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Kapitalfehler

Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen

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Kriminelle Spekulanten und ahnungslose Politiker haben ein nachhaltiges Wirtschaften verdrängt. Der Mensch ist in den Hintergrund geraten und wir mussten erkennen:
Finanzkapitalismus ist schlicht und einfach schlechter Kapitalismus.

In Kapitalfehler erklärt das Bestsellerduo Weick/Friedrich allgemein verständlich, wie ein vernünftiger Kapitalismus wirklich funktionieren kann, und es scheut sich nicht, Fehlentwicklungen, die verbrecherischen Banken sowie die wahren Abzocker klar zu benennen. Denn nur wenn sich jetzt etwas ändert, können wir unser Geld retten.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 349 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 13.05.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783732523665
Verlag Bastei Entertainment
Dateigröße 2109 KB
eBook
Fr. 11.00
inkl. gesetzl. MwSt.
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"Warum die Marktwirtschaft vor dem Finanzkapitalismus geschützt werden muss"
von Dr. M. am 11.07.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Um es etwas zu überspitzen: Eigentlich braucht man das Buch gar nicht vollständig zu lesen. Man fange stattdessen auf Seite 305 an. Dort listen die Autoren die "kapitalen Fehler" auf und machen Vorschläge zu ihrer Behebung. Sie ordnen das nach drei Punkten: Europa und der Euro, strikte Regulierung der... Um es etwas zu überspitzen: Eigentlich braucht man das Buch gar nicht vollständig zu lesen. Man fange stattdessen auf Seite 305 an. Dort listen die Autoren die "kapitalen Fehler" auf und machen Vorschläge zu ihrer Behebung. Sie ordnen das nach drei Punkten: Europa und der Euro, strikte Regulierung der Finanzmärkte und "Wir benötigen ein neues Geldsystem". Die Beschreibung der Missstände ist korrekt und mehr oder weniger vollständig. Die Maßnahmen machen bis auf zwei Ausnahmen Sinn, werden wohl aber so nie durchgesetzt werden. Denn: die Lage ist inzwischen so verfahren, dass man nicht erwarten kann, dass die gegenwärtigen Eliten in irgendeiner Weise freiwillig die von ihnen eingeschlagene Richtung in den Abgrund aufgeben werden. Wenn beispielsweise allein nur die erste Forderung der Autoren, nämlich der Stopp des irrsinnigen Aufkaufprogramms der EZB, durchgeführt werden würde, dann käme eine Kettenreaktion in Gang, die nicht mehr beherrschbar wäre. In diesem Fall würden die Zinsen schnell steigen, was recht bald mehrere Staatspleiten in Südeuropa zur Folge hätte. Damit fällt das ganze Euro-Kartenhaus in sich zusammen. Und ein solches Ereignis unbedingt zu verhindern, ist der unrealistische Plan der Eliten. Sie wollen unter allen Umständen vermeiden, dass ihr komplettes Scheitern und alle damit verbundenen Kosten und Leiden offenkundig werden. Ein massiver, noch nie dagewesener Crash ist die einzig noch mögliche Lösung. Wenn man am Ruder dieses Crashkurses sitzt, verschiebt man das lieber auf später als selbst verantwortlich gemacht zu werden. Insofern ist alles, was die Autoren vorschlagen, eine schöne Theorie, die uns vermitteln will, dass es noch einen geordneten Ausweg geben könnte. Wie aber der Titel eines ihrer früheren Bücher verheißt, glauben sie das selbst nicht wirklich. Merkwürdig an diesem Buch ist, dass zwischen den Vorschlägen der Autoren am Ende ihres Textes und den dreihundert Seiten davor nur ein recht loser Zusammenhang besteht. Dort geht es nämlich noch um ganz andere Themen, die oft nur sehr entfernt etwas mit dem Ende zu tun haben. Zunächst erklären die Autoren, warum die Marktwirtschaft vor dem Finanzkapitalismus geschützt werden muss. Das ist in der Tat das eigentliche Problem. Mit der Abschaffung der Goldbindung des Dollars durch Nixon begann eine weltweite gigantische Verschuldungsorgie von Staaten, deren Ende nun naht. Wer sich verschuldet, macht sich abhängig. Diese einfache Wahrheit erklärt, warum der Finanzsektor inzwischen den restlichen Teil der Wirtschaft und die Staaten selbst am Gängelband führt. Sogar die Finanzkrise von 2008, die das für jedermann offenkundig gemacht hat, brachte keine Änderung. Die zum Sterben verurteilten Banken wurden als zu groß dafür erklärt. Inzwischen sind sie noch größer geworden. Ihre Verluste werden bis heute der Allgemeinheit aufgebürdet. Es gab keine wesentlichen Reformen oder Regulierungen, die die Ursachen der Krise beseitigt hätten. Das ist kein Wunder, denn die Entscheidungsträger aus der Politik sind Gefangene ihrer Verschuldungssucht und damit Sklaven des Finanzsektors. Dann werden sie allgemein und diskutieren im zweiten Kapitel, warum es in einer Marktwirtschaft immer in gewissen Abständen zu Krisen kommen muss. Leider erweist sich dieses Kapitel als merkwürdig zäh, weil ständig irgendwelche Ökonomen ganz unterschiedlicher Schulen zitiert werden, aber dennoch keine Klarheit darüber eintritt, was die Autoren denn nun eigentlich selbst meinen. Konjunkturelle Krisen haben nichts mit den Krisen zu tun, die uns die Finanzbranche gemeinsam mit der Politik seit Jahren immer wieder erschaffen. Auch das wird nicht so richtig deutlich. Da die Autoren der Meinung sind, wir befänden uns am Anfang einer neuen Kondratjew-Welle, suchen sie nach strategischen Knappheiten. Das ist insofern interessant, als dass sie nun nicht mehr eine feststehende Vergangenheit nach Kondratjew erklären, sondern vorwärts unken müssen. Sie kommen dabei auf die Knappheit von Wasser und Öl. Ohne das hier zu vertiefen, möchte ich aber erwähnen, dass alle bisherigen Vorhersagen über ein Ende des Öls sich nicht bestätigt haben. Im Gegenteil: Das für die 1970er Jahre von den Schöpfern dieser Theorie vorhergesagte Ende des Öl ist bis heute trotz eines enorm gestiegenen Verbrauchs nicht eingetroffen. Der Weg der Autoren zur Merkelschen Energiewende ist nun nicht mehr weit. Sie erwähnen das zwar nicht, machen aber klar, dass Deutschlands energetische Zukunft von Windkraft, Sonne und Biomasse geprägt sein wird. Diese neue Technologie soll nach ihrer Meinung den nächsten Kondratjew-Zyklus einleiten. Merkwürdigerweise übersehen sie dabei einige Fakten. Zum einen stand in der Tat zu Beginn einer jeden solchen Welle die Erfindung einer neuen Basis-Technologie. Nur setzte sich diese ökonomisch durch. Sie wurde nicht wie in Deutschland subventioniert und planwirtschaftlich zwangsgefördert. Ohne dies gäbe es diese Technologie am Markt nicht. Besitzer von Windanlagen und Solarzellen wären pleite. Zum anderen übersehen die Autoren, dass es nicht gelingen wird, Deutschland komplett durch Windkraft und Sonne energetisch zu versorgen, will man unsere Industrie erhalten. Abgesehen von der fehlenden Speichertechnologie und den fehlenden Leitungen besitzt unser Land einfach nicht genug Fläche für all diese Anlagen. Das Buch besitzt den Untertitel "Wie unser Wohlstand vernichtet wird". Die Merkelsche Energiewende dreht dabei das ganz große Rad, denn alle Verbraucher bezahlen seit Jahren Unsummen auch für Strom, der nie erzeugt wurde und für einen Stromüberschuß bei zuviel Sonne oder Wind, den wir verschenken, damit er die Energienetze nicht destabilisiert. Jeder, der die Entwicklung des Strompreises seit 15 Jahren verfolgt hat, sollte wissen, dass ein großer Teil seines Geldes einfach zum Fenster hinausgeschmissen wird. Und dass ganz nebenbei die größte Umverteilung von Wohlstand von unten nach oben in der deutschen Geschichte stattfindet. Bei den Autoren sucht man dazu vergeblich einen Kommentar, obwohl Wohlstandsvernichtung doch genau ihr Thema ist. Alles in allem ist dies sicher ein interessantes und phasenweise auch lehrreiches Buch. Allerdings kann man in vielen Detailfragen auch völlig anderer Meinung sein, ohne dass man die Vorschläge der Autoren am Ende ihres Texte auch nur ansatzweise in Frage stellen muss.

von einer Kundin/einem Kunden am 29.08.2017
Bewertet: anderes Format

Wichtiger Titel angesichts der immer verworrener werdenden weltweiten Kapitalverflechtungen. "Raffe, schaffe,Häuslebaue" war gestern, heute agiert die Finanzwelt global.

Kapitalfehler
von einer Kundin/einem Kunden am 19.05.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Wenn das Volumen der globalen Finanztransaktionen seit 1990 vom 16-fachen des Welt-BIP auf das 67-fache angestiegen ist, oder wenn die durchschnittliche Haltedauer von Wertpapieren momentan 22 Sekunden beträgt (1994 waren es noch vier Jahre), scheint mit dem globalisierten Kapitalismus einiges aus dem Ruder gelaufen zu sein. Die Autoren beschreiben... Wenn das Volumen der globalen Finanztransaktionen seit 1990 vom 16-fachen des Welt-BIP auf das 67-fache angestiegen ist, oder wenn die durchschnittliche Haltedauer von Wertpapieren momentan 22 Sekunden beträgt (1994 waren es noch vier Jahre), scheint mit dem globalisierten Kapitalismus einiges aus dem Ruder gelaufen zu sein. Die Autoren beschreiben – spannend, informativ und gut verständlich – wie unser Weltwirtschaftssystem mit global agierenden Großkonzernen, mit Politikern, die von übermächtigen Finanzmärkten gesteuert werden, mit ausgepresster Mittelschicht und „steueroptimierenden“ Superreichen, mit einer weltweiten Verschuldung, die sich seit der Jahrtausendwende verdoppelt hat, in eine katastrophale Schieflage geraten ist. „Ein uninformiertes Volk ist einfacher zu regieren als ein informiertes“, zitieren die Autoren einen deutschen Politiker. Dieses Buch bietet eine Fülle von Information – inklusive möglicher Lösungsansätze im Schlusskapitel.