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Lied der Weite

Roman

(78)
Victoria, siebzehn und schwanger, wird von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Da überredet ihre Lehrerin Maggie die Brüder McPheron, zwei alte Viehzüchter, das Mädchen bei sich aufzunehmen. Ein erst widerwilliger Akt der Güte, der das Leben von sieben Menschen in der Kleinstadt Holt in Colorado umkrempelt und verwandelt. Vom Autor des Bestsellers ›Unsere Seelen bei Nacht‹
Portrait
Kent Haruf (1943–2014) war ein amerikanischer Schriftsteller. Alle seine sechs Romane spielen in der fiktiven Kleinstadt Holt im US-Bundesstaat Colorado. Er wurde unter anderem mit dem Whiting Foundation Writers’ Award, dem Wallace Stegner Award und dem Mountains & Plains Booksellers Award (für ›Lied der Weite‹) ausgezeichnet. Sein letzter Roman ›Unsere Seelen bei Nacht‹ wurde zum Bestseller und mit Jane Fonda und Robert Redford in den Hauptrollen verfilmt.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 12.01.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07017-0
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 188/120/27 mm
Gewicht 347
Originaltitel Plainsong
Auflage 1
Übersetzer Rudolf Hermstein
Verkaufsrang 758
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 35.90
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
78 Bewertungen
Übersicht
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Sieben Menschen in einer kleinen Stadt
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 18.02.2018

„Plainsong“ heißt das Buch im Original: Choralgesang. Ein sehr passender Titel, in zweierlei Hinsicht. Der Autor lässt den Leser teilhaben am Leben grundverschiedener Menschen, die sich zwar kennen, weil in der Kleinstadt jeder jeden kennt, die aber ansonsten auf den ersten Blick kaum etwas gemeinsam haben. Er gibt ihnen... „Plainsong“ heißt das Buch im Original: Choralgesang. Ein sehr passender Titel, in zweierlei Hinsicht. Der Autor lässt den Leser teilhaben am Leben grundverschiedener Menschen, die sich zwar kennen, weil in der Kleinstadt jeder jeden kennt, die aber ansonsten auf den ersten Blick kaum etwas gemeinsam haben. Er gibt ihnen authentische Stimmen, die sich zunächst nur wenig harmonisch zusammenfügen, als ihre Leben sich auf einmal überschneiden – jeder bringt seine eigenen Missklänge ein in diesen Choral: Einsamkeit. Depression. Das unerfüllte Bedürfnis nach Akzeptanz und Liebe. Die Annäherung beginnt nur vorsichtig, manchmal misstrauisch, aber man spürt sofort: da ist Resonanz. Da bringt einer im Leben des anderen etwas zum Schwingen. Die Missklänge verstummen zwar nicht über Nacht, am Ende wird das „Lied der Weite“ jedoch zu einem Choral der Hoffnung und des gegenseitigen Respekts. Die Schlüsselfigur des Romans ist in meinen Augen die schwangere 17-jährige Victoria, die von ihrer Mutter verstoßen wurde. Das setzt in der Kleinstadt einiges in Bewegung, vor allem unerwartete Hilfsbereitschaft: aufgenommen wird das Mädchen letztendlich ausgerechnet von den Brüdern McPheron, zwei alten Viehzüchtern, die ihr ganzes Leben lang Junggesellen waren und nicht die geringste Ahnung davon haben, wie sie mit einem Teenager umgehen sollen. Für diese beiden Charaktere allein hätte es sich schon gelohnt, das Buch zu lesen! Sie fühlen sich erst heillos überfordert von ihrer neuen Aufgabe, stürzen sich aber dennoch mit einer so schroffen wie herzzerreißenden Liebenswürdigkeit hinein – als hätten sie genau das ihr Leben lang vermisst. Dabei entbehren ihre Szenen nicht einer gewissen Komik, wenn sie versuchen, sich ihre neue Situation mit Dingen zu erklären, die sie kennen und von denen sie etwas verstehen. Einmal vergleicht Harold das Verhalten Victorias mit dem einer schwangeren Kuh: "Was redest du da?, sagte Raymond. Was ist denn das für ein Vergleich? Neulich hab ich drüber nachgedacht. Über die Ähnlichkeiten. Beide sind jung. Beide sind hier draußen auf dem Land, wo nur wir sind, um auf sie aufzupassen. Beide haben zum ersten Mal im Leben ein Baby im Bauch. Überleg doch mal. Raymond sah seinen Bruder entgeistert an. Sie waren vor dem Haus angekommen und hielten vor dem Drahtzaun auf der hartgefrorenen, zerfurchten Zufahrt. Herrgott noch mal, sagte er, das ist eine Kuh. Du redest von Kühen. Ich mein ja nur, sagte Harold. Denk doch mal drüber nach. Du sagst praktisch, dass sie eine Kuh ist, das sagst du doch. Das will ich damit überhaupt nicht sagen. Sie ist ein Mädchen, um Himmels willen. Keine Kuh. Du kannst doch nicht Mädchen und Kühe in einen Topf werfen. Ich hab ja nur gemeint, sagte Harold. Machst du dir eigentlich nie Gedanken? Doch. Ich denk auch manchmal nach. Na also. Aber ich muss nicht gleich drüber reden. Na gut. Ich hab geredet, bevor ich nachgedacht hab. Willst du mich gleich erschießen, oder wartest du, bis es finster ist?" Auch die anderen Charaktere erweckt Kent Haruf zum Leben, mit all ihren Marotten, Wünschen, Stärken und Schwächen – und das, ohne dem Leser jemals unmittelbar ihre Gedanken zu verraten. Man beobachtet ihr Verhalten sozusagen von außen, aber das beschreibt der Autor so prägnant, dass man schnell ein Gefühl für sie bekommt. Plainsong – plain song – plain „plain“ kann vieles bedeuten, schlicht, gewöhnlich, klar, pur... Und dies ist der zweite Grund, warum der Titel so passend ist: über lange Strecken erzählt das Buch vom ganz gewöhnlichen Alltag in einer ländlich gelegenen Kleinstadt, ruhig und mit sorgsamer Langsamkeit. Hundert Seiten ziehen am Leser vorbei, ohne dass viel passiert, ohne nennenswerten Spannungsbogen. Aber das ist nicht trivial, das ist das Leben. Die Geschichte entwickelt ihre ganz eigene Art von Spannung, denn es ist alles so echt, so lebendig, so berührend.Ich habe in jeder Szene mit den Charakteren mitgefiebert – auch wenn sie nur dabei waren, Zeitungen auszutragen. Schlicht, klar, pur… Das sind alles Attribute, die auf den Schreibstil von Kent Haruf zutreffen. Er erzählt in einfachen, bedächtigen Sätzen, die dennoch ihre ganz eigene Poesie entfalten. Sie treffen den Kern der Dinge, das Wesen der Menschen, die der Autor so liebevoll beschreibt. Am Schluss bleiben einige Dinge offen, nicht alle Fragen werden beantwortet. Wir haben die Charaktere ein Stück ihres Weges begleitet, aber im Leben gibt es nur wenige endgültige Enden… Und so kann man als Leser höchstens erahnen, wohin sie die Reise noch führen wird. Ich hoffe darauf, dass der Verlag auch „Eventide“ noch übersetzen wird, in dem einige der Charaktere aus diesem Buch, wie die McPherons, wieder eine wichtige Rolle spielen. Es ist aber gut möglich, „Lied der Weite“ als alleinstehendes Werk zu lesen. Fazit: In einer ländlich gelegenen Kleinstadt wird die schwangere Victoria von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Durch einen Akt der Hilfsbereitschaft verändert sich daraufhin das Leben von sieben verschiedenen Menschen – vor allem das der beiden alten Viehzüchter, die das Mädchen bei sich aufnehmen, obwohl sie ihr ganzes Leben lang alleine gelebt haben und sie diese neue Aufgabe in hilflose Panik versetzt. Man könnte sagen, dass in diesem Buch strenggenommen nicht viel passiert. Der Autor lässt sich viel Zeit, den ganz normalen Alltag seiner Charaktere zu beschreiben, bis ins Detail und ohne Drama. Aber die Klarheit der Sprache und die Komplexität der Charaktere haben mich dennoch an das Buch gefesselt. Es hat diese Neuauflage auf jeden Fall verdient. (Das Buch ist 2001 schon einmal unter dem Titel „Flüchtiges Glück“ im btb-Verlag herausgebracht worden.)

Bewegende Ausschnitte aus dem Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 17.02.2018

Geschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann oder Kent Haruf // INHALT Die Schülerin Victoria Roubideaux ist erst siebzehn Jahre, als sie bemerkt, dass ihr aus den vergangenen Sommerferien mehr geblieben ist, als nur eine paar schöne Erinnerungen an eine Liebelei. Schwanger und mittellos wird sie von ihrer... Geschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann oder Kent Haruf // INHALT Die Schülerin Victoria Roubideaux ist erst siebzehn Jahre, als sie bemerkt, dass ihr aus den vergangenen Sommerferien mehr geblieben ist, als nur eine paar schöne Erinnerungen an eine Liebelei. Schwanger und mittellos wird sie von ihrer Mutter auf die Straße gesetzt. Von dort beginnt für sie eine Reise, die ihr Schicksal mit dem vieler andere Menschen in der Kleinstadt Holt verwebt und für immer verändert. // MEINE MEINUNG Vom Feeling her war 'Das Lied der Weite' im weitesten Sinne eine Mischung aus Gilmore Girls und dem Buch 'Die Monster von Templeton'. Kent Harufs Werk zieht seine Stärke aus einer ruhigen und eindringlichen Erzählweise, ohne viele Schnörkel oder detailverliebten Beschreibungen. Zwischen diesen Buchdeckeln steckt so viel mehr, als der Klappentext oder das simple Cover preisgeben. Der Leser verfolgt hier gefühlt einen Wimpernschlag lang das Leben sieben verschiedener Einwohner der Kleinstadt Holt, die alle miteinander in Beziehung stehen und deren Handelnn das Leben der jeweils anderen beeinflusst. Diese Geschichte ist für alle, die außergewöhnliche Dinge in selbst den scheinbaren Kleinigkeiten des Lebens sehren und die sich auch für langsame Erzählungen begeistern können. // FAZIT In 'Das Lied der Weite' erwarten den Leser melancholische und zugleich hoffnungsvolle Klänge eines Kleinstadtlebens und so viel mehr, als der Klappentext verrät. Wer gerne Kleinstadt-Romane liest, die sich ruhig und schnörkellos entfalten, der kann mit 'Das Lied der Weite' nicht viel falsch machen. Von mir erhält das Buch 4 1/2 Sterne, da es mich wirklich für die Schicksale der verschiedenen Bewohner von Holt interessieren konnte, aber trotzdem fehlte mir im Nachhinein das Gewisse etwas. Vielleicht lag es gerade daran, dass man Victoria und ihre Bekannten nur für einen kurzen Augenblick begleitet hat und es nicht wirklich abgeschlossen wirkte. Ich hoffe das der Diogenes Verlag auch noch den Folgeband 'Eventide' übersetzen und veröffentlichen wird, der wohl lose an Band 1 (im Original 'Plainsong' anknüpfen soll.

hohe Erzählkunst
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 16.02.2018

"Das Lied der Weite" besticht durch eine edle Optik und einen verheißungsvollen Titel. Wer Harufs Geschichten kennt, weiß, dass die meisten wohl in der selben Gegend in den Vereinigten Staaten spielen. Eine eher ländliche Gegend, eine Kleinstadt, Viehzüchter und Bauern im weiten Umkreis. Dort sind die Männer noch wortkarg... "Das Lied der Weite" besticht durch eine edle Optik und einen verheißungsvollen Titel. Wer Harufs Geschichten kennt, weiß, dass die meisten wohl in der selben Gegend in den Vereinigten Staaten spielen. Eine eher ländliche Gegend, eine Kleinstadt, Viehzüchter und Bauern im weiten Umkreis. Dort sind die Männer noch wortkarg und bärbeißig und die Frauen stark und selbstständig obwohl der Mann hier noch das Sagen haben möchte. Wieder hat Kent Haruf eine ungewöhnliche Wohngemeinschaft ersonnen. Wieder sind auch ältere Menschen wichtige Protagonisten in einer Geschichte voll kleiner und großer Alltagsdramen. Eine depressive Mutter verlässt Mann und Kinder und ein Teenager erwartet ein Kind und wird deshalb von der hartherzigen Mutter hinausgeschmissen. Mütter kommen in diesem Buch nicht unbedingt gut weg. Dagegen gibt es zwei ältere Herren, Brüder, alleinstehende Rinderzüchter, die im Laufe der Erzählung zu Höchstform auflaufen und aus ihrem Alltagstrott ausbrechen um dem jungen Mädchen aus ihrer Not zu helfen. Starke Charaktere bevölkern dieses Buch. Und stark sind auch die Entwicklungen, die sie durchmachen. Dabei setzt der Autor auf einen sehr verhaltenen zurückgenommenen Betrachtungsstil und beobachtet das Geschehen aus einer gewissen Distanz, die aber nie kühl sondern immer wohltuend neutral rüber kommt. Man spürt die Gefühle der Protagonisten obwohl er wenig Worte darum macht. Haruf beherrscht für mich die hohe Kunst des Erzählens hervorragend. Ein rundherum gelungenes Buch mit einem stimmigen Plot.


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