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Jakobs Mantel

Roman

(23)
Warschau 1939. Mika liebt seinen Grossvater Jakob sehr. Gemeinsam lebt die Familie im Ghetto. Als Jakob stirbt, erbt Mika dessen geheimnisvollen Mantel und entdeckt darin eine Puppe. Jakob hatte sie gebastelt, ebenso wie das Krokodil, den König, den Narren. Mitten in einem Alltag bestimmt von Angst, Hunger und Tod, erfindet Mika neue Puppen. Der Prinz wird sein Liebling, und bald ist Mika im ganzen Ghetto für seine Puppenspiele bekannt. Trotz aller Gefahren spielt Mika immer wieder – bis ihn der deutsche Soldat Max erwischt. Der Prinz rettet ihn, doch dafür muss Mika von da an für die Deutschen spielen.
Portrait
Eva Weaver, in Deutschland geboren, lebt seit vielen Jahren in England. Sie arbeitet als Trauma- und Kunsttherapeutin und hat sich als Performance-Künstlerin einen Namen gemacht.
Werner Löcher-Lawrence, geb. 1956, studierte Journalismus, Literatur und Philosophie, arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der Universität München und als Lektor in verschiedenen Verlagen. Er ist Übersetzer.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Altersempfehlung ab 12
Erscheinungsdatum 01.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-30442-6
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 190/123/30 mm
Gewicht 393
Originaltitel The Puppet Boy of Warsaw
Buch (Taschenbuch)
Fr. 14.90
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Puppenspiel im Warschauer Ghetto
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 30.06.2015

Der junge Mika erlebt eine glückliche Kindheit in Warschau, bis die Deutschen 1938 die Stadt erobern. Für die Warschauer Juden – und damit auch für Mika und seine Familie - beginnt eine Zeit der Ausgrenzung und Schikane, die in den brutalen und todbringenden Zuständen des Warschauer Ghettos ihren Höhepunkt... Der junge Mika erlebt eine glückliche Kindheit in Warschau, bis die Deutschen 1938 die Stadt erobern. Für die Warschauer Juden – und damit auch für Mika und seine Familie - beginnt eine Zeit der Ausgrenzung und Schikane, die in den brutalen und todbringenden Zuständen des Warschauer Ghettos ihren Höhepunkt findet. Als Mikas Opa Jakob stirbt, übernimmt der Junge dessen Mantel und entdeckt Jakobs Handspielpuppen in den vielen Taschen. Vor allem der Prinz nimmt eine besondere Stellung ein. Mit seinen Puppen schafft es Mika, dem brutalen Ghettoalltag zu entfliehen, bis er eines Tages von dem deutschen Soldaten Max aufgegriffen und gezwungen wird, vor dessen Kameraden zu spielen. Das Buch von Eva Weaver ist voller Emotionen, was kein Wunder ist, beleuchtet es doch eines der düstersten und traurigsten Kapitel der deutschen Geschichte. Aber es geht noch darüber hinaus: neben den Erlebnissen des Jugendlichen Mika und seinem Leben im Ghetto werden auch die Nachkriegserlebnisse des deutschen Soldaten Max erzählt sowie die Auswirkungen der Nazi-Zeit auf die nachfolgenden Generationen der beiden Familien. Es ist die Puppe des Prinzen, die die Familien über Generationen begleitet und verbindet. Die Beschreibungen des Lebens im Warschauer Ghetto sind schonungslos und sehr bedrückend, und es ist egal, ob man sich schon mehrmals mit der damaligen Zeit auseinandergesetzt hat, es macht mich immer wieder sprach- und fassungslos, wie wir es damals haben so weit kommen lassen können, das so etwas passieren konnte. Aber es gibt auch Lichtblicke dank Mikas Puppenspiel, wenn er den Waisen- und kranken Kinder für ein paar Stunden die Flucht aus der Realität ermöglichen kann. Aber auch Max' Erlebnisse im Kriegsgefangenenlager in Sibirien sind sehr bedrückend, die Parallelen zum Alltag im Ghetto sind nicht zu übersehen. Aber die deutschen Soldaten waren die Täter und damit geht es auch um Schuld und Verantwortung, Anklage und Verarbeitung. Die Dämonen der Vergangenheit bleiben beiden Protagonisten erhalten. Aber die nächsten Generationen haben es in der Hand, die Vergangenheit aufzuarbeiten und gemeinsam an einer Aussöhnung zu arbeiten. Auch wenn ich mir die Dimension von Jakobs Mantel nicht vorstellen konnte bzw. daß der Prinz all diese Strapazen überlebt hat, hat mir das Buch sehr gut gefallen, denn die Symbolkraft des Mantels und des Prinzen konnten mich überzeugen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Die Kraft der Puppen
von einer Kundin/einem Kunden am 29.03.2015

Eva Weaver ist eine in Deutschland geborene britische Autorin, die ursprünglich als Trauma- und Kunsttherapeutin gearbeitet hat. Mit diesem beruflichen Hintergrund passt die Geschichte des Romans „Jakobs Mantel“ hervorragend. Denn Eva Weaver erzählt die Geschichte eines jungen Juden, der im Warschauer Ghetto als Puppenspieler die Menschen wenigstens kurzzeitig von ihrer... Eva Weaver ist eine in Deutschland geborene britische Autorin, die ursprünglich als Trauma- und Kunsttherapeutin gearbeitet hat. Mit diesem beruflichen Hintergrund passt die Geschichte des Romans „Jakobs Mantel“ hervorragend. Denn Eva Weaver erzählt die Geschichte eines jungen Juden, der im Warschauer Ghetto als Puppenspieler die Menschen wenigstens kurzzeitig von ihrer Situation ablenken kann. Mika hat ursprünglich mit seiner Mutter und seinem Großvater, einem allseits beliebten Universitätsprofessor, in guten Verhältnissen gelebt. An seinen Vater kann er sich kaum erinnern. Dann marschieren die Deutschen in Polen ein. Für die Juden verschlechtert sich die Lebenssituation dramatisch und endet 1940 vorerst im Warschauer Ghetto. Doch es wird noch schlimmer. Mikas Großvater wird von den Deutschen erschossen, als er einer Frau helfen will. Mika erbt seinen Mantel und macht in den diversen geheimen Taschen dieses Mantels eine ungeheuerliche Entdeckung – sein Großvater hat Puppen gebastelt und diese in den Taschen versteckt. Mika ist davon fasziniert und entdeckt, dass er Talent als Puppenspieler hat. Erst führt er nur im kleinen Kreis Stücke auf, doch denn spricht sich sein Talent im Ghetto herum, und er spielt vor immer größerem Publikum. Eines Tages macht er einen Fehler, und plötzlich will der deutsche Wehrmachtssoldat Max, dass er für die Deutschen spielt. Mika ist entsetzt, kann dadurch aber auch etwas für die anderen Juden im Ghetto tun. Dies alles und noch viel mehr erzählt der alte Mika 2009 seinem Enkel Danny in New York nachdem er ein Plakat entdeckt hatte, dass ein Puppenspiel über den Puppenspieler des Warschauer Ghettos ankündigt. Im zweiten Teil wird die Geschichte des Soldaten Max erzählt. Wie geht sein Leben weiter, nachdem Deutschland den Krieg verloren hat. Auch hier spielt wieder eine der Puppen aus dem Ghetto eine zentrale Rolle. Eva Weaver hat eine unglaublich ergreifende Geschichte erzählt. Sie beschreibt das Grauen des Ghettos sehr genau. Unter diesen schrecklichen Lebensumständen muss Mika erwachsen werden. Er wächst wie viele andere Menschen in dieser Situation über sich hinaus. Dabei helfen ihm die Puppen. Und diese Puppen lenken die Menschen von ihrer Situation, ihrem Hunger, ihrer Angst ab. Sie geben ihnen einen kleinen Moment Glück und Normalität. Aber sie beschreibt nicht nur die Situation der Opfer, sondern sie beschreibt auch sehr genau, wie es dem deutschen Soldat ergeht. Und sie zeigt auf, wie schmal der Grat ist, auf dem sich die Menschen im 3. Reich bewegt haben. Grundsätzlich steht der Soldat Max hinter der Politik von Adolf Hitler, aber in Mika erkennt er einfach einen Jungen, der im Alter seines Sohnes ist. Und dieser Junge ist gar nicht so anders. Gleichzeitig zeigt sie auch auf, wie schwierig die Situation für die Kriegskinder und -enkel ist. Es dauert lange, bis die Menschen wirklich darüber sprechen können. Ein großartiger und beeindruckender Roman über die Kraft der Menschen in Extremsituationen. Und es ist gleichzeitig auch ein versöhnlich stimmender Roman. Er hat mich ähnlich beeindruckt wie „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne.

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Macht und Magie..
von einer Kundin/einem Kunden am 27.03.2015

Eine schon fast therapeutische Geschichte über die Magie des Puppenspiels in existentieller Notlage. Mika bastelt Puppen - ein Vermächtnis seines Großvaters - Prinz, Narr und Krokodil , alle werden sie im Warschauer Ghetto lebendig und lassen den von Not und Kummer bestimmten Alltag für eine kurzen Augenblick vergessen. Doch... Eine schon fast therapeutische Geschichte über die Magie des Puppenspiels in existentieller Notlage. Mika bastelt Puppen - ein Vermächtnis seines Großvaters - Prinz, Narr und Krokodil , alle werden sie im Warschauer Ghetto lebendig und lassen den von Not und Kummer bestimmten Alltag für eine kurzen Augenblick vergessen. Doch es geht noch darüber hinaus, für Max einen deutschen Wehrmachtsoldaten bekommt die Prinzenpuppe eine lebensbestimmende und weisende Bedeutung - bis in die Gegenwart hinein ! Lesens - und für jede Generation empfehlenswert !

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