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Neukölln ist überall

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Deutschlands bekanntester Bürgermeister redet Klartext.
Familien, die seit Generationen von Hartz IV leben, Eltern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern, Jugendliche ohne Zukunftsperspektive, Parallelgesellschaften, Gewalt und Kriminalität – Berlin-Neukölln ist mittlerweile ein Synonym für die Heimat einer verlorenen Schicht geworden. Aber auch in anderen deutschen Städten haben sich die sozialen Probleme verschärft. Heinz Buschkowsky, der langjährige Bürgermeister von Neukölln, weiss, wo der Schuh drückt. Er kämpft dafür, dass sein in Verruf gekommener Bezirk wieder lebenswert für alle wird. „Um ein demokratisches, friedliches und tolerantes Gemeinwesen auch für die Zukunft sicherzustellen, heisst unser gegenwärtiger alternativloser Auftrag: Integration.“ Aber Integration ist kein Naturgesetz, das sich von alleine vollzieht, lautet seine Botschaft. Er glaubt, dass man Menschen durch Bildung verändern kann. Und er ist davon überzeugt: Wer gefördert werden will, muss sich auch an Regeln halten. Denn gerade diejenigen, die Gefahr laufen, gesellschaftlich abgehängt zu werden, sind angewiesen auf gute Bildungseinrichtungen, vernünftig bezahlte Jobs und eine Polizei, die ein friedliches Zusammenleben sichert.
Rezension
"Unbequeme Wahrheiten von einem unbequemen Mann, der noch nie um den heissen Brei herumgeredet hat.", Stern, 27.09.2012
Portrait
Heinz Buschkowsky, Jahrgang 1948, ist Diplom-Verwaltungswirt. 1973 trat er der SPD bei. Seit 2001 ist er zum vierten Mal Bezirksbürgermeister von Neukölln.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 02.12.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-37519-9
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 190/120/29 mm
Gewicht 290
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Dunkle Zeiten
von einer Kundin/einem Kunden aus Basel am 16.01.2014

Wer das Buch liest, kriegt Angst um die Zukunft seiner Kinder. Obwohl das Geschehen in Berlin Neukölln stattfindet, kann man es in geschwächter Form schon in der Schweiz erleben. Buschowsky nennt das Kind knallhart beim Namen und ist nicht irgend jemand, sondern der Bezierksbürgermeister von dort und weiss... Wer das Buch liest, kriegt Angst um die Zukunft seiner Kinder. Obwohl das Geschehen in Berlin Neukölln stattfindet, kann man es in geschwächter Form schon in der Schweiz erleben. Buschowsky nennt das Kind knallhart beim Namen und ist nicht irgend jemand, sondern der Bezierksbürgermeister von dort und weiss wovon er redet. Geblieben sind mir so Passagen wie "Schlägereien mit 50 und mehr Personen auf offener Strasse sind an der Tagesordnung", "Müllsäcke aus dem 5. Stock auf die Strasse werfen schon fast normal", "Deutsche werden als erstes verklopft, denn die sind Schuld an unserer Misere" oder auf die Frage in der Schule, woher denn das Geld der Eltern komme, die selbstverständliche Antwort: "vom Sozialamt" usw. Ein Buch für Gutmenschen und Tagträumer. Neukölln ist uns vielleicht 10 Jahre voraus, aber wir steuern mit unserer laschen Ausländerpolitik voll drauf zu. Ich empfehle das Buch wärmstens!

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Pflichtlektüre für die Politiker
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 24.09.2016

Heinz Buschkowsky habe ich persönlich in der Lesung seines 2. Buches erlebt und war beeindruckt von seinem Wissen, aber auch von der Polizeipräsenz und Personenschutz (den salafisten und der autonomen Szene Berlin sei dank). Es wundert mich nicht, dass er im linken Berlin angefeindet und diffamiert wird. Leider ist... Heinz Buschkowsky habe ich persönlich in der Lesung seines 2. Buches erlebt und war beeindruckt von seinem Wissen, aber auch von der Polizeipräsenz und Personenschutz (den salafisten und der autonomen Szene Berlin sei dank). Es wundert mich nicht, dass er im linken Berlin angefeindet und diffamiert wird. Leider ist die Realität in Nord-Neukölln heute noch schlimmer als in seinem Buch beschrieben. Jeden Tag fahre ich durch diesen Stadtteil und fühle mich dabei selbst als Ausländer. Jeder, der glaubt alles sei gut so bei uns wie es ist empfehle ich einen Ausflug zur Hasenheide über die Karl-Marx-Allee. Viel Spass!

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Nicht-Berliner bekommen ihre Vorurteile bestätigt, mit der Realität in Neukölln hat dies sehr wenig zu tun
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 23.07.2015

So mancher Nicht-Berliner, der das vorliegende Buch gelesen hat, wird seine Vorurteile bestätigt sehen. Ich wohne seit fast zehn Jahren mitten in Neukölln. Dass die Integration von Ausländern eine einzigartige Erfolgsgeschichte sein soll, hält Herr Buschkowsky für eine Täuschung. Wir Neuköllner glauben nicht, dass die Integration oder Assimilation der dort... So mancher Nicht-Berliner, der das vorliegende Buch gelesen hat, wird seine Vorurteile bestätigt sehen. Ich wohne seit fast zehn Jahren mitten in Neukölln. Dass die Integration von Ausländern eine einzigartige Erfolgsgeschichte sein soll, hält Herr Buschkowsky für eine Täuschung. Wir Neuköllner glauben nicht, dass die Integration oder Assimilation der dort geborenen Muslime eine Erfolgsgeschichte ist. Darum geht es auch nicht. Eher sind wir stolz auf das friedliche Nebeneinander. Und selbst wenn etwas mehr Integration wünschenswert wäre, gibt es doch weit wichtigere Probleme in Neukölln, beispielsweise die Gentrifizierung. Dazu später mehr. Herr Buschkowsky erweckt den Eindruck, dass Neukölln ein Problem mit Kriminalität habe. Das lässt sich in bayrischen Bierzelten gut verkaufen, hat mit der Neuköllner Wirklichkeit aber sehr wenig zu tun. Egal ob Frau oder Mann, egal welche Tageszeit, egal in welcher Straße – Neukölln ist extrem sicher. Seit den vielen Jahren, die ich dort wohne, ist nie irgendein Bekannter von mir jemals Opfer einer Straftat geworden. Da ist Neukölln ein Vorbild für sämtliche andere Großstädte, die ich kenne – oder wie sicher ist es nachts in New York, London, Köln, Barcelona oder Paris? Und wenn man in Berlin bleiben will: Marzahn ist für uns Berliner nachts weit gefährlicher als Neukölln – nicht nur wegen der Nazis dort. Komisch wird Herr Buschkowsky wenn er beispielsweise behauptet, dass "jemand, der sich in einen anderen Kulturkreis begibt", wissen müsse, dass er dort auf andere Lebensregeln trifft. Herr Buschkowsky bezieht dies tatsächlich auf Muslime, die in Neukölln leben. Ein absurder Gedanke: die, die er meint, können sich gar nicht nach Neukölln begeben, weil sie dort geboren sind! Das Gleiche gilt sogar für die Eltern der Meisten. Etwas Sinn bekommt die Aussage, bezieht man sie auf die vielen Süddeutschen, Amerikaner und Briten, die seit ein paar Jahren in großer Zahl nach Neukölln ziehen und dort Wohnungen und Ladengeschäfte aufkaufen und sanieren lassen, was zu einer Vertreibung der Einheimischen führt. In einem hat Herr Buschkowsky Recht: es gibt auch Fundamentalisten in Neukölln, die u.a. Frauen unterdrücken, Ehrenmorde begehen usw. Ob dies in den letzten Jahren zugenommen hat, kann ich nicht beurteilen. Klar ist, dass der Staat dagegen entschieden handeln muss. Dass dies von Herr Buschkowskys Gegnern verleugnet würde, vereinfacht ihm die Argumentation ungemein, stimmt aber nicht mit der Wirklichkeit überein. Die Rechte der Frauen sind uns „Sozialromantikern“ traditionell sehr wichtig – weit wichtiger als die Religionsfreiheit. Darin unterscheiden wir uns übrigens auch wesentlich von CDU oder CSU. Will man den Fundamentalismus bekämpfen, muss man dessen Ursachen angehen und das sind vor allem Armut, Ausgrenzung und nicht zuletzt unser Schulsystem, das sogar von der UNICEF scharf kritisiert wird, weil es Ungleichheit aufrechterhält und fördert. Dem (potenziellen) Leser hier kann ich nur raten, Herrn Buschkowsky nicht durch den Kauf dieses Buches zu unterstützen. Laden Sie sich stattdessen die Leseprobe (auf einer anderen populären Buchseite) herunter und lesen Sie diese. Anschließend rate ich, einmal selbst Neukölln zu besuchen. Sie werden Niemanden finden, der Herrn Buschkowsky eine Träne nachweint. Stattdessen wird es Ihnen möglicherweise genauso ergehen wie meinem schwäbischen Schwiegerpapa, der aus Unkenntnis eine ähnliche Meinung über Neukölln vertrat wie Herr Buschkowsky, der diese aber nach kurzer Zeit revidierte und nun regelmäßig und sehr begeistert zu Besuch kommt, um das bunte, freundliche und sehr friedliche Nebeneinander in Neukölln zu genießen und entdecken.

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