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Eidergrab

Historischer Küstenkrimi

(6)
Eiderstedt 1846: Dina Martensen soll nach dem Verbleib einer jungen Milchmagd forschen, von der jede Spur fehlt. Die Gendarmerie nimmt den Fall zunächst nicht ernst, doch dann wird eine Frauenleiche in der Marsch gefunden, gefesselt und geschändet. Ist die Tote die Vermisste? Als wenig später ein Knecht vergraben im Deich entdeckt wird, beginnt für Dina ein Wettlauf gegen die Zeit.
Portrait
Volker Streiter, geboren im westfälischen Soest, kam nach der Polizeiausbildung nach Köln und liess sich dort nieder. Als Polizist streifte er durch Trabantenstädte wie Millionärshäuser, war Einsatztrainer und ist Teil der »Stadtteilpolizei «. In der Freizeit lässt er aus Spass am Schreiben und der Faszination für die Natur in schönen Gegenden morden.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 21.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95451-902-6
Reihe Historischer Küstenkrimi
Verlag Emons Verlag
Maße (L/B/H) 203/134/27 mm
Gewicht 356
Buch (Taschenbuch)
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Die Tote in der Marsch
von leseratte1310 am 11.06.2016

Auguste Simons ist 1846 Wirtsfrau auf Amrum. Ihre Tochter Immke arbeitet als Magd auf einem großen Hof auf der Halbinsel Eiderstedt. Als Auguste erfährt, dass ihre Tochter seit Wochen verschwunden ist, bittet sie Dina Martensen, ihre Tochter zu suchen. Dina macht sich auf den Weg, um sich in Eiderstedt... Auguste Simons ist 1846 Wirtsfrau auf Amrum. Ihre Tochter Immke arbeitet als Magd auf einem großen Hof auf der Halbinsel Eiderstedt. Als Auguste erfährt, dass ihre Tochter seit Wochen verschwunden ist, bittet sie Dina Martensen, ihre Tochter zu suchen. Dina macht sich auf den Weg, um sich in Eiderstedt anstellen zu lassen. In der Tasche hat sie eine Empfehlung von Pfarrer Mehlenberg. Die Gendarmen messen dem Verschwinden von Immke keine Bedeutung bei. Doch dann wird eine Frauenleiche in der Marsch gefunden und Dina vermutet das Schlimmste. Aber es bleibt nicht bei dieser Toten. Dina Martensen hat in der Vergangenheit schon mal einen Fall geklärt. Daher fällt ihr in Eiderstedt auch gleich auf, dass nicht nur Immke verschwunden ist. Aber sie wird aufgrund ihrer Fragerei natürlich misstrauisch beäugt. Doch als die Tote in der Marsch auftaucht, erhält Dina bei ihren Ermittlungen Unterstützung. Der Gendarm aus Garding, Cornelius Asmus, will die Sache aufklären und auch der neue Dorflehrer Bernard Rose ist nicht untätig. Dina Martensen ermittelte auch schon in dem Vorgängerband „Das Geheimnis des Strandvogts“. Doch die Bände können ohne Weiteres unabhängig voneinander gelesen werden. Die Ermittlungen sind nicht einfach, denn die Spuren geben Hinweise in die unterschiedlichsten Richtungen. So bleibt es bis zum Schluss spannend. Die Menschen und die Umstände, wie sie leben, sind sehr gut beschrieben. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist groß. Die Mägde und Knechte sind von ihrer Herrschaft abhängig. Wer nicht spurt, muss gehen. Zudem müssen sich die Mägde auch noch vor den Knechten in acht nehmen. Frauen sind die Leitragenden, wenn sie dann schwanger werden. Tagelöhner sind oft noch schlimmer dran, denn man holt sie nur, wenn sie gebraucht werden. Es ist toll, dass der Lehrer Rose schon zu der Zeit erkennt, dass Bildung vonnöten ist, um etwas zu ändern. Aber auch Dina ist ihrer Zeit voraus, denn sie ist eine selbstbewusste Frau. Die Charaktere sind allesamt gut ausgearbeitet. Mit gefällt, wie historische Personen mit fiktiven Charakteren in dieser Geschichte zusammentreffen. Die historische Krimi ist gleichzeitig unterhaltsam und gesellschaftskritisch. Daher von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Eidergrab
von dorli am 19.05.2016

In seinem historischen Küstenkrimi „Eidergrab“ entführt Volker Streiter den Leser in das Jahr 1846 auf die Halbinsel Eiderstedt und wartet mit einer spannenden Geschichte auf. Als die Amrumer Wirtsfrau Auguste Simons erfährt, dass ihre Tochter Immke, die als Magd auf einem großen Hof im Eiderstedter Land arbeitet, seit Wochen verschwunden... In seinem historischen Küstenkrimi „Eidergrab“ entführt Volker Streiter den Leser in das Jahr 1846 auf die Halbinsel Eiderstedt und wartet mit einer spannenden Geschichte auf. Als die Amrumer Wirtsfrau Auguste Simons erfährt, dass ihre Tochter Immke, die als Magd auf einem großen Hof im Eiderstedter Land arbeitet, seit Wochen verschwunden ist, bittet sie Dina Martensen, die Vermisste zu suchen. Mit einer Empfehlung des Inselpfarrers Mechlenburg in der Tasche macht Dina sich auf den Weg nach Eiderstedt, nimmt auf dem Ehsterhof eine Stellung als Milchmagd an und beginnt nach dem Verbleib von Immke zu forschen… Es ist Volker Streiter hervorragend gelungen, Land und Leute darzustellen. Nicht nur die Landschaft und die Gegebenheiten Eiderstedts im 19. Jahrhundert werden detailreich beschrieben, auch die Mentalität, die Eigenarten und die Lebens- und Arbeitswelt der Küstenbewohner sowie die politische Situation und die gesellschaftlichen Gepflogenheiten der damaligen Zeit fließen in die Handlung ein. Das Geschehen wirkt dadurch durchweg echt und glaubwürdig. Besonders gut gefallen hat mir, dass über der Geschichte stets eine etwas düstere, schaurige Stimmung schwebt, die dem Krimi eine Extraportion Spannung verleiht. Dinas Nachforschungen gestalten sich zunächst als sehr schwierig, da sie durch ihre Fragerei inmitten der wortkargen Eiderstedter schnell auffällt. Als jedoch in der Marsch eine Tote gefunden wird, steht Dina mit ihren Ermittlungen nicht mehr alleine da, sowohl Gendarm Cornelius Asmus aus Garding wie auch der neue Dorflehrer Bernard Rose aus Ording unterstützen sie tatkräftig. Der Blick des Lesers wird während der spannenden Spurensuche durch einige Überraschungen und Wendungen in unterschiedliche Richtungen gelenkt, so dass man bis zum Schluss über die Identität des Täters mitgrübeln und miträtseln kann. Neben den fiktiven Figuren bevölkern auch einige historische Persönlichkeiten diesen Krimi, so begegnet man im Verlauf der Handlung wichtigen Eiderstedter Amtsleuten und auch dem Schriftsteller Theodor Storm. „Eidergrab“ lässt sich angenehm zügig lesen und hat mir nicht nur spannende, unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern mir auch interessante Einblicke in die Historie Eiderstedts ermöglicht.

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Rezension zu "Eidergrab"
von Zsadista am 15.05.2016

Amrum 1846. Bei Eiderstedt verschwindet eine Milchmagd auf einem Koog. Über eine Verwandte der verschwundenen Maid wird Dina Martensen gebeten nach ihr zu suchen, denn keinen Interessiert das Verschwinden der jungen Frau. Zuerst mag Dina nicht nach dem Rechten sehen, doch die Nachbarin ist so verzweifelt, dass Dina ihr... Amrum 1846. Bei Eiderstedt verschwindet eine Milchmagd auf einem Koog. Über eine Verwandte der verschwundenen Maid wird Dina Martensen gebeten nach ihr zu suchen, denn keinen Interessiert das Verschwinden der jungen Frau. Zuerst mag Dina nicht nach dem Rechten sehen, doch die Nachbarin ist so verzweifelt, dass Dina ihr doch helfen will. Und so macht sie sich auf den Weg um inkognito nach der verschwundenen Immke zu suchen. Unterwegs reist sie mit verschiedenen Personen. Unter anderem mit dem Lehrer Rose, der später auch noch eine Leiche findet, die eigentlich noch keiner vermisst hat. Kann Rose Immke finden und den Fall lösen? Und wer sind die schrecklichen Mordbuben, die vor nichts zurück schrecken? „Eidergrab“ ist der zweite Fall für Dina Martensen. Schon von dem ersten Band „Das Geheimnis des Strandvogts“ war ich begeistert. Der Autor Volker Streiter schafft es, dass man sich komplett in den Roman hineingezogen fühlt. Er versteht es bestens, die Atmosphäre von damals wiederzubeleben. Die Protagonisten, die Zeit, das Leben, man könnte meinen, man ist in der Zeit zurück gefallen. Es wird zum Beispiel sehr gut der tiefe Graben zwischen Reich und Arm geschildert. Die Reichen herrschen und haben das sagen, die Armen müssen buckeln und den Mund halten. Der Spannungsbogen wird gehalten bis zum Ende hin. Ich selbst wusste lange nicht, wen ich überhaupt als Täter ins Auge fassen sollte. Man fiebert bei den drei Hauptcharakteren richtig mit. Dina Martensen, der Lehrer Rose und natürlich der tüchtige Gendarm Asmus, der mehr als einmal seinen Mut beweisen muss. Die Sprache entspricht natürlich der alten Zeit. Kann sein, dass sich der Leser ab und an mal anstrengen muss, aber ich hatte weder Probleme damit, noch fand ich es schlecht. Ich fand, dass dies das ganze Werk einfach abrundete. Die Aufmachung des Buches ist auch wieder sehr gelungen. Das düstere Cover lässt schon böses erahnen. Innen findet man direkt am Anfang eine Karte von Eiderstedt. So kann man alles schön verfolgen, wo sich die Leute gerade befinden. Ich liebe Karten in Büchern. Danach gibt es auch ein Personenverzeichnis mit Hinweisen auf wahre historische Persönlichkeiten. Dies macht den Roman natürlich noch authentischer, was mich einfach begeistert. Wer gerne historische Krimis geniest, dem kann ich die beiden Bände über Dina Martensen nur weiter empfehlen. Ich hoffe, dem Autor Volker Streiter gelingen noch weitere Bände um die intelligente und offene Magd Dina, denn ich würde sie auf jeden Fall lesen wollen!

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