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Die Menschheit schafft sich ab

Die Erde im Griff des Anthropozän

(7)
Treffen sich zwei Planeten.
Der Eine: „Oh, du siehst aber schlecht aus.“
Der Andere: „Ich habe Menschen!“
Der Eine: „Das geht vorbei.“
Seit 4,5 Milliarden Jahren zieht die Erde ihre Bahn um die Sonne. Das Leben gesellte sich später dazu und seit rund 160.000 Jahren der aufrecht gehende Homo sapiens. Mit Ackerbau und Viehzucht, Rodungen und Bewässerung griff er rund um den Globus in die Natur ein - vermehrte sich und besiedelte selbst entlegenste Gegenden.
Immer tiefere Spuren hinterliess das "Anthropozän", das Menschenzeitalter, in den letzten 2.000 Jahren.
Wissenschaft und Technik nahmen seit der Industrialisierung die Erde in den Griff. Sei es die Ausbeutung der Bodenschätze, die Verpestung der Lufthülle, die Veränderung des Klimas, Wasserverschmutzung bis zur Kernspaltung und einer Wohlstands-Verschwendungssucht.
Energiehunger und virtuelles Kapital treiben einen zerstörerischen Kreislauf an. Ausserdem werden wir immer mehr.
Wie kommen wir aus diesem Teufelskreis raus?
Harald Lesch, Astrophysiker und Philosoph, ist aus den Weiten des Weltalls zurück. Es geht ihm jetzt um die Heimat des Menschen, der in einer bisher nie gekannten Hybris den Ast, auf dem er sitzt, absägt.
Portrait
Harald Lesch, geboren 1960 in Giessen, ist Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie und Astrophysik der Universität München, Fachgutachter für Astrophysik bei der DFG und Mitglied der Astronomischen Gesellschaft. Einer breiteren Öffentlichkeit ist er durch die im Bayerischen Fernsehen laufende Sendereihe alpha-Centauri bekannt. Seit September 2008 moderiert er die ZDF-Reihe Abenteuer Forschung . Er hat mehrere erfolgreiche Bücher veröffentlicht.
Klaus Kamphausen, 1956 in Mönchengladbach geboren, studierte Theaterwissenschaften, Psycholinguistik und Psychologie und lebt als Dokumentarfilmer und Autor in München und manchmal anderswo in der Welt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 515
Erscheinungsdatum 06.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8312-0424-3
Verlag Komplett-Media
Maße (L/B/H) 223/152/34 mm
Gewicht 1067
Abbildungen zahlreiche Farbabbildungen
Auflage 4. A
Verkaufsrang 25.883
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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Sehr guter Appell an den Verstand
von einer Kundin/einem Kunden aus Tann am 25.05.2017

Fantastisches Buch welches auf eine spannende und informative Weise auf die vielerorts ignorierte aber dennoch aktuellste Problematik der Menschheit hinweist.

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Der Mensch kann lernen, ist in manchen Dingen jedoch unbelehrbar
von Sabrina K. aus Friedberg am 26.05.2017

Seit 4,5 Milliarden Jahren zieht die Erde ihre Bahn um die Sonne. Das Leben gesellte sich später dazu und seit rund 160.000 Jahren der aufrecht gehende Homo sapiens. Mit Ackerbau und Viehzucht, Rodungen und Bewässerung griff er rund um den Globus in die Natur ein – vermehrte sich und... Seit 4,5 Milliarden Jahren zieht die Erde ihre Bahn um die Sonne. Das Leben gesellte sich später dazu und seit rund 160.000 Jahren der aufrecht gehende Homo sapiens. Mit Ackerbau und Viehzucht, Rodungen und Bewässerung griff er rund um den Globus in die Natur ein – vermehrte sich und besiedelte selbst entlegenste Gegenden. Immer tiefere Spuren hinterließ das „Anthropozän“, das Menschenzeitalter, in den letzten 2.000 Jahren. Wissenschaft und Technik nahmen seit der Industrialisierung die Erde in den Griff. Sei es die Ausbeutung der Bodenschätze, die Verpestung der Lufthülle, die Veränderung des Klimas, Wasserverschmutzung bis zur Kernspaltung und einer Wohlstand-Verschwendungssucht. Energiehunger und virtuelles Kapital treiben einen zerstörerischen Kreislauf an. Außerdem werden wir immer mehr. Wie kommen wir aus diesem Teufelskreis raus? (Klappentext) Eines vorweg: Ich bin schon seit längerem der Meinung, das Bücher wie dieses in den Schulunterricht aufgenommen werden sollten. Nicht nur, um von vorneherein klar zu machen, dass es 5 vor 12 für unsere Welt ist, sondern auch damit überhaupt wieder mehr gelesen wird. In der ersten Hälfte des Buches wird dargelegt, wie die Menschheit sich entwickelt hat und schon von Beginn an in ihre Umwelt eingegriffen hat. So wird auch der Übergang vom Jäger und Sammler zum sesshaften Menschen oft damit erklärt, dass die Jagdbeute kontinuierlich weniger geworden ist durch die starke Bejagung und dem Menschen einfach nichts anderes übrig blieb, als auf Ackerbau umzusteigen. Zusammen mit dem plötzlichen Aussterben des Mammuts und Wollnashorns – das noch immer nicht völlig nachvollziehbar für die Wissenschaft ist – halte ich das für relativ plausibel. Zugleich ist es dann wohl auch eines der ersten Beispiele für eine Naturkatastrophe, die durch den Menschen verursacht wurde. Nach der Herleitung wird dann einzeln auf jedes Problem eingegangen, mit dem wir Menschen heutzutage unseren Planeten Stück für Stück zerstören. Ob es die Verschmutzung der Meere ist, der Abbau fossiler Brennstoffe oder die Art, wie Landwirtschaft betrieben wird, alles wird analysiert, aufgedeckt und hinterfragt. Manche Kapitel sind in Form eines Interviews gehalten, in denen Fachleute und Engagierte ihre Meinung kund tun. Etwa das letzte Drittel zeigt konkrete Möglichkeiten auf, die dabei helfen sollen, unsere Erde wieder gesunden zu lassen. Dabei werden auch viele Organisationen vorgestellt, die sie seit Jahrzehnten um eine nachhaltigere Welt bemühen und auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen – ob das jetzt Brot für die Welt, Greenpeace oder der WWF ist, sie alle bekommen eine Stimme in diesem Buch. Zum Schluss erwartet den Leser noch ein Verzeichnis an weiterführenden Quellen, deren Schwerpunkt auf Internetadressen liegt, die einen an Organisationen, die sich für den Erhalt unserer Natur einsetzen, verweisen. Ein wenig negative Kritik habe ich auch, die sich eher auf die Gestaltung denn den Inhalt bezieht. Mir waren viele Schaubilder zu unübersichtlich. Die einzelnen Referenzfarben sind kaum auseinander zu halten und die Schrift doch sehr klein. Außerdem hasse ich es, wenn so eine Art Infokästchen kommt, der Haupttext unterbrochen wird und erst zwei Seiten weiter fortgeführt wird – am Besten auch noch mitten im Wort. Ich bin immer der Meinung, dass man das auch besser platzieren könnte, vor allem, wenn auf der nächsten Seite des Haupttextes dann das Kapitel zu Ende ist. Alles in allem finde ich das hier vorliegende Buch eine beeindruckende Zusammenfassung davon, wie wir auf dem besten Wege sind, unserer Art aussterben zu lassen. Dabei wird aber nicht nur kritisiert, sondern auch sinnvolle Lösungsstrategien aufgezeigt. Schlussendlich – so wird im letzten Kapitel herausgestellt – sind wir zwar lernfähig, aber in gewissen Dingen unbelehrbar. Es ist jetzt an der Zeit, unserer Beschränkungen zu überwinden und dafür zu sorgen, dass auch unsere Kindeskinder noch einen bewohnbaren Planeten vorfinden.

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Ein grün inspirierter Physiker sieht rot
von einer Kundin/einem Kunden aus Kaiserslautern am 11.01.2017

Kritik, kurzgefasst: Die reißerisch formulierte Behauptung des Physikers Lesch, „Die Menschheit schafft sich ab!“, schürt Ängste und fördert Resignation, wo mehr Mut und Verstand gefordert sind. Unverzeihlich ist es, dass er die Hauptsätze der Thermodynamik und ihre Bedeutung für die Existenz des Menschen auf unserem Planeten unberücksichtigt lässt. Er vertraut... Kritik, kurzgefasst: Die reißerisch formulierte Behauptung des Physikers Lesch, „Die Menschheit schafft sich ab!“, schürt Ängste und fördert Resignation, wo mehr Mut und Verstand gefordert sind. Unverzeihlich ist es, dass er die Hauptsätze der Thermodynamik und ihre Bedeutung für die Existenz des Menschen auf unserem Planeten unberücksichtigt lässt. Er vertraut offensichtlich mehr grünen Vordenkern als physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Mit dem Füllen von 520 Buchseiten – etwa 200 Seiten poppig servierte Natur- und Kulturgeschichte und etwa 300 Seiten redundant diskutierte Bedrohungsszenarien – outet sich Lesch als großer Energieverschwender („Entropiemaximierer“). Begründung der Kritik: Zunächst müssen wir akzeptieren, dass alle Strukturen im Universum, ob lebendig oder nicht lebendig, und alle Vorgänge im Universum, auch die Evolution bis hin zum Menschen, den Gesetzen der Physik zu gehorchen haben. Für uns Menschen gilt: Wir verdanken unsere Existenz (wie im übrigen alle Ordnung repräsentierenden Strukturen, wie z. B. Wolken, Windgürtel und Meeresströmungen sowie auch Pflanzen und Tiere) dem Energieunterschied „heiße Sonne – kalte Erde“. Die Hauptsätze der Thermodynamik (Wärmelehre) geben die „Spielregeln“ vor, wie aus dem „Heiß“ der Sonne und dem „Kalt“ der Erde möglichst schnell ein „Lau“ - also Wärme - wird. Die Natur bedient sich dabei der oben genannten geordneten Strukturen als „Werkzeuge“. Es sind sogenannte „dissipative“ Strukturen (Ilya Prigogine, Nobelpreis 1977), die durch ihre Energie „zerstrahlende“ Wirkung besonders schnell hochwertige Sonnenenergie (Kohle, Erdöl und Erdgas gehören auch dazu) in „niederwertige“ Wärmeenergie umwandeln („Entropie-Maximierung“, 2. Hauptsatz der Thermodynamik). Und der mit Bewusstsein begabte Mensch ist das aktuell beste „Werkzeug“ der Wärmeenergie-Produktion (also nicht nur im biblischen Sinn „die Krone der Schöpfung“!): Er legt sich energieaufwendig arbeitende „künstliche Organe“ zu wie zum Beispiel Maschinen und Automobile, er macht die Nacht zum Tag, er strebt nach Luxus und stellt spezielle Ansprüche an Wohnung, Kleidung, Nahrung und Unterhaltung. Und das ist der Trick der Natur: Auf das alles wollen wir Menschen nicht verzichten, weil es uns glücklich macht! Dazu noch ein Hinweis: Auch Lesch gebraucht das Wort „dissipativ“. Auf Seite 59 heißt es: „Leben ist dissipativ. Energie wird verarbeitet, verbraucht, verteilt.“ Einen Bezug zum 2. Hauptsatz der Thermodynamik und damit zur vermehrten Wärmebildung stellt er aber nicht her. Aus alledem folgt: Der Mensch ist entstanden, wie alle „dissipativen“ Strukturen auf unserem Planeten, durch das Vorkommen des Energieunterschieds „heiße Sonne – kalte Erde“. Die Natur erschuf ihn zur möglichst schnellen Beseitigung dieses Unterschieds und damit, zu Ende gedacht, zur Vernichtung dessen, dem der Mensch seine Existenz verdankt! Physikalisch betrachtet, schafft sich die Menschheit also nicht ab. Das ist grün inspirierte Apokalyptik! Sie macht sich allenfalls irgendwann in sehr ferner Zukunft nach den Gesetzen der Physik überflüssig! Und was die Erderwärmung und den damit verbundenen Klimawandel anbetrifft, müssen wir einsehen, dass es sich um die Folgen eines naturgewollten Prozesses, der „Entropie-Maximierung“, handelt. Die „dissipativen“ Strukturen, an ihrer Spitze der Mensch, leisten ganze Arbeit! Die Erderwärmung können wir also nicht beseitigen; wir können sie nur verlangsamen! Das heißt, wir müssen lernen, mit der Erderwärmung und einem möglichen Klimawandel zu leben. Lesch will das offensichtlich nicht wahrhaben. Wir sollten trotzdem optimistisch in die Zukunft schauen und unserem einzigartigen Überlebensinstrument, unserem mit Vernunft und Kreativität begabten Bewusstsein, vertrauen. Es wird uns auch weiterhin helfen, die Zukunft zu meistern und ein „Die Menschheit schafft sich ab“ zu vermeiden.

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