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"For eyes only"

Die wahre Geschichte des Agenten Horst Hesse

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Horst Hesse musste untertauchen. In der DDR. Die US-Justiz hatte ihn in Abwesenheit zum Tode verurteilt, denn er hatte dem MID, dem Nachrichtendienst der US-Armee, einen enormen Schlag versetzt: Als Doppelagent im Auftrag der DDR brachte er es im MID zum Leiter der Abteilung Agentenwerbung und entwendete die komplette Agentenkartei. Eine Aktion, die zur Enttarnung von 521 Spionen und zu 140 Verhaftungen in der DDR führte. Dieses Husarenstück diente als Vorlage für den DEFA-Spionagethriller »For eyes only«. Doch über den Mann, der den Stoff geliefert hatte, erfuhr man nichts. Er musste geschützt werden. Jahre nach seinem Tod wird nun das Geheimnis gelüftet: Peter Böhm rekonstruiert das Leben eines der interessantesten Spione des 20. Jahrhunderts, den keiner wirklich kannte.
Portrait
Peter Böhm, geboren 1950, war einst im Internationalen Pressezentrum in Berlin tätig und recherchiert seit Jahren zum Thema Geheimdienste. Er legte viel beachtete Bücher über die Spione Hans-Joachim Bamler und Hans Voelkner vor. Für sein Porträtbuch von Horst Hesse erschloss er viele Quellen und unbekannte Dokumente.
Horst Hesse (1922 - 2006) war gelernter Feinmechaniker und arbeitete u.a. in den Magdeburger Kruppwerken. Nach dem Kriegsdienst ging er zur Volkspolizei und wurde in die Abteilung Grenze versetzt. Der US-amerikanischen Geheimdienst MID warb ihn als Agenten an, das Ministerium für Staatssicherheit setzte ihn hernach als Doppelagenten ein. Er arbeitete in Bremen und Würzburg, bis er 1956 enttarnt wurde und flüchten musste. Hesse lebte bis zuletzt unerkannt in Schwedt an der Oder.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Wasserzeichen
Seitenzahl 256, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.05.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783360510396
Verlag Edition ost
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Die Geschichte hinter der Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 16.07.2017

Den Film kannte wohl jeder im Osten, der in den 60ern schon ins Kino ging. Der war Legende, ein Blockbuster, würde man heute sagen. Ein Agent der DDR klaute in Würzburg bei den Bösenwichtern eines US-Geheimdienstes geheime Unterlagen, brachte sie nach Berlin und rettete den Frieden. Ein roter James... Den Film kannte wohl jeder im Osten, der in den 60ern schon ins Kino ging. Der war Legende, ein Blockbuster, würde man heute sagen. Ein Agent der DDR klaute in Würzburg bei den Bösenwichtern eines US-Geheimdienstes geheime Unterlagen, brachte sie nach Berlin und rettete den Frieden. Ein roter James Bond war geboren - etwa zur gleichen Zeit, als der Spion der freien Welt in Great Britain aus der Taufe gehoben wurde. Im Unterschied zu Ian Fleming Erfindung gab's den ostdeutschen Whistleblower tatsächlich: Er hieß Horst Hesse und lebte bis zu seinem Tode 2006 ein beschauliches Politrentner-Dasein in Schwedt an der Oder. Nicht einmal die Nachbarn hatten davon Kenntnis, wer er tatsächlich war. Peter Böhm hat sich Jahre nach dem Tod auf Hesses Spuren begeben und dessen Leben mit diesem Buch publik gemacht. Das liest sich spannend und offenbart viel Zeitgeist des Kalten Krieges. Es ist ein Geschichtsbuch der anderen Art und verrät die tatsächliche Story hinter der Filmgeschichte. Und die dürfte nicht nur für die alten Ossis neu sein. Sehr empfehlenswert!

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FOR EYES ONLY - Die wahre Geschichte hinter dem DEFA-Erfolgsfilm als spannendes Zeugnis der Zeitgeschichte
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FOR EYES ONLY, 1963 uraufgeführt, zählt zu jenen publikumswirksamen DEFA-Produktionen, die Generationen in ihren Bann zogen und die nicht durch organisierte Kollektiv-Veranstaltungen zu Publikumsmillionären wurden. Ebenso wie die späteren TV-Straßenfeger der Reihe DAS UNSICHTBARE VISIER (ab 1973) entstand der Film mit maßgeblicher Unterstützung durch die Hauptverwaltung Aufklärung beim MfS... FOR EYES ONLY, 1963 uraufgeführt, zählt zu jenen publikumswirksamen DEFA-Produktionen, die Generationen in ihren Bann zogen und die nicht durch organisierte Kollektiv-Veranstaltungen zu Publikumsmillionären wurden. Ebenso wie die späteren TV-Straßenfeger der Reihe DAS UNSICHTBARE VISIER (ab 1973) entstand der Film mit maßgeblicher Unterstützung durch die Hauptverwaltung Aufklärung beim MfS und ließ das Publikum an spektakulären Einsätzen der "Kundschafter des Friedens" an teils exotischen Schauplätzen teilhaben. Die Wahrheit war häufig sehr viel weniger spektakulär und auch aus diversen strategischen Gründen nicht für die breite Öffentlichkeit geeignet. Peter Böhm (*1950) recherchiert in dem vorliegenden Buch mit beispielhafter Akribie die Lebensgeschichte von Horst Hesse (1922-2006), der zum Vorbild für den Film von János Veiczi und Harry Thürk wurde. Er berichtet über Hesses Eltern, dessen später für frühe Invalidisierung sorgenden Kriegseinsatz im Deutschen Afrikakorps und den Neuanfang im zerbombten Magdeburg. Eher durch Zufall geriet Horst Hesse in die Mühlen der Geheimdienste: Eine angebahnte Anwerbung durch einen amerikanischen Dienst meldete der junge Genosse umgehend und wurde strategisch zum Agenten aufgebaut, der nach inszenierter Republikflucht in einer MID-Residenz eine beachtliche Karriere machte und 1956 mit dem Inhalt zweier Panzerschränke wieder in der DDR landete. Es gelingt dem Autor unter Einbeziehung zeitgenössischer Quellen, dem Leser ein ebenso umfassendes wie eindrucksvolles Zeitbild um den Helden wider Willen zu bieten - insbesondere mit anschaulichen Schilderungen über die Agenten-Metropole Berlin. Über einige Vorgänge gibt es recht widersprüchliche Schilderungen, die durch persönliche Eitelkeiten und politische Strategien gleichermaßen bedingt sind. Die Amerikaner leugneten auch 1990 noch den Verlust geheimen Materials - hatten Hesse jedoch 1956 in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Für den DEFA-Film (bei ICESTORM auf DVD erhältlich) wurde das Geschehen in das Jahr 1961 kurz vor dem Mauerbau verlegt. Horst Hesse wurde dabei nicht als Berater verpflichtet und blieb bis 1989 weitgehend unbekannt. In einigen entscheidenden Passagen stellt Böhm die Beschreibung des Films der nicht weniger spannenden Wirklichkeit gegenüber. Im Anhang befinden sich unter anderem ein 2002 in der "jungen welt" veröffentlichtes Interview mit Horst Hesse sowie ein Artikel über den schillernden Agenten Hans Wax, der die Flucht aus Würzburg logistisch unterstützte. Das in der edition ost im Verlag Das Neue Berlin erschienene Buch enthält zahlreiche Abbildungen und bietet dem zeitgeschichtlich interessierten Leser spannende Lektüre.

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