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Die Schönheitskönigin von Jerusalem

Roman

(14)
»Die sephardische Version von Amos Oz’ ›Geschichte von Liebe und Finsternis‹. Überragend.« Nana
Strahlend, lebenslustig und wunderschön ist Luna Ermoza mit den grünen Augen. Doch ihre Ehe ist ein Desaster hinter perfekter Fassade, und für ihre Tochter Gabriela kann sie keinerlei Zärtlichkeit empfinden – wie einst ihre Mutter Rosa für sie. Denn während das Delikatessengeschäft Rafael Ermoza & Söhne im Jerusalemer Machane-Jehuda-Markt floriert, scheint auf den Frauen der Familie ein Fluch zu lasten, der ihnen das Glück in der Liebe verwehrt und sie verbittern lässt. Meisterlich verwebt Sarit Yishai-Levi das Schicksal vierer Generationen der sephardischen Familie mit den bewegtesten Jahrzehnten israelischer Geschichte.
„Wunderschön und umwerfend! Ein bezauberndes, bewegendes Buch, dessen Figuren mich weiter begleitet haben, als lebten sie noch heute in Jerusalem.“ Haaretz
Rezension
" Ein bezauberndes und tiefgründiges Buch über die Macht der Liebe [...] " Buchjournal, 07.03.2016
" [...] [ein] opulente[r] Generationenroman. " n-tv, 20.03.2016
" [...] [eine] saftige Familiengeschichte mit starken Charakteren " Uschi Loigge, Kleine Zeitung, 26.03.2016
" [...] ein wunderbar geschriebener Roman voller Klarheit und Ehrlichkeit [...] " hr2 Kultur, 04.04.2016
" Die Geschichte [...] ist spannend erzählt. " Eveline Petzoldt, NDR Kulturzeit, 12.04.2016
" [...] [eine] umwerfende Geschichte [...] " Uta Dietsch, tina, 22.04.2016 " Ein Buch, das nicht loslässt, auch wenn die letzte Seite schon gelesen ist. " Sigrun Klüger, Kulturette Magazin, 01.06.2016 " [...] hier kommt man auf seine Kosten! " Bernd Kielmann, Buch-Magazin, 01.06.2016 " Eine wunderbare Sommerlektüre! " Evangelisches Literaturportal, 03.06.2016 "Dieser Schmöker öffnet eine für uns wenig bekannte Welt." Meike Schnitzler, Brigitte, 08.06.2016 " [...] fremd und exotisch, gespickt mit den unterschiedlichsten Charakteren - wunderbar geschrieben! " Julia Malek, Neue Westfälische, 01.08.2016 " [...] eine Liebeserklärung an ein verrücktes Land. " Georg M. Hafner, Jüdische Allgemeine, 13.10.2016 " [...] ein wahres Schmökervergnügen. " Altmühl-Bote, September 2016
Portrait
Sarit Yishai-Levi, geboren 1947 in Jerusalem in eine seit Generationen dort ansässige sephardische Familie, war als Schauspielerin, Journalistin, Korrespondentin und Moderatorin tätig. Nach vier Sachbüchern eroberte sie mit ihrem ersten Roman, „Die Schönheitskönigin von Jerusalem“, die israelischen Bestsellerlisten.

Ruth Achlama, geboren 1945, lebt seit 1974 in Israel und übersetzt seit Anfang der 1980er Jahre hebräische Literatur, darunter Werke von Amos Oz, Meir Shalev, Yoram Kaniuk und Ayelet Gundar-Goshen. Für ihre Arbeit wurde sie unter anderem mit dem deutsch-israelischen Übersetzerpreis (2015) ausgezeichnet.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 618
Erscheinungsdatum 14.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03631-7
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 221/139/50 mm
Gewicht 749
Originaltitel Malkat Ha-Yofi Shel Yerushalayim
Auflage 2. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


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Übersicht
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Eine Tochter verkehrter Widerspenstigkeit
von Jenny Vogler am 24.05.2016

„Das ist ein Wunder, dachte ich, das reinste Wunder, da spüre ich die Liebe genau dort, wo Bekki es mir versprochen hat: zwischen Brüsten und Bauch, dort, wo mein Herz sitzt.“ Auf den Frauen der Familie Ermoza scheint ein bitterer Fluch zu liegen. Ihre Männer bringen ihnen keine Liebe entgegen... „Das ist ein Wunder, dachte ich, das reinste Wunder, da spüre ich die Liebe genau dort, wo Bekki es mir versprochen hat: zwischen Brüsten und Bauch, dort, wo mein Herz sitzt.“ Auf den Frauen der Familie Ermoza scheint ein bitterer Fluch zu liegen. Ihre Männer bringen ihnen keine Liebe entgegen und sie selbst können für ihre Töchter keine Herzenswärme empfinden. So ist das Leben der Frauen aus drei verschiedenen Generationen geprägt von Distanziertheit, Unwillen und Unverständnis innerhalb ihrer Ehe. Jede versucht damit auf ihre eigene Weise klarzukommen und keiner gelingt es, ihrem inneren Gefängnis zu entfliehen. Nur die jüngste Tochter der Familie rollt das Leben und Wirken ihrer Altvorderen auf und entlarvt die traurigen Lebenslügen, mit denen sich ihre Mutter, ihre Großmutter und ihre Urgroßmutter herumgeschlagen haben. Sie wird es schaffen, dass auch der Mann an ihrer Seite nicht nur seine Pflicht erfüllt, sondern auch ihr Herz erfreut und sie achtet. Nach anfänglicher Leseprobleme auf den ersten einhundert Seiten, die mich nur schwer in die Geschichte hineingebracht haben, entwickelte sich dieser monumentale Gesellschaftsroman zu einer hochinteressanten Familientragödie, die mich mit jeder weiteren Leseminute mehr und mehr gefesselt hat. Besonders fasziniert hat mich die Vielschichtigkeit der Erzählung, welche die verschiedenen Lebensentwürfe der Hauptprotagonistin Luna Ermoza, ihrer Mutter Rosa und später die ihrer Tochter Gabriela schildert. Allesamt gehen einen selbstbestimmten Lebensweg und werden doch beschnitten von den klassischen Rollenbildern innerhalb der Familie. Gefangen zwischen gesellschaftlichen Zwängen, historischen Kriegsereignissen und den innerfamiliären Problemen mit ihren Männern. Darüber hinaus bekommen auch die Nebendarsteller wie Schwestern, Brüder und Väter eine wichtige Position, die es dem Leser ermöglicht, die Geschehnisse unter objektiven Gesichtspunkten zu betrachten. Der Autorin gelingt es aber nicht nur einen Roman über verpasste Chancen, traurige Liebesbeziehungen und konfliktbehaftete Mutter-Töchter-Beziehungen zu verfassen, sondern vielmehr ein umfassendes Werk über eine traditionelle, einst angesehene Unternehmerfamilie im alten Jerusalem. Die historischen Ereignisse werden symbiotisch eingeflochten und beanspruchen und lenken die Geschicke der Beteiligten, die selbst am Übergang zwischen der „alten“ und der „neuen“ Welt beteiligt sind und damit umzugehen lernen. Fazit: Ich vergebe volle Punktzahl und spreche eine Leseempfehlung für alle aus, die gern intensive, sprachliche niveauvolle Romane lesen und sich auf die Ereignisse in einem Buch einlassen können. Denn hier lohnt sich das Dranbleiben auf jeden Fall, genauso wie das konzentrierte Lesen. Besonders hervorheben möchte ich die Detailtreue, die bildhafte Sprache und die sehr interessanten Einblicke in ein Familienleben jenseits der heutigen Vorstellungen und auch jenseits des heutigen, unbeschwerten Rollenverständnisses zwischen Mann und Frau.

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Die Schönheitskönigin von Jerusalem
von miss.mesmerized am 08.05.2016

Auf den Frauen der Familie Ermoza liegt ein Fluch, über Generationen sind sie gestraft mit Kindern, die sie nicht lieben und von denen sie auch keine Zuneigung empfangen. Ein Streit zwischen Gabriel und seiner Mutter veranlasst diese, ihren Sohn mit der unscheinbaren Waise Rosa zu verheiraten. Für den erfolgreichen... Auf den Frauen der Familie Ermoza liegt ein Fluch, über Generationen sind sie gestraft mit Kindern, die sie nicht lieben und von denen sie auch keine Zuneigung empfangen. Ein Streit zwischen Gabriel und seiner Mutter veranlasst diese, ihren Sohn mit der unscheinbaren Waise Rosa zu verheiraten. Für den erfolgreichen Jerusalemer Geschäftsmann eine Schande, doch er weiß, was sich gehört und akzeptiert die Ehe, auch wenn ihm seine Frau immer fremd bleiben wird. Erst durch die Geburt der ersten Tochter Luna, die er als Strafe nicht nach seiner Mutter benennt, lebt er wieder auf. Luna wird von ihrem Vater geliebt und so wächst ein höchst verzogenes Gör heran, die ihre Mutter nicht respektiert und wegen ihrer Schönheit alles erhält, was sie sich wünscht und von der ganzen Stadt bewundert wird. Doch als erwachsene Frau muss auch Luna lernen, dass Liebe nicht automatisch kommt und ihre Verzweiflung in einer ebenfalls unglücklichen Ehe führt dazu, dass auch sie mit einer ihr fremden Tochter gestraft wird. Die turbulenten Jahre Israels zwischen englischem Mandat und Staatsgründung werden durch das Schicksal der sephardischen Familie geschildert. Leicht haben sie es nicht, die Frauen. Im Zentrum steht Luna, undankbare, eigensinnige Tochter, die sich und ihrer Familie das Leben schwer macht und eigensinnig ihren Weg verfolgt, ohne Rücksicht auf Verluste. Bisweilen hasst man diese Frau in ihrer oft herzlosen, egoistischen Art. Dann empfindet man wieder Mitleid mit ihr, wird sie doch ebenso wie die anderen Figuren gestraft. Aus heutiger Sicht wünscht man sich auch häufig Frauenfiguren, die sich befreien von den gesellschaftlichen und familiären Zwängen, so hatte ich doch auf Rosas Entwicklung gehofft – aber es wäre illusorisch gewesen, zu ihrer Zeit muss sie die ihr zugeschriebene Rolle an der Seite ihres Mannes einnehmen und akzeptieren. Was mir ein wenig zu kurz gekommen ist, war am Ende die Geschichte um Gabriela, die sehr schnell erzählt wird, allerdings hätte ein weiteres Ausufern wahrlich den Rahmen gesprengt. Die Entwicklung der Frauen wird von der Autorin glaubwürdig geschildert und ist zu jedem Zeitpunkt interessant zu lesen. Vor allem die Verwebung von Historie und Fiktion ist sehr gut gelungen, da das Schicksal maßgeblich von den Ereignissen in Israel und der Welt geleitet wird. Trotz der vielen negativen Erfahrungen, die die Frauen durchleben, fand ich den Roman nicht deprimierend, sondern eher die Auseinandersetzung mit dem Verhalten der Figuren fördernd.

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Anspruchsvolle Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 24.05.2017

Warum erleben die Frauen der jüdischen Familie Ermoza durch vier Generationen hinweg das Unglück, mit einem lieblosen Mann verheiratet zu sein? Dieser packende Roman berichtet über ihr Schicksal und Aspekte der jüdische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

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