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Minnesota Winter

Eine Liebe in der Wildnis

(9)
Eine Liebe in der Wildnis
Der Aussteiger Greg Howard ist die Erfüllung ihres Traums vom Leben in der Einsamkeit mitten unter wilden Tieren. Kurz entschlossen bricht Elli Radinger alle Brücken zu ihrer Heimat ab und zieht an einen Ort, der auf keiner Landkarte verzeichnet ist, zu einem Mann, den sie kaum kennt. Sie lebt mit ihm in einer Blockhütte im Revier von Wölfen und Bären und stürzt sich in ein Abenteuer, das sie an ihre Grenzen bringt, körperlich und emotional. Was sie erlebt, übertrifft all ihre Erwartungen - und Befürchtungen.
"Wie zieht man sich sexy an bei minus dreissig Grad? Die Verkäuferinnen, die ich in den einschlägigen Geschäften nach warmer Spitzenunterwäsche gefragt hatte, konnten nur die Schultern zucken. 'Was denn? Warm oder sexy?' Beides gab es wohl nicht."
Portrait
Elli H. Radinger (geb. 1951) gab 1983 ihren Beruf als Rechtsanwältin auf, um ihre Liebe zu den Tieren und zum Schreiben zu verbinden. Seitdem arbeitet sie als Fachjournalistin für zahlreiche Tier- und Naturzeitschriften und schreibt Bücher über ihre Lieblingsthemen. Schon immer galt die Leidenschaft der Autorin, die mit Hunden aufwuchs, den Wölfen. Als sie diese 1991 während Verhaltensstudien von Gehegewölfen in Wolf Park, einem amerikanischen Wolfsforschungsinstitut, näher kennenlernte, verfiel sie dem Wolfsvirus. Gemeinsam mit Günther Bloch und anderen gründete sie ebenfalls 1991 die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V., deren Vorsitzende sie zehn Jahre lang war.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 17.07.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3108-0
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 190/116/32 mm
Gewicht 272
Auflage 2. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Für mich leider zu emotionslos
von Nici´s Buchecke am 06.06.2016

Dieses Buch war mir auf der Frankfurter Buchmesse ins Auge gefallen und hat mir sofort zugesagt. Das Thema klang spannend und humorvoll. Dieser Roman ist autobiographisch, was mir beim Lesen allerdings nicht so bewusst war. Die Person Elli war für mich schon ein wenig suspekt. Ich konnte mich irgendwie... Dieses Buch war mir auf der Frankfurter Buchmesse ins Auge gefallen und hat mir sofort zugesagt. Das Thema klang spannend und humorvoll. Dieser Roman ist autobiographisch, was mir beim Lesen allerdings nicht so bewusst war. Die Person Elli war für mich schon ein wenig suspekt. Ich konnte mich irgendwie nicht richtig mit ihr anfreunden. Sie ist widersprüchlich für mich, einerseits das scheue Reh, dass sich nur allein in der Hütte wäscht und andererseits, die allseits bereite Nymphe, die nackt in den See springt oder sich in Felsspalten mit Greg vergnügt. Für mich wirkte der ganze Roman etwas holprig und ich merkte deutlich, dass Frau Radinger meist Sachbücher schreibt. Das ganze wirkte, trotz großer Liebe und ziemlich irrationalen Handlungen aufgrund der Sehnsucht, doch emotionslos. Die Schilderungen von Greg, ließen bei mir kein direktes Bild dieses Mannes entstehen. Er war mir allerdings mit seiner ganzen Art unheimlich und unsympathisch und ich wüsste, dieser Mann würde mich kein zweites Mal sehen. Aber die Autorin hat das damals wohl anders gesehen. Ihr Schilderung der Ereignisse wirkte allerdings für mich relativ lieblos und herunter gerattert wie einen Lebenslauf. Also so war zumindest mein Empfinden. Interessant hingegen fand ich die Schilderung des autarken Lebens in der Wildnis, auch wenn das nichts für mich wäre. Dafür das Frau Radinger so auf Wölfe fixiert war, kam dieses Thema doch ein wenig zu kurz für mich. Den größten Teil der Beschreibungen nahmen sportliche Aktivitäten ein. Also mich konnte dieser Roman leider nicht überzeugen oder fesseln. Ich habe ihn bis zum Schluss gelesen, allerdings nicht weil ich nicht anders konnte, sondern eher um zu erfahren, ob Elli doch endlich zur Besinnung kommt. Ich weiß nicht wie ich diesen Roman einordnen kann, er ist ein Mix aus Naturführer, Biographie und Erotikroman auf wenig erotische Weise. Allerdings bin ich nach dem Lesen nicht geneigt noch mehr Bücher dieser Autorin zu lesen.

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Der Traum vom Leben in der Wildnis
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 10.11.2013
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wie schon in dem Buch „Wolfsküsse“ zeigt Elli Radinger auch mit diesem Buch wieder, wie schön und bildhaft sie erzählen kann. Die Naturbeschreibungen und ihre Wildbeobachtungen und – kontakte sind einfach herrlich. Die Ruhe und Einsamkeit, die sie am Timber Lake erfährt, sind sehr verlockend, allerdings verschweigt sie auch... Wie schon in dem Buch „Wolfsküsse“ zeigt Elli Radinger auch mit diesem Buch wieder, wie schön und bildhaft sie erzählen kann. Die Naturbeschreibungen und ihre Wildbeobachtungen und – kontakte sind einfach herrlich. Die Ruhe und Einsamkeit, die sie am Timber Lake erfährt, sind sehr verlockend, allerdings verschweigt sie auch nicht die körperlichen Strapazen, die die romantischen Vorstellungen von einem Leben in der unberührten Wildnis etwas trüben. Besonders gut gefallen hat mir die Wolfsbeobachtung von Elli und Greg, als sie die Nacht in dem Aussichtsturm der Cabin verbringen, in der sich auch Gregs Bibliothek befindet. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der einen spannenden Ausblick auf das Ende des Buches gibt und dem Leser sehr schnell klar macht, daß die Beziehung zwischen Greg und Elli kein glückliches Ende finden wird. Ich bin mir nicht sicher, ob es mir nicht besser gefallen hätte, wenn dieser Ausblick nicht direkt am Anfang gestanden hätte: so war ich von Anfang an mißtrauisch gegenüber Greg und er hatte kaum eine Chance, bei mir Pluspunkte zu sammeln. Auf der anderen Seite wird durch den Prolog schon sehr viel Spannung aufgebaut. Das Leben in der Wildnis war schon immer der große Traum der Autorin, so daß sie vor den ersten negativen Entwicklungen in ihrer Beziehung zu Greg noch die Augen verschliesst bzw. hofft, daß sich ihre gemeinsame Liebe als stark genug erweist, daß auch Greg sich mehr auf Elli und ihre Wünsche und Bedürfnisse einlassen wird. Ein Streitpunkt, der zwischen den Beiden steht, ist Ellis Hündin Lady, die sie bei einem Leben an Gregs Seite in Minnesota natürlich zu sich holen möchte – Greg hasst allerdings alle domestizierten Tiere. Unter dieser ablehnenden Haltung leidet Elli sehr und ist daher zwischen ihrem Leben in Deutschland und dem Leben in Minnesota hin- und hergerissen. Greg kann charmant und sehr zärtlich sein, schreibt Elli Gedichte und läßt ihr Grüße über das Radio ausrichten, wenn er als Wildnisguide unterwegs ist; dann aber wiederum nimmt er keinerlei Rücksicht auf ihre Gefühle und Wünsche, zeigt sich hartherzig, wenn es um Ellis Hündin geht und ist in keiner Weise an ihrem Leben in Deutschland interessiert. Der Autorin wird immer klarer, daß ihr Traum vom einsamen Wildnisleben und einer harmonischen Beziehung mit Greg immer unrealisierbarer wird. Kraft zieht sie aus der Natur und den Tieren, denen sie rund um den Timber Lake begegnet. Aber auch ihre Erlebnisse und Naturbeobachtungen, die sie mit Greg macht, als die Beiden in den Urlaub fahren, sind einfach nur atemberaubend. Auch wenn das Ende des Buches für Elli schmerzhaft ist, ist es doch auch versönlich und bedeutet einen neuen Lebensabschnitt für sie, und sie hat, wenigstens eine Zeit lang, ihren Traum vom Leben in der Wildnis verwirklichen können. Das Buch ist hervorragend geeignet, an kalten Winterabenden auf dem Sofa mit einer heißen Tasse Tee oder Kakao vor dem knisternden Kamin gelesen zu werden. Und ich freue mich sehr auf weitere Romane der Autorin, in denen sie mich hoffentlich wieder in einsame und faszinierende Naturwelten entführen wird.

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Die Distanz zwischen Traum und Realität
von Janine2610 am 15.07.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Elli H. Radinger hat mit »Minnesota Winter« einen abenteuerlichen Liebes-Wildnis-Roman geschaffen, der auch gleichzeitig ihre Autobiografie darstellt. Die (damals) in Deutschland lebende Autorin beschreibt darin ihre Liebe zur Natur und den Tieren (allen voran den Wölfen) und wie sie es geschafft hat, sich ihren Traum vom Leben in der... Elli H. Radinger hat mit »Minnesota Winter« einen abenteuerlichen Liebes-Wildnis-Roman geschaffen, der auch gleichzeitig ihre Autobiografie darstellt. Die (damals) in Deutschland lebende Autorin beschreibt darin ihre Liebe zur Natur und den Tieren (allen voran den Wölfen) und wie sie es geschafft hat, sich ihren Traum vom Leben in der Wildnis, im Einklang mit der Natur, zu erfüllen. Dass das Ganze auch mit einer Menge Entbehrungen einhergehen würde, war ihr erst nicht derart bewusst. ~ Wenn die Existenz auf die Basis reduziert wird, erlangen andere Dinge Bedeutung, und wir beginnen, uns selbst zu entdecken. ~ (S. 299) Manch einer hat ja manchmal diese Anwandlung, einfach seine Sachen zu packen, wegzugehen und mitten im nirgendwo in einer Waldhütte weit abseits der Gesellschaft, und ebenso weit entfernt von Straßen- und Menschenlärm, zu leben. Dass dieses Vorhaben nicht ausschließlich romantisch ist und so ein Leben mitunter sehr anstrengend werden kann, hat die Autorin am eigenen Leib erfahren müssen. In Ellis Fall kam nämlich ein Mann hinzu, der ihr die erste Zeit des Ausstiegs zwar noch erleichtert und sehr schön gemacht hat, aber im Laufe des weiteren Kennenlernens hat sich herausgestellt, dass ebenjener Mann ziemlich engstirnig, verurteilend, kontrollsüchtig und intolerant ist, worunter Elli, je mehr Zeit sie mit ihm verbracht hat, richtig gelitten hat. Aber nicht nur das, zum Ende hin hat ihr Wildnismann sogar seine gewaltbereite Seite gezeigt ... Wenn ich mir vorstelle, kilometerweit von der nächsten Zivilisation entfernt zu sein und ich mich mit einem unberechenbaren Mann in einer kleinen Waldhütte aufhalten würde, ohne großartige bzw. schnelle Fluchtmöglichkeit, wird mir ganz mulmig zumute. Wie sich Elli in dieser Situation gefühlt hat, kann ich mir also denken - und das wird, wie ich finde, in diesem Buch auch hervorragend von ihr rübergebracht. ~ Ich glaube, der Verlust eines Traums, der Vorstellung, wie das Leben hätte sein können, ist stets wie ein kleiner Tod, den wir betrauern müssen, um danach wie Phoenix aus der Asche zu steigen und neu zu beginnen. ~ (S. 291) Teilweise konnte ich die Autorin aber auch nicht verstehen. Ihr Wildnismann Greg kommt hierin nämlich abwechselnd lieb und dann wieder wie ein Monster oder wenigstens wie ein äußerst unguter/unangenehmer Zeitgenosse rüber, und ich hatte so den Eindruck als würden Gregs negative Seiten deutlich überwiegen, dennoch hat Elli ihm immer und immer wieder eine Chance gegeben. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, als wäre sie masochistisch. Wer gibt sich denn noch länger mit einem Mann wie Greg, der sie so respektlos behandelt, ab? - Leben in der Wildnis hin oder her. Da wäre ich mir selbst viel zu wichtig, als dass ich das ignorieren oder drüber hinwegsehen könnte. Bei der allerersten schlechten Behandlung hätte ich schon meine Sachen gepackt und ihn verlassen. Sich so etwas auf Dauer gefallen zu lassen bzw. zu warten, bis der Mann komplett ausgereizt ist, das wäre mir nicht eingefallen ... Jedenfalls ist es wirklich spannend zu lesen gewesen, wie Elli das alles durchgestanden und überlebt hat, ohne Schaden davonzutragen. So ein Leben in der Einsamkeit und Stille der Wildnis hat schon was Reizvolles, das muss auch ich gestehen, aber dass das auch Schattenseiten hat, muss man sich auch erst mal bewusst machen und eingestehen. Wer mit dem Gedanken spielt, auszusteigen, für den ist das Buch bestimmt was; für alle anderen, die Fans abenteuerlicher (realer) Geschichten sind, die sind mit »Minnesota Winter« wahrscheinlich ebenfalls gut beraten.

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