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Kirschblüten und rote Bohnen

Roman

(16)
Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süssen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht die beste Bohnenpaste, die man sich nur denken kann. Auch deshalb verändert die Begegnung mit ihr alles, denn Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schliesst Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien …
›Kirschblüten und rote Bohnen‹ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt.
Rezension
»Der Roman überzeugt durch doppelbödige Dialoge und sich in der Idylle auftuende Abgründe. […] Die Dinge erhalten in Sukegawas küchenphilosophischem Roman erst durch den Blick des Menschen auf sie und die Wertschätzung der Ingredienzen des Alltags durch sie ihre Sinnhaftigkeit. Aus fühlendem Leben entsteht illusionäres Sein.«
Steffen Gnam, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Das Buch ist wunderbar poetisch geschrieben, in leisen Tönen mit starken Bildern. […] Irgendwie macht dieser Mix aus Trauer und Trost, aus Kirschblüten und roten Bohnen glücklich.«
Annette König, SRF 2 - KULTUR KOMPAKT

»Kirschbäume, süsse Pfannkuchen mit Bohnenmus und eine zarte Freundschaft – Durian Sukegawa verrührt diese Zutaten zu einem poetischen Japanroman, der auch zauberhaft verfilmt worden ist.«
Janis Voss, EMOTION

»Das ist ein merkwürdiger Sog, den Durian Sukegawas Sprache da entfaltet, die vornehmlich aus Dialogen besteht. Sie bringt uns natürlich der Psyche der Figuren sehr nah. […] Eine Erzählung, finde ich, die sehr anrührend ist.«
Rudolf Schmitz. HR2 KULTUR

»›Kirschblüten und rote Bohnen‹ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt.«
BUCHMAGAZIN

»Manchmal kommen wundervolle Bücher von ganz woanders her und erzählen von etwas exotischen Dingen und von anderen, die einem sehr vertraut sind.«
Oliver Fründt, BÜCHERGILDE BUCHHANDLUNG FRANKFURT

»Liebevoll-melancholische Momentaufnahme.«
Ulrike Dansauer, EKZ

»Die kleinen Momente Leben, das Glück trotz widriger Umstände zelebrieren und die Vergänglichkeit stets vor Augen haben - all das lehrt dieses Buch in wunderbar ruhigen Worten.«
Friederike Krempin, JAPANLITERATUR

»Bezaubernd«
THALIA MAGAZIN
Portrait
Durian Sukegawa, geboren 1962, studierte an der Waseda-Universität in Tokio Philosophie. Er schreibt Romane und Gedichte, ausserdem ist er in Japan als Schauspieler, Punkmusiker und Fernseh- sowie Radiomoderator bekannt. ›Kirschblüten und rote Bohnen‹ (DuMont 2016) war in Japan ein Bestseller und wurde von Naomi Kawase als Beitrag für Cannes 2015 verfilmt.
Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt am Main Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. den Nobelpreisträger Kenzaburō Ōe, ausserdem Yoko Ogawa und Hiromi Kawakami. Für DuMont überträgt sie die Romane Haruki Murakamis ins Deutsche.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 17.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9812-1
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 192/125/25 mm
Gewicht 294
Originaltitel An
Auflage 3. Auflage
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„Eine wunderschöne, melancholische Geschichte mit tiefe“

Geraldine Chantal Daphne Dettwiler, Buchhandlung Basel

Da es unser Buch des Monats ist und ich die japanische Erzählkunst sehr mag (und natürlich extrem gerne rote Bohnenpaste esse! Mhh) kam ich nicht umhin in das Buch hineinzulesen.

In kurzen Kapiteln wird die Geschichte vom Imbisshändler Sentaro, der alten Dame Tokue und der Schülerin Wakana erzählt. Schon nach der ersten Seite war
Da es unser Buch des Monats ist und ich die japanische Erzählkunst sehr mag (und natürlich extrem gerne rote Bohnenpaste esse! Mhh) kam ich nicht umhin in das Buch hineinzulesen.

In kurzen Kapiteln wird die Geschichte vom Imbisshändler Sentaro, der alten Dame Tokue und der Schülerin Wakana erzählt. Schon nach der ersten Seite war ich im Bann der bittersüssen Geschichte.

Der Erzählstil ist sehr ruhig aber er vermag trotzdem tief im Innern zu berühren.

Dieses Büchlein ist mit so viel Liebe gestalten worden. Das rosafarbene Lesebändchen passt hervorragend zum Leineneinband. Das Motiv spiegelt den Inhalt der Geschichte perfekt wieder.

Eine wirklich, wirklich berührende Geschichte!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
14
1
1
0
0

Still,poetisch,berührend
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016

Ein japanischer Autor schafft es auf ruhige, poetischer Weise eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Vorurteile und Achtsamkeit gegenüber anderen zu schreiben,die mich berührt hat. Seine drei Protagonisten sind: Senturo,der gescheiterte Schriftsteller,der, um Schulden abzuarbeiten, einen kleinen Imbiss für "Dorayaki"-Pfannküchlein betreibt, Tokue,die alte Dame,die ihm erst lästig ist und dann seine Lehrmeisterin... Ein japanischer Autor schafft es auf ruhige, poetischer Weise eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Vorurteile und Achtsamkeit gegenüber anderen zu schreiben,die mich berührt hat. Seine drei Protagonisten sind: Senturo,der gescheiterte Schriftsteller,der, um Schulden abzuarbeiten, einen kleinen Imbiss für "Dorayaki"-Pfannküchlein betreibt, Tokue,die alte Dame,die ihm erst lästig ist und dann seine Lehrmeisterin (f.Bohnenmus u.a.) wird und Wakana,ein junges Mädchen,das es zu Hause wohl auch nicht ganz leicht hat... Wie Senturo und Tokue Freunde werden, wie der einsame Mann entdeckt, dass auch die Herstellung von süßem "Dorayaki"-Bohnenmus eine Kunst für sich ist und egal, was man tut, wenn man es mit Hingabe betreibt,es einen ausfüllen und stolz machen kann, das erzählt dieser kleine Roman aus einer anderen Kultur mit stiller Leidenschaft. Die alte Tokue hat ein Geheimnis,das (natürlich herauskommt und) sie ihr Leben lang stigmatisiert hat, aber es ist wunderbar zu lesen, wie sie mit liebevoller Beharrlichkeit den traurigen Senturo langsam dazu bringt, seinen Blick auf die Welt zu ändern. Auch die junge Wakana, die sich als Kundin des Imbisses, langsam mit in diese Freundschaft geschmuggelt hat,wird aus der Begegnung mit Tokue etwas Wichtiges für ihren weiteren Lebensweg mitnehmen,da bin ich mir sicher,auch wenn der Autor uns schlussendlich darüber nichts mehr veraten will.. Wie Kirschblüten und Bohnenmus für gefüllte Pfannkuchen aber genau zusammenhängen, das sollten Sie selber erfahren - diese warmherzige,atmosphärische,fast zen-artige Geschichte lohnt sich auf jeden Fall ! Die liebevolle Ausstattung vom Dumont-Verlag (Leineneinband mit Lesebändchen) sei übrigens auch noch erwähnt :-)

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Über Begegnungen, die verändern können ...
von Sharon Baker von sharonbakerliest aus Mönchengladbach am 03.06.2017

Sentaro ist unglücklich mit seinem Leben, alles läuft anderes als erwartet und nun steht er immer noch in einem Imbiss und muss Dorayaki verkaufen, um seine Schulden zu begleichen. Bis ihn eines Tages eine alte Frau anspricht und den Aushilfsjob möchte, im ersten Moment lehnt Sentaro ab, in ihren... Sentaro ist unglücklich mit seinem Leben, alles läuft anderes als erwartet und nun steht er immer noch in einem Imbiss und muss Dorayaki verkaufen, um seine Schulden zu begleichen. Bis ihn eines Tages eine alte Frau anspricht und den Aushilfsjob möchte, im ersten Moment lehnt Sentaro ab, in ihren Alter und dann mit diesen verkrüppelten Händen, nein, das geht nicht. Aber Frau Yoshii ist hartnäckig und möchte unbedingt in seinem Laden helfen und so knickt Sentaro ein, aber er besteht darauf, dass sie nur bei der Zubereitung der Bohnenpaste hilft und nicht im Verkauf. So entwickeln beide ein ganz neues Ladenkonzept, weg mit der Fertigpaste und her mit besser und leckerem Dorayaki und schon bald macht es sich im Umsatz bemerkbar. Aber nicht nur der Laden verändert sich, sondern auch Sentaro und aus dem einst resignierten Mann, entwickelt sich jemand der sich für sein Tun doch noch begeistern kann. Frau Yoshii und ihr Chef werden Freunde, aber was so gut begann, wird sich schnell wieder ändern. Was passiert mit dem Imbiss? Kann Sentaro noch sein Lebensinhalt finden? Und was hat es mit Frau Yoshii‘s Händen auf sich? Diese kleine, aber feine Geschichte ist mir damals beim Erscheinen schon aufgefallen, bestimmt wegen der zauberhaften Aufmachung und wahrscheinlich auch deshalb, weil es einen Kinofilm gibt, aber erst auf nachdrücklicher Empfehlung habe ich es nun gelesen. Tja und was soll ich sagen, es lohnt sich, diese berührenden Figuren kennenzulernen. Im Vordergrund steht Sentaro, einsam, unglücklich und mit sich sehr unzufrieden. Für eine Dummheit in der Jugend büßt er jetzt sein ganzes Leben und diese Frustration spiegelt sich in seinem Leben wieder. Er hat keine Lust auf Dorayaki und auf diesen Imbiss, er macht das nur wegen seinen Schulden. Allerdings hat er auch nichts anderes, was ihn glücklich macht und so trinkt er abends einfach ein bisschen zu viel. Schnell von den Leuten genervt, wird er von Frau Yoshii mehr als nur überrumpelt, sie stellt ihn einfach immer eine Gegenfrage und das bringt Sentaro immer total aus dem Konzept. Zuerst möchte er sie abwimmeln, aber dann kommt doch ein bisschen der Geschäftsmann durch. Trotz seiner Bedenken stellt er Frau Yoshii ein und blüht regelrecht auf, in seinem Reich. Und so kommen wir zu Frau Yoshii, ich mag eigentlich gar nicht viel verraten, denn ihre Lebensgeschichte ist so tragisch, traurig und berührt einem sehr und das möchte ich vorab nicht kaputtmachen. Sagen wir so, ihre Vergangenheit ist schrecklich und mit diesen Auswirkungen hat sie immer noch zu kämpfen. Aber trotzdem versprüht sie so einen Lebenswillen, ist spitzbübisch und einfach ein Herz von einer Seele. Sie tut Sentaro, dem Imbiss und allen Leckermäulern in Schuluniform gut, man könnte einfach sagen, sie ist die Seele des Imbiss. Wenn da nicht ihre Hände wären und die vielen Menschen, die tratschen und Gerüchte verbreiten. Diese Figur habe ich schnell ins Herz geschlossen und ich bewundere sie immer noch für ihre Lebenskraft, beeindruckend. Diese Geschichte wird ruhig erzählt, aber entwickelt dabei eine unglaubliche Kraft und bedient ein Thema, welches wir alle nicht wirklich vor Augen haben. Man kann deshalb einfach nicht aufhören zu lesen, da man wissen möchte, gibt Sentaro auf? Oder was genau hat nun Frau Yoshii? Diese ganzen Fragezeichen hält der Autor lange in der Schwebe und zieht einen so durch die Seiten. Aber man empfindet es nicht als schlimm, man ist von der Entwicklung an sich fasziniert, wie eine alte Dame, Lebensgeister weckt, und wie sich auch trotz großer Altersunterschiede Freundschaften finden. Diese zarten Bande sind einfach wunderbar beschrieben und zeigen wieder, dass das Leben an den unglaublichsten Stellen Licht hat und Hoffnung spendet. Ach, noch eins Wakana unser Schulmädchen auf dem Cover spielt natürlich auch eine Rolle, aber tragend sind einfach Sentaro und Frau Yoshii. Für mich ein trauriges, aber auch hoffnungsvolles Buch, was zeigt, wie Freundschaft unser Leben beeinflussen kann und das es im Leben immer noch eine Abbiegung gibt, um glücklich zu werden. Schön erzählt und in absoluten Zeitgeist.

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Berührend und melancholisch
von Wuestentraum am 23.03.2016

Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem... Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht die beste Bohnenpaste, die man sich nur denken kann. Auch deshalb verändert die Begegnung mit ihr alles, denn Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien … ›Kirschblüten und rote Bohnen‹ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt. Sentaro arbeitet im Doraharu und verkauft dort täglich seine Dorayaki, die mit An, dem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Eines Tages erscheint eine alte Frau, Tokue, vor seinem Laden und möchte bei Sentaro arbeiten. Erst ist er vehement dagegen, stellt sich durch ihre Hartnäckigkeit gedrängt, aber dann doch ein. Er stellt fest, was für ein Glück es war, sie einzustellen, denn Tokue kocht ein An, welches so gut schmeckt, dass der Umsatz in die Höhe schnellt. Doch Tokue hat krumme Finger, und die Gäste, so scheint es, scheinen sich davon abgestoßen zu fühlen und bleiben nach und nach weg. Sentaro erfährt von Tokue, dass sie schon als 14-jährige Lepra bekam und in ein Sanatorium musste. Zu den zweien gesellt sich noch Wakana, ein 15-jähriges Mädchen, welches zu Hause Probleme hat, und freundet sich mit den beiden an. Dieser Roman schreibt über eine besondere Freundschaft dreier Menschen in ganz unterschiedlichem Alter, die es alle nicht leicht im Leben haben. Durian Sukegawa’s Schreibstil ist leicht und klar, so dass man über die Seiten fliegen kann. Die Geschichte ist liebevoll und respektvoll geschrieben. Es wird einiges über die Krankheit Lepra geschrieben, die Vorurteile und Ängste der Menschen, was wirklich interessant war. Die Ausgrenzung der Kranken, auch nachdem sie das Sanatorium verlassen durften, sind die meisten wieder zurückgekehrt. Tokue beschreibt sehr eindrucksvoll ihre Gefühle und dass sie sich in dem hohen Alter, in dem sie sich zu der Zeit befand, draußen kein neues Leben mehr aufbauen konnte. Wunderschöne Sätze werden in diesem Roman geschrieben, die einen berühren und zum Nachdenken anregen. Sich über Kleinigkeiten freuen zu können, und Hoffnung zu schöpfen, aus der Natur und dem „zuhören". Es wird verschiedenes japanisches Essen erwähnt, nicht nur die Dorayaki, welche Sentaro zubereitet. Was ich auch sehr toll fand, dass im Glossar die einzelnen japanischen Speisen genau erklärt werden. Und es wird ganz viel über Kirschblüten und Kirschbäume geschrieben, so dass ich diese wunderschöne Pracht immer vor Augen hatte. Mir haben die leisen Töne richtig gut gefallen, die zwischen den Zeilen philosophisch anmutenden Bemerkungen und Deutungen haben mich berührt und zum Nachdenken gebracht. Das Buch hat einige Emotionen und Stimmungen erzeugt, so dass es bei mir sicher noch eine Weile nachwallen wird. Ein zauberhaft geschriebener Roman, der einfach unter die Haut geht, melancholisch und berührend und der mir wunderschöne Lesestunden bereitet hat.

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