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Psychodrama-Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen

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In diesem Handbuch verbindet die Autorin ihre jahrelange praktische Erfahrung in der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen mit aktuellen Erkenntnissen und Modellen aus störungsspezifischer und Psychodrama-Literatur zu einem Modell einer störungsspezifischen, strukturbezogenen Psychodrama-Psychotherapie.
Psychodrama wird als erlebnisorientiertes, humanistisches Therapieverfahren vorgestellt, welches das Wiedererlangen von (blockierter) Spontaneität und Kreativität zum Ziel hat. Diese werden als Voraussetzung gelingender zwischenmenschlicher Begegnung und sozialer Integration betrachtet, welche bei Persönlichkeitsstörungen in typischer Weise beeinträchtigt sind.
Persönlichkeitsstörungen gelten als schwierige Störungen, ihre Behandlung als fachliche Herausforderung. Anhand von Falldarstellungen wird deutlich, wie die Gestaltung der therapeutischen Beziehung(en) und der flexible Einsatz der umfangreichen Methoden in Psychodrama-Psychotherapie eine Verbesserung der Symptomatik fördern können. So ist dieses Buch nicht nur für PsychodramatikerInnen interessant, sondern auch für VertreterInnen anderer Fachrichtungen und Professionen, die sich über psychodramatische Behandlungsmöglichkeiten bei Persönlichkeitsstörungen informieren möchten.

Portrait

Mag.a phil. Sonja Hintermeier, MSc, Klinische und Gesundheits- Psychologin, (Lehr-) Psychotherapeutin und (Lehr-) Supervisorin im ÖAGG, an der Donau-Universität Krems und in freier Praxis. Mehrjährige Tätigkeit im Behandlungs- (Straf-)Vollzug und in der ambulanten Suchthilfe. Langjährige Erfahrung in der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen und komorbiden Erkrankungen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 296
Erscheinungsdatum 13.06.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7089-1345-2
Verlag Facultas
Maße (L/B/H) 21,5/15,1/2,5 cm
Gewicht 397 g
Abbildungen mit Abbildungen
Auflage 1
Buch (Kunststoff-Einband)
Fr. 35.90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Alles über Persönlichkeitsstörungen für Fachkräfte und Interessierte
von Hannes Goditsch aus Salzburg am 01.08.2016

Sonja Hintermeiers Buch „Psychodrama-Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen“ ist für Fachkräfte aus dem psychotherapeutischen Bereich hervorragend geeignet. Personen aus anderen psychosozialen oder medizinischen Gebieten, die derartige Klienten betreuen, profitieren ebenfalls von diesem im Sommer 2016 erschienenen Buch: Beim ersten Durchblättern besticht die übersichtliche Gestaltung des Buches. Schnell sind Kapitel gefunden,... Sonja Hintermeiers Buch „Psychodrama-Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen“ ist für Fachkräfte aus dem psychotherapeutischen Bereich hervorragend geeignet. Personen aus anderen psychosozialen oder medizinischen Gebieten, die derartige Klienten betreuen, profitieren ebenfalls von diesem im Sommer 2016 erschienenen Buch: Beim ersten Durchblättern besticht die übersichtliche Gestaltung des Buches. Schnell sind Kapitel gefunden, die in der Arbeit mit schwer psychisch beeinträchtigten Menschen hilfreich sein können: Kapitel vier gibt zum Beispiel Auskunft über Entstehungsmodelle und Behandlungsansätze für Persönlichkeitsstörungen. Hier werden die für die Behandlung von Menschen mit Persönlichkeitsstörung bekannten Behandlungskonzepte wie von M. Linehan, O. Kernberg u.a. beschrieben (s. 120ff). Ausführlicher geht Hintermeier auf die psychotherapeutische Behandlung bei Persönlichkeitsstörungen mit der Methode des Psychodramas ein. Neben vielen fachspezifischen Ausführungen schreibt sie bezüglich der Grundhaltung im Umgang mit derart erkrankten Menschen: „Nur wenn die/der TherapeutIn als echter Mensch mit seinen realen Gefühlen spürbar ist, kann die therapeutische Beziehung diese (gemeinsame) schwierige Aufgabe tragen. Da es in der Psychodramatherapie immer um ein Gelingen von Begegnung und Beziehung geht, sind PsychodramatherapeutInnen dafür gut vorbereitet.“ (S.164) Für PsychotherapeutInnen, die mit Gruppen arbeiten, ist der Abschnitt zehn am Ende des Buches sehr zu empfehlen. Das Wesentliche für die Arbeit mit Gruppen ist hier – wieder übersichtlich, sehr klar und nachvollziehbar formuliert – zusammengefasst (S. 264ff). Eine Besonderheit dieses im Juni 2016 erschienenen Fachbuches ist die Eignung für Menschen mit Interesse an den Ursachen von Persönlichkeitsstörungen abseits einschlägiger Professionalität. Denn einige Kapitel (Kap. sieben bis neun) befassen sich neben erkennbarer, störungstypischer Aspekte dieser Erkrankungen mit der Beschreibung von Ursachen für Belastungen, die den jeweiligen Störungsbildern zugeordnet sind. So wird im Buch zum Beispiel auf S. 181f dargelegt, dass ein an einer narzistischen Persönlichkeitsstörung erkrankter Mensch in seiner Kindheit „selbstlose, unbedingte Liebe und Bewunderung“ der Eltern erfuhr, die „übertriebene Verzerrungen“ zeigte. Es gab für das Kind „kein echtes Gegenüber“. Anzeichen von Unvollkommenheit wurden mit Verachtung und mit Enttäuschung beantwortet. – Derartige Ausführungen über insgesamt neun Krankheitsbilder in dieser übersichtlichen Form stillt die Neugier von Menschen, die wissen wollen, wieso Menschen sich so verhalten, wie sie es tun. Dies ist auf eine so fundierte und wissenschaftlich belegte Form in anderen Büchern nur schwer zu finden. Pflichtlektüre ist dieses Buch für alle Psychodramatiker und Psychodramatikerinnen. Es vereinfacht den für einen verantwortungsvollen Umgang mit Klienten unerlässlichen Prozess, die brandneuen Ergebnisse der Forschung und die praxisbezogenen Konzeptionen der immer fundierter werdenden Psychodramatheorie in unsere klientenbezogene Arbeit einfließen zu lassen.