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Ich bin verboten

Roman

(3)
Zwei Frauen zwischen Tradition und Rebellion - ein Plädoyer für Toleranz und Freiheit
Als die kleine Mila nach einem Pogrom ihre Eltern verliert, wird sie von der strenggläubigen Familie Stern adoptiert. Zusammen mit der ältesten Tochter Atara wächst sie in der religiösen Gemeinschaft orthodoxer Juden auf. Atara genügt diese enge Welt nicht; Mila jedoch willigt in eine arrangierte Heirat ein. Doch als ihre Ehe kinderlos bleibt, trifft sie eine Entscheidung, an der viele Jahre später ihre Familie zu zerbrechen droht.
Anouk Markovits folgt in ihrem hoch gelobten Roman den Spuren einer chassidischen Familie durch das 20. Jahrhundert. Gekonnt spannt sie den Bogen von Siebenbürgen über Paris bis ins heutige Brooklyn, ermöglicht einen Einblick in diese geschlossene Gemeinschaft und zeigt eindrücklich, wie Menschen an religiöser Engstirnigkeit zerbrechen können.
Rezension
"(Anouk Markovits') faszinierender Erstling ist ein Plädoyer für die Freiheit und gegen jede Form von Fanatismus."
Portrait
Anouk Markovits wurde in Frankreich geboren, ihre Familie waren Satmar-Chassidim. Mit 19 Jahren verliess sie diese Welt, um einer arrangierten Heirat zu entgehen, und studierte Literatur und Architektur. Ihren ersten Roman schrieb sie auf Französisch; nun, 20 Jahre später, wechselte sie mit der Geschichte über Mila, Atara und Joseph, die sie vor dem Hintergrund ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt, ins Englische. Anouk Markovits lebt in New York.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Wasserzeichen
Erscheinungsdatum 02.09.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783641091552
Verlag Albrecht Knaus Verlag
eBook
Fr. 20.90
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Mila und Atara - Siebenbürgen,Paris, Williamsburg und Brooklyn...
von einer Kundin/einem Kunden am 24.01.2014

1939 in Siebenbürgen verliert Mila ihre Eltern bei einem schrecklichem und verräterischem Progrom , wird von der Familie Stern adoptiert und wächst fortan gemeinsam mit deren Tochter Altara auf. Die Familie gehört zu der Gemeinschaft der Satmar-Chassidim, die eiserne Gesetze befolgen, wie : nähert man sich einer Kirche, wechselt... 1939 in Siebenbürgen verliert Mila ihre Eltern bei einem schrecklichem und verräterischem Progrom , wird von der Familie Stern adoptiert und wächst fortan gemeinsam mit deren Tochter Altara auf. Die Familie gehört zu der Gemeinschaft der Satmar-Chassidim, die eiserne Gesetze befolgen, wie : nähert man sich einer Kirche, wechselt man den Gehweg, - Fröhlichkeit darf nicht sein, denn sie bedeutet Verspottung der Toten und der Vater ist als Familienoberhaupt zu rspektieren,denn er repräsentiert die göttliche Ordnung , die notfalls auch mit Gewalt durchgesetzt wird. Für Mila , die ihre Seele gibt um ihrem Glauben gerecht zu werden und der bildungshungrigen Altara wird dieser Mikrokosmos, in dem sie leben immer schwieriger und enger ! Bildung bedeutet unreines Denken, Politik ist Sünde, Zionismus Satanswerk und die Gründung des Staates Israel bedeutet für die Satmar-Chassidim Gotteslästerung. Altara flieht so weit weg, wie sie nur kann und wird fortan von der Familie verstoßen . Mila heiratet den gottesfürchtigen Josef, der ihr als kleines Mädchen das Leben rettete. Doch trotz ihrer Frömmigkeit, ihrer großen Zuneigung zueinander und der strengsten Befolgung der Regeln des täglichen Lebens können sie ihre Pflicht nicht erfüllen. Sie können keine Kinder bekommen. Nach zehn unfruchtbaren Ehejahren droht die Verstoßung Milas ! Mila handelt und wird von einem anderen Mann schwanger. Laut chassidischer Genealogie bedeutet das nun die Verunreinigung des Blutes bis in die zehnte Generation." ICH BIN VERBOTEN " Da läuft es einem beim Lesen schon eiskalt den Rücken hoch und runter ! Die Konsequenzen zerstören Josef und seine Enkelin Judith mit aller Macht. Der Spannungsbogen zwischen tiefstem Glauben, strengster Frömmigkeit und tiefen Sehnsüchten und geheimenTräumen ist kaum auszuhalten, obwohl er sprachlich so knapp wie nur möglich gehalten ist. Mila und Altara sind zwei grundverschiedene Frauen mit auseinanderstrebenden Lebenswegen - wohltuender Weise wird nicht geurteilt, wer von beiden das erfülltere und glücklichere Leben geführt hat. Ein Buch , was unter die Haut geht und einen lange ,lange nicht loslässt !

Eine fremde Welt
von einer Kundin/einem Kunden am 03.03.2017

Anouk Markovits ist eine in Frankreich geborene Autorin, die aber in der Zwischenzeit in den USA lebt. Ihre Familie waren Satmar-Chassidim. Sie selbst hat die Familie verlassen, um einer arrangierten Heirat zu entgehen und ein selbstbestimmtes Leben zu leben. Kennen Sie Chassidim? Chassidim sind orthodoxe Juden, die sich als Reaktion... Anouk Markovits ist eine in Frankreich geborene Autorin, die aber in der Zwischenzeit in den USA lebt. Ihre Familie waren Satmar-Chassidim. Sie selbst hat die Familie verlassen, um einer arrangierten Heirat zu entgehen und ein selbstbestimmtes Leben zu leben. Kennen Sie Chassidim? Chassidim sind orthodoxe Juden, die sich als Reaktion auf Judenpogrome im Jahr 1648 in Osteuropa gegründet haben. Und Satmar-Chassidim sind darin noch einmal eine ultraorthodoxe Gruppe, die in der Stadt Szatmárnémeti (heute: Satu Mare, Rumänien) gegründet wurden. Und in dieser religiösen Gruppierung hat Anouk Markovits ihre Geschichte angesiedelt. Die Geschichte beginnt 1939 in Siebenbürgen und endet 2007 ebenfalls wieder in Siebenbürgen. Dazwischen ist aber ein Großteil der Geschichte in Paris und New York angesiedelt. Sie erzählt die Geschichte der strenggläubigen Familie um das Familienoberhaupt Zalman Stern. Zalman Stern lebt mit seiner Familie in Sibiu (ehemals Hermannstadt in Rumänien). Eines Morgens steht bei ihnen ein kleines Mädchen vor der Tür. Es ist die fünfjährige Mila, die ihre Eltern bei einem Judenpogrom verloren hat. Die Familie Stern adoptiert sie, und so wächst sie in der Familie auf. Ihr am nächsten steht die ein Jahr jüngere Tochter Atara. Die beiden Mädchen wachsen sehr eng miteinander auf. 1947 geht die Familie nach Paris. Auf der dortigen jüdischen Schule entdeckt Atara, dass sie gerne lernt. Aber dies ist den Chassidim nur sehr beschränkt erlaubt. Sie hat das Glück, dass sie mit Mila zusammen nach England auf eine hochangesehene ultraorthodoxe Seminarschule gehen darf, doch als ihre Mutter unter einer weiteren Schwangerschaft sehr leiden muss, werden die beiden Mädchen zurück nach Paris berufen. Kurz darauf heiratet Mila in einer arrangierten Hochzeit den Jungen Joseph, der in New York in der unmittelbaren Umgebung des allseits verehrten Rebbe lebt. Mila geht mit ihm in diese ungewohnt große und öffentlich ihr Judentum lebende Gemeinde und versucht alles, um endlich schwanger zu werden. Als dies auch nach 10 Jahren Ehe immer noch nicht geglückt ist, trifft sie eine schicksalsschwere Entscheidung, die das Leben von ihr und ihren Nachfahren nachhaltig beeinflussen wird. Atara hingegen flieht kurz nach der Hochzeit ihrer Adoptivschwester aus dieser sehr regiden Religionsgemeinschaft. Erst 2007 treffen die beiden inzwischen alten Frauen wieder aufeinander. Anouk Markovits hat einen sehr informativen Roman über eine ultraorthodoxe jüdische Familie geschrieben, bei der ich sehr viel über diese Religionsgemeinschaft gelernt habe. Dieses Buch hat mich allerdings sehr verstört und fassungslos zurückgelassen. Es ist schon eine extrem fremde Welt für mich. Sie beschreibt in diesem Roman eine Gesellschaft, die ich mir in dieser Form gar nicht vorstellen kann. Die alten Texte der Thora und ihre Kommentare bestimmen das Leben komplett, der Mensch bleibt in dieser Religion auf der Strecke, Fehltritte werden nicht verziehen. Gnade kennt diese Religionsgemeinschaft nicht. Wenn Sie also einmal etwas über diese strenggläubige Religionsgruppierung der Juden erfahren möchten, kann ich Ihnen dieses Buch sehr empfehlen. Anouk Markovits beschreibt das Leben dieser Familie sehr gut und einfühlsam. Der Roman ist zwar nicht einfach zu lesen, sprachlich aber sehr gut geschrieben und führt uns in eine ganz andere, fremde Welt.