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Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Roman

(67)
Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos, denn anders als seine Freunde hat er keine besonderen Eigenheiten oder Vorlieben, ausgenommen vielleicht ein vages Interesse für Bahnhöfe. Als er nach der Oberschule die gemeinsame Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Erfolglos versucht er wieder und wieder, sie zu erreichen, bis er schliesslich einen Anruf erhält: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, lautet die Botschaft, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt.
Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-jährige Tsukuru seiner neuen Freundin Sara, die nicht glauben kann, dass er nie versucht hat, der Geschichte auf den Grund zu gehen. Von ihr ermutigt, macht Tsukuru sich auf, um sich den Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen.
Rezension
In Japan waren kurz nach Erscheinen zwei Millionen Exemplare verkauft. Ein Buch über die Einsamkeit als gigantischer Kassenerfolg. Das ist nicht paradox, sondern folgerichtig […] Haruki Murakamis Roman ist schön, bildgewaltig, realitätsverschiebend und weise [...] vielleicht gehört das dazu, zu einer Pilgerreise in die eigene Vergangenheit, zum Kern der Freundschaft, zum Kern der grossen Traurigkeit. Einer Reise zum Ursprung der Isolation, der soviele Leser folgen wollen.“
Volker Weidermann, FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG

"Eine zarte, ernste Liebes- und Selbstfindungsgeschichte, die ohne Surrealismus, doppelte Böden, privatistische und hartnäckig undechiffrierbare Visionen auskommt und gerade heruntererzählt wird: Ein Mann versucht, sich nach Jahren seinem Trauma zu stellen, und am Ende begreift er etwas […] Es ist eine Freiheitsgeschichte, die Murakami erzählt. Man kann sie, im eigenen Leben, gut gebrauchen.“
Peter Praschl, DIE LITERARISCHE WELT

„Murakami kann süchtigmachend schreiben […] er fängt in seinen lakonisch erzählten Romanen ein Lebensgefühl ein, das ein Ausdruck unserer Zeit ist. Es ist ein fragmentiertes Gefühl: die Erfahrung von Verlust, die Akzeptanz von Vereinzelung, die Sehnsucht nach Liebe und Freundschaft - und die Gewissheit, dass der Tod unausweichlich ist […] Eines Tages wird Murakami den Nobelpreis erhalten. Weil er so bunt wie sonst niemand von der menschlichen Farblosigkeit zu erzählen weiss."
Claudia Voigt, DER SPIEGEL

„Ein Autor, der es wie sonst kaum einer beherrscht, Stimmungen zu erzeugen [...] Mit jedem Buch, das er beim Warten auf die überfällige Auszeichnung schreibt, beschämt er das Nobelpreiskomitee aufs Neue [...] Wie kann man nur, Buch für Buch, ein Meisterwerk nach dem anderen schaffen? Mit seinem neuen Roman ist es Haruki Murakami wieder einmal gelungen [...]
Andreas Platthaus, F.A.Z.

"Voller emotionaler Spannung."
50 PLUS

„Eine Geschichte von Freundschaft und Verrat, von Todessehnsucht und Überlebenswille. Ein Roman so spannend wie ein Thriller, so ernsthaft wie eine Tragödie und so ganz aus eigenen Ton und Thema geschöpft, wie es nicht anders sein kann bei Haruki Murakami [...] All das ist in Murakamis dezenter Schilderung bewegend, ist reich an meisterlichen Szenen. Nicht mit grellen Farben, sondern mit feinen Tönungen entwirft er eine üppige Seelenlandschaft.“
Martin Oehlen, KÖLNER STADT-ANZEIGER/BERLINER ZEITUNG

"Im neuen Roman "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" gerät ein vermeintlich dröger Mensch durch ein mysteriöses Vergehen an den Abgrund. Des Todes, der Freundschaft und der Liebe. Und das ist wirklich sehr viel spannender, als Titel und Autor uns glauben machen wollen.“

BRIGITTE

"Ein grosses Buch voller Ruhe und Spannung(...) Gibt es einen anderen lebenden Autor, der so ruhig und knapp und gleichzeitig mit soviel emotionaler Kraft zu erzählen vermag wie er? Man braucht kein Japanisch zu können, um zu spüren, wie seine Übersetzerin Ursula Gräfe diese gewiss schwer zu vermittelnde Qualität auch im Deutschen zur Entfaltung bringt."
Burkhard Müller, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Ein neuer Murakami, und was für einer! […] Grandios!"
ANNABELLE

"Ein faszinierendes Buch, weil der Autor etwas tut, was nicht nur in Japan selten ist: Er nimmt sich Zeit für einen Menschen, für seine Träume, seine Verletzungen, seine Seele."
Sabine Schmidt, BÜCHER

„‚Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" treffen den Nerv unserer Zeit [...] Der aussergewöhnliche Erfolg erklärt sich damit, dass der Bestsellerautor und ewige Kandidat für den Literaturnobelpreis trotz dem düsteren Motiv ein farbenfrohes und hoffnungsvolles Buch geschrieben hat. Er weist einen Weg aus der Einsamkeit: die Liebe.“
Daniel Arnet, SONNTAGSZEITUNG

"Alles schliesst sich zu einem überzeugenden Universum zusammen, nicht zuletzt dank einer virtuosen Leitmotivtechnik […] Seine Romane sind im Grunde zeitgenössische Märchen: voller fantastischer Bilder und reich an archetypischen Vorstellungen, die aus der Schmucklosigkeit seiner Prosa doppelt hervorstechen [...] In den "Pilgerjahren" steckt die ganze Anspannung, zu der Haruki Murakami fähig ist."
Gregor Dotzauer, DER TAGESSPIEGEL

"Es ist Murakamis bislang traurigstes Buch, aber in seiner Klarheit und Konsequenz, mit der er sich der Lebenswehmut stellt, auch eines seiner schönsten."
Jan Ehlert, NDR

"Wundervoll erzählt."
STERN

"Ein wunderbares Buch über Freundschaft, Liebe, Schuld und Schmerz."
WOMAN

"Das ist die kleine, zarte Geschichte einer Selbstfindung, die ihre Effekte und Geheimnisse braucht. Ihre kalten Schauer, die Murakami für das Um und Auf hält."
Peter Pisa, KURIER

"Das Buch ist nicht nur ein Bestseller, sondern auch gut [...] Er schreibt unterhaltsam wie die besten US-Schriftsteller, er versetzt den Leser in die faszinierende japanische Kultur und er hat obendrein noch eine philosophische Ader, als würde man einem zeitgemässen Hesse lauschen [...] Mit den "Pilgerjahren" zeigt er, dass auch angeblich farblose Menschen faszinierende Geschichten in sich tragen. Und er schlisset wieder an alte Glanzleistungen an."
Sebastian Fasthuber, SALZBURGER NACHRICHTEN

"Dieser Roman ist für die Fangemeinde ein einziger Grund zum Feiern."
Wolf Ebersberger, NÜRNBERGER ZEITUNG

"Genau hier zeigt sich, mehr denn je, Murakamis grosse Kunst. Keiner kann so feine, leise und zugleich so präzise Psychogramme entwerfen wie er. Und kaum einer schreibt so einfach und sagt so viel dabei. Ein wunderschöner Roman, einer seiner besten.""
Roana Brogsitter, BAYERISCHER RUNDFUNK

""Ein ruhiger, entspannt-realistischer Roman. Wohl abgeschmeckt, gut dosiert, unaufgeregt, höflich. Die stilvolle Verbeugung vor diesem Autor impliziert Dankeschön und grosses Lob."
RBB

"Mit Sicherheit ist selbst ein mittelguter Roman von Haruki Murakami immer noch tausendmal besser, als alles andere, was sonst auf der Bestsellerliste steht."
Kerstin Meier, BÜCHER MAGAZIN DES KÖLNER STADT-ANZEIGERS

"Selbst in der Übersetzung bleibt immer etwas Fremdes in diesem Murakami-Sound, den die Übersetzerin Ursula Gräfe kreiert hat und dem wir alle verfallen sind […] Kühl und doch betörend zeigt Murakami fünf Menschen, die jeder auf seine Weise aus der Tradition in die Individualität treten, beleuchtet Freundschaft und Liebe, Begehren und Schuld."
Maik Brüggemeyer, ROLLING STONE

„Ein hinreissendes Meisterwerk.“
ECHO TIROLS

„Ein toll komponierter Roman, der selbst Nicht-Murakami-Anhänger begeistern wird.“
MYSELF

„Man hat den farblosen Herrn Tazaki“ so ins Herz geschlossen.“
Wolfgang Huber-Lang, APA

„Es ist eine verflucht gute Geschichte […] einer der ganz seltenen Romane, die Sie in jedermanns Hände legen können als Empfehlung. […] Der Erfolg von Haruki Murakami liegt darin, dass er eines der zentralen Themen […] adressiert, die uns überhaupt zu Literatur greifen lassen […], unsere Todesangst.“
Denis Scheck, SWR „lesenswert“

"Haruki Murakami hat wieder ein Werk voll grosser Eleganz und Breite verfasst."
Alex Dengler, DENGLERS BUCHKRITIK ONLINE

"Wie Murakami [...] die heikle Balance zwischen Literatur und Lebenshilfe hält, ohne je in Kitsch abzugleiten, zählt zu den grossen Lesefreuden dieses Frühjahrs."
Denis Scheck, ARD DRUCKFRISCH

„Haruki Murakami schafft es, Mystik elegant zu verkaufen.“
WIEN LIVE

"Über viele Jahre schon haben wir den einfachen, gut rhythmisierten, den coolen Sound Haruki Murakamis in der Übersetzung von Ursula Gräfe im Ohr. Das Abgründige wird leicht und das Leichte abgründig."
CICERO

"Ein Suchtmittel […] Murakami at his best."
Sabine Grimkowski, SWR 2

"Ein farbenfroher Roman voll Spannung und Poesie."
Julia Fischer, THE SIMPLE THINGS

"Murakami ist ein Meister der Konstruktion."
Konrad Holzer, BUCHKULTUR

"Eine grausam-schmerzliche Geschichte, lakonisch, melancholisch und voller Sehnsucht nach Liebe."
ZUHAUSE WOHNEN

"Grandiose grenzsurreale Erzählkunst."
NEWS

"Voller emotionaler Spannung."
50 PLUS
Portrait
Haruki Murakami, 1949 in Kyoto geboren, lebte über längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung im DuMont Buchverlag.
Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt am Main Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. den Nobelpreisträger Kenzaburō Ōe, ausserdem Yoko Ogawa und Hiromi Kawakami. Für DuMont überträgt sie die Romane Haruki Murakamis ins Deutsche.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 318
Erscheinungsdatum 03.01.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9748-3
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 216/142/35 mm
Gewicht 517
Originaltitel Shikisaki wo motanai Tazaki Tsukuru to kare no junrei no toshi
Auflage 4. Auflage
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
67 Bewertungen
Übersicht
59
6
1
1
0

Der wunderbare farbenfrohe Tsukuru Tazaki
von Kevin Meyer aus Basel am 08.01.2014

Dienstagmorgen, 09:00 Uhr. Endlich ist es soweit, ich halte Murakami's neues Werk in den Händen und...ich bin davon überaus begeistert, obwohl ich mir zuerst nicht im klaren war, was ich von dem Buch überhaupt erwarten konnte. Das es wieder surreal & melancholisch werden wird, wussten wir -so glaube ich-... Dienstagmorgen, 09:00 Uhr. Endlich ist es soweit, ich halte Murakami's neues Werk in den Händen und...ich bin davon überaus begeistert, obwohl ich mir zuerst nicht im klaren war, was ich von dem Buch überhaupt erwarten konnte. Das es wieder surreal & melancholisch werden wird, wussten wir -so glaube ich- alle...und ein Erfolg wird es auch werden. Aber...um was geht es eigentlich? Der Titel ist ja nicht gerade aufschlussreich. Denkt man... Was hat es mit den vier Farben auf sich und auf was für eine Pilgerreise begibt sich der "farblose" Herr Tazaki? Tazaki berichtet seiner weiblichen Begleitung von seinen vier Freunden aus seiner Schulzeit: Kei Akamatsu, Yoshi Oumi, Yazuki Shirane & Eri Kurono. Dabei steht jeder Nachname seiner Freunde für eine Farbe: Rot, Blau, Weiss & Schwarz. Er beginnt eine Reise auf der Suche nach seinen Freunden, die alle eine Farbe innehalten. Sie waren in Schulzeiten perfekt füreinander gemacht. Alle hatten in den Nachnamen eine Farbe eingearbeitet. Alle bis auf Tazaki... Tazakis Bekannte, Sara erfährt, dass Rot, Blau, Weiss & Schwarz den engen Kontakt den sie zu ihm hatten von einem Tag auf den anderen abbrachen. Keiner der vier wollte etwas mit ihm zu tun haben. Und viele Jahre dannach weiss der farblose Tazaki nicht wieso und möchte es auch nicht wissen. Der Schmerz ist viel zu gross. Doch durch Sara bestärkt begibt sich Tazaki auf eine Reise -die ihn unter anderem nach Finnland verschhlägt-, um die düstere Wahrheit herauszufinden. Was geschah vor 16 Jahren, so dass jeglicher Kontakt zu dem treuen, netten & fürsorglichen Tsukuru abgebrochen wurde? Was das Buch von anderen Titel Murakamis unterscheidet, ist -unter anderem- die Erzählweise. Tazaki erzählt Sara aus seiner Sicht, was in den vergangen Jahren geschehen war und im nächsten Abschnitt übernimmt diese Rolle der Erzähler, was das Buch sehr spannend zu Lesen macht. Die eben genannte Erzählstruktur gibt dem Buch einen ganz besonderen Flair. SPOILER Meiner Meinung nach, finde ich es nicht schlimm, dass der Leser nicht erfährt, ob Tazaki schlussendlich mit Sara zusammenkommt. Das Buch lässt am Ende Spielraum für offene Interpretationen. Jedoch ist es -so finde ich- nicht wichtig ob sie ein Paar werden oder nicht, denn um das geht es im grunde ja gar nicht. Vielmehr geht es darum, dass Tazaki dieses mal das richtige tat. Und als Murakami-Fan ist man es sich ja gewohnt, dass das Ende offen bleibt. ;-)

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2 0
Manchmal reicht eine gute Rezension nicht aus, um einem Buch gerecht zu werden...
von Sharons Bücherparadies am 29.10.2014

Es gibt Bücher, die einen faszinieren und nicht wieder loslassen wollen. Es gibt Bücher, für die auch eine gute Rezension nicht ausreicht, um zu beschreiben, was man beim Lesen empfunden hat und dies ist eines dieser besagten Bücher. Als ich die ersten Seiten des Buches gelesen hatte, war ich sofort... Es gibt Bücher, die einen faszinieren und nicht wieder loslassen wollen. Es gibt Bücher, für die auch eine gute Rezension nicht ausreicht, um zu beschreiben, was man beim Lesen empfunden hat und dies ist eines dieser besagten Bücher. Als ich die ersten Seiten des Buches gelesen hatte, war ich sofort begeistert von Murakamis Schreibstil. Dieser war einfach wunderbar. Er schrieb sehr detailliert und vorallem leicht und entspannt. Mir gelang es sofort, in das Buch einzusteigen und der Geschichte somit zu folgen. Zu Beginn lernte man sofort Tsukuru kennen und mögen, hatte gleich Mitleid mit diesem tollen Charakter. Man konnte sich richtig in diesen hineinversetzen. Als dieser dann aus seinem bisherigen Leben erzählte, erfuhr man viele Dinge, die für Tsukurus Zustand verantwortlich waren. Der Autor schaffte es ein derartiges Mitgefühl aufkommen zu lassen, dass man nicht nur an einigen Stellen schmunzeln musste, wenn Tsukuru z.B. aus seinem Sexleben erzählte, sondern an einigen Stellen auch wirklich traurig wurde und etwas Gänsehaut bekam, was dieser Charakter alles miterleben musste und wie einsam ein Mensch doch nur sein kann. Auch im realen Leben regte einen das Buch teilweise wirklich zum Nachdenken an. Die Story, die dem Leser hier geboten wurde war zugleich auch interessant und sehr abwechslungsreich, sogar Spannung kam teilweise auf, als es um den Grund ging, weshalb Tsukuru damals aus der Clique ausgeschlossen wurde. Das Cover des Buches ist meiner Meinung nach ganz wunderbar gestaltet. Der Umschlag ist komplett durchsichtig, und zeigt bunte Flügel, auf welchem der Buchtitel und der Autorenname versehen sind. Darunter verbirgt sich ein schöner, schwarz-weißer Schmetterling. Legt man also das Cover direkt um das Buch, so verschmilzt alles wunderbar miteinander. Eine sehr tolle Idee, wie ich finde. Zu den Charakteren habe ich bereits schon einiges erzählt. Tsukuru war mein absoluter Favorit. Aber auch Sara, die er dann traf, auf welche er sich einließ und ihr seine Geheimnisse anvertraute, war eine Person, die ich in diesem Buch sehr mochte. Was ich sehr schade fand, war die Beziehung zu Haida, welchen Tsukuru im Verlauf seines Lebens kennenlernte mit welchem auch er eine tiefe Freundschaft verband. Auch dieser Charakter hatte Geheimnisse und enttäuschte Tsukuru auf eine gewisse Art und Weise. Der Autor schaffte es jedoch im Allgemeinen derart tolle, ausgearbeitete Charaktere zu erschaffen, die der Leser einfach nur lieben kann und welche einem am Ende des Buches zufrieden zurück ließen. Fazit: Für mich war dies ein Buch, mein erstes und vorallem nicht letztes des Autors, welches mir noch sehr lange in guter Erinnerung bleiben wird. Neben den tollen Charakteren, erschuf Murakami eine bewegende, aufregende und zugleich entspannte Story die mich absolut begeistern konnte. - Cover: 5/5 - Story: 5/5 - Charaktere: 5/5 - Emotionen: 5/5 - Schreibstil: 5/5 Gesamt: 5/5 Sternen

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1 0
Murakami auf der Höhe seiner Kunst!
von Ulrich Raifer aus Wien, Q19 am 24.03.2014

Ein wunderschönes Buch über Einsamkeit, Freundschaft und Liebe. Über das Leben!

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1 0

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