf Fakten. Heinz Strunk hat dafür die Staubschicht der bislang im Staatsarchiv Hamburg unter Verschluss gehaltenen Akten zum Fall Honka abgetragen und das Leben eines Mannes aufgearbeitet, den nicht wenige für das personifizierte Böse halten: Der vierfache Frauenmörder Fritz Honka, geboren in Leipzig. Sein Lebenslauf ist von einer Tragik, die ihresgleichen sucht. Aufgewachsen in Kinderheimen, floh er 1951 in den Westen. 1956 erlitt er einen Verkehrsunfall, der ihm sein deformiertes Aussehen bescherte. Alkohol und Verwahrlosung bestimmten sein weiteres Leben. Und der “Goldene Handschuh” natürlich, eine recht urige Kneipe im berüchtigten Hamburger Stadtteil St. Pauli. Dort kehrte Honka (Spitzname: “Fiete”) regelmäßig ein, um sich sein Lieblingsgetränk “Fako” zu genehmigen – Orangenlimonade mit Korn. Im “Handschuh” schloss er auch Bekanntschaft mit seinen vier späteren Opfern, allesamt Damen des auf der Reeperbahn einschlägigen Milieus. Die Sprache des Romans, gleichermaßen bestehend aus niederstem Jargon und apart-kultivierter Diktion, ist genauso gegensätzlich wie die beiden Lebenswelten von Strunks Protagonisten – Fritz Honka als Vertreter des Bodensatzes der Gesellschaft, demgegenüber die adelige Reederfamilie von Dohren. Und doch sind sie sich näher als man denkt. Denn auch unter feinen Häusern verlaufen Abwasserkanäle, wie es im Film “Saw” heißt. Heinz Strunk versteht es, dem Leser Sympathien für den Trinker Honka zu entlocken, ohne ihn zu glorifizieren. Das ist nicht der einzige Balanceakt, den der 53-jährige Autor spielend meistert. Die Stimmung im Buch nämlich reicht von Ausgelassenheit bis hin zu purer Verzweiflung. “Der goldene Handschuh” deshalb mit dem Etikett “tragikomisch” zu versehen, wäre allerdings Frevel. Diese Bezeichnung ist schlicht und ergreifend zu klein für die aberwitzige literarische Reise, auf die der Hamburger Schriftsteller und Künstler seine Leser mitnimmt. Er beschreibt Momente, die Ekel und Abscheu hervorrufen, Mitleid und Fassungslosigkeit. Aber Heinz Strunk wäre nicht Heinz Strunk, wenn er nicht ebenfalls von Dingen erzählen würde, die den Leser zu wahren Lachsalven hinreißen. Dazu kommen köstliche Dialoge, mitunter verfasst in edelstem Hamburger Schnack. Wer dieses Buch liest, wird unweigerlich zum Zaungast im “Goldenen Handschuh”. Er schließt Bekanntschaft mit Originalen wie Soldaten-Norbert, Fanta-Rolf und Tampon-Günter, lernt beeindruckende Schimpfwörter, bekommt all die großen und kleinen Tragödien mit, die sich in der Schänke am Hamburger Berg abspielen. Er wird aber auch Zeuge von Honkas Morden, denn die beschreibt Heinz Strunk auf eindringliche Weise. “Der goldene Handschuh” ist in diesem Jahr für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik nominiert. Völlig verdient, wie ich finde, denn dieses Buch ist ganz und gar außergewöhnlich und sucht seinesgleichen. Ich dekoriere es schon jetzt, im noch sehr jungen Lesejahr 2016, mit der Auszeichnung “Mein Lieblingsbuch des Jahres”. Bisher haben es nur sehr, sehr wenige Bücher geschafft, mich derart zu fesseln und sich in mein Gehirn zu brennen wie Heinz Strunks neuer Roman.

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5 0
Eine wahre Schauergeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 16.05.2017
Bewertet: Taschenbuch

Wie mitleidlos die Gesellschaft mit Außenseitern umgehen kann, hat Fritz Honka sein Leben lang bitter zu spüren bekommen. Verlassen werden, Gewalt und Missbrauch prägen seine Kindheit. Ist es wirklich verwunderlich, was aus diesem Mann wird: ein sich selbst bemitleidender Trinker ohne Gespür und Empathie für seine Mitmenschen, ein Mann... Wie mitleidlos die Gesellschaft mit Außenseitern umgehen kann, hat Fritz Honka sein Leben lang bitter zu spüren bekommen. Verlassen werden, Gewalt und Missbrauch prägen seine Kindheit. Ist es wirklich verwunderlich, was aus diesem Mann wird: ein sich selbst bemitleidender Trinker ohne Gespür und Empathie für seine Mitmenschen, ein Mann mit katastrophalem Frauenbild, der schließlich der legendäre Prostituiertenmörder von St. Pauli wird. Auf der Grundlage dieser wahren Schauergeschichte stellt Heinz Strunk zwei gegensätzliche Milieus gegenüber: Die heruntergekommene Unterschicht St. Paulis, die ihr Leben größtenteils nur im Suff erträgt, und die hanseatische Oberschicht in Gestalt einer Reeder-Dynastie. Der ernüchternde einzige Unterschied: Die einen haben einfach nur mehr Geld - aber nicht mehr Menschlichkeit. Mit beeindruckender Sprachkraft, die in ihrer Deutlichkeit dem Leser einiges abverlangt, inklusive schockiertem bis fassungslosem Kopfschütteln oder gelegentlichem Ekel, erzählt Strunk eine Geschichte vom nur allzu gerne verdrängten Rande unserer Gesellschaft. Ein manchmal grenzwertiges Buch - aber das zu sein ist ein Privileg großartiger Literatur.

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