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Hool

Roman. Nominiert für die Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2016

(27)
+++ Nominiert für den Deutschen Buchpreis +++
Jeder Mensch hat zwei Familien. Die, in die er hineingeboren wird, und die, für die er sich entscheidet. HOOL ist die Geschichte von Heiko Kolbe und seinen Blutsbrüdern, den Hooligans. Philipp Winkler erzählt vom grossen Herzen eines harten Jungen, von einem, der sich durchboxt, um das zu schützen, was ihm heilig ist: Seine Jungs, die besten Jahre, ihr Vermächtnis. Winkler hat einen Sound, der unter die Haut geht. Mit HOOL stellt er sich in eine grosse Literaturtradition: Denen eine Sprache zu geben, die keine haben.
Einen so knallharten, tieftraurigen und todkomischen Debütroman hat es seit Clemens Meyers „Als wir träumten“ in Deutschland nicht mehr gegeben. Thomas Klupp
Winkler schreibt bewegend, kraftvoll und mit feinem Gespür für die Welt der Aussenseiter. Denn eigentlich ist Heiko Kolbe ein hoffnungsloser Romantiker und seine Gewalt ein stummer Schrei nach Liebe. Moritz Rinke
Woher kommt die Wut, was tust du, wenn dir nichts geblieben ist? Verzweifelt, knallhart und voller Herz. HOOL leuchtet aus allen Wunden. Lucy Fricke
Rezension
Claudia Hüllmann, Literatur-Expertin Thalia:
"Philipp Winkler hat mich mit seinem Debütroman unglaublich beeindruckt. Extrem hart, unfassbar traurig und berührend. Heiko ist ein Hooligan, seine Mutter ist schon vor Jahren verschwunden, der Vater säuft, Heikos Familie - das sind seine Freunde. Er arbeitet im Gym seines Onkels, umgeben von seltsamen Menschen; es werden Drogen verkauft, und an den Wochenenden gibt es Schlachten in irgendwelchen Wäldern. Heiko lebt in einer Wirklichkeit, die uns fremd erscheint. Dieses harte, brutale Leben, diese Hoffnungslosigkeit ist schwer zu ertragen, schon für den Leser, und trotzdem glaubt Heiko an den Sinn seines Lebens. Er steht immer wieder auf. Die zarten stillen Szenen des Romans sind fast romantisch, der Autor hat eine wunderbare Sprache, er versucht sich nicht anzubiedern, es ist ja ein Buch über einen jungen Menschen in einer krassen Welt. Hool ist eines der besten Bücher in diesem Herbst und hat es absolut verdient, auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises zu kommen."
Portrait

Philipp Winkler, 1986 geboren, aufgewachsen in Hagenburg bei Hannover. Studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim. Lebt in Leipzig. Auslandsaufenthalte im Kosovo, in Albanien, Serbien und Japan. Neben Veröffentlichungen in Literaturmagazinen und -anthologien, erhielt er 2008 den Joseph-Heinrich-Colbin-Preis und 2015 für Auszüge aus Hool den Retzhof-Preis für junge Literatur des Literaturhauses Graz. "HOOL" ist sein Debütroman.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 310
Erscheinungsdatum 19.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03645-4
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 232/139/32 mm
Gewicht 464
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 36.805
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Kundenbewertungen


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Übersicht
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Wenn Fussball und Gewalt der Sinn des Lebens sind
von Xirxe aus Hannover am 26.03.2017

Für den 27jährigen Heiko Kolbe gibt es nur wenig im Leben was ihm wichtig ist, nachdem seine Freundin ihn verlassen hat: Es sind seine Freunde, mit denen er seine Liebe zum Fußball und zur Gewalt teilen kann. Immer wieder treffen sie sich zu Matches mit Gleichgesinnten aus anderen Städten,... Für den 27jährigen Heiko Kolbe gibt es nur wenig im Leben was ihm wichtig ist, nachdem seine Freundin ihn verlassen hat: Es sind seine Freunde, mit denen er seine Liebe zum Fußball und zur Gewalt teilen kann. Immer wieder treffen sie sich zu Matches mit Gleichgesinnten aus anderen Städten, wo es ausschließlich darum geht, sich gegenseitig zusammenzuschlagen. Den Kick, den sich Andere beim Bungeejumping oder Bergsteigen holen, erhalten diese jungen Männer durch Schlägereien bis auf's Blut, wobei die Gegnerschaft im Fußball der bereits vorhandenen Aggressivität noch einen zusätzlichen Schub verleiht. Nach "Niemand ist bei den Kälbern" von Alina Herbig ist dies bereits das zweite Buch in kurzer Zeit, das mir einen Einblick in eine Welt liefert, die bei "Hool" zwar im wahrsten Sinne des Wortes um die Ecke liegt; doch wovon hier erzählt wird, wirkt so weit entfernt, als wäre von einem anderen Planeten die Rede. Wunstorf, Luthe, Hannover - all diese Orte, in denen Heiko sich aufhält, sind mir gut bekannt. Aber in seinem Leben gehören Alkohol und Drogen ebenso wie Gewalt und Kriminalität zum Alltag. Da werden Anabolika gehandelt, Drogen vertickt und konsumiert, Tierkämpfe mit Wettgeschäften veranstaltet; es wird gesoffen, gekifft und wenn es einem gerade danach ist, einer zusammengeschlagen. Klar weiß ich, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen (oder sowas in der Art) ist und es in unserer Gesellschaft Bereiche gibt, in denen die Uhren anders gehen. Doch was Philipp Winkler hier überzeugend durch seinen Protagonisten erzählen lässt, ist für mich eine völlig fremde Welt, obwohl sie in meiner unmittelbaren Nachbarschaft existiert. Heiko ist kein wirklicher Sympathieträger – wie könnte es bei einem Hooligan auch anders sein? Doch auch wenn seine Sprache vulgär, brutal und derb ist, ist er ebenso wenig der Widerling und die Dumpfbacke schlechthin, wie man vermuten könnte. Er war auf dem Gymnasium (wenn auch ohne Abschluss), machte Zivildienst und lehnt Nazis ab. So wie er seine Ruhe will, lässt er die Anderen in Ruhe und wäre nicht diese ständig schwelende Wut in ihm, der er bei den Matches freien Lauf lässt, könnte er der nette junge Nachbar von gegenüber sein. In Rückblicken, die in die laufende Erzählung immer wieder eingeschoben werden, wird erkennbar, woher diese Wut letzten Endes kommt. Auch der Blick auf Heikos Freunde widerspricht dem Klischee der rechten Schläger. Sie sind ebenfalls keine Nazis: Kai ist ein lebensfroher Student; Jojo ein braver Sohn, der bei seiner Mutter lebt. Es ist ein brutales und grausames Buch ohne Schwarz-Weiß-Malerei, das ungemein realistisch wirkt und gerade im Hinblick auf die aktuellen Diskussionen um das Auseinanderdriften der Gesellschaft ein wichtiger Beitrag sein kann. Ich habe auf jeden Fall einen Einblick in eine Welt erhalten, der mir sonst nicht möglich gewesen wäre. Dafür Danke!

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Klasse Debüt!
von Daniela P. am 08.08.2017

Heiko Kolbe ist ca. Mitte 20 und Mitglied der Hannoveraner Hooliganszene. Er gehört zu einer Truppe, die sich regelmäßig mit anderen Gruppe zu Matches abseits der Fußballspiele trifft. Dabei laufen diese Prügeleien sogar sehr fair ab und Heiko gehört auch weder zu den Rechten noch zu den sogenannten Ultras.... Heiko Kolbe ist ca. Mitte 20 und Mitglied der Hannoveraner Hooliganszene. Er gehört zu einer Truppe, die sich regelmäßig mit anderen Gruppe zu Matches abseits der Fußballspiele trifft. Dabei laufen diese Prügeleien sogar sehr fair ab und Heiko gehört auch weder zu den Rechten noch zu den sogenannten Ultras. Im Laufe des Romans lernen wir seinen Lebenslauf kennen und wie er zu dem wurde, der er ist. Seine Mutter hat die Familie verlassen als er noch ein Kind war, sein Vater wurde daraufhin Alkoholiker und tyrannisiert bis heute die Familie. Heikos Schwester Manuela versucht sich mit Mann und Sohn ein augenscheinlich wohlbehütetes, bürgerliches Leben aufzubauen. Heiko selbst ist mehrmals durchs Abi gerasselt und verdient ein bisschen Kohle in der Muckibude seines Onkels Axel, der auch der Anführer der Hool-Gruppe ist. Als Heikos bester Freund nach einem Spiel schwer verletzt wird und aus der Gruppe aussteigen will, bricht für Heiko eine Welt zusammen und er sieht nur noch rot... Am Anfang habe ich etwas gebraucht bis ich in der Handlung und der Sprache drin war. Aber dieser Roman ist grandios! Philipp Winkler hat mir eine Welt näher gebracht, von der ich wusste, dass es sie gibt, aber mir nie ausmalen konnte wie es darin wirklich aussieht. Und das als Debüt-Roman! Was mag da noch folgen?

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Es geht um weit mehr als Fussball...
von einer Kundin/einem Kunden am 16.01.2017

Philipp Winkler beschreibt ungeschönt das aus dem Ruder gelaufene Leben eines jungen Mannes: Heiko Kolbe hat mit seiner Familie beinahe abgeschlossen. Sein Vater ist Alkoholiker und nicht imstande einen Entzug durchzuhalten. Seine Schwester hat sich eine vermeintlich idyllische bürgerliche Existenz aufgebaut und versucht den Kontakt zur Familie trotz der... Philipp Winkler beschreibt ungeschönt das aus dem Ruder gelaufene Leben eines jungen Mannes: Heiko Kolbe hat mit seiner Familie beinahe abgeschlossen. Sein Vater ist Alkoholiker und nicht imstande einen Entzug durchzuhalten. Seine Schwester hat sich eine vermeintlich idyllische bürgerliche Existenz aufgebaut und versucht den Kontakt zur Familie trotz der Widrigkeiten aufrechtzuerhalten. Heikos Mutter ist aus seinem Leben verschwunden als er ein Kind war. Über seinen Onkel gerät Heiko früh in Hooligan-Kreise und fährt schließlich regelmäßig zu Matches. Damit beginnt der Roman - An einem entlegenen Acker, an dem sich Heikos Hannover 96-Gruppe mit gegnerischen Fans prügelt. Nach wenigen Kapiteln entwickelt die Handlung einen regelrechten Sog. In Rückblenden erfährt man von den üblen Umständen in die Heiko geraten ist. Man liest von illegalen Tierkämpfen, bei denen viel Geld verwettet wird, von Heikos Exfreundin, die ebenfalls am Leben gescheitert ist, von geplatzten Träumen und brutalen Prügeleien zwischen verfeindeten Gruppen. Und immer wieder beschleicht einen das Gefühl dass Heiko, der sich so vehement unbeteiligt gibt und stur bis zuletzt an seiner Vision festhält, eigentlich nur eines sucht: Normalität und Zuwendung. "Hool" ist ein Buch, das einem zusetzen kann. Und es ist in seinen expliziten Schilderungen von Gewalt und Elend faszinierend und abstoßend zugleich. Ich bin gespannt auf weitere Bücher Philipp Winklers.

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