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Die Marseille-Connection

Roman

(15)
Die neue Kriminalität in Nadelstreifen – ohne Grenzen, ohne Moral
Eine Gang aus vier brillanten Verbrechern macht Marseille unsicher. Sie sind die Vertreter einer neuen, modernen Kriminalität. Sie haben im Ausland studiert und operieren international. Sie führen ihre Geschäfte wie Unternehmer, sind dabei aber keineswegs weniger skrupellos als die Gangster der alten Schule, sondern jederzeit bereit, für Reichtum und Macht alles und jeden aus dem Weg zu räumen. In der Hafenmetropole zwischen Afrika und Europa finden sie ihren perfekten Lebensraum. Von hier aus wollen sie die Welt erobern.
Rezension
"Ein hellsichtiger Thriller über die neue, globalisierte Wirtschaftskriminalität." Focus spezial
Portrait
Massimo Carlotto, geboren 1956 in Padua, ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Italiens. Als Sympathisant der linken Bewegung wurde er in den 1970er Jahren zu Unrecht wegen Mordes verurteilt. Nach fünfjähriger Flucht und einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren wurde er 1993 begnadigt. Er lebt heute in Sardinien.
Hinrich Schmidt-Henkel, geboren 1959, lebt in Berlin, übersetzt Prosa und Theaterstücke aus dem Französischen, Norwegischen und Italienischen, zuletzt vor allem Jean Echenoz, Yasmina Reza, Jon Fosse, Erlend Loe und Louis-Ferdinand Céline.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 09.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-67676-3
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 185/116/27 mm
Gewicht 225
Originaltitel Respiro Corto
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
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8
0
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0

Die Marseille Connection
von anyways am 24.10.2015

Marseille, die strahlende Stadt am Mittelmeer wird von Massimo Carlotto so ganz anders beschrieben. Sie entspricht bei ihm eher einem monströsen Rattennest. Aber es gibt Leute die dieses Nest lieben, Kommissarin Bourdet ist so Eine. Eine die verhindern will das noch mehr Illegale ihre schöne Stadt drogentechnisch unter sich... Marseille, die strahlende Stadt am Mittelmeer wird von Massimo Carlotto so ganz anders beschrieben. Sie entspricht bei ihm eher einem monströsen Rattennest. Aber es gibt Leute die dieses Nest lieben, Kommissarin Bourdet ist so Eine. Eine die verhindern will das noch mehr Illegale ihre schöne Stadt drogentechnisch unter sich aufteilen, lieber arbeitet sie mit den hiesigen Mafiosi, als zuzusehen das Marokkaner, Mexikaner und Paraguayer sich die Klinke in die Hand geben, mal ganz abgesehen von den Osteuropäern. Also versucht sie die frisch Eingereisten abzufangen und in ihre Dienste zu stellen. Ein Opfer ist schnell gefunden, der mit Koksbeutel vollgestopfte Juan Santucho wird von seinem hiesigen Chef nach Europa „weggelobt“, und fällt der ruppigen Kriminalistin glatt in die Hände. Aber nicht nur Kleinkriminelle tummeln sich im Rattennest, der FSB, verschiedene Terrorgruppen ehemaliger Sowjetstaaten bzw. deren frühere „Brüder“ und auch eine multinationale Krawattengang mischen mit, zusammen mit all den korrupten Beamten, Finanziers, Wirtschaftsexperten und Baulöwen. Massimo Carlottos Roman ist schmutzig, dreckig, ohne Licht und von einer melancholischen Hoffnungslosigkeit geprägt. Irgendwie beschlich mich beim Lesen mehrmals das Gefühl, duschen gehen zu müssen, um all den Dreck abzuwaschen, der förmlich zwischen den Seiten klebt. Es gibt keine Gewinner, nur große und kleine Verlierer. Wobei, bis auf die Kommissarin und teilweise die Agentinnen, die Frauen am schlechtesten wegkommen. Sie stehen in der Unterwelt ganz unten. Das beschreibt der Autor fast beiläufig und trotzdem prägt es sich ein. Die Geldmacherei die Carlotto beschreibt möchte ich mir gar nicht in der Realität ausmalen, ich fürchte aber es könnte mehr als ein Fünkchen Wahrheit dran sein, denn ich hatte immer das Gefühl der Autor weiß ganz genau worüber er schreibt. Die Geschichte ist derart komplex mit vielen unterschiedlichen Protagonisten und wechselnden Handlungsorten regelrecht vollgestopft und trotzdem kann man dem gesponnenen Faden des Autors folgen. Ein bitterböser Roman über das Haifischbecken Kriminalität. Wer mitschwimmt gewinnt nie.

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0 0
von einer Kundin/einem Kunden am 14.07.2017
Bewertet: anderes Format

Ein spannender Wirtschafts-Krimi. Kühl kalkuliert und gnadenlos konsequent. Etwas spröde in der Sprache und dennoch fesselnd bis zur letzten Seite.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Fiktion an der Grenze zur Realität
von mellie aus Mühlheim am Main am 27.09.2013
Bewertet: gebundene Ausgabe

Das Buch hat meine Erwartungen absolut erfüllt. Bereits auf den ersten Seiten wird der Leser direkt in das möderische Geschehen geworfen und während man noch überlegt, wie wahrscheinlich das Geschehen an Schauplatz eins (Details möchte ich nicht verraten) ist, werden in rascher Reihenfolge weitere Schauplätze des Verbrechens - genauer... Das Buch hat meine Erwartungen absolut erfüllt. Bereits auf den ersten Seiten wird der Leser direkt in das möderische Geschehen geworfen und während man noch überlegt, wie wahrscheinlich das Geschehen an Schauplatz eins (Details möchte ich nicht verraten) ist, werden in rascher Reihenfolge weitere Schauplätze des Verbrechens - genauer gesagt der organisierten Kriminalität - "vorgestellt". Es ist nun so, dass die einzelnen Organisationen ihre Machenschaften nicht mehr länger nur in einem Stadtviertel, ein Land oder gar Kontinent ausüben, sondern bekannten Heimatbasen verlassen, um ihr Geld noch schneller bzw. noch gewinnbringender einzusetzen. Im Fokus des Buches stehen zum einen vier ehemalige Studienfreunde, die sich geschworen haben, sich aus der Enge und den veralteten Strukturen ihrer Familien zu befreien und schneller, eleganter ein großes Vermögen zu machen, dass sie aus allen Abhängigkeiten befreit und unangreifbar macht. Ein weiterer Fixpunkt ist BB eine Polizistin, die auf Grund ihres Vorgehens gegen die "Elite" (Politiker, Anwälte, Geschäftsleute) der Stadt in Ungnade gefallen ist und nun trotz alle dem versucht der anwachsenden Kriminalität Einhalt zu bieten. Alle Figuren bestechen durch eine gewisse Vielschichtigkeit in der Gut und Böse zu finden sind. Durch die Tatsache, dass in diesem Fall nicht unbedingt der Bessere oder das Gute gewinnt, bleibt das Buch bis zum Ende glaubhaft. Unbedingt empfehlenswert.

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